{"id":10638,"date":"2021-05-14T08:38:19","date_gmt":"2021-05-14T08:38:19","guid":{"rendered":"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/?p=10638"},"modified":"2021-05-14T09:52:28","modified_gmt":"2021-05-14T09:52:28","slug":"gegen-die-israelischen-militaer-und-polizeiaktionen-2000-protestieren-auf-dem-domshof","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/?p=10638","title":{"rendered":"Gegen die israelischen Milit\u00e4r- und Polizeiaktionen. 2000 protestieren auf dem Domshof"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/?page_id=10634&amp;preview=true\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-10639\" src=\"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/sammelbild-300x153.jpg\" alt=\"\" width=\"700\" height=\"358\" srcset=\"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/sammelbild-300x153.jpg 300w, https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/sammelbild-1024x523.jpg 1024w, https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/sammelbild-768x392.jpg 768w, https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/sammelbild-1536x785.jpg 1536w, https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/sammelbild-500x256.jpg 500w, https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2021\/05\/sammelbild.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 700px) 100vw, 700px\" \/><\/a><strong><a href=\"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/?page_id=10634\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Fotogalerie hier<\/a><\/strong>.<br \/>\nMehr als 2000 Menschen protestierten am 13. Mai 2021 auf dem Domshof gegen das jetzt seit 55 Jahren andauernde Besatzungsregime in Israel und Pal\u00e4stina und gegen die j\u00fcngsten Angriffe der israelischen Armee in Gaza, das Eindringen der israelischen Polizei in die Al-Aksa-Moschee auf dem Tempelberg und die Vertreibung pal\u00e4stinensischer Famlien aus ihren H\u00e4usern in Ost-Jerusalem. Die Organisatoren der Kundgebung, die Pal\u00e4stinensische Gemeinde in Bremen, war selber v\u00f6llig \u00fcberrascht dar\u00fcber, dass so viele ihrem Aufruf gefolgt waren. Es kamen, mit vielen Fahnen und Transparenten, ungef\u00e4hr f\u00fcnfmal so viel Teilnehmer als erwartet.<!--more--><\/p>\n<p>Das Ordnungsamt hatte &#8211; au\u00dfer den jetzt \u00fcblichen Anti-Corona-Ma\u00dfnahmen &#8211; strenge Auflagen erlassen. Demnach waren verboten: <em>&#8222;jede Verherrlichung von Gewalt&#8220;<\/em>, das<em>&#8222;Beleidigen von Personen und Personenmehrheiten und zwar in Wort, Bild oder Schrift&#8220;, &#8222;\u00c4u\u00dferungen, die das Existenzrecht eines Staates verneinen und insbesondere dazu auffordern, Israel zu bek\u00e4mpfen oder &#8218;auszuradieren'&#8220; und schlie\u00dflich die &#8222;Werbung f\u00fcr Gruppen und Organisationen, die derartige Aussagen unterst\u00fctzen&#8220;<\/em>. (aus: Pressemitteilung des Senators f\u00fcr Inneres v. 12.05.2021)<\/p>\n<p>Die Ordner der Pal\u00e4stinensischen Gemeinde versuchten, so gut es ging, Verst\u00f6\u00dfe gegen diese sehr vage formulierten Anordnungen zu vermeiden und \u00fcberredeten auch mit Erfolg einige Kundgebungsteilnehmer, einige Transparete nicht zu zeigen. Die Situation war zeitweise bedrohlich. Die Polizei zeigte mit starken Kr\u00e4ften ihre Pr\u00e4senz und baute Absperrgitter rund um die Kundgebung auf. Detlef Griesche, Vorstandsmitglied der Deutsch-Pal\u00e4nstinensischen Gesellschaft und ehemaliger B\u00fcrgerschaftsabgeordneter, setzte sich mit gro\u00dfer Intensit\u00e4t bei der Polizeif\u00fchrung daf\u00fcr ein, dass die Dinge nicht eskalierten. &#8222;Die Kundgebung&#8220;, so Griesche, &#8222;richtet sich gegen die eskalierende Gewalt in Pal\u00e4stina und Israel, insbesondere die v\u00f6lkerrechtswidrige Unterdr\u00fcckung des pal\u00e4stinensischen Volkes und der zunehmenden Vertreibung und geplanten Annexionen in Jerusalem.&#8220; (Weserkurier v. 14.05.2021)<\/p>\n<p>Eigentlich war geplant, dass der Mufti der Al-Aksa-Moschee in Jerusalem online zugeschaltet w\u00fcrde und zu den Kundgebungsteilnehmern per Lautsprecher reden k\u00f6nnte. Aus technischen Gr\u00fcnden aber kam die \u00dcbertragung nicht zustande.<\/p>\n<p>In den deutschen Medien wird dieser &#8222;Konflikt&#8220;, der schon wieder ein Krieg ist, als die Auseinandersetzung zwischen zwei Kontrahenten dargestellt, wovon die einen (Hamas) die B\u00f6sen und die anderen (Israel) die Guten sind. Entsprechend befindet der deutsche Au\u00dfenminister, Heiko Maas (SPD); &#8222;Die j\u00fcngste Eskalation hat die Hamas willentlich und wissentlich herbeigef\u00fchrt, indem sie \u00fcber 1000 Raketen wahllos auf israelische St\u00e4dte geschossen hat, in vollem Bewusstsein der Konsequenzen. Wer so r\u00fccksichtslos handelt, tr\u00e4gt Verantwortung auch f\u00fcr die entsetzlichen humanit\u00e4ren Folgen, die Hunderttausende Menschen auf beiden Seiten jetzt erleiden. Israel verteidigt sich, weil es muss.&#8220; (Westdeutsche Allgemeine Zeitung v. 13.05.2021)<\/p>\n<p>Die Wirklichkeit sieht wohl etwas anders aus. Den jetzigen K\u00e4mpfen vorausgegangen waren die Vorg\u00e4nge in Jerusalem.<\/p>\n<ul>\n<li>Extremistische Siedler hatten in den letzten Wochen versucht, mehrere pal\u00e4stinensische Familien aus ihren H\u00e4usern in Ost-Jerusalem zu vertreiben.<\/li>\n<li>Mehr als 1000 israelische Polizisten waren am Montag schwer bewaffnet auf den Tempelberg gest\u00fcrmt, in die Al-Aksa-Moschee eingedrungen und hatten in der Moschee Tr\u00e4nengas- und Blendgranaten gez\u00fcndet. Die Al-Aksa-Moschee ist das drittwichtigste Heiligtum des Islams.<\/li>\n<li>Angedroht war au\u00dferdem ein Marsch von rund 30.000 rechtsradikalen Siedlern in die von Pal\u00e4stinensern bewohnten Viertel der Altstadt von Jerusalem. Der Marsch wurde verboten.<\/li>\n<li>Die Hamas und der Islamische Dschihad hatte daraufhin ein Ultimatum gestellt und den R\u00fcckzug der israelischen Polizei vom Tempelberg gefordert.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Danach erst begann der Raketenbeschuss aus Gaza und als Reaktion die Angriffe der israelischen Armee auf Gaza. Folgt man dem israelischen Kommentator der liberalen Zeitung Ha&#8217;aretz in Tel Aviv, Gideon Levy, so hat die jetzige israelische politische F\u00fchrung nur darauf gewartet, mal wieder ihr riesiges milit\u00e4risches Zerst\u00f6rungspotential einsetzen zu k\u00f6nnen. <em>&#8222;Those Who Thirst for Blood&#8220; (&#8222;Sie wollen Blut sehen&#8220;)<\/em> &#8211; so hat Gideon Levy seinen bitteren und pessimistischen Kommentar \u00fcberschrieben. <em>&#8222;Die blutr\u00fcnstigen Krieger nehmen ihre Masken der politischen Rechtschaffenheit ab und zeigen ihr wahres Gesicht. Wohnt\u00fcrme in Gaza st\u00fcrzen ein wie Kartenh\u00e4user. Dass Menschen in den H\u00e4usern wohnen, k\u00fcmmert sie nicht. Sie wollen zerst\u00f6ren und Blut flie\u00dfen sehen. Hauptsache, es ist arabisches Blut.&#8220; (All they want is to see blood. Arab blood, as much as possible &#8211; blood, the more the better &#8211; blood, the main thing is that Arab blood is spilled. Residential towers are collapsing like houses of cards in Gaza, and ruined worlds beneath them are a mild joke for them. They want to see blood, not only ruins, fear and destruction.)<\/em> <a href=\"https:\/\/www.haaretz.com\/opinion\/.premium-those-who-thirst-for-blood-1.9801427?utm_source=mailchimp&amp;utm_medium=email&amp;utm_content=author-alert&amp;utm_campaign=Gideon%20Levy&amp;utm_term=20210513-04:06&amp;lts=1620972333131\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(Haaretz v. 13.05.2021)<\/a><\/p>\n<p>Die j\u00fcngsten Meldungen von heute (14.05.2021): Israel hat seine sogenannten Vergeltungsschl\u00e4ge im Gazastreifen ausgeweitet. &#8222;Luft- und Bodentruppen greifen gegenw\u00e4rtig im Gazastreifen an&#8220;, teilte die israelische Armee auf Twitter mit. Und der israelische Ministerpr\u00e4sident Benjamin Netanyahu teilte mit: &#8222;Ich habe gesagt, dass Hamas einen sehr hohen Preis zahlen wird.&#8220; Und: &#8222;Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen, und diese Operation wird so lange wie n\u00f6tig weitergehen.&#8220; (Tagesschau v. 14.05.2021)<br \/>\n<em>S\u00f6nke Hundt<\/em><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fotogalerie hier. Mehr als 2000 Menschen protestierten am 13. 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