{"id":1118,"date":"2014-08-10T15:56:48","date_gmt":"2014-08-10T15:56:48","guid":{"rendered":"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/?p=1118"},"modified":"2014-08-11T06:42:50","modified_gmt":"2014-08-11T06:42:50","slug":"israels-staerke-ruht-auf-zwei-pfeilern-naemlich-auf-der-militaerischen-gewalt-und-dem-image-in-europa-und-den-usa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/?p=1118","title":{"rendered":"Israels St\u00e4rke ruht auf zwei Pfeilern, n\u00e4mlich auf der milit\u00e4rischen Gewalt und dem Image in Europa und den USA"},"content":{"rendered":"<div style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/08\/14-08-10-basem-naim_ji.jpg\" width=\"200\" height=\"164\" \/><p class=\"wp-caption-text\">Dr. Basem Naim, Arzt in Gaza-Stadt<\/p><\/div>\n<p>Was die Hamas will und wie sie ihren Kampf begr\u00fcndet &#8211; dar\u00fcber gibt es kaum authentische Informationen. Martin Lejeune, der direkt aus Gaza berichtet (<a href=\"http:\/\/martin-lejeune.tumblr.com\/\" target=\"_blank\">&#8222;The Days of Oil and Za&#8217;atar&#8220;<\/a>) f\u00fchrt hier ein Interview mit dem Arzt und Chirurgen Dr. Basem Naim. Er geh\u00f6rte f\u00fcr die Hamas sieben Jahre lang der pal\u00e4stinensischen Regierung an und war w\u00e4hrend dieser Zeit etwa vier Jahre lang Minister f\u00fcr Jugend und Sport (im zweiten Kabinett von Ismail Haniya) und f\u00fcr anderthalb Jahre, von Juni 2007 bis Januar 2009, Gesundheitsminister (im ersten Kabinett von Ismail Haniya). Heute ist er der politische Berater f\u00fcr Internationale Beziehungen von Ismail Haniya.<!--more--> Dr. Naim ist bekannt und gesch\u00e4tzt als kluger politischer Stratege und gilt als einer der einflussreichsten Ideologen der Hamas im Gazastreifen. Martin Lejeune sprach mit ihm in Gaza-Stadt.<\/p>\n<p>Hier das Gespr\u00e4ch:<\/p>\n<p><strong>ML: K\u00f6nnten Sie aus Ihrer Perspektive kommentieren, was seit Beginn des j\u00fcngsten Angriffs auf den Gazastreifen geschehen ist?<\/strong><\/p>\n<p>BN: Wir sprechen hier \u00fcber eine eindeutige Aggression gegen unser Volk &#8211; die Pal\u00e4stinenser im allgemeinen und Gaza im besonderen. Wir befinden uns in einem besetzten Gebiet. Nach internationalem Recht sollte die Besatzungsmacht die Zivilbev\u00f6lkerung und die Infrastruktur sch\u00fctzen. Die Angriffe begannen am 6. Juli auf Grundlage einer fabrizierten Erkl\u00e4rung: Im Westjordanland wurden drei Siedler entf\u00fchrt und sp\u00e4ter get\u00f6tet. Daraufhin wurden mehr als tausend Pal\u00e4stinenser verhaftet, wobei die meisten von ihnen F\u00fchrungspositionen in der Hamas bekleideten. Tausende H\u00e4user wurden durchsucht, und wie wir aus verschiedenen Berichten, darunter auch dem eines bekannten deutschen Journalisten, der diese Vorf\u00e4lle recherchiert hat, wissen, handelte es sich um eine fabrizierte Geschichte, da die drei Siedler in Wirklichkeit bei einer privaten Auseinandersetzung get\u00f6tet wurden.<\/p>\n<p>Dennoch griffen die Israelis den Gazastreifen an und zerst\u00f6rten am 6. Juli zun\u00e4chst einen Tunnel, wobei sechs Pal\u00e4stinenser get\u00f6tet wurden, bei denen es sich \u00fcberwiegend um Unterst\u00fctzer der Hamas handelte. Wir haben wiederholt offen und \u00fcber Mediatoren klar zum Ausdruck gebracht, da\u00df wir an dieser Konfrontation nicht interessiert sind. Wir haben versucht, sie zu vermeiden. Vor dem Angriff hat die Regierung von Gaza alles Erdenkliche unternommen, um die Grenze ruhigzuhalten.<\/p>\n<p>Israel hat diesen Angriff seit Monaten geplant. Wir haben vielfach erlebt, da\u00df die Israelis gezielt Zivilisten und zivile Infrastruktur angriffen: Sie haben 74 Familien vollst\u00e4ndig ausgel\u00f6scht, sie haben Krankenh\u00e4user und Schulen angegriffen, darunter sogar solche, die von der UNO als Schutzr\u00e4ume eingerichtet worden waren.<\/p>\n<p><strong>ML: Liegen Ihnen genaue Zahlen vor, wie viele H\u00e4user und Schulen zerst\u00f6rt wurden?<\/strong><\/p>\n<p>BN: Wir sprechen von \u00fcber 30.000 H\u00e4usern, die angegriffen, und 10.000 von ihnen, die vollst\u00e4ndig zerst\u00f6rt wurden. Wir sprechen von \u00fcber 120 betroffenen Schulen, wovon sieben direktes Angriffsziel waren. Dabei wurden Massaker ver\u00fcbt, bei denen jeweils zwischen zehn und zwanzig oder teilweise sogar zwischen 50 und 70 Menschen get\u00f6tet wurden. Sie haben das einzige Kraftwerk zur Stromversorgung im Gazastreifen wie auch die Infrastruktur zur Trinkwasserversorgung und Abwasserbeseitigung angegriffen. Sie haben Familien angegriffen, wenn diese sich zu bestimmten Gelegenheiten am Ende des Ramadan versammelten. Wir haben klar gesehen, da\u00df sich alle Soldaten in Panzern befanden, die unsere Leute angriffen.<\/p>\n<p>Ich mu\u00df zu meinem Bedauern sagen, da\u00df die Pal\u00e4stinenser insgesamt sehr frustriert, betroffen und aufgebracht sind, und das nicht nur, was die israelische Aggression betrifft, sondern auch wegen der Position der internationalen Gemeinschaft inklusive der Institutionen der UNO. Sie haben den Israelis gr\u00fcnes Licht gegeben, diese Aggression loszutreten und Verbrechen zu ver\u00fcben, indem sie die israelische Begr\u00fcndung der drei get\u00f6teten Siedler als Fakt akzeptiert haben, obgleich sie sp\u00e4ter widerlegt worden ist. W\u00e4hrend des Angriffs auf Gaza haben sie die Geschichte von Rafah akzeptiert, wonach ein israelischer Soldat entf\u00fchrt worden sein soll. Barack Obama, John Kerry und selbst Ban Ki-moon haben erkl\u00e4rt, da\u00df das nicht hinzunehmen sei und die Hamas diesen Soldaten freilassen solle. Sp\u00e4ter stellte sich jedoch heraus, da\u00df der Soldat auf israelischer Seite get\u00f6tet worden war. Dennoch wurden daraufhin mehr als 300 Pal\u00e4stinenser in Rafah get\u00f6tet.<\/p>\n<p>Was die Pal\u00e4stinenser fordern, bedarf zu seiner Erf\u00fcllung keines Kriegs und keiner Aggression. Wir fordern die Aufhebung des Belagerungszustands und die \u00d6ffnung der Grenzen, damit die Pal\u00e4stinenser die Chance haben, sich wie jeder andere Mensch frei in aller Welt zu bewegen und Lebensmittel und Medikamente zu bekommen. Es mu\u00df keinen Krieg mit mehr als 2000 get\u00f6teten und \u00fcber 10.000 verwundeten Pal\u00e4stinensern geben. Wir sprechen nicht von einem unabh\u00e4ngigen Staat oder anderen weitreichenden Forderungen, wir sprechen \u00fcber einfache, grundlegende Rechte, zu leben wie Menschen anderswo auf der Welt.<\/p>\n<p><strong>ML: Wie ich hier erfahren habe, standen bei diesem Krieg auf pal\u00e4stinensischer Seite Menschen in vorderster Front, die dem allt\u00e4glichen Leben entstammen: Lehrer, Sch\u00fcler, Ingenieure, die mitten aus der Bev\u00f6lkerung kommen. Trifft es zu, da\u00df es sich um Menschen verschiedenster Herk\u00fcnfte und gesellschaftlicher Schichten handelte?<\/strong><\/p>\n<p>BN: Auf politischer Ebene unterst\u00fctzen alle Menschen, die hier leben, das Recht der Pal\u00e4stinenser, gegen die Okkupation Widerstand zu leisten und sich f\u00fcr das Recht auf einen unabh\u00e4ngigen Staat mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt einzusetzen. Diese \u00dcbereinkunft findet man in allen Fraktionen und sozialen Verh\u00e4ltnissen. Das ist das eine. Zum zweiten k\u00f6nnte es durchaus zutreffen, da\u00df Menschen aus sehr verschiedenen Berufen am Widerstand teilnehmen. Aber wir sprechen davon, da\u00df sie vor den Panzern k\u00e4mpfen. Ich wei\u00df nicht, wie lange Sie schon hier sind, aber wenn es zwei oder drei Wochen sind, haben Sie mit Sicherheit keinen bewaffneten Mann gesehen.<\/p>\n<p><strong>ML: Ich bin seit dieser Zeit hier und habe w\u00e4hrenddessen keinen einzigen bewaffneten Pal\u00e4stinenser gesehen.<\/strong><\/p>\n<p>BN: Das hei\u00dft, da\u00df sich die K\u00e4mpfer nicht unter der Bev\u00f6lkerung, nicht in den H\u00e4usern oder in der N\u00e4he von Schulen und Moscheen aufhalten. Selbst wir haben sie nicht gesehen. Sie halten sich an der Front auf und k\u00e4mpfen dort gegen die Israelis, wobei es eine Ehre f\u00fcr uns ist, da\u00df unsere K\u00e4mpfer genau wissen, was, wo und wann sie etwas tun.<\/p>\n<p><strong>ML: Sie f\u00fcgen Zivilisten keinen Schaden zu?<\/strong><\/p>\n<p>BN: Niemals. Sie k\u00f6nnen hier Menschen aus allen sozialen Schichten, Berufen und politischen Fraktionen fragen und werden eine klare Botschaft der Unterst\u00fctzung des Widerstands und des Kampfs f\u00fcr unsere Rechte bekommen. Wir sprechen \u00fcber grundlegende Rechte. Warum ist es Pal\u00e4stinensern jeglicher Berufe verboten, sich dem Widerstand anzuschlie\u00dfen, aber zugleich erlaubt, 70.000 Israelis zu mobilisieren, die gleicherma\u00dfen Ingenieure, \u00c4rzte, etc. sind, um sie an die Grenze von Gaza zu schicken und unsere Leute zu t\u00f6ten? Auch sie sind Zivilisten, oder etwa nicht? \u00dcberall auf der Welt, in Deutschland, Frankreich, den USA unterst\u00fctzen Menschen aller Lebensbereiche den Widerstand gegen eine Diktatur oder Okkupation. Ebenso ist es f\u00fcr alle Pal\u00e4stinenser eine Ehre, das zu tun.<\/p>\n<p><strong>ML: Welchem Zweck diente Ihres Erachtens der Angriff auf Zivilisten und die zivile Infrastruktur? K\u00f6nnte ein Grund die Absicht sein, die Unterst\u00fctzung und Versorgung des Widerstands zu schw\u00e4chen oder zu unterbinden?<\/strong><\/p>\n<p>BN: Ich glaube, diese Vorgehensweise hatte mehrere Gr\u00fcnde. Wenn Sie unsere Geschichte seit 1948 studieren, finden sie fast jedes Jahr und mitunter sogar monatlich Massaker der Israelis an unserem Volk: In Deir Yasin, Chan Yunis, Kafr Quassem, Karantina, Sabra und Schatila &#8211; es ist die Ideologie der israelischen Armee und der Israelis im allgemeinen, in ihrer Kriegsf\u00fchrung die gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliche Feuerkraft zu entfalten, um Massaker zur Vertreibung von Menschen zu ver\u00fcben. In fr\u00fcheren Jahren wie 1948, 1956, 1967 und 1973 flohen die angegriffenen Menschen aus dem Norden Pal\u00e4stinas in den Gazastreifen und manchmal nach Jordanien, \u00c4gypten oder vielleicht sogar nach Europa. Diesmal haben wir keinen Zugang zu R\u00fcckzugsgebieten.<\/p>\n<p>Zum zweiten versuchen die Israelis jedesmal, wenn sie auf irgendeine Weise vom Widerstand angegriffen werden, sich an Zivilisten zu r\u00e4chen. Unsere K\u00e4mpfer haben Soldaten angegriffen, die Soldaten greifen Zivilisten an. Wenn die Israelis im Feld unterliegen, nehmen sie Rache. Das wissen wir seit jeher. Wenn also gute Nachrichten von der Front eintreffen, erwarten wir jedesmal eine sehr schlimme Nacht. In allen F\u00e4llen fr\u00fcherer Massaker war es zuvor zu einer heftigen Schlacht gekommen, in der unsere K\u00e4mpfer in der Lage waren, der israelischen Armee Widerstand entgegenzusetzen.<\/p>\n<p>Zum dritten glauben die Israelis, da\u00df sich der Widerstand ohne die Unterst\u00fctzung der Bev\u00f6lkerung nicht entfalten kann, zumal unter dem Belagerungszustand, der Schlie\u00dfung der Grenzen und der Isolation. Sie bestrafen alle, die den Widerstand unterst\u00fctzen. Ich habe von vielen Leuten geh\u00f6rt, da\u00df sie einen Anruf der IDF bekamen, sie m\u00fc\u00dften ihr Haus verlassen und ihre ganze Familie mitnehmen, weil das Geb\u00e4ude angegriffen w\u00fcrde. Auf die Frage, warum das Haus angegriffen werde, obgleich man nichts mit der Hamas zu tun habe, erhielten sie zur Antwort, sie h\u00e4tten es geduldet, im selben Geb\u00e4ude mit einem \u201cTerroristen\u201d zu wohnen. Ziel dieser Strafma\u00dfnahme war es nicht zuletzt, die Bewohner bei ihrer R\u00fcckkehr mit dem zerst\u00f6rten Haus zu konfrontieren, um den Widerstand zu brechen. Man bestrafte die Menschen und wollte ihre \u00dcberzeugungen brechen. Dieses Bild wird wie eingebrannt im Bewu\u00dftsein der Menschen in Gaza bleiben.<\/p>\n<p>Leider mu\u00df ich sagen, da\u00df die Weitsicht der Israelis zu w\u00fcnschen \u00fcbrigl\u00e4\u00dft. Wir sprechen \u00fcber ein politisches Problem und nicht einen geographischen Konflikt. Die Okkupation kann nicht durch Bestrafung akzeptabel gemacht werden. Die Menschen sind begierig danach, frei zu werden, sich frei zu bewegen, frei zu sprechen, frei zu essen, frei zu tr\u00e4umen. Etwas anderes wollen wir nicht. Wir fordern nur unsere Freiheit. Die internationale Gemeinschaft, die 1948 den Staat Israel geschaffen hat, schuf bei der Teilung Pal\u00e4stinas zwei Staaten. Warum sorgt sie sich nur um den einen und unterdr\u00fcckt den anderen? Als wir von einem eigenen Staat sprachen, wurde die Zwei-Staaten-L\u00f6sung international als L\u00f6sung akzeptiert. Warum kann man nicht auch diesen anderen Staat unterst\u00fctzen? Fragt man die Pal\u00e4stinenser, wird man stets dieselbe Antwort bekommen: Sie unterst\u00fctzen den Widerstand, weil es um grundlegende Rechte geht.<\/p>\n<p><strong>ML: Die K\u00e4mpfer des Widerstands entstammen allen Fraktionen, allen Altersstufen und allen sozialen Schichten. Sie repr\u00e4sentieren also die Bev\u00f6lkerung. Warum sollte die Bev\u00f6lkerung sie nicht unterst\u00fctzen? Wenn es eine Strategie der Kriegsf\u00fchrung war, diese Unterst\u00fctzung zu brechen, hat sie offensichtlich ihr Ziel verfehlt.<\/strong><\/p>\n<p>BN: Sie verfehlt ihr Ziel, weil sie ein politisches Problem mit milit\u00e4rischer Gewalt l\u00f6sen will. Es handelt sich ja nicht um die erste derartige Aggression, denn wir sprechen \u00fcber 66 Jahre dieses Konflikts. Es ist nicht nur das Problem der Hamas, die noch gar nicht so alt ist.<\/p>\n<p><strong>ML: Dieser Konflikt existierte ja sogar schon vor 1948.<\/strong><\/p>\n<p>BN: So ist es. Wir sollten uns daher nicht auf die Hamas und den islamischen Widerstand konzentrieren. Unsere Botschaft ist klar: Wir sind ein Volk unter Besatzung und haben ein Recht auf Widerstand.<\/p>\n<p><strong>ML: Haben die Pal\u00e4stinenser \u00fcberhaupt eine andere Wahl, wenn sie angegriffen werden, als sich zu verteidigen? Sie sind ja die schw\u00e4chere Seite in diesem Konflikt. Haben sie eine Chance, nicht nur zu reagieren, sondern eine politische L\u00f6sung herbeizuf\u00fchren, oder ist das der israelischen Seite vorbehalten, weil sie die st\u00e4rkere ist?<\/strong><\/p>\n<p>BN: \u00dcberlegene Waffentechnologie ist nicht der einzige Faktor in diesem h\u00f6chst komplizierten Konflikt.<\/p>\n<p><strong>ML: Israel ist auch \u00f6konomisch \u00fcberlegen und wird von den USA und den europ\u00e4ischen Staaten unterst\u00fctzt.<\/strong><\/p>\n<p>BN: Wir stellen nicht in Abrede, da\u00df Israel insgesamt st\u00e4rker ist und die \u00fcberlegene Waffengewalt ins Feld f\u00fchren kann. Die Geschichte lehrt jedoch, da\u00df nirgendwo auf der Welt milit\u00e4rische Gewalt auf Dauer ausreichte, um Menschen zu besiegen, die f\u00fcr ihre Freiheit k\u00e4mpfen: Vietnam, Korea, der franz\u00f6sische Widerstand gegen die Nazis, Spanien gegen die Faschisten, die Algerier gegen Frankreich. Israels St\u00e4rke ruht auf zwei Pfeilern, n\u00e4mlich auf der milit\u00e4rischen Gewalt und dem Image in Europa und den USA. Das Image eines demokratischen Staates, der die Menschenrechte respektiert, der ein Teil des Westens ist, hat diesmal schweren Schaden genommen. Wenn man Meinungsumfragen durchf\u00fchrt, wird man feststellen, da\u00df Israels heutiges Ansehen nicht mehr mit dem vor 20 Jahren zu vergleichen ist. Heute demonstrieren die Menschen selbst vor dem Wei\u00dfen Haus, in New York, London und deutschen St\u00e4dten gingen Tausende auf die Stra\u00dfe.<\/p>\n<p>Und selbst wenn Israel milit\u00e4risch \u00fcberlegen ist, hat auch diese \u00dcbermacht ihre Grenzen. Man hat Tausende H\u00e4user zerst\u00f6rt, ganze Familien, Kinder get\u00f6tet. Das l\u00e4\u00dft sich nur noch mit Chemiewaffen oder der Atombombe steigern. Aber sie k\u00f6nnen Gaza nicht mit Bodentruppen einnehmen. Sie haben das nahe der Grenze versucht, aber dabei hohe Verluste davongetragen. Sie k\u00f6nnen die St\u00e4dte angreifen, aber sie nicht erobern und so den Sieg erringen. Es gab Zeiten, in denen Israel den ganzen Gazastreifen mit zwei Jeeps und acht Soldaten kontrollieren konnte. Heute kann ein Jeep nach Ramallah fahren, einen Menschen festnehmen und wieder verschwinden. Doch letzten Endes hat jede milit\u00e4rische Gewalt ihre Grenzen. Die Amerikaner haben Afghanistan vierzehn Jahre lang besetzt, doch am Ende nichts erreicht. Nun versuchen sie, wieder abzuziehen, da sie jeden Tag Soldaten verlieren, zuletzt einen ihrer rangh\u00f6chsten Offiziere, der von einem Afghanen get\u00f6tet wurde, den sie selbst ausgebildet haben. Sie haben den Irak okkupiert und mu\u00dften wieder abziehen. Man kann milit\u00e4rische \u00dcbermacht nicht immer auf Bodenk\u00e4mpfe \u00fcbertragen.<\/p>\n<p>Wir sind die schw\u00e4chere Seite in diesem Konflikt, doch wir haben das Recht als Volk unter Besatzung, uns zu verteidigen. Wir werden von Millionen Menschen in aller Welt unterst\u00fctzt, nicht nur in der arabischen Welt, sondern auch in Europa und selbst in Lateinamerika. Zudem haben die Israelis ihre Schw\u00e4chen auch im eigenen Land.<\/p>\n<p><strong>ML: Welche M\u00f6glichkeiten stehen der Hamas als politische Partei offen, dieses politische Problem zu l\u00f6sen?<\/strong><\/p>\n<p>BN: Die Hamas hat im Jahr 2006 akzeptiert, Teil des politischen Prozesses zu werden. Sie hat an den Wahlen teilgenommen und sie gewonnen. Das Wahlergebnis wurde jedoch nicht akzeptiert. Das ist nicht unser Fehler. Zweitens haben wir durchweg gesagt, da\u00df wir unter einer Besatzung leben und Freiheit und Unabh\u00e4ngigkeit fordern. Wir haben zwei politische Optionen: Abbas verhandelt seit 20 Jahren ohne Ergebnis mit den Israelis. Wenn er ein unabh\u00e4ngiges Pal\u00e4stina in den Grenzen von 1967 mit Ost-Jerusalem als Hauptstadt und das R\u00fcckkehrrecht erreichen k\u00f6nnte, w\u00fcrde ihm die Hamas keinen Kn\u00fcppel zwischen die Beine werfen und zustimmen. Oder wir k\u00f6nnen mit Israel einen Waffenstillstand f\u00fcr zehn oder zwanzig Jahre vereinbaren, wenn wir im Gegenzug ein Territorium in den Grenzen von 1967, Freiheit und Unabh\u00e4ngigkeit bekommen, wie dies von der internationalen Gemeinschaft akzeptiert worden ist. Nach 20 Jahren haben wir dann eine neue Generation.<\/p>\n<p>Man kann von einem Volk nicht verlangen, aufzugeben und die wei\u00dfe Flagge zu hissen, w\u00e4hrend man seine Familien und Kinder t\u00f6tet, seine H\u00e4user zerst\u00f6rt. Gib dem Volk eine Chance, sich in zehn, f\u00fcnfzehn oder zwanzig Jahren wieder aufzurichten, eine neue Vision zu entwerfen, die Wirtschaft zu entwickeln, in Freiheit zu leben. Wir haben nichts zu verlieren. Wenn wir ein richtiges Leben hier in Gaza und im Westjordanland f\u00fchren k\u00f6nnen, uns frei bewegen, frei sprechen und frei arbeiten k\u00f6nnen, verf\u00fcgen wir \u00fcber etwas, das uns von jeder Form von Gewalt fernh\u00e4lt.<\/p>\n<p><strong>ML: Kann ich Sie mit der Aussage zitieren, da\u00df die Hamas Israel unter bestimmten Bedingungen einen zwanzigj\u00e4hrigen Waffenstillstand anbietet?<\/strong><\/p>\n<p>BN: Wir k\u00f6nnen einen Waffenstillstand von zehn, f\u00fcnfzehn oder zwanzig Jahren akzeptieren, ohne gegenseitige Anerkennung und mindestens in den Grenzen von 1967, in Freiheit und unter Wahrung des R\u00fcckkehrrechts.<\/p>\n<p><strong>ML: Seit Juni gibt es eine neue Einheitsregierung von Fatah und Hamas. Welche Priorit\u00e4ten setzt die Hamas in dieser Regierung?<\/strong><\/p>\n<p>BN: Wir f\u00fchlen uns der Einheitsregierung verpflichtet. Es war eines der Ziele des Widerstands, dieser Regierung eine Chance zu geben, in Gaza und im Westjordanland frei zu arbeiten. Die Situation vor dem Angriff auf den Gazastreifen war jedoch eine andere als die hinterher. Jetzt sind 30.000 H\u00e4user, die meisten Schulen und Krankenh\u00e4user zerst\u00f6rt. Das erste Ziel der Regierung wird daher der Wiederaufbau des Gazastreifens und die Unterbringung der rund 700.000 Menschen sein, die jetzt auf der Stra\u00dfe, in Notunterk\u00fcnften oder bei Verwandten leben.<\/p>\n<p><strong>ML: Abdallah Frangi sprach gestern mir gegen\u00fcber von 600.000 obdachlosen Menschen.<\/strong><\/p>\n<p>BN: Es ist nicht m\u00f6glich, genaue Zahlen zu nennen. Beispielsweise hat mein Bruder vier Familien in seinem Haus aufgenommen. Das geschieht auf informellen Wegen \u00fcber Nachbarn. Es m\u00f6gen insgesamt 600.000, 700.000 oder noch mehr Menschen ohne eigene Wohnung sein. Die Unterbringung dieser Menschen, der Wiederaufbau von H\u00e4usern und Schulen, die Wiederherstellung der Infrastruktur wie Strom, Wasser und Abwasser sind die vordringlichsten Ziele.<\/p>\n<p><strong>ML: Sind diese Ziele zu erreichen, solange die Blockade fortbesteht?<\/strong><\/p>\n<p>BN: Mit Sicherheit nicht. Man kann nicht 30.000 H\u00e4user wiederaufbauen, wenn man sich in einem abgeriegelten Territorium befindet. Man braucht Baustoffe und viele andere Dinge f\u00fcr den Wiederaufbau, wobei man ja dar\u00fcber hinaus auch neue M\u00f6bel und andere Einrichtungsgegenst\u00e4nde ben\u00f6tigt.<\/p>\n<p><strong>ML: Auf internationaler Ebene wird die Hamas h\u00e4ufig wegen ihrer Kooperation mit Katar und der T\u00fcrkei, beides Verb\u00fcndete der USA, kritisiert. Die USA wiederum sind der engste Verb\u00fcndete Israels. Warum fokussiert sich die Hamas auf solche Partner? Ich habe diese Kritik auch hier in Gaza geh\u00f6rt, da\u00df man sich damit auf Kr\u00e4fte einl\u00e4\u00dft, die den Widerstand nicht langfristig unterst\u00fctzen, weil sie strategische Partner der USA sind.<\/strong><\/p>\n<p>BN: Dieser Konflikt ist sehr kompliziert. Es gibt ein breites Spektrum pal\u00e4stinensischer Fraktionen, das von jenen, die zur Zusammenarbeit mit Israel bereit sind, bis zu entschiedenen Gegnern Israels reicht. Vor Jahren kooperierte die Hamas mit der Hisbollah und dem Iran. Auch das wurde kritisiert. Als wir aus Syrien vertrieben wurden, war nur Katar bereit, uns aufzunehmen. Die Pal\u00e4stinenser haben immer versucht, sich in der Region neutral zu verhalten. Wir sind bereit, mit jedem Land, jeder Gesellschaft, jeder Institution, die bereit ist, uns zu unterst\u00fctzen, ohne Vorbedingungen zu kooperieren. Das bedeutet, da\u00df wir mit Katar zusammenarbeiten. Zuvor hatten wir gute Beziehungen zum Iran, zur Hisbollah, zu Algerien. Wir sind ein Volk unter Besatzung. Wir haben gute Beziehungen zu vielen L\u00e4ndern Lateinamerikas, von denen wiederum viele gute Beziehungen zu Israel haben. Solange man mit irgendeiner Seite zusammenarbeitet, ohne daf\u00fcr einen Preis zu zahlen, ist es meines Erachtens keine falsche Strategie.<\/p>\n<p>Wenn sich ein Land wie die T\u00fcrkei oder Katar bereiterkl\u00e4rt, uns zu unterst\u00fctzen, damit wir unsere H\u00e4user und unsere Infrastruktur wiederaufbauen und Geh\u00e4lter auszahlen k\u00f6nnen, w\u00e4hrend viele andere L\u00e4nder nichts dergleichen tun &#8211; welche andere Wahl haben wir da? F\u00fcr dieses Geld zahlen wir keinen politischen Preis. Katar hat zu keinem Zeitpunkt verlangt, da\u00df wir den Widerstand einstellen, keine Raketen mehr abfeuern oder Gespr\u00e4chskan\u00e4le zu Israel \u00f6ffnen. Wenn ein Land wie die T\u00fcrkei uns hilft oder der UN-Sicherheitsrat uns diplomatisch unterst\u00fctzt, sagen wir nicht nein. Es gibt ja auch Fraktionen der PLO, die Israel anerkennen und ausgezeichnete Beziehungen zu den USA haben. Alle Fraktionen der PLO akzeptieren die Position der PLO-F\u00fchrung.<\/p>\n<p><strong>ML: In der EU und in Deutschland wird die Hamas als terroristische Organisation eingestuft. Hat das negative Folgen f\u00fcr die Hamas und wie ist diese Einstufung aus Ihrer Sicht zu erkl\u00e4ren?<\/strong><\/p>\n<p>BN: Das beeintr\u00e4chtigt die Hamas nat\u00fcrlich und schr\u00e4nkt unsere Bewegung in Richtung der internationalen Gemeinschaft, Europas und des Westens ein. Wir k\u00f6nnen die Implikationen dieser Situation nicht bestreiten. Es stellt sich jedoch die Frage, wie Terrorismus definiert wird. Warum ist es kein Terrorismus, die K\u00e4mpfer in Syrien mit Waffen zu unterst\u00fctzen? Warum ist es kein Terrorismus, den Iran mit allen erdenklichen Waffen anzugreifen? Warum ist es kein Terrorismus, Libyen anzugreifen und dort gewaltsam einen Regimewechsel herbeizuf\u00fchren? Warum ist die Okkupation Afghanistans kein Terrorismus? Ich habe zwischen 1980 und 1985 in Deutschland erlebt, wie dieselben Mudschaheddin in Afghanistan, die man zuvor unterst\u00fctzte, pl\u00f6tzlich als Terroristen bezeichnet wurden. Warum ist es erlaubt, da\u00df 2000 Amerikaner und viele Europ\u00e4er nach Israel kamen und als Freiwillige mit der israelischen Armee zusammenarbeiteten, um uns anzugreifen? Warum wird das eine akzeptiert und das andere als Terrorismus bezeichnet?<\/p>\n<p>Nach internationalem Recht sind wir ein Volk unter Besatzung und haben das Recht auf Selbstverteidigung. Wenn man Bewegungen wie die Hamas mit einer glaubw\u00fcrdigen F\u00fchrung und politischen Zielen isoliert und angreift, um sie zu zerst\u00f6ren, ist die Alternative nicht Fatah, sondern gesteigerter Extremismus. Die Hamas ist eine nationale Befreiungsbewegung und begrenzt ihren Kampf daher auf die Pal\u00e4stinensergebiete. Wir k\u00e4mpfen gegen Israel, haben aber keine Probleme mit Juden und greifen sie auch nicht irgendwo anders auf der Welt an. Wir sind gem\u00e4\u00df internationalem Recht Freiheitsk\u00e4mpfer und keine Terroristen.<\/p>\n<p><strong>ML: Viele Menschen in Deutschland verstehen nicht, warum aus dem Gazastreifen Raketen auf Israel abgefeuert werden. K\u00f6nnen Sie zu den Hintergr\u00fcnden dieser Vorgehensweise Stellung nehmen?<\/strong><\/p>\n<p>BN: Es ist unser Recht, uns gegen die Besatzungsmacht zu verteidigen. Wir haben 20 Jahre lang politische Verhandlungen gef\u00fchrt, doch das Ergebnis waren noch mehr Siedlungen, Verhaftungen, Landraub. Es waren fruchtlose Verhandlungen. Warum d\u00fcrfen uns die Israelis von allen Seiten und mit allen erdenklichen Waffen angreifen? Die USA haben erkl\u00e4rt, da\u00df die Zahl der get\u00f6teten Zivilisten in Gaza nicht akzeptabel sei. Welche Zahl w\u00e4re denn akzeptabel? Der politische Proze\u00df ist gescheitert. F\u00fchrer wie Yassir Arafat, die Frieden in der Region herbeif\u00fchren wollten, wurden get\u00f6tet. Welche Wahl haben die Pal\u00e4stinenser noch? Im Westjordanland gibt es mehr Checkpoints, Festnahmen, Konfiszierungen von Land, und die Siedler machen, was sie wollen. Sie bauen weiter, greifen Moscheen an, t\u00f6ten Kinder. Die Israelis wissen, wer das Kind in Bethlehem get\u00f6tet hat. Es war ein Rabbi mit seinen drei S\u00f6hnen. Sie bezeichneten ihn als geisteskrank. Vor zehn Jahren stieg ein Israeli in einen Bus voller Pal\u00e4stinenser und begann, mit einer Pistole auf sie zu schie\u00dfen. Einige junge M\u00e4nner \u00fcberw\u00e4ltigten und t\u00f6teten ihn. Sie sitzen noch heute im Gef\u00e4ngnis. Das fand in Israel statt.<\/p>\n<p>Die Europ\u00e4er geben Israel gr\u00fcnes Licht, weiter Massaker und Verbrechen zu ver\u00fcben. Die Israelis man\u00f6vrieren sich jedoch in eine Sackgasse. Sie glauben, mit milit\u00e4rischen Mitteln alles kontrollieren zu k\u00f6nnen. Sie werden scheitern und unser Land fr\u00fcher oder sp\u00e4ter verlassen. Das ist die Lehre der Geschichte. In S\u00fcdafrika endete nach 400 Jahren die Apartheid. Sie werden gehen, und wenn sie es heute tun, haben sie eine Chance, friedlich in dieser Region zu leben. Wenn sie es nicht tun, m\u00fcssen sie wom\u00f6glich einen Preis f\u00fcr ihre Ideologie zahlen.<\/p>\n<p>Was die deutschen Medien betrifft, m\u00f6chte ich abschlie\u00dfend sagen, da\u00df wir nicht den Preis f\u00fcr deutsche oder europ\u00e4ische Verbrechen zahlen sollten. Wenn sie Verbrechen an Juden begangen haben, ist das nicht unser Problem. Sie m\u00fcssen den Preis zahlen und das Problem l\u00f6sen. Das darf nicht auf unsere Kosten geschehen. Es ist nicht akzeptabel, die heutigen Verbrechen der Israelis damit zu rechtfertigen, da\u00df sie den Holocaust \u00fcberlebt haben. Es ist nicht akzeptabel, da\u00df heute Massaker ver\u00fcbt und Pal\u00e4stinenser in Ghettos gefangengehalten werden und das damit gerechtfertigt wird, da\u00df Juden vor 70 Jahren Ghettos \u00fcberlebt haben. Das ist nicht unsere Schuld. Wir k\u00f6nnen das nicht als Entschuldigung gelten lassen.<\/p>\n<p><strong>ML: Dr. Naim, ich bedanke mich f\u00fcr dieses Gespr\u00e4ch.<\/strong><\/p>\n<p>Quelle (mit freundlicher Genehmigung): Martin Lejeune, in seinem <a href=\"http:\/\/martin-lejeune.tumblr.com\/\" target=\"_blank\">&#8222;Diary from Gaza Under Attack&#8220;<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was die Hamas will und wie sie ihren Kampf begr\u00fcndet &#8211; dar\u00fcber gibt es kaum authentische Informationen. 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