{"id":11808,"date":"2023-10-23T09:57:07","date_gmt":"2023-10-23T09:57:07","guid":{"rendered":"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/?p=11808"},"modified":"2023-10-23T09:57:07","modified_gmt":"2023-10-23T09:57:07","slug":"dpg-rundbrief-oktober-vii-2023","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/?p=11808","title":{"rendered":"DPG Rundbrief Oktober VII 2023"},"content":{"rendered":"<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-medium wp-image-1951\" src=\"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/15-03-28-DPG-Logo-300x135.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"135\" srcset=\"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/15-03-28-DPG-Logo-300x135.jpg 300w, https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/15-03-28-DPG-Logo-200x90.jpg 200w, https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/03\/15-03-28-DPG-Logo.jpg 400w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/>Rundbrief Oktober VII 2023<\/strong><br \/>\nIn diesem Rundbrief berichten wir \u00fcber:<br \/>\n1- Abed Schokry schrieb heute Morgen aus Gaza<br \/>\n2- Statement von Fouad El Haj gegen\u00fcber dem Hauptstadtressort von &#8222;nd<br \/>\n3- Demonstrationen gegen das Bombardement Gazas, die am 20.10.2023 stattfanden.<br \/>\n4- Rede des Vizepr\u00e4sidenten der DPG auf der Demo in Bremen am 20.10.2023.<br \/>\n5- Weitere Aufrufe zum Waffenstillstand:<br \/>\n6- Brief Amira Hass an Bundeskanzler Scholz<!--more--><\/p>\n<p><strong>1. Abed Schokry schrieb heute Morgen aus Gaza<\/strong><br \/>\nEine t\u00fcrkische Nachrichten-Ansagerin weinte in einer historischen Einleitung und sie sagte: \u201eHeute Morgen wollte ich zum ersten Mal in meinem Leben nicht auf Sendung gehen. Heute ist auf der Welt noch nicht auf gegangen, es ist noch dunkel. Ich sch\u00e4me mich, vor diesen Bildern zu stehen. Seit 12 Tagen werden Kinder vor den Augen der Welt get\u00f6tet. Seit 80 Jahren schauen wir und Filme \u00fcber die Massaker an Juden an und sind betroffen und traurig. Ich w\u00fcnschte, die Produzenten dieser Filme w\u00fcrden das live sehen. Denn das ist kein Film, sondern Realit\u00e4t. Wir haben das 12 Tage hintereinander geschaut, als w\u00e4ren es Episoden einer Horror-Serie\u201c.<\/p>\n<p>Wir sehen Eltern, die die Leichen ihrer Kinder in S\u00e4cken tragen, um sie zu begraben. Sie griffen Krankenh\u00e4user, Moscheen, Kirchen und Notunterk\u00fcnfte an und bezeichnen diese Menschen und Kinder als Tere und Terroristen, und sie tun dies weiterhin vor aller Welt, ohne dass ihnen jemand sagt, sie sollen damit endlich aufh\u00f6ren.<br \/>\n(Abed Schokry aus Gaza am 21.10.2023)<\/p>\n<p><strong>2. Statement von Fouad El Haj gegen\u00fcber dem Hauptstadtressort von &#8222;nd&#8220;:,<\/strong><br \/>\n<strong>Fuad El Haj, Pal\u00e4stina Stimme, 18.10.2023<\/strong><br \/>\nSeit 2014 engagiert er sich als Vorsitzender des Berliner Vereins \u00bbPal\u00e4stinensische Stimme\u00ab f\u00fcr einen\u00bb gerechten Frieden\u00ab: \u00bbEs geht einfach darum, die Menschen, die hier in Deutschland leben, \u00fcber den Konflikt in Israel-Pal\u00e4stina aufzukl\u00e4ren, die deutsche und auch die pal\u00e4stinensische Jugend.\u00ab Nur mit Austausch und gegenseitigem Verst\u00e4ndnis k\u00f6nnte Frieden entstehen, ist El Haj \u00fcberzeugt. \u00bbWir wollen unterscheiden: Nicht jeder Pal\u00e4stinenser ist ein Terrorist, und nicht jeder Israeli unterst\u00fctzt die Siedlungspolitik.\u00ab<\/p>\n<p>\u00bbDie Stimmung ist sehr angespannt, es herrscht gro\u00dfer Frust\u00ab, sagt El Haj. Berechtigter Frust, wie er findet: Da sind die Demonstrationsverbote, die es der pal\u00e4stinensischen Community in seinen Augen unm\u00f6glich machen, friedlich um die Toten im Gaza-Streifen zu trauern. Da sind die Verbote pal\u00e4stinensischer Symbole an Berliner Schulen. \u00bbEltern rufen mich an und fragen, wie kann das sein, dass mein Kind nicht die Farben Pal\u00e4stinas tragen darf\u00ab, erz\u00e4hlt El Haj, der als Organisator eines pal\u00e4stinensischen Kulturfestivals zu einer Ansprechperson f\u00fcr die Community geworden ist.<\/p>\n<p>Auch seine 10-j\u00e4hrige Tochter habe diese Ungleichbehandlung erlebt: Ihre Lehrerin habe ihr das Tragen eines Armbands in den Farben der pal\u00e4stinensischen Flagge verboten. \u00bbDa war noch nicht einmal die Flagge selbst und schon gar kein Symbol drauf. Sie hatte das Armband von ihrem verstorbenen Gro\u00dfvater erhalten und sie liebt es.\u00ab Die Gleichsetzung von Pal\u00e4stina und Hamas emp\u00f6rt El Haj. \u00bbWir k\u00f6nnen uns nicht von unserer Herkunft distanzieren.\u00ab<\/p>\n<p>El Haj erkennt den Frust, sp\u00fcrt ihn selbst. Und trotzdem: Dieses Gef\u00fchl d\u00fcrfe seiner Meinung nach niemals in Gewalt m\u00fcnden. Der versuchte Brandanschlag auf das j\u00fcdische Gemeindezentrum in Wedding schockiert ihn. \u00bbDas ist aufs tiefste zu verurteilen.\u00ab<\/p>\n<p>\u00bbDeppen\u00ab nennt er die Leute, die daf\u00fcr verantwortlich sind, und \u00bbIdioten\u00ab. Anschl\u00e4ge auf j\u00fcdische Einrichtungen schaden jedem Bem\u00fchen um einen gerechten Frieden, wie er ihn sich w\u00fcnscht. Ebenso distanziert er sich von Parolen wie \u00bbKinderm\u00f6rder Israel\u00ab oder \u00bbPal\u00e4stina bis zum Sieg\u00ab, die Israel d\u00e4monisieren und Gruppendenken befeuern.<\/p>\n<p>Mit seinen Positionen steht El Haj nicht allein da, betont er. \u00bbViele denken wie ich.\u00ab Wie aber diejenigen aus der pal\u00e4stinensischen Community erreichen, die nicht mehr differenzieren und ihrer Wut freien Lauf lassen? \u00bbDas ist eine gute Frage. Ich habe keine Antwort.\u00ab Eine Idee hat er dann doch: Es br\u00e4uchte mehr und besser gef\u00f6rderte Aufkl\u00e4rungsprogramme f\u00fcr junge Menschen. Und das staatliche Bekenntnis, dass eine Solidarisierung mit den von Krieg und Siedlungspolitik betroffenen Pal\u00e4stinenser*innen legitim ist. \u00bbWir wissen ganz genau, welche Verantwortung Deutschland gegen\u00fcber Israel hat\u00ab, sagt er. \u00d6ffentliches Gedenken an Pal\u00e4stina zu unterbinden, w\u00fcrde aber den Konflikt nur weiter anheizen.<\/p>\n<p>Sie interessieren sich f\u00fcr die Arbeit der Deutsch-Pal\u00e4stinensischen Gesellschaft und m\u00f6chten Mitglied werden? F\u00fcllen Sie dazu bitte das Aufnahmeformular aus.<br \/>\nhttp:\/\/dpg-netz.de\/wp-content\/uploads\/2017\/09\/Mitgliedwerden.pdf<\/p>\n<p><strong>3. Demonstrationen gegen das Bombardement Gazas, die am 20.10.2023 stattfanden.<\/strong><br \/>\nDie Deutsch-Pal\u00e4stinensische Gesellschaft und die Pal\u00e4stinensische Gemeinde Bremen hatten zu einer Solidarit\u00e4tskundgebung f\u00fcr Gaza vor dem Hauptbahnhof-Bremen aufgerufen. Sie wurde nach langen Verhandlungen mit den Beh\u00f6rden und mit einer langen Liste von Ge- und Verboten genehmigt. Vom Artikel 5 unseres sch\u00f6nen Grundgesetzes blieb dabei nicht mehr viel \u00fcbrig. Die Kundgebung im str\u00f6menden Regen verlief friedlich, wenn auch ziemlich turbulent. Die Lautsprecheranlage fiel wegen des starken Regens mehrfach aus &#8211; und die Teilnehmer wollten sich h\u00e4ufig nicht an die von der Versammlungsleitung vorgegebenen Parolen halten.<br \/>\nHier also ein kurzer Video-Bericht: https:\/\/youtu.be\/6Jx2SUq1KvU<\/p>\n<p><strong>4. Rede des Vizepr\u00e4sidenten der DPG auf der Demo in Bremen am 20.10.2023.<\/strong><br \/>\nLiebe Freundinnen und Freunde, Salam<br \/>\nWir versammeln uns hier in einer enorm aufgeheizten \u00f6ffentlichen Atmosph\u00e4re und ich hoffe auf eine friedliche Kundgebung im Interesse einer positiven Berichterstattung f\u00fcr die pal\u00e4stinensische Sache. Bilder wie aus anderen St\u00e4dten schaden unserer gemeinsamen Arbeit f\u00fcr Pal\u00e4stina. Die B\u00fcrger sol len im Fernsehen und Medien das berechtigte Anliegen der Pal\u00e4stinenser lesen.<\/p>\n<p>Wir verurteilen jeden Antisemitismus. Angriffe auf j\u00fcdische Institutionen sind ein absolutes NoGo. Wir verurteilen alle, die die Situation ausnutzen, um Rassismus gegen Juden, Muslime oder Pal\u00e4stinenser sch\u00fcren.<\/p>\n<p>Zuallererst: das Bombardement des Gazastreifens muss sofort aufh\u00f6ren. Es muss ein Waffenstillstand beschlossen werden mit anschlie\u00dfenden sofortigen Friedensverhandlungen, organisiert und begleitet von den wichtigsten einflussreichen M\u00e4chten der Welt. Zur Situation in Gaza: 1. Situation im Gaza: Bombardierung ziviler Einrichtungen\/UN sagt (vorgestern) 23 UN-Institutionen wurden getroffen\/Schulen\/Wohnh\u00e4user\/der Rafah-\u00fcbergang wurde mehrfach bombardiert. Gestern Nacht wurde die orthodoxe Kirche bombardiert. Absperrung von Wasser, Lebensmitteln, Medikamenten, verst\u00f6\u00dft gegen die 4. Genfer Konvention Ich fand die Aussage der Korrespondentin Gezeera, eine junge Mutter. Sie beschrieb, wie sie in den S\u00fcden des Gazastreifens flohen. Aber auch hier bombardiert Israel. Es gab niemand, der sie versorgen konnte, weil die Menschen auch im S\u00fcden in Angst und Schrecken leben, von der Blockade betroffen sind, bombardiert werden. Sie ist mit der Familie wieder nach Gaza zur\u00fcckgekehrt: Wenn wir sterben, wollen wir in unseren eigenen vier W\u00e4nden in W\u00fcrde sterben, war ihre Schlussfolgerung.<\/p>\n<p>Wir setzen uns f\u00fcr Frieden ein. Gegen Angriffe auf Zivilisten \u2013 wer auch immer. Hamas hat schreckliches Verbrechen begangen. Wir verurteilen das. Verantwortliche daf\u00fcr m\u00fcssen zur Rechenschaft gezogen werden. Aber Verbrechen kann man nicht mit noch mehr Verbrechen s\u00fchnen. Israel ver\u00fcbt Staatsterror gegen die Zivilbev\u00f6lkerung. Die Pal\u00e4stinenser bef\u00fcrchten eine 2. Nakba. Sie sollten auf den Sinai gehen. Dies entspricht einem alten Plan, den Israel seit den 1950ern regelm\u00e4\u00dfig ins Spiel bringt.<\/p>\n<p>Die meisten Medien \u00fcbernehmen einseitig die Perspektive der israelischen Rechtsregierung und Milit\u00e4rf\u00fchrung, ohne dass Raum f\u00fcr differenzierte nachdenkliche Argumentationen bleibt. Verweise auf jahrzehntelang kumulierte Konflikte und m\u00f6gliche Ursachen werden umstandslos als Ablenkung und T\u00e4terOpfer-Umkehr gebrandmarkt. Selbst hochangesehene internationale Experten, die die v\u00f6lkerrechtswidrige Besatzungspraxis Israels kritisieren, werden des \u201eisraelbezogenen Antisemitismus\u201c bezichtigt.<\/p>\n<p>Viele Pal\u00e4stinenser bef\u00fcrchten, dass Israel unter dem Vorwand des Kampfes gegen den Terror eine zweite Nakba vorbereiten k\u00f6nnte: die Vertreibung der Bewohner aus Gaza in die \u00e4gyptische W\u00fcste Sinai. Und der Zorn ist umso verst\u00e4ndlicher, wenn wir von israelischen Politikern und Milit\u00e4rs eine Sprache h\u00f6ren, die wir in Deutschland zuletzt im Faschismus kannten. Wer Menschen als \u201eTiere\u201c bezeichnet, muss sich fragen lassen, wie weit es bei allem Zorn mit seiner Menschlichkeit her ist In dieser aufgeheizten Situation wird man insbesondere in Deutschland bereits als pathologischer Antisemit diffamiert, wenn man kritische Fragen stellt. Nach 56 Jahren Besatzungsregime, nach der &#8211; unz\u00e4hlige Male wegen V\u00f6lkerrechtswidrigkeit verurteilter &#8211; Siedlungs- und Landraubpolitik, nach der gezielten T\u00f6tung von durchschnittlich 400 Pal\u00e4stinenser*innen pro Jahr, sowie nach der unmissverst\u00e4ndlichen Aufk\u00fcndigung der nach wie v\u00f6lkerrechtlich verbindlichen Zweistaatenl\u00f6sung durch die Ende des Vorjahres an die Macht gekommene israelische Ultra-Rechts-Regierung, deren wesentliche Partner unmissverst\u00e4ndlich den Anspruch Israels auf das gesamte Territorium durchsetzen wollten, kann es doch f\u00fcr jeden nur einigerma\u00dfen informierten Menschen eine Frage der Zeit bis zu einer massiven Widerstandsaktion gewesen sein. Auch wenn man Art und Umfang dieser Aktion verurteilen mag, so war diese durchaus ein erwartbarer Akt des Widerstandes Wer also immer die seit 1948 anhaltende v\u00f6lkerrechtswidrige Vertreibungs- und Besatzungspolitik Israels ohne Einspruch und\/oder Verurteilung hingenommen und\/oder unterst\u00fctzt hat, muss sich daher v\u00f6llig legitim den Vorwurf der Doppelmoral gefallen lassen. \u00dcbrigens sollte es vielen der aktuellen Israel &#8211; Unterst\u00fctzer*innen auch bekannt und\/oder bewusst zu sein, dass es auch vor und nach der Gr\u00fcndung des j\u00fcdischen Staates zu schrecklichen \u00dcbergriffen und Verbrechen seitens j\u00fcdischer Terrororganisationen gekommen ist. Keiner der damaligen T\u00e4ter wurde jemals zur Verantwortung gezogen, manche davon sind sogar in h\u00f6chste Staats\u00e4mter Israels aufgestiegen.<\/p>\n<p>Es ist erst wenige Wochen her, dass Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu in der UNO-Generalversammlung stolz eine Karte zeigte, die den neuen \u201efriedlichen Nahen Osten\u201c darstellen sollte. Da war kein St\u00fcck pal\u00e4stinensisches Land mehr zu sehen, sondern Gro\u00df-Israel vom \u201eFluss bis zum Meer\u201c. Schon 1948 hat die ethnische S\u00e4uberung (die Nakba) begonnen und die H\u00e4lfte der pal\u00e4stinensischen Bev\u00f6lkerung vertrieben. Die Nakba ist f\u00fcr die Pal\u00e4stinenser ein Prozess, der nie aufgeh\u00f6rt hat. Wir sprechen von einer \u201eOn-Going Nakba\u201c. Die Enteignungen pal\u00e4stinensischen Landes gehen weiter durch immer mehr Siedlungsbau.<\/p>\n<p>Im Krieg 1967 wurde das Westjordanland, der Gazastreifen und die Golanh\u00f6hen erobert und ein v\u00f6lker-rechtswidriges Besatzungsregime errichtet. Die pal\u00e4stinensische Bev\u00f6lkerung wurde in alter kolonialistischer Manier hinter gro\u00dfen Mauern und Z\u00e4unen in Reservate weggeschlossen und aller Menschen- und B\u00fcrgerrechte beraubt. \u2013 \u00dcber das Westjordanland herrscht eine Milit\u00e4rdiktatur und der von allen Seiten abgeriegelte Gazastreifen wurde nach dem Abzug der Israelis zum \u201egr\u00f6\u00dften Freiluftgef\u00e4ngnis der Welt\u201c, zu dem ein UN-Bericht schon vor Jahren voraussagte, dass kein menschenw\u00fcrdiges Leben mehr m\u00f6glich ist. Amnesty International und mehrere israelische NGOs wie auch ehemals hochrangige israelische Politiker haben in den letzten 2 Jahren Israel eindeutig als Apartheidstaat charakterisiert. Selbst die USA und viele liberale J\u00fcdische Organisationen weltweit warnte noch vor kurzem vor der weiteren Ausdehnung der Annektion und Terror der Siedlerorganisationen. Die Netanjahu-Regierung kehrte unterdessen zu ihrer langj\u00e4hrigen Politik der Vertreibungs- und Unterdr\u00fcckungspolitik zur\u00fcck und versch\u00e4rfte sie noch, da sie erkannte, dass die weltweite Isolierung und die internen Spaltungen der Pal\u00e4stinenser-Organisationen ausgenutzt werden k\u00f6nnten, um so die M\u00f6glichkeiten eines pal\u00e4stinensischen Staates zu untergraben, den einige Hamasf\u00fchrer zu akzeptieren behauptet hatten.<br \/>\nDer israelische Ministerpr\u00e4sident Netanjahu hatte schon fr\u00fcher 2019 vor Mitgliedern des Likud angek\u00fcndigt: &#8222;Wer die Gr\u00fcndung eines pal\u00e4stinensischen Staates vereiteln will, muss die Hamas unterst\u00fctzen und&nbsp;Geld an sie \u00fcberweisen&#8220;, erkl\u00e4rte Netanjahu im M\u00e4rz 2019 vor Mitgliedern der Likud-Partei. &#8222;Das ist Teil unserer Strategie &#8211; die Pal\u00e4stinenser in Gaza von den Pal\u00e4stinensern im Westjordanland zu isolieren.&#8220; Schon fr\u00fcher war es immer Politik, m\u00f6glichst die Pal\u00e4stinenser zu spalten. Er wollte schon immer ein Gegengewicht zur PLO, um sagen zu k\u00f6nnen: es gibt niemanden, mit dem wir verhandeln k\u00f6nnen!<\/p>\n<p>Israel hat als die hegemoniale Macht nie den Versuch gemacht, eine Friedensl\u00f6sung, die diesen Namen ver-dient, gemeinsam mit den Pal\u00e4stinensern zu finden. Die Zwei-Staaten-L\u00f6sung w\u00e4re es gewesen, die Saudi-Arabien 2002 gegen die Anerkennung Israels angeboten hat. Dieser L\u00f6sungsvorschl\u00e4ge wurde abgelehnt. Oslo war eine Chance. Rabin wurde von den eigenen Israelis umgebracht und seither gibt es keine Versuche mehr. Andererseits wurden nach den Osloer Vertr\u00e4gen mehr Siedlungen gebaut als je zuvor! Im Gegenteil: in der ultrarechten Regierung, die nach der letzten Wahl ins Amt kam, wurden Rassisten Minister wie Itamar Ben Gvir, die offen und ohne Widerspruch f\u00fcr eine v\u00f6llige Annektion der Westbank eintraten und sogar wie der Minister f\u00fcr Finanzen Bezalel Smotrich offen verk\u00fcndeten, Pal\u00e4stinenser g\u00e4be es gar nicht.<\/p>\n<p>Die USA und anderem westlichem Staate haben Israel auch materiell und moralisch jahrzehntelang unterst\u00fctzt, anstatt Druck auf ihn in Richtung Frieden auszu\u00fcben. Das Schicksal der Pal\u00e4stinenser war dem Westen v\u00f6llig egal au\u00dfer der immer wieder wiederholten Mantra einer 2-Staatenl\u00f6sung, auch als die l\u00e4ngst tot war durch die Zerkl\u00fcftung durch immer mehr und gr\u00f6\u00dfere Siedlungen in der Westbank. Jahrzehntelang wurde stets von den USA und auch Deutschland gegen den weiteren Siedlungsbau geredet, getan wurde nichts, ja selbst in Jerusalem wurde den Pal\u00e4stinensern zusehends immer mehr Teile der Stadt genommen und schlie\u00dflich quasi annektiert und zur alleinigen Hauptstadt Israels ausgerufen. Wieder au\u00dfer rhetorischen Protesten etlicher L\u00e4nder nichts.<\/p>\n<p>Immer wieder wird seit Jahren auch von uns gewarnt, dass die Situation explosiv ist. Die Welt\u00f6ffentlichkeit hat die Augen verschlossen. Mantra m\u00e4\u00dfig wurden die Bekenntnisse zur 2-Staaten-L\u00f6sung wiederholt und man weigerte sich zur Kenntnis zu nehmen, dass die israelische Regierung schon l\u00e4ngst in Worten und Taten davon Abstand genommen hatte.<\/p>\n<p>Jetzt ist durch den Ausbruch der Hamas und die nicht zu entschuldigenden Taten an Frauen und Kindern ein hohes Risiko eingegangen, dass am Ende das Gegenteil erreicht wird: noch h\u00e4rtere Ma\u00dfnahmen der v\u00f6lker-rechtswidrigen Besatzungsmacht, noch mehr Landraub f\u00fcr Siedlungen in der Westbank, noch mehr Zerst\u00f6rung von H\u00e4usern und Plantagen, den Lebensgrundlagen der Pal\u00e4stinenser, noch mehr unkontrollierte Gewalt und noch mehr Tod durch Siedlerterror wie mit den Pogromen in Huwara zu Anfang dieses Jahres. Allein in diesem Jahr wurden vor dem Beginn der aktuellen Auseinandersetzungen mehr als 200 pal\u00e4stinensische Zivilisten, darunter 38 Kinder, in der Westbank von Besatzungssoldaten oder Siedlern erschossen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Pal\u00e4stinenser ist die Nakba nicht nur ein historischer Erinnerungstag, sondern eine sich fortsetzende Erfahrung: Um den Siedlungsbau in der Westbank voranzutreiben wird t\u00e4glich pal\u00e4stinensischer Boden kon-fisziert, H\u00e4user und Schulen werden zerst\u00f6rt, Menschen aus ihren D\u00f6rfern vertrieben. Landwirtschaftliche Fl\u00e4chen und Jahrhunderte alte Oliven-Plantagen \u2013 die Lebensgrundlage pal\u00e4stinensischer Bauern \u2013 werden zerst\u00f6rt. Diese Ma\u00dfnahmen versto\u00dfen gegen Artikel 49 der Vierten Genfer Konvention, die auch Israel unterzeichnet hat. Mauern und Sperranlagen wurden gebaut, die nach einem Gutachten des Internationalen Gerichtshofs v\u00f6lkerrechtswidrig sind. Israel h\u00e4tte das Recht eine Mauer, um ihr Territorium zu bauen, aber diese Mauer wurde unter dem Vorwand des Selbstschutzes zur Zerst\u00fcckelung des Westjordanlandes gebaut.<\/p>\n<p>Der Gazastreifen wurde wie ein \u201eFreiluftgef\u00e4ngnis\u201c abgeriegelt. \u00dcber Tausend Pal\u00e4stinenser sind oft seit Jahren ohne Gerichtsverfahren inhaftiert (\u201eAdministrativhaft\u201c), darunter 147 Minderj\u00e4hrige. Sicherheit, Stabilit\u00e4t und Frieden in der Region des Nahen Ostens k\u00f6nnen nur durch die Gerechtigkeit, Freiheit und Unabh\u00e4ngigkeit des pal\u00e4stinensischen Volkes erreicht werden. Die Abkehr von unterzeichneten Abkommen durch Israel und die Nichteinhaltung international g\u00fcltiger UN- Resolutionen f\u00fchrten letztlich zur Zerst\u00f6rung eines Friedensprozesses, der seinen Namen verdient. Die L\u00f6sung kann nur die Gr\u00fcndung eines unabh\u00e4ngigen, souver\u00e4nen pal\u00e4stinensischen Staates in den Grenzen von 1967 mit Ostjerusalem als Hauptstadt sein, entsprechend den Beschl\u00fcssen der Vereinten Nationen. Gleichzeitig muss die Kl\u00e4rung des R\u00fcckkehrrechts der pal\u00e4stinensischen Fl\u00fcchtlinge auf der Basis der UN-Resolution 194 endlich angegangen werden.<\/p>\n<p>Es gibt keine milit\u00e4rische L\u00f6sung f\u00fcr diese jahrzehntelange vielschichtige und komplexe Situation zwischen Pal\u00e4stinensern und Israelis. Nur ein Ende der v\u00f6lkerrechtswidrigen Besatzung und ein eigener Staat f\u00fcr die Pal\u00e4stinenser wird eine nachhaltige Gewaltfreiheit erm\u00f6glichen. Zun\u00e4chst ist aber ein sofortiger Waffenstillstand zu organisieren um das T\u00f6ten von Kindern, Frauen und alten B\u00fcrgern, die keine Fluchtm\u00f6glichkeiten haben, zu beenden. Wir fordern auch die Freilassung von Geiseln. Dann sollte, um eine nachhaltige L\u00f6sung f\u00fcr Frieden und Selbstbestimmung zu finden, endlich Friedensverhandlungen beginnen, organisiert und orchestriert von einflussreichen Nationen.<\/p>\n<p>Die v\u00f6lkerrechtswidrige Besatzung muss ein Ende haben<br \/>\nDaniel Barenboim, der ber\u00fchmte Dirigent forderte in einem Appell dieser Tage: \u201eBeide Seiten m\u00fcssen Feinde als Menschen erkennen. F\u00fcr Israels Sicherheit ist Hoffnung f\u00fcr die Pal\u00e4stinenser n\u00f6tig\u201c. Ohne eine gerechte L\u00f6sung f\u00fcr das pal\u00e4stinensische Volk wird es im Nahen Osten keinen Frieden geben, das m\u00fcssen alle begreifen.<br \/>\nVielen Dank f\u00fcr Euer Kommen und euren friedlichen Protest. Salam<\/p>\n<p>Mehrere Bremer Medien haben berichtet, und das relativ fair: Buten und Binnen Fernsehen am 20.10. 19.30 (Mediathek!), der Weser-Kurier am 21.10 ganzseitig, RTL Am 20.10, Buten und Binen Radio 1, am 20.10 (Mediathek!) und in der homepage des AK-Nahost Bremen (www.nahost-forum-bremen.de) ist mit dem oben angegebenen Link ein umfassender Filmbericht von S\u00f6nke Hundt erschienen, der die ganze Veranstaltung dokumentiert.<\/p>\n<p><strong>5. Weitere Aufrufe zum Waffenstillstand:<\/strong><br \/>\n\u2022 #CeasefireNow: Open Call for an Immediate Ceasefire in the Gaza Strip and Israel to Prevent a Humanitarian Catastrophe and Further Loss of Innocent Lives<br \/>\n\u2022 Jewish Voice for Peace an Pr\u00e4sident Biden<br \/>\n\u2022 Offener Aufruf zu einem sofortigen Waffenstillstand im Gazastreifen und in Israel, um eine humanit\u00e4re Katastrophe und weitere Verluste unschuldiger Menschenleben zu verhindern<\/p>\n<p><strong>6. Brief Amira Hass an Bundeskanzler Scholz<\/strong><br \/>\nDeutschland, du hast seit Langem deine historische Verantwortung betrogen.<br \/>\nAmira Hass, 16.10.2023<br \/>\nBundeskanzler Olaf Scholz sagte am vergangenen Donnerstag: \u201eDas Leid und die Not der Zivilbev\u00f6lkerung im Gazastreifen werden nur noch zunehmen. Auch daf\u00fcr ist die Hamas verantwortlich.\u201c Aber gibt es eine Grenze f\u00fcr dieses zunehmende Leid, wenn man bedenkt, dass Sie und Ihre Kollegen im Westen Israel uneingeschr\u00e4nkt unterst\u00fctzt haben?<\/p>\n<p>Werden Sie es hinnehmen, dass 2.000 pal\u00e4stinensische Kinder get\u00f6tet werden? Sind 80.000 \u00e4ltere Menschen, die m\u00f6glicherweise an Dehydrierung gestorben w\u00e4ren, wenn die Wasserversorgung aus Israel nicht erneuert worden w\u00e4re, in Ihren Augen eine legitime Zunahme des Leidens? Sie sagten auch: \u201eUnsere eigene Geschichte, unsere Verantwortung, die sich aus dem Holocaust ergibt, macht es f\u00fcr uns zu einer ewigen Aufgabe, f\u00fcr die Existenz und Sicherheit des Staates Israel einzutreten.\u201c<\/p>\n<p>Aber Herr Scholz, es gibt einen Widerspruch zwischen diesem Satz und dem oben zitierten. \u201eDas Leid und die Not werden zunehmen\u201c ist ein Blankoscheck f\u00fcr ein verwundetes, verletztes Israel, das hemmungslos vernichten, zerst\u00f6ren und t\u00f6ten darf, und riskiert, uns alle in einen regionalen Krieg zu verwickeln, wenn nicht sogar in einen dritten Weltkrieg, der auch Israels Leben gef\u00e4hrden w\u00fcrde, seine Sicherheit und Existenz. Wohingegen \u201eVerantwortung, die sich aus dem Holocaust ergibt\u201c, bedeutet, alles zu tun, um einen Krieg zu verhindern, der in einem endlosen Kreislauf zu Katastrophen f\u00fchrt, die zu Kriegen f\u00fchren, die das Leid vergr\u00f6\u00dfern.<\/p>\n<p>Das habe ich von meinem Vater gelernt, einem \u00dcberlebenden der deutschen Viehwaggons bereits 1992 sagte er mir jedes Mal, wenn ich aus Gaza mit Berichten \u00fcber die Unterdr\u00fcckung seiner Bewohner durch Israel zur\u00fcckkam: \u201eEs stimmt, das ist kein V\u00f6lkermord, wie wir ihn erlebt haben, aber f\u00fcr uns endete er nach f\u00fcnf oder sechs Jahren. F\u00fcr die Pal\u00e4stinenser dauert das Leid seit Jahrzehnten an.\u201c Es ist eine andauernde Nakba.<\/p>\n<p>Ihr Deutschen habt Eure Verantwortung, die sich \u201eaus dem Holocaust\u201c ergibt \u2013 also aus der Ermordung unter anderem der Familien meiner Eltern und dem Leid der \u00dcberlebenden \u2013 l\u00e4ngst verraten. Sie haben sie verraten, indem Sie ein Israel vorbehaltlos unterst\u00fctzt haben, das besetzt, kolonisiert, den Menschen Wasser entzieht, Land stiehlt, zwei Millionen Menschen in Gaza in einem \u00fcberf\u00fcllten K\u00e4fig einsperrt, H\u00e4user zerst\u00f6rt, ganze Gemeinden aus ihren H\u00e4usern vertreibt und Siedlergewalt f\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Und das alles geschah unter der Schirmherrschaft eines sogenannten Friedensabkommens, dem Sie und andere westliche F\u00fchrer zugestimmt haben. Sie haben zugelassen, dass Israel im Widerspruch zu diesem Abkommen in seiner europ\u00e4ischen Interpretation handelt \u2013 als Weg zur Gr\u00fcndung eines pal\u00e4stinensischen Staates in den von Israel 1967 besetzten Gebieten, den viele Pal\u00e4stinenser gerade deshalb unterst\u00fctzten, weil sie weiteres Leid und Blutvergie\u00dfen verhindern wollten.<\/p>\n<p>Es gibt gen\u00fcgend Diplomaten und Mitarbeiter von Hilfsorganisationen, die dar\u00fcber berichtet haben, wie Hunderttausende junge Pal\u00e4stinenser unter der arroganten Unterdr\u00fcckung durch Israel und der willk\u00fcrlichen T\u00f6tung von Zivilisten jede Hoffnung und jeden Sinn ihres Lebens verloren haben. Pal\u00e4stinensische Menschenrechtsaktivisten haben immer wieder gewarnt, dass Israels Politik nur zu einem Gewaltausbruch unvorstellbaren Ausma\u00dfes f\u00fchren k\u00f6nne. Auch israelische und j\u00fcdische Friedensaktivisten haben Sie gewarnt.<\/p>\n<p>Aber Sie sind Ihrem Weg treu geblieben und haben Israel die Botschaft \u00fcbermittelt, dass alles in Ordnung sei \u2013 dass niemand es bestrafen oder den Israelis durch energische diplomatische und politische Schritte beibringen wird, dass es mit der Besatzung keine Normalit\u00e4t geben kann. Und dann bezichtigten Sie Israels Kritiker des Antisemitismus.<\/p>\n<p>NEIN, diese Kolumne ist keine Rechtfertigung f\u00fcr die Mord- und Sadismus Orgie, die die bewaffneten Hamas-M\u00e4nner begangen haben. Es ist auch keine Rechtfertigung f\u00fcr die schadenfrohen Reaktionen einiger Pal\u00e4stinenser und die Weigerung anderer, sich mit den in ihrem Namen begangenen Gr\u00e4ueltaten auseinan-derzusetzen.<\/p>\n<p>Vielmehr ist es ein Aufruf an Sie, die aktuelle Kampagne des Todes und der Zerst\u00f6rung zu stoppen, bevor sie eine weitere Katastrophe \u00fcber Millionen von Israelis, Pal\u00e4stinenser, Libanesen und vielleicht sogar Bewohner anderer L\u00e4nder in der Region bringt.<br \/>\n<em>Amira Hass<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Rundbrief Oktober VII 2023 In diesem Rundbrief berichten wir \u00fcber: 1- Abed Schokry schrieb heute Morgen aus Gaza 2- Statement von Fouad El Haj gegen\u00fcber dem Hauptstadtressort von &#8222;nd 3- Demonstrationen gegen das Bombardement Gazas, die am 20.10.2023 stattfanden. 4- &hellip; <a href=\"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/?p=11808\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-11808","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11808","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11808"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11808\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11810,"href":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11808\/revisions\/11810"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11808"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11808"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11808"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}