{"id":11943,"date":"2023-11-20T17:27:53","date_gmt":"2023-11-20T17:27:53","guid":{"rendered":"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/?p=11943"},"modified":"2023-11-20T17:32:02","modified_gmt":"2023-11-20T17:32:02","slug":"heute-deutschland-im-kampf-gegen-den-antisemitismus-1-teil","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/?p=11943","title":{"rendered":"Heute:  Deutschland im Kampf gegen den Antisemitismus, 1. Teil"},"content":{"rendered":"<p align=\"LEFT\">von <em>Bernd Fischer<\/em><\/p>\n<p align=\"LEFT\">\u201e<span style=\"font-size: medium;\"><i>Ich f\u00fchle mich als J\u00fcdin, die Israel kritisiert, bedroht. Meistens von anderen Juden und von deutschen Konvertiten und von Deutschen, die so tun als w\u00e4ren sie Juden, und von Deutschen, die behaupten, sie w\u00e4ren Antisemitismusbeauftragte.\u201c&nbsp;<\/i><\/span>(Die Schriftstellerin Deborah Feldman im Gespr\u00e4ch mit Gregor Gysi auf Spiegel online)<!--more--><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Wer Antisemit ist bestimmen wir<\/b><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: medium;\">Der Kampf gegen den Antisemitismus wird in Deutschland mit aller H\u00e4rte und Konsequenz gef\u00fchrt, was auch <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>Iris Hefets<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">, Vorstandsmitglied des Vereins <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>\u201eJ\u00fcdische Stimme f\u00fcr gerechten Frieden in Nahost\u201c<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\">, zu sp\u00fcren bekam, als sie von mindestens sechs Polizistinnen und Polizisten in Schutzhaft genommen wurde, um sie daran zu hindern, ein Plakat mit der Aufschrift \u201e<\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>Als J\u00fcdin und Israelin: Stoppt den V\u00f6lkermord in Gaza&#8220;<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> in die Berliner Luft zu halten, wobei die Festnahme mit dem <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>\u201eVersammlungscharakter\u201c<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> ihrer Ein-Frau-Demonstration begr\u00fcndet wurde.<\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: medium;\">Dabei diene, so Hefets nach Beendigung der polizeilichen Ma\u00dfnahme, der Kampf gegen den Antisemitismus <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>\u201enur als Deckmantel, und Deutschland als gro\u00dfer weltweiter Exporteur von Antisemitismus schafft es sogar, die Idee zu exportieren, dass es sich um die Juden k\u00fcmmere (\u2026) <\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>Die Deutschen versuchen, ein perverses Narrativ zu schaffen, in dem nur die Juden die Opfer sind, alle Juden, auch die Israelis. Und sie versuchen, das, was die Hamas getan hat, als etwas Antisemitisches darzustellen, was nat\u00fcrlich nicht antisemitisch ist. Das hat nichts mit Antisemitismus zu tun, es ist nat\u00fcrlich antiisraelisch.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Nicht der erste Kampferfolg:<\/b><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: medium;\">\u00dcber den neuesten deutschen Kampferfolg, genauer: den <\/span><span style=\"font-size: medium;\">R\u00fcckzug des Schriftstellers, Kulturtheoretikers, Kunstkritikers und Kurators <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>Ranjit Hoskot\u00e9<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> aus der Findungskommission der documenta 16, <\/span><span style=\"font-size: medium;\">konnte <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>Art-in.de<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> am 13.11.2023 das Folgende berichten:<\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i><br \/>\n\u201eAm gestrigen Sonntag trat der Schriftsteller, Kulturtheoretiker, Kunstkritiker und Kurator Ranjit Hoskot\u00e9 aus der urspr\u00fcnglich sechsk\u00f6pfigen Kommission zur\u00fcck, die mit der Auswahl der K\u00fcnstlerischen Leitung der 16. Ausgabe der documenta (2027) betraut ist. Ranjit Hoskot\u00e9 war in den vergangenen Tagen aufgrund seiner Unterschrift unter dem Statement against consulate general of Israel, Mumbai\u2019s event on Hindutva and Zionism <\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\">(vom 26. August 2019)<\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i> und dessen BDS-Bezug mit antisemitischem Gehalt in die Kritik geraten.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<h1 align=\"LEFT\"><strong><span style=\"font-size: small;\">Antisemit, irgendwie vielleicht, vielleicht aber auch nicht: <\/span><span style=\"font-size: small;\">Ranjit Hoskot\u00e9<\/span><\/strong><\/h1>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: medium;\">Inzwischen ist die Findungskommission komplett zur\u00fcckgetreten und d\u00fcrfte bald nur noch von Leuten besetzt werden, die bereit sind, eine Gesinnungspr\u00fcfung in Sachen Israel \u00fcber sich ergehen zu lassen. Es sei denn, die ganze Veranstaltung, die seit 1955 den Namen <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>\u201eDocumenta\u201c<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> tr\u00e4gt, wird zu Grabe getragen oder nach Kiel verlegt, wo die Landesregierung ein Auge auf sie werfen kann. <\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: medium;\">Ranjit Hoskot\u00e9 jedenfalls <\/span><span style=\"font-size: medium;\">hat es nichts gen\u00fctzt, <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>\u201egegen\u00fcber der documenta und Museum Fridericianum GmbH in intensiven Gespr\u00e4chen deutlich gemacht <\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\">(zu haben)<\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>, dass er die Ziele von BDS ablehne und die Bewegung nicht unterst\u00fctze.\u201c<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Als <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>\u201ein die Kritik\u201c<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Geratener musste er gehen, so oder so, freiwillig oder nicht. In seinem R\u00fccktrittschreiben von Sonntag, den 12. November 2023 an Andreas Hoffmann, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>documenta und Museum Fridericianum GmbH<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\">, schrieb er unter anderem:<\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: medium;\"><br \/>\n<\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>Lieber Andreas,<\/i><\/span><\/p>\n<p>die letzten Tage geh\u00f6rten zu den zutiefst ersch\u00fctterndsten Tagen in meinem Leben. Der ungeheuerliche Vorwurf des Antisemitismus wurde gegen meinen Namen erhoben, und zwar in Deutschland, einem Land, das ich mit Liebe und Bewunderung betrachte und zu dessen kulturellen Einrichtungen und intellektuellem Leben ich seit mehreren Jahrzehnten als Schriftsteller, Kurator und Kulturtheoretiker beigetragen habe. Deutsche Berichterstatter*innen, die mein Leben und meine Arbeit nicht kennen, haben mich aufgrund einer einzigen Unterschrift auf einer Petition, die aus dem Zusammenhang gerissen und nicht im Geiste der Vernunft angegangen wurde, verurteilt, denunziert und stigmatisiert. \u00dcber mich wurde mit H\u00e4rte und Herablassung geschrieben, und keiner meiner Verleumder*innen hat es f\u00fcr wichtig gehalten, mich nach meinem Standpunkt zu fragen. Ich habe das starke Gef\u00fchl, dass ich einem Scheingericht unterworfen worden bin.<\/p>\n<p>Es ist mir klar, dass in dieser vergifteten Atmosph\u00e4re kein Platz f\u00fcr eine differenzierte Diskussion der anstehenden Fragen ist. Und jetzt \u2013 was mir wie ein vergeblicher Versuch erscheint, eine Situation zu retten, die nicht mehr zu retten ist \u2013 wird von mir verlangt, eine pauschale und unhaltbare Definition von Antisemitismus zu akzeptieren, die das j\u00fcdische Volk mit dem israelischen Staat in einen Topf wirft und dementsprechend jede Sympathiebekundung f\u00fcr das pal\u00e4stinensische Volk als Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Hamas ausgibt.<\/p>\n<p>Mein Gewissen erlaubt es mir nicht, diese pauschale Definition und diese Einschr\u00e4nkung der menschlichen Empathie zu akzeptieren. Einer solchen Definition und solchen Einschr\u00e4nkungen haben sich prominente j\u00fcdische Denker*innen wie der Philosoph Omri Boehm, der Historiker Moshe Zimmermann, der Kolumnist Gideon Levy, der Philosoph Michael Marder und viele, viele andere widersetzt, die die Gleichsetzung von Antizionismus mit Antisemitismus ablehnen. Ein System, das auf einer derartigen Definition und derartigen Einschr\u00e4nkungen besteht \u2013 und das sich entscheidet, sowohl Kritik als auch Mitgef\u00fchl zu ignorieren \u2013 ist ein System, das seinen moralischen Kompass verloren hat. Ich sage dies mit gr\u00f6\u00dfter Traurigkeit.<\/p>\n<p>Es schmerzt mich zu sagen, dass solche Hintergr\u00fcnde der historischen Offenheit der documenta f\u00fcr eine Vielfalt von Positionen und ihre F\u00e4higkeit, das Leben der Fantasie in einer unterst\u00fctzenden Umgebung zu erhalten, zuwiderlaufen. Ich bef\u00fcrchte sehr, dass diese Umst\u00e4nde die Gro\u00dfz\u00fcgigkeit des Geistes und die Bereitschaft zum Dialog beeintr\u00e4chtigen werden, die seit langem zu den herausragenden Merkmalen des deutschen Beitrags zur globalen Kulturpolitik geh\u00f6ren.<\/p>\n<p>Daher sehe ich mich nicht in der Lage, meine Pflichten gegen\u00fcber der documenta zu erf\u00fcllen, einer Institution, f\u00fcr die ich eine gro\u00dfe Zuneigung empfinde und die ich seit mehr als zwanzig Jahren gut kenne, seit Okwui Enwezor mich eingeladen hat, auf der Plattform der documenta 11 in Delhi im Mai 2001 ein Panel zu leiten. Es war mir eine Ehre, dem Findungskomitee f\u00fcr die documenta 16 anzugeh\u00f6ren, und es war mir ein Vergn\u00fcgen, Sie kennen zu lernen und mit Ihnen zusammenzuarbeiten. Mit gro\u00dfem Bedauern muss ich Ihnen meinen R\u00fccktritt anbieten und aus der Findungskommission ausscheiden.<\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Kielholen in Kiel<\/b><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: medium;\">Auch im Norden der Republik, in Schleswig-Holstein, wird der Kampf gegen Antisemitismus und anderen Verrat am offiziellen deutschen Volksempfinden mit gro\u00dfer Konsequenz gef\u00fchrt, wie <\/span><span style=\"font-size: medium;\">Gisela Sonnenburg<\/span><span style=\"font-size: medium;\"> i<\/span><span style=\"font-size: medium;\">n <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>Junge Welt<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> vom 13. 11. 2023 <\/span><span style=\"font-size: medium;\">zu berichten wusste:<\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\">\u201e<span style=\"font-size: medium;\"><i>Es gibt die Stadt Kiel. An der Ostsee, als M\u00f6chtegernmetropole von Schleswig-Holstein. Die Kieler Woche bringt die Stadt allj\u00e4hrlich in die Schlagzeilen. Mit Segeln. Die bekannten Kieler Sprotten sind jedoch so \u00f6lig, dass die Dosen, in denen sie sich quetschen, nur als Notrationen taugen. Das Ballett in Kiel, nun ja, gibt es auch, es ist nicht so bekannt \u2013 und man geht besser nicht hin.<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>Kiel hat aber auch ein intellektuelles Leben. Und das sieht so aus: Der Politikwissenschaftler und Journalist <\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i><b>Patrick Baab<\/b><\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>, einst an Fernsehdokus \u00fcber den Fall Uwe Barschel beteiligt und auch mit Kritik am <\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>NDR<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i> bekannt geworden, verlor seinen Lehrauftrag an der Uni. Weil er nicht einseitig \u00fcber die Ukraine berichten wollte. Er betreibe russische Propaganda, hie\u00df es. Gl\u00fcck im Ungl\u00fcck: Das Landesarbeitsgericht, nicht in Kiel, sondern in der Stadt Schleswig angesiedelt, gab ihm recht. Die K\u00fcndigung war unrechtm\u00e4\u00dfig. Und Baabs neues Buch \u00bbAuf beiden Seiten der Front\u00ab darf auch in Kiel gehandelt und gelesen werden.<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>Die Christian-Albrechts-Universit\u00e4t zu Kiel \u2013 sie hei\u00dft wirklich so \u2013 erlitt also eine Schlappe. Sie steht dadurch heute unter Insidern f\u00fcr einen mit Wissenschaft argumentierenden Zensurstaat, der nur den B\u00f6sen und M\u00e4chtigen n\u00fctzen w\u00fcrde. Aber war das nicht zu erwarten? Vor einigen Jahren wurde diese Uni mit einer Untersuchung bekannt, die man heute despektierlich betrachtet. Ihr Ergebnis: Frauen w\u00fcrden bei der Wahl ihrer Partner auf deren Einkommen und Verm\u00f6gen achten, M\u00e4nner hingegen w\u00fcrden bei Frauen ein breites Becken, also signalisierte Geb\u00e4rf\u00e4higkeit, bevorzugen. Wer solcherma\u00dfen soziales und biologisches Verhalten mischt, d\u00fcrfte selbst viele Probleme haben. Liegt es an den Kieler Sprotten?<\/i><\/span><\/p>\n<h1 align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: small;\">Garantiert israelfeindlich und antisemitisch, vielleicht aber auch nicht: <\/span><span style=\"font-size: small;\"><b>Marjam Samadzade<\/b><\/span><\/h1>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>Und tats\u00e4chlich kommt aus Kiel taufrisch die n\u00e4chste Skandaldiskriminierung. Es geht um die Staatssekret\u00e4rin <\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i><b>Marjam Samadzade<\/b><\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>, eine erfahrene Juristin, die f\u00fcr \u201eAmnesty for Women\u201c in Hamburg arbeitete, dann als Rechtsanw\u00e4ltin, Staatsanw\u00e4ltin und Richterin t\u00e4tig war und als Staatssekret\u00e4rin in Kiel unter anderem f\u00fcr Integration und Gleichstellung zust\u00e4ndig war. Sie <\/i><\/span><a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/schleswig-holstein\/Israelkritischer-Beitrag-Integrations-Staatssekretaerin-muss-gehen,staatssekretaerin100.html\"><span style=\"color: #00000a;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>wurde j\u00fcngst gefeuert<\/i><\/span><\/span><\/a><span style=\"font-size: medium;\"><i>, weil sie auf Instagram am 17. Oktober einen Post kommentierte und weiterverbreitete, der Israels Angriffe auf Gaza kritisierte. Ihrer Amtschefin <\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i><b>Aminata Tour\u00e9<\/b><\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i> (B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen) passte das nicht. Die Hoffnung besteht darin, dass Samadzade gegen dieses \u00bbgr\u00fcne\u00ab Schmierentheater klagt und gewinnt.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<h1 align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Schlechte Sitten und Diplomatie am falschen Platz<\/b><\/span><\/h1>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: medium;\">Wenn <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>Volker Beck<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">, Pr\u00e4sident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i><b>DIG<\/b><\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\">, in Erscheinung tritt, werden die Feinde Israels als das entlarvt, was sie sind: Als Feinde Israels oder <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>\u201eeingefleischte\u201c<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Feinde Israels oder, noch sch\u00f6ner, als <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>\u201ehauptberufliche Israelhasserin\u201c<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\">, was impliziert, dass dieser Hass auch im Nebenberuf oder in der Freizeit, also im Verein, beim Sport, in der K\u00fcche oder beim Geschlechtsverkehr betrieben werden kann. <\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: medium;\">Beck\u00b4s Volker muss es wissen und k\u00e4mpft dagegen mit der Macht seiner Worte und Emp\u00f6rung. Als Pr\u00e4sident der proisraelischen <\/span><span style=\"font-size: medium;\">Pressure Group<\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b> DIG <\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">fand er abscheulich, was Christoph Heusgen am 24. Oktober im ZDF zum Besten gab: Im Interesse des Lebens der israelischen Geiseln m\u00fcsse es <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>\u201ezu einer diplomatischen L\u00f6sung kommen.\u201c<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Verhandeln mit einer Terrororganisation, die nicht auf der Paylist der Nato steht? <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>\u201ePfui!\u201c, <\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\">rief da der Volker Beck und f\u00fchrte sich auf wie einer, der seinem Kind verbieten will, in der Nase zu bohren oder am Daumen zu lutschen.<\/span><i> <\/i><span style=\"font-size: medium;\">So schlimm war es dann aber nicht, nur vern\u00fcnftig im Sinne j\u00fcdischen und pal\u00e4stinensischen Lebens, doch das Urteil des DIG-Pr\u00e4sidenten war klar und vernichtend: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>\u201eHeusgen erweist sich als eingefleischter Feind Israels!\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<h1 align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: small;\">Eingefleischter Feind aller eingefleischten Feinde Israels: <\/span><span style=\"font-size: small;\"><b>Volker Beck<\/b><\/span><span style=\"font-size: small;\">, B\u00fcndnis90\/Die Gr\u00fcnen, Pr\u00e4sident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft DIG<\/span><\/h1>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: medium;\">Zwei Tage sp\u00e4ter durfte der Gescholtene um Gnade und Verzeihung bitten, und sie wurden ihm gew\u00e4hrt, wird er doch als Vorsitzender der M\u00fcnchner Sicherheitskonferenz noch gebraucht werden, wenn es nach dem Willen von Boris Pistorius mit einer <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>\u201ekriegst\u00fcchtigen\u201c<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> Bundeswehrmacht endlich wieder gegen Russland gehen soll.<\/span><\/p>\n<h1 align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Weg damit!<\/b><\/span><\/h1>\n<p align=\"LEFT\">\u201e<span style=\"font-size: medium;\"><i>Wenn mir aber was nicht lieb, weg damit ist mein Prinzip\u201c<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\">, sagt der alte Kaspar Schlich, der in der Bildergeschichte \u201ePlisch und Plum\u201c von Wilhelm Busch zwei junge Hunde im Teich ers\u00e4ufen will. Ers\u00e4uft wird <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>Greta Thunberg<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> gerade nicht, ihre Hinrichtung spielt sich nur auf den Feuilletonseiten der freien deutschen Presse ab und hat damit zu tun, dass sie im Gegensatz zu Christoph Heusgen nicht mehr gebraucht wird: <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i><b>\u201e<\/b><\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>Vier Jahre lang war sie das gepriesene gro\u00dfe Vorbild, und jetzt wird aus allen Rohren auf sie gefeuert, zumindest in Deutschland. Greta Thunberg wird vom Liebling zum Feind, weil sie zu Pal\u00e4stina nicht die deutsche Norm einh\u00e4lt\u201c, <\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\">schrieb Dagmar Henn am <\/span><span style=\"font-size: medium;\">13. 11. auf RT.<\/span><span style=\"font-size: medium;\"> \u201e<\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>Greta, das f\u00fcr die B\u00fchne geschaffene unschuldige Kind, dessen Hysterie zum internationalen Vorbild gemacht wurde, um der Klimaerz\u00e4hlung eine Art Bernadette zu verschaffen, eine s\u00fcndenlose Verk\u00fcnderin, ist unpraktischerweise erwachsen geworden (\u2026) Dass sie bei einer niederl\u00e4ndischen Kundgebung f\u00fcr &#8222;Klimaschutz&#8220; einer pal\u00e4stinensischen Doktorandin eine B\u00fchne gab, ist jetzt die Grundlage daf\u00fcr, sie &#8222;hauptberufliche Israelhasserin&#8220; zu nennen.\u201c <\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Volker Beck<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">, auf dessen Konto diese Schelte geht, hat sicher nichts gegen junge Hunde und junge Frauen, vorausgesetzt, sie pinkeln nicht auf den Teppich und bei\u00dfen nicht, wenn er, der keine Probleme mit ukrainischen Faschisten hat, beim Auftritt einer Pal\u00e4stinenserin in Hysterie verf\u00e4llt und <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>Zetermordio<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> schreit, wohl wissend, wer gerade im Gazastreifen von wem zu Zigtausenden ermordet wird.<\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\">\u201e<span style=\"font-size: medium;\"><i>Besagte Doktorandin, <\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i><b>Sara Rachdan<\/b><\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>, deren komplette Kommunikation in den sozialen Medien derzeit genutzt wird, um sie m\u00f6glichst finster aussehen zu lassen, hat Architektur studiert und promoviert gerade in Amsterdam \u00fcber jugendgerechte Stadtplanung. Nicht gerade ein Thema, hinter dem man Superschurken vermutet\u201c<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\">, schreibt Dagmar Henn.<\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i> \u201eAber mit genug B\u00f6swilligkeit \u2013 und die ist im Zusammenhang mit dem Stichwort Israel bei deutschen Medien immer gegeben \u2013 l\u00e4sst sich daraus eine Geschichte stricken, nach der die unschuldige Madonna der Klimabewegung nun unwiderruflich befleckt ist.<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>Rachdan habe beispielsweise ein Foto von <\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i><b>Leila Khaled<\/b><\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i> gepostet, &#8222;Mitglied der Terrororganisation PFLP, die mit 25 Jahren ein Flugzeug entf\u00fchrte&#8220;, schrieb dazu die&nbsp;<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>SZ<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>. Die zugeh\u00f6rige&nbsp;<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>SZ<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>-Autorin ist 1996 geboren, also lange nach der Zeit, als Leila Khaled zur Symbolfigur wurde, und weit davon entfernt, zu begreifen, was Khaled nicht nur f\u00fcr arabische Frauen symbolisierte. F\u00fcr Frauen meiner Generation stand sie, ebenso wie die kleine, zierliche Vietnamesin, die auf dem ikonischen Foto einen viel gr\u00f6\u00dferen US-Soldaten gefangennimmt, f\u00fcr den Anspruch von Frauen auf alle Aspekte der Politik.<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>In den letzten&nbsp;40 Jahren hat Khaled dann schlicht politisch f\u00fcr die pal\u00e4stinensische Sache gearbeitet. Keine ungew\u00f6hnliche Geschichte&nbsp;\u2012 Che Guevara war die Ausnahme von der Regel. Und verglichen mit dem, was der sp\u00e4tere israelische Staatspr\u00e4sident Ben Gurion in seiner Jugend getrieben hat, ist Khaled ein Musterbild der Unschuld.<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>Thunberg jedenfalls k\u00f6nnte als Ex-Heldin endlich etwas Autonomie erfahren. Ob deutsche Medienvertreter den Genozid in Gaza als solchen erkennen oder nicht, wird auf die Reaktion der Welt keinen Einfluss haben, und auch Leila Khaled wird bleiben, wer sie ist. Und vielleicht, nur vielleicht, kommt auch wieder ein Tag, an dem deutsche Redaktionsstuben nicht mehr vom Untertanengeist in der Buchhalterversion beherrscht werden.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Und Bremen?<\/b><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: medium;\">Wer sich einmal wie Andreas Bovenschulte und seine Koalition aus SPD, B\u00fcndnis90\/Die Gr\u00fcnen und Linkspartei der <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>ohne-wenn-und-aber-Loyalit\u00e4t<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> mit Israel verpflichtet hat, ist dem Zwang unterworfen, diese Loyalit\u00e4t auch unter Beweis zu stellen, und das geht, wie schon gezeigt, nur durch rigide Ausgrenzung aller Positionen, die sich kritisch bis ablehnend zur israelischen Politik verhalten. Jetzt hat es mit dem Bremer Friedensforum eine Gruppe erwischt, die das Bild der Stadt Bremen als weltoffene und tolerante Stadt seit vierzig Jahren bereichert, in der aktuellen Lage aber als st\u00f6rend empfunden wird. Weshalb die Stadt Bremen den Link zum Bremer Friedensforum von ihrer Website entfernen musste, um nicht in den gezielt gestreuten Verdacht zu geraten, einer Unterst\u00fctzergruppe der Hamas eine st\u00e4dtische Plattform zu bieten. Das Bremer Friedensforum ist, wie sich unschwer beweisen l\u00e4sst, weit davon entfernt, eine solche zu sein, aber das sehen andere anders, und einer dieser Anderen hei\u00dft <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>Benjamin Weinthal<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\">, Journalist bei der <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>Jerusalem Post<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\">. <\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: medium;\">Von ihm erhielt das Bremer Friedensforum am 23.10.2023 per Email die folgende Anfrage aus Jerusalem (orthografische Fehler \u00fcbernommen):<\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\">\u201e<span style=\"font-size: medium;\"><i>Shalom Leute,<br \/>\n<\/i><\/span><i style=\"font-size: medium;\">Die Stadt Bremen hat Bremer Friedensforum von der Website der&nbsp; Stadtregierung gel\u00f6scht.<br \/>\n<\/i><span style=\"font-size: medium;\"><i>Was sagen Sie dazu?<br \/>\n<\/i><\/span><i style=\"font-size: medium;\">Sind Sie eine antisemitische und Pro-Hamas-Gruppe? Kritiker sagen, dass Sie ein Pack von Antisemitism und Pro-Hamas-Aktivisten sind. Was meinen Sie?<br \/>\n<\/i><span style=\"font-size: medium;\"><i>Ist Hamas eine antisemitische Terror-Gruppe<br \/>\n<\/i><\/span><i style=\"font-size: medium;\">Wenn Sie mir ein Statement zusenden, werde ich sie in meinen Bericht erw\u00e4hnen.<br \/>\n<\/i><span style=\"font-size: medium;\"><i>Beste Gr\u00fc\u00dfe aus Jerusalem<br \/>\n<\/i><\/span><i style=\"font-size: medium;\">Benjamin Weinthal\u201c<\/i><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: medium;\">Benjamin Weinthal k\u00f6nnen wir getrost als ordin\u00e4res Pendant des DIG-Pr\u00e4sidenten Volker Beck betrachten. \u00dcber ihn schrieb der 2021 verstorbene Psychologe <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><b>Rolf Verleger<\/b><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> am 10.\u2009Oktober 2016 in der TAZ unter der \u00dcberschrift <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i><b>\u201e<\/b><\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i><b>Wie ein Kopfgeldj\u00e4ger\u201c<\/b><\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\">:<\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\">\u201e<span style=\"font-size: medium;\"><i>Ben Weinthal traf ich vor neun Jahren. F\u00fcr das j\u00fcdische US-Magazin <\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>Forward<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i> schrieb er damals einen objektiven Bericht \u00fcber meine Initiative Schalom5767 und zitierte darin ihre Kernaussage: \u201eDas Grund\u00fcbel ist die seit 1967 andauernde israelische Besetzung pal\u00e4stinensischen Gebiets.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>Danach muss etwas mit ihm passiert sein. Er wirkt jetzt wie ein Kopfgeldj\u00e4ger. Wo immer Vertreibung und Landraub an den Pal\u00e4stinensern, die Besatzung der Westbank, die Einkesselung Gazas thematisiert wird: Weinthal schwingt sich aufs E-Mail-Ross, schreibt selbst den Haftbefehl \u201eAntisemitismus\u201c \u2013 und schie\u00dft gegen die Veranstalter. Nicht ohne Erfolg: Arn Strohmeyer am 26. Januar in Bremen, Abi Melzer am 23. und Nirit Sommerfeld am 30. September, beide in M\u00fcnchen \u2013 abgesagt, verboten. Egal, ob Christ oder Jude, Weinthal fordert: Boykottiert sie, die Verr\u00e4ter und Volksfeinde!<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>Nun hat er sich in der taz \u00fcber ein Seminar in Hildesheim verbreitet. Das Seminar hatte zuletzt sechs Teilnehmer, und es gibt l\u00e4ngst eine sachverst\u00e4ndige Kommission unter Leitung von Prof. Sch\u00fcler-Springorum, die sich der Sache annimmt. Aber darauf m\u00f6chte Weinthal nicht warten. Der Skalp der Hochschulpr\u00e4sidentin muss her. Bekommt er daf\u00fcr eine Pr\u00e4mie?<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>Der n\u00e4chste Skalp an Weinthals G\u00fcrtel soll Christoph Glanz aus Oldenburg werden. Glanz habe gefordert, man solle den Staat Israel nach Baden-W\u00fcrttemberg verlegen. Das, so Weinthal, habe auch Ahmadinedschad gesagt, also sei dies antisemitisch. Es ist aber nicht antisemitisch: Es w\u00e4re allenfalls anti-schw\u00e4bisch. Denn es bedeutet: Die Zeche f\u00fcr die jahrhundertelange Verfolgung und Diskriminierung von Juden in den christlichen Teilen Europas und f\u00fcr die Vernichtung des deutschen und europ\u00e4ischen Judentums durch Deutschland und seine Helfer sollte Deutschland bezahlen, nicht Arabien.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Protestkot<\/b><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: medium;\">Wer es aber wagt, sich mit Benjamin Weinthal anzulegen, muss mit Reaktionen rechnen, die eine fr\u00fchkindliche St\u00f6rung vermuten lassen. Er oder sie wird dann, wenn auch nur verbal, mit Protestkot, genauer: mit Schei\u00dfe beworfen. Diese Erfahrung musste vor nicht allzulanger Zeit Bj\u00f6rn Luley machen. Luley,&nbsp;von <\/span><a href=\"https:\/\/www.goethe.de\/ins\/au\/de\/kul\/mag\/20946560.html\"><span style=\"color: #00000a;\"><span style=\"font-size: medium;\">1977-2015 beim Goethe-Institut t\u00e4tig<\/span><\/span><\/a><span style=\"font-size: medium;\">, davon zehn Jahre als Leiter des Goethe-Instituts in Damaskus, hatte den Fehler gemacht, sich per Email an Weinthal zu wenden, um einen seiner Artikel zu kritisieren: Weinthal hatte sich dar\u00fcber beschwert, dass es einem iranischen Filmteam vom Ausw\u00e4rtigen Amt erlaubt worden war, nach Deutschland zu kommen und hier einen Film zu drehen. Iraner! Antisemiten!! Luley, dar\u00fcber offenbar erbost, schrieb an <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>\u201eMr.&nbsp;Weinthal\u201c<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\">, ob es diesen wirklich etwas angehe, wer in Deutschland filmen d\u00fcrfe. Die Iraner m\u00fcssten unter dem schrecklichen Mullah-Regime leiden, aber das sei noch lange kein Grund, das Land derma\u00dfen in den Dreck zu ziehen. <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>\u201eKonzentrieren Sie sich lieber auf die furchtbare Politik Ihres Landes in der Westbank und Ost-Jerusalem oder Hebron\u201c.<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: medium;\">Auf das, was dann geschah, h\u00e4tte Luley vermutlich gern verzichtet: Sein Rechner wurde von Weinthal mit 1.475 (eintausendvierhundertf\u00fcnfundsiebzig) Emails \u00fcberflutet, manche 200\u2013300-mal mit immer demselben Inhalt. Zum Beispiel:<\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\">\u201e<span style=\"font-size: medium;\"><i><b>fick dich. du bist ein nazi\u201c.<br \/>\n\u201edu bist ein nazi-schwein.\u201c<br \/>\n\u201edu bist mein lieblingsantisemit. du kannst mich gerne verklagen. ich freue mich darauf. du bist auch der schmock des jahres.\u201c<\/b><\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: medium;\">Bei alledem wird sich Weinthal wohl auf den Umstand verlassen, dass die&nbsp;<\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>Jerusalem Post<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\">, wie das <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>B\u00fcndnis f\u00fcr Gerechtigkeit zwischen Israelis und Pal\u00e4stinensern<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"> im Juli 2020 schrieb, <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>\u201eihren Sitz im Ausland hat: Klagen wegen Verleumdung \u00fcber L\u00e4ndergrenzen hinweg sind nat\u00fcrlich etwas umst\u00e4ndlich, und die Erfolgsaussichten einer Klage eines Deutschen gegen die&nbsp;<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>Jerusalem Post<\/i><\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>&nbsp;vor einem israelischen Gericht, wenn man von Weinthal als \u201epro-Hamas\u201c oder \u201eantisemitisch\u201c bezeichnet wird, w\u00e4ren sehr fraglich. <\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>Hinzu kommt, dass Weinthal auch noch Mitarbeiter (\u201eresearch fellow\u201c) einer US-amerikanischen Stiftung ist: Diese&nbsp;<\/i><\/span><a href=\"https:\/\/www.fdd.org\/\"><span style=\"color: #00000a;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>Foundation for Defense of Democracies<\/i><\/span><\/span><\/a><span style=\"font-size: medium;\"><i>&nbsp; h\u00e4lt gro\u00dfe St\u00fccke auf ihn: F\u00fcr sie ist er von seinem Berliner Standort aus ihr \u201eAuge und Ohr in Europa\u201c (s.&nbsp;<\/i><\/span><a href=\"https:\/\/www.fdd.org\/team\/benjamin-weinthal\/)\"><span style=\"color: #00000a;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>https:\/\/www.fdd.org\/team\/benjamin-weinthal\/)<\/i><\/span><\/span><\/a><span style=\"font-size: medium;\"><i>.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: medium;\">Genannter Stiftung wird laut Wikipedia <\/span><span style=\"font-size: medium;\"><i>\u201eeine N\u00e4he zur <\/i><\/span><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Republikaner_(USA)\"><span style=\"color: #00000a;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>Republikanischen Partei<\/i><\/span><\/span><\/a><span style=\"font-size: medium;\"><i> und konservativen Kreisen in der US-Politik nachgesagt. In den Medien \u2013 insbesondere im politisch linken Spektrum \u2013 wird sie in au\u00dfenpolitischen Fragen zumeist den <\/i><\/span><a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Hardliner\"><span style=\"color: #00000a;\"><span style=\"font-size: medium;\"><i>Falken<\/i><\/span><\/span><\/a><span style=\"font-size: medium;\"><i> unter den Denkfabriken zugeordnet.\u201c<\/i><\/span><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><span style=\"font-size: medium;\"><b>Noch Fragen?<\/b><\/span><\/p>\n<table border=\"0\" width=\"410\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"TOP\" width=\"410\">&nbsp;<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Bernd Fischer \u201eIch f\u00fchle mich als J\u00fcdin, die Israel kritisiert, bedroht. 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