{"id":14525,"date":"2025-05-14T17:11:11","date_gmt":"2025-05-14T17:11:11","guid":{"rendered":"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/?p=14525"},"modified":"2025-05-14T17:11:11","modified_gmt":"2025-05-14T17:11:11","slug":"wie-einige-israelis-ueber-die-palaestinenser-in-gaaza-denken-und-das-auch-oeffentlich-zu-aeussern-wagen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/?p=14525","title":{"rendered":"Wie (einige) Israelis \u00fcber die Pal\u00e4stinenser in Gaaza denken und das auch \u00f6ffentlich zu \u00e4u\u00dfern wagen&#8230;"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: left;\"><strong> Aussagen, die ein bezeichnendes Licht auf die Denke in der Isralischen Gesellschaft werfen. Es sind&nbsp; nicht nur die faschistisch\/rassistischen Regierungsmitglieder und andere Politiker und Milit\u00e4rs, sondern, wie es der Israelische Pr\u00e4sident in einem Interview im ZDF formulierte: das ganze Land steht hinter der Politik der Regierung.&nbsp;<br \/>\n<\/strong><!--more--><\/p>\n<p><em>\u201eGaza befindet sich im Todestrakt. 2,6 Millionen Terroristen in Gaza sind zum Tode verurteilt. Sie verdienen den Tod. Menschen, Frauen, Kinder auf jede erdenkliche Art und Weise, lasst es einen Holocaust in Gaza geben &#8211; ja, lesen Sie das ruhig noch einmal &#8211; H-O-L-O-C-A-U-S-T. Wenn man mich fragt, so braucht es Gaskammern, Zugwaggons und andere grausame Arten des Todes f\u00fcr diese Nazis. (&#8230;) \u00dcberfahren. Ausrotten. Abschlachten. Dem Erdboden gleichmachen. Demontieren. Zerschmettern. Ohne Gewissen und Gnade sind Kinder und Eltern, Frauen und M\u00e4dchen zu einem grausamen und schweren Tod verurteilt. Gaza verdient den Tod. Lasst es einen Holocaust in Gaza geben.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Dies schrieb Elad Barashi, ein bekannter israelischer Fernsehproduzent (Channel 14), auf X (Twitter) am 27. Februar 2025. Konfrontiert mit seinen Aussagen bekr\u00e4ftigte er diese am 5. Mai erneut.<em>&#8222;ich entschuldige mich sicher nicht, ich w\u00fcnsche den Terroristen in Gaza einen Holocaust\u201c<\/em>. Channel 14 gilt als bevorzugtes Medium von Premierminister Netanjahu.<\/p>\n<p>Noch ein Zitat von Barashi: <em>&#8222;Wer ist der Narr, der behauptet, es gebe &#8218;Unschuldige&#8216; in Gaza? Wer ist der verabscheuungsw\u00fcrdige Schuft, der sie in arabische L\u00e4nder oder nach Europa entkommen lassen will?&#8220; <\/em><\/p>\n<p>Diese Botschaften sind klar und zutiefst beunruhigend. Zwei Millionen Pal\u00e4stinenser sind einem Land ausgeliefert, dessen Meinungsf\u00fchrer offen deren Vernichtung fordern \u2013 nicht Ausreise, Umsiedlung, nein Vernichtung. F\u00fcr die Regierenden in Deutschland und \u00d6sterreich (und auch von den gr\u00f6\u00dften Teil der parlamentarischen Opposition) ist das nach wie vor kein Grund, das Verh\u00e4ltnis zu Israel zu \u00fcberdenken.Der deutsche Bundespr\u00e4sident Frank-Walter Steinmeier empfing am Montag den israelischen Amtskollegen Isaac Herzog. Danach reiste er nach Israel und traf Premierminister Netanjahu, gegen den ein Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs vorliegt.&nbsp;<\/p>\n<p>Werden solche \u00c4u\u00dferungen in der deutschen \u00d6fentlichkeit wahrgenommen? Die Antwort ist &#8222;nein&#8220;. Die israelische Propaganda von der &#8222;einzigen Demokratie im Nahen Osten&#8220; mit ihrer &#8222;moralischsten Armee de Welt&#8220; ist immer noch \u00fcberm\u00e4chtig. Aber es tut sich was. Zum Schluss deshalb ein kurzer Blick auf die deutschen Mainstream-Medien. Inj \u00fcngster Zeit mehren sich erstaunlich kritische Sendungen, und parrallel dazu steigt in Umfragen die Zahl derer, die die israelische Politik ablehnen.<\/p>\n<ul>\n<li>Der ZDF-Moderator Christian Sievers hat (wie schon gelegentlich von ihm im ZDF zu sehen) in einem aktuellen Interview des&nbsp;<em>&#8222;heute journal&#8220;<\/em> am 11.5.25 um 21.45 Uhr den israelischen Staatspr\u00e4sidenten&nbsp; Herzog interviewt. Dabei hat er sich weder vom hohen Amt des Staatsgastes noch der Feiern&nbsp; zu &#8222;60 Jahre diplomatische Beziehungen Israel-Deutschland&#8220; von seinem \u00e4u\u00dferst kritischen&nbsp; Fragestil abhalten lassen.&nbsp; Er hatte&nbsp; sich sowohl auf den Haftbefehl des Internationalen Gerichtshofs wie auch auf \u00c4u\u00dferungen und Aktivit\u00e4ten israelischer Politiker und Milit\u00e4rs bezogen. Klug war es, vor das Interview einen mehrmin\u00fctigen Bericht vorzuschalten, der leere Lagerh\u00e4user des UN-Weltern\u00e4hrungsprogramms zeigte und dokumentierte, dass Israel Hunger als Waffe einsetzt. Der israelische Pr\u00e4sident kam erkennbar ins Schwimmen und fl\u00fcchtete sich in die bekannten Floskeln. Noch in der Mediathek anzuschauen: <a href=\"https:\/\/www.zdf.de\/video\/magazine\/heute-journal-104\/heute-journal-vom-11-mai-2025-100\">https:\/\/www.zdf.de\/video\/magazine\/heute-journal-104\/heute-journal-vom-11-mai-2025-100<\/a><\/li>\n<li>Ebenfalls noch abzurufen sind die zunehmend kritischen Berichte und Kommentare von Sophie von der Tann. Auch sie dokumentiert ungeschminkt die Realit\u00e4t vor Ort in Gaza und ebenso des Terrors der Siedler in der Westbank. Sehr aktuell ist der Kommentar, in dem sie klar auf die Verpflichtung, die aus dem V\u00f6lkerrecht folgt und auf die Israel faktisch ignoriert:<a href=\"https:\/\/www.ardmediathek.de\/video\/tagesthemen\/tagesthemen-22-15-uhr\/das-erste\/Y3JpZDovL3RhZ2Vzc2NoYXUuZGUvZDJjZjFmNTEtYzRmOC00NTIzLThjMDAtZjY3MDJlNDQ4MGQyLVNFTkRVTkdTVklERU8\"> https:\/\/www.ardmediathek.de\/video\/tagesthemen\/tagesthemen-22-15-uhr\/das-ersteY3JpZDovL3RhZ2Vzc2NoYXUuZGUvZDJjZjFmNTEtYzRmOC00NTIzLThjMDAtZjY3MDJlNDQ4MGQyLVNFTkRVTkdTVklERU8<\/a><\/li>\n<li>In der Sendung Monitor mit dem Titel &#8220; Tod in Gaza: Ausgehungert und vertrieben&#8220; artikulierte der&nbsp; israelische Genozidforscher Omer Bartov eine deutliche Kritik an der deutschen Israelpolitik aus und ktitisierte die&nbsp; Einladung von Friedrich Merz an Netanjahu scharf. Abzurufen noch:&nbsp; <a href=\"https:\/\/youtu.be\/caAut2xIL7U?si=ptVrusskfZh7q5QK\">https:\/\/youtu.be\/caAut2xIL7U?si=ptVrusskfZh7q5QK<\/a><\/li>\n<li>Am 12.5. kam im DLF Benjamin Hammer zu Wort: Er folgerte aus der gegenw\u00e4rtigen Situation, da\u00df Deutschland nicht l\u00e4nger an der Seite Israels stehen sollte. Er hob stattdessen die Arbeit von Organisationen wie B&#8217;Tselem und Breaking the Silence hervor: <a href=\"https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/kommentar-zur-deutsch-israelischen-beziehung-freundschaft-derzeit-nicht-moeglich-100.html\">https:\/\/www.deutschlandfunk.de\/kommentar-zur-deutsch-israelischen-beziehung-freundschaft-derzeit-nicht-moeglich-100.html<\/a><\/li>\n<li>Dar\u00fcber hinaus gibt es immer h\u00e4ufiger auch in \u00fcberregionalen und regionalen Printmedien deutlich mehr kritische Berichte. Es wird aber darauf hinzuweisen sein, da\u00df in den israelischen Medien \u00fcber die Gr\u00e4uel des Krieges kaum bis garnicht berichtet wird, sieht man von kleinen inzwischen auch bedrohten Medien wie HAARETZ ab.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Aus einer Rundmail von Dr. Detlef Griesche \u00b4(Deutsch-Pal\u00e4stinensische Gesellschaft)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Aussagen, die ein bezeichnendes Licht auf die Denke in der Isralischen Gesellschaft werfen. 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