{"id":1560,"date":"2014-11-29T09:02:06","date_gmt":"2014-11-29T08:02:06","guid":{"rendered":"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/?p=1560"},"modified":"2014-11-30T08:52:48","modified_gmt":"2014-11-30T07:52:48","slug":"online-petition-zum-waffenhandel-gestartet-keine-waffen-nach-nahost","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/?p=1560","title":{"rendered":"Online-Petition zum Waffenhandel gestartet. Keine Waffen nach Nahost!"},"content":{"rendered":"<p><em>Pressemitteilung von IPPNW und pax christi vom 28. November 2014<\/em><br \/>\nWirtschaftsminister Sigmar Gabriel hat eine restriktivere R\u00fcstungsexportpolitik versprochen. Dennoch genehmigt er weiterhin Waffenexporte in Krisenregionen. Mehrere Friedensorganisationen &#8211; darunter IPPNW und pax christi haben zum Internationalen Tag der Solidarit\u00e4t mit dem pal\u00e4stinensischen Volk eine Online-Petition zum Waffenhandel mit allen L\u00e4ndern des Nahen Ostens gestartet.<!--more--> Darin wird die Bundesregierung aufgefordert, den Handel mit Waffen, R\u00fcstungsg\u00fctern und &#8222;Dual-Use&#8220;-Produkten mit allen L\u00e4ndern des Nahen Ostens einzustellen, die am israelisch-pal\u00e4stinensischen Konflikt direkt beteiligt sind. Dies gelte auch f\u00fcr R\u00fcstungslieferungen, die f\u00fcr die Empf\u00e4nger unentgeltlich sind oder anders kompensiert werden. Ebenso m\u00fcsse die Zusammenarbeit mit den Streitkr\u00e4ften dieser Staaten beendet werden, etwa zum Zweck der Ausbildung im H\u00e4user- und Tunnel-Kampf.<\/p>\n<p>Die Forderung bezieht sich auf die Staaten Israel, \u00c4gypten, Libanon, Syrien, Jordanien sowie auf Pal\u00e4stina. Der Bundestag und die in ihm vertretenen Parteien sollen alle politischen und rechtlichen M\u00f6glichkeiten aussch\u00f6pfen, die Bundesregierung und den Bundessicherheitsrat zu einer Umsetzung dieses Beschlusses zu bewegen.<\/p>\n<p>Der Bundestag wird zudem aufgefordert, in seiner Politik gegen\u00fcber den L\u00e4ndern des Nahen Ostens darauf zu achten, dass V\u00f6lkerrecht und Menschenrechte eingehalten werden. Die Bundestagsabgeordneten sollten alle Ma\u00dfnahmen zu einer friedlichen L\u00f6sung des Konflikts auf bilateraler und internationaler Ebene unterst\u00fctzen. Die L\u00f6sung m\u00fcsse mit dem V\u00f6lkerrecht und den Menschenrechten im Einklang sein und durch gleichberechtigte Verhandlungen zwischen dem Staat Israel und seinen arabischen Nachbarn, insbesondere dem bereits von 137 UNO-Mitgliedsstaaten anerkannten Staat Pal\u00e4stina, erzielt werden.<\/p>\n<p>ErstunterzeichnerInnen der Petition sind Ulrich Gottstein (IPPNW), Andreas Buro (Komitee f\u00fcr Grundrechte und Demokratie), Fanny Michaela Reisin (J\u00fcdische Stimme f\u00fcr einen gerechten Frieden in Nahost), Wiltrud R\u00f6sch-Metzler (pax christi), George Rashmawi (Pal\u00e4stinensische Gemeinde in Deutschland) und J\u00fcrgen Gr\u00e4sslin (DFG-VK).<\/p>\n<p>Laut dem Bericht der Bundesregierung \u00fcber ihre Exportpolitik f\u00fcr konventionelle R\u00fcstungsg\u00fcter im ersten Halbjahr 2014 wurden im\u00a0 Zeitraum 01. Januar 2014 bis 30. Juni 2014 Ausfuhrgenehmigungen f\u00fcr \u00c4gypten (1.036.564 Euro), Israel (616.780.654 Euro), Jordanien\u00a0 (469.456 Euro), Libanon (4.394.120 Euro) und Syrien, Arabische Republik (850.004 Euro) erteilt. Erst k\u00fcrzlich hatte die Bundesregierung entschieden, zwei Kriegsschiffe nach Israel zu liefern. Der israelischen Regierung soll ein Preisnachlass von fast einem Drittel der Kaufsumme gew\u00e4hrt werden. Die Summe von 300 Millionen Euro wird aus Steuergeldern finanziert.<\/p>\n<p>Aus Sicht der InitiatorInnen der Online-Petition w\u00e4re der Handelsstopp mit Waffen und R\u00fcstungsg\u00fctern zwischen Deutschland und den L\u00e4ndern der Region ein bedeutender Beitrag zur dringend erw\u00fcnschten Entwicklung ziviler Strukturen f\u00fcr eine gegenseitige Sicherheit.<\/p>\n<p><i>Die Petition kann online unterzeichnet werden unter <a href=\"http:\/\/www.ippnw.de\/index.php?id=776\" target=\"_blank\">http:\/\/www.ippnw.de\/index.php?id=776<\/a><\/i><\/p>\n<p><i>Unterschriftenlisten k\u00f6nnen hier heruntergeladen werden <a href=\"http:\/\/www.paxchristi.de\/file\/download\/AMIfv96dplSWqwaFnki8uGL3tHbB-FRwqjzSNIyL-xme5uWj-YtZz3ossCLH2NDI2ZGCaEGSBCWgZogqjlvrqZpfuieF0mLJKnRf3qB7lmfIou9Y3_DPYP6vnG0mMaRObxAp_CIY9fztZPiS7iEHeZWHNeW82i0wlJbeK-CmJ1K09S_5n1zBbtg\/Unterschriftenliste_Keine%20Waffen%20na\" target=\"_blank\">http:\/\/www.paxchristi.de<\/a><\/i><\/p>\n<p><b>Kontakt:<\/b> Angelika Wilmen, Pressesprecherin der IPPNW, Tel. 030-69 80 74-15, Deutsche Sektion der Internationalen \u00c4rzte f\u00fcr die Verh\u00fctung des Atomkrieges (IPPNW), K\u00f6rtestr. 10, 10967 Berlin, Email: <a href=\"wilmen@ippnw.de\" target=\"_parent\">wilmen@ippnw.de<\/a>, <a href=\"http:\/\/www.ippnw.de\" target=\"_blank\">www.ippnw.de<\/a><br \/>\nChristine Hoffmann, Generalsekret\u00e4rin pax christi &#8211; Deutsche Sektion e.V., Hedwigskirchgasse 3, 10117 Berlin, Tel. 030 &#8211; 200 76 78 0, Email: <a href=\"sekretariat@paxchristi.de\" target=\"_parent\">sekretariat@paxchristi.de<\/a>\u00a0 <a href=\"http:\/\/www.paxchristi.de\" target=\"_blank\">www.paxchristi.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Pressemitteilung von IPPNW und pax christi vom 28. 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