{"id":17296,"date":"2026-10-29T08:19:44","date_gmt":"2026-10-29T08:19:44","guid":{"rendered":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/?p=17296"},"modified":"2026-10-29T08:40:18","modified_gmt":"2026-10-29T08:40:18","slug":"ich-werde-weiter-operieren-fadi-shukfeh-im-weser-kurier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/?p=17296","title":{"rendered":"&#8222;Ich werde weiter operieren&#8220; &#8211; Fadi Shukfeh im Weser Kurier"},"content":{"rendered":"<div class=\"byline\">\n<div><a href=\"https:\/\/ep.weser-kurier.de\/weserkurier\/372016\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-17298 size-medium\" src=\"http:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/26-10-29-Screenshot-fadi-shukfeh-293x300.jpg\" alt=\"\" width=\"293\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/26-10-29-Screenshot-fadi-shukfeh-293x300.jpg 293w, https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/26-10-29-Screenshot-fadi-shukfeh-1001x1024.jpg 1001w, https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/26-10-29-Screenshot-fadi-shukfeh-300x307.jpg 300w, https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/26-10-29-Screenshot-fadi-shukfeh-768x786.jpg 768w, https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/26-10-29-Screenshot-fadi-shukfeh.jpg 1009w\" sizes=\"auto, (max-width: 293px) 100vw, 293px\" \/><\/a><em>Der <a href=\"https:\/\/ep.weser-kurier.de\/weserkurier\/372016\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Weser Kurier hat heute (29.10.2026); leider Bezahlschranke)<\/a> einen sehr, sehr interessanten Artikel \u00fcber Fadi Shukfeh, den bekannten Urologen aus Achim, gebracht. Ulrike Peters beschreibt sehr einf\u00fchlsam sein nicht erm\u00fcdendes Engagement f\u00fcr die Verletzten und Kranken in Gaza. Hier einige Ausz\u00fcge aus dem Artikel.<\/em><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"content\">\n<div class=\"content-body\">\n<p class=\"remove-text-indent drop-cap\">Mit Kollegen in Gaza ist Fadi Schukfeh fast t\u00e4glich in Kontakt. Sie melden sich per E-Mail oder Whatsapp bei dem pensionierten Urologen in Bremen. Sie schildern ihm Verletzungen oder schicken Fotos und bitten um seinen Rat. &#8222;Die Mediziner arbeiten unter schwersten Bedingungen&#8220;, wei\u00df Schukfeh, denn die medizinische Infrastruktur im Gazastreifen ist nahezu komplett zerst\u00f6rt. Der 73-J\u00e4hrige hat dies bei seinem letzten Hilfseinsatz im vergangenen Jahr in Khan Yunis selbst erlebt.<!--more--><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"content\">\n<div class=\"content-body\">\n<p><a href=\"http:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/26-10-29-fadi-shukfeh.jpg\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-17302 size-medium\" src=\"http:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/26-10-29-fadi-shukfeh-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/26-10-29-fadi-shukfeh-300x300.jpg 300w, https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/26-10-29-fadi-shukfeh-1024x1024.jpg 1024w, https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/26-10-29-fadi-shukfeh-768x768.jpg 768w, https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/26-10-29-fadi-shukfeh-1536x1536.jpg 1536w, https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2026\/10\/26-10-29-fadi-shukfeh.jpg 1846w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Schukfeh, der vor seiner Rente im Klinikum Bremen-Mitte und sp\u00e4ter in einer Praxis in Achim gearbeitet hat, <a href=\"https:\/\/www.weser-kurier.de\/politik\/gaza-unter-welchen-bedingungen-ein-arzt-aus-norddeutschland-hilft-doc823s1y3a0dxerxhz5nn\">reiste im Jahr 2025 zweimal mit der US-amerikanischen Hilfsorganisation Rahma in den Gazastreifen ein<\/a> . Er hat dort Verletzte operiert, h\u00e4ufig Kinder. Bei seiner zweiten Hilfsmission wurden die \u00c4rzte von der jordanischen Hauptstadt Amman aus mit einem Bus an die israelische Grenze gefahren, beschreibt er die Reiseroute. Von dort ging es dann weiter zu einem Checkpoint an der Grenze zum Gazastreifen. &#8222;Wir waren mit einem Konvoi von drei Bussen unterwegs, je einer f\u00fcr Uno, Rotes Kreuz und die humanit\u00e4re Hilfsorganisation&#8220;, erz\u00e4hlt er. &#8222;Dabei wurden wir von Milit\u00e4rfahrzeugen begleitet.&#8220;<\/p>\n<h1 class=\"h3\">Am Checkpoint durchleuchtet<\/h1>\n<p>An der Grenze seien alle Fahrzeuge und Reisenden aufs Genaueste \u00fcberpr\u00fcft und durchleuchtet worden. &#8222;Die Stimmung war sehr angespannt&#8220;, schildert Schukfeh die Situation. Die \u00c4rzte durften f\u00fcr die Mission nur die ben\u00f6tigte Kleidung und pers\u00f6nliche Medikamente, einen Laptop und ein Mobiltelefon mitnehmen. Das pers\u00f6nliche Gep\u00e4ck und die Digitalger\u00e4te wurden genau durchsucht. Schukfeh hatte zudem f\u00fcr jeden Tag eine kleine Dose Fisch dabei, da die Versorgungslage in Gaza sehr schlecht ist. &#8222;Die abgez\u00e4hlte Menge Dosen durfte ich mitnehmen&#8220;, sagt er. &#8222;Weitere Gegenst\u00e4nde, zum Beispiel Instrumente oder medizinisches Material, d\u00fcrfen wir selbst nicht einpacken&#8220;, betont er, &#8222;sonst droht die gesamte Mission zu scheitern.&#8220; Die Organisationen weisen darauf im Vorfeld jedes Einsatzes ausdr\u00fccklich hin.<\/p>\n<p>Im Juni dieses Jahres war Schukfeh erneut in Amman, um von dort weiter nach Gaza zu reisen und den dortigen Kollegen zu helfen. &#8222;Wir waren mit einem internationalen Team in einem Hotel und haben auf die Genehmigung zur Weiterreise gewartet&#8220;, blickt er zur\u00fcck. Die Hilfsorganisation war in diesem Fall die Palestinian American Medical Association (Pama) aus Fairfax im US-Bundesstaat Virginia.<\/p>\n<h1 class=\"h3\">Einreise nach Gaza verweigert<\/h1>\n<p>Sechs Stunden vor der geplanten Abfahrt hatte die Pama ihm dann mitteilen m\u00fcssen, dass seine Weiterreise von den israelischen Beh\u00f6rden nicht genehmigt wurde. &#8222;Ich habe nicht erfahren, warum ich nicht nach Gaza fahren durfte&#8220;, erz\u00e4hlt er weiter, &#8222;nur, dass mein Name nicht auf der Liste der einreiseberechtigten \u00c4rzte steht.&#8220; Auch \u00c4rzte aus anderen L\u00e4ndern, die sich als Freiwillige f\u00fcr Gaza gemeldet hatten, seien von der Zur\u00fcckweisung betroffen gewesen \u2013 ohne Begr\u00fcndung. So eine Situation sei ein heftiges Wechselbad der Gef\u00fchle, meint Schukfeh. Schlie\u00dflich stelle man sich mental auf den Einsatz ein. Ihm blieb nichts anderes \u00fcbrig, als das Ticket umzubuchen und von Amman direkt wieder zur\u00fcck nach Bremen zu fliegen. [&#8230;]<\/p>\n<p>Auch Fadi Schukfeh ber\u00e4t, so gut er kann, aus der Ferne. Er will aber trotz der letzten Einreiseverweigerung auch wieder direkt vor Ort helfen. Es w\u00fcrden in Gaza derzeit nur zwei Urologen arbeiten, sagt er, daher sei seine Erfahrung h\u00e4ufig gefragt. Und gerade wenn es um verletzte Kinder gehe, sei die Hilfe von Bremen aus schwierig. &#8222;Wenn ich mitbekomme, wie die Bev\u00f6lkerung in Gaza leidet, habe ich hier keine Ruhe&#8220;, meint er.<\/p>\n<p>Am 2. November will er erneut nach Amman fliegen \u2013 die Pama organisiert wieder die Visa, die Anmeldung bei den Beh\u00f6rden, die Busreise und die Unterbringung in einer Klinik am Einsatzort im Gazastreifen. Schukfeh hat seinen Flug bereits organisiert. Die Kosten f\u00fcr das Ticket, das Visum und die Einreisegeb\u00fchr tr\u00e4gt er wie zuvor selbst. &#8222;Ich habe Humanmedizin studiert und empfinde es daher als meine Pflicht, Menschen zu helfen&#8220;, sagt Schukfeh mit Nachdruck. &#8222;Solange ich gut sehen kann und meine H\u00e4nde nicht zittern, werde ich weiter operieren.&#8220;<\/p>\n<hr>\n<h1>Auf dieser Webseite haben wir schon \u00f6fter \u00fcber Fadi Shukfeh berichtet:<\/h1>\n<ul>\n<li>Fadi Shukfeh: \u201eIch will helfen in Gaza\u201c<br \/>\nVer\u00f6ffentlicht am 27. Juli 2026<br \/>\n<a href=\"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/?p=16901\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/?p=16901<\/a><\/li>\n<li>Dr. Fadi Shukfeh \u2013 Gastredner auf der Free-Gaza-Demo<br \/>\nVer\u00f6ffentlicht am 24. Mai 2026<br \/>\n<a href=\"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/?p=16901\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/?p=16901<\/a><\/li>\n<li>Dr. Fadi Shukfeh: Als freiwilliger Arzt in Gaza \u2013 Die Zerst\u00f6rung des Gesunheitssektors als Akt des Genozids<br \/>\nWann: 15. Januar 2026 um 19:00<br \/>\nWo: Zoom-Veranstaltung<br \/>\n<a href=\"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/?ai1ec_event=dr-fadi-shukfeh-als-freiwilliger-arzt-in-gaza-die-zerstoerung-des-gesunheitssektors-als-akt-des-genozids\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/?ai1ec_event=dr-fadi-shukfeh-als-freiwilliger-arzt-in-gaza-die-zerstoerung-des-gesunheitssektors-als-akt-des-genozids<\/a><\/li>\n<li>MD Fadi Schukfeh \u2013 ein Arzt in Gaza<br \/>\nVer\u00f6ffentlicht am 29. August 2025<br \/>\n<a href=\"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/?p=15250\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/?p=15250<\/a><\/li>\n<li>Der Bremer Weserkurier berichtet \u00fcber Fadi Schukfeh<br \/>\nVer\u00f6ffentlicht am 2. September 2025<br \/>\n<a href=\"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/?p=15265\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/?p=15265<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Weser Kurier hat heute (29.10.2026); leider Bezahlschranke) einen sehr, sehr interessanten Artikel \u00fcber Fadi Shukfeh, den bekannten Urologen aus Achim, gebracht. Ulrike Peters beschreibt sehr einf\u00fchlsam sein nicht erm\u00fcdendes Engagement f\u00fcr die Verletzten und Kranken in Gaza. 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