{"id":1801,"date":"2015-02-19T17:38:32","date_gmt":"2015-02-19T16:38:32","guid":{"rendered":"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/?p=1801"},"modified":"2015-03-13T18:23:32","modified_gmt":"2015-03-13T17:23:32","slug":"eroeffnung-der-nakba-ausstellung-wegen-ueberfuellung-geschlossen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/?p=1801","title":{"rendered":"Er\u00f6ffnung der Nakba-Ausstellung: wegen \u00dcberf\u00fcllung geschlossen"},"content":{"rendered":"<div style=\"float: left; margin: 0 15px 5px 0;\"><iframe loading=\"lazy\" src=\"\/\/www.youtube.com\/embed\/Ik-DoRgANYA\" height=\"200\" width=\"300\" allowfullscreen=\"\" frameborder=\"0\"><\/iframe><\/div>\n<p>Obwohl die Veranstalter mit vielen BesucherInnen gerechnet hatten &#8211; das war dann doch f\u00fcr alle unerwartet. Schon kurz vor 19 Uhr wurden von der Bibliotheksleitung die T\u00fcren geschlossen und niemand mehr von den rd. 100 Wartenden reingelassen. Aus feuerpolizeilichen Gr\u00fcnden w\u00e4re keine andere L\u00f6sung m\u00f6glich gewesen. Unter den Wartenden waren auch mehrere Mitglieder der J\u00fcdischen Gemeinde Bremen, die lautstark Einlass begehrten. Aber es gab auch f\u00fcr sie nat\u00fcrlich keine Ausnahme; und hoffentlich interpretieren Sie das nicht als antisemitischen Affront gegen sich. <!--more-->Der Wallsaal war mit rd. 170 Zuh\u00f6rerinnen und Zuh\u00f6rern bis zum letzten Platz gef\u00fcllt.<\/p>\n<p><em>ngg_shortcode_0_placeholder<\/em><\/p>\n<p><em>Frau Barbara Lison,<\/em> die Direktorin der Zentralbibliothek, er\u00f6ffnete als Gastgeberin die Ausstellung und begr\u00fc\u00dfte, mit viel Beifall, die pal\u00e4stinensische Botschafterin <em>Dr. Khouloud Daibes<\/em> aus Berlin und den Hauptreferenten des Abends, <em>Prof. Rolf Verleger<\/em> aus L\u00fcbeck. Au\u00dferdem <em>Frau Ingrid Rumpf<\/em> vom Verein &#8222;Fl\u00fcchtlingskinder im Libanon e.V.&#8220;, die die eigentliche &#8222;Autorin&#8220; der Ausstellung ist. Eingeleitet wurde der Abend mit den beiden Musikern (Violine und Percussion) der Gruppe DAF. Die Moderation hatte <em>Claus Walischewski<\/em> vom Israelischen Komittee gegen H\u00e4userzerst\u00f6rungen (ICAHD) \u00fcbernommen.<\/p>\n<p>Nach den pflichtgem\u00e4\u00dfen Begr\u00fc\u00dfungen und der Genugtuung dar\u00fcber, dass so viele den Weg in die Zentralbibliothek gefunden hatten, gingen alle RednerInnen auf die nicht unerheblichen Irritationen ein, zu denen es im Vorfeld der Ausstellungser\u00f6ffnung gekommen war. Die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG) und die J\u00fcdische Gemeinde Bremen hatten viele Hebel in Bewegung gesetzt, um der Zentralbibliothek die Ausstellung zu untersagen. Allerdings vergeblich. Barbara Lison ging ausf\u00fchrlich und sehr diplomatisch auf diese Diskussionen ein und war selbstbewusst genug, die Selbst\u00e4ndigkeit der Bibliothek in dieser Frage zu betonen. Die Botschafterin zeigte sich erstaunt dar\u00fcber, dass auch nach 67 Jahren in Deutschland immer noch nicht unbefangen dar\u00fcber diskutiert und informiert werden k\u00f6nne. Ingrid Rumpf konnte von vielen Auseinandersetzungen um die Ausstellung berichten. Sie w\u00e4re jetzt in mehr als 130 Orten in Deutschland, darunter auch in vielen Stadtbibliotheken gezeigt worden; im letzten Jahr auch im EU-Parlament in Stra\u00dfburg und im &#8222;Palast der Vereinten Nationen&#8220; in Genf. Die wissenschaftliche Seriosit\u00e4t der Ausstellung anzweifeln zu wollen, w\u00fcrde nicht gelingen. Rolf Verleger, der ehemals im Zentralrat der Juden in Deutschland war, aber &#8211; wegen seiner kritischen Haltung zur Politik Israels -, diesen Sitz verlor, \u00e4u\u00dferte sich eher abgekl\u00e4rt-ironisch zu diesen Verhinderungsversuchen.<\/p>\n<p>Interessant ist die Haltung der Bremer Medien zu dieser Ausstellung. Nach einem recht kritischen Artikel in der Taz schon vom 3. Februar (wir berichteten), in dem die Taz-Redaktion sich nicht zu schade war, \u00fcber Antisemitismusvorw\u00fcrfe seitens einer antideutschen Gruppe, die sich C3 nennt und anonym bleibt, zu berichten, wurde erst einmal keine Notiz mehr von der Ausstellung genommen. Am Morgen vor der Ausstellung war es dann noch Detlef Griesche von der vorbereitenden Nakba-Gruppe gelungen, Radio Bremen und den Weserkurier zu einem Pressetermin mit der Botschafterin zu bewegen. Die Berichte (&#8222;Buten un Binnen&#8220; am 18.02.15 und der Weserkurier am 19.02.15), die &#8211; wie zu erwarten &#8211; gegen die Ausstellung wieder einmal den Vorwurf der Einseitigkeit erhoben, konnten dann allerdings f\u00fcr den Er\u00f6ffnungsabend nicht mehr werben.<\/p>\n<p>In der &#8222;Buten un Binnen&#8220;-Sendung kam ein f\u00fcr Bremen ganz und gar besch\u00e4mender Affront gegen die pal\u00e4stinensische Botschafterin zur Sprache. Trotz mehrer schriftlicher und telefonischer Bitten und Telefonate waren weder der B\u00fcrgermeister Jens B\u00f6hrnsen noch der B\u00fcrgerschaftspr\u00e4sident Christian Weber zu einer Begr\u00fc\u00dfung bereit und hatten \u00fcber ihre Sekretariate ausrichten lassen, dass Sitzungstermine dazu keine Zeit gelassen h\u00e4tten. Der Kommentar von Frau Daibes war abgekl\u00e4rt und zeigte, dass sie in dieser Hinsicht Kummer gew\u00f6hnt war: &#8222;Warum ist es so schwer, in Deutschland diese Diskussion zu f\u00fchren? Warum ist es so schwer, sich mit der Vertreibung und mit dem Schmerz des pal\u00e4stinensischen Volkes auseinander zu setzen? Gerade in Bremen, einer offenen und demokratischen Metropole, sollte das einfach sein!&#8220;<br \/>\n<em>S\u00f6nke Hundt<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Obwohl die Veranstalter mit vielen BesucherInnen gerechnet hatten &#8211; das war dann doch f\u00fcr alle unerwartet. Schon kurz vor 19 Uhr wurden von der Bibliotheksleitung die T\u00fcren geschlossen und niemand mehr von den rd. 100 Wartenden reingelassen. Aus feuerpolizeilichen Gr\u00fcnden &hellip; <a href=\"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/?p=1801\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[5,3],"tags":[],"class_list":["post-1801","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-3-aktuell-bremen","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1801","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1801"}],"version-history":[{"count":25,"href":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1801\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1878,"href":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1801\/revisions\/1878"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1801"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1801"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1801"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}