{"id":1971,"date":"2015-04-14T10:08:48","date_gmt":"2015-04-14T08:08:48","guid":{"rendered":"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/?p=1971"},"modified":"2015-04-17T14:38:02","modified_gmt":"2015-04-17T12:38:02","slug":"kinder-in-israelischer-militaerhaft-eappi-ausstellung-in-kapitel-8-eroeffnet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/?p=1971","title":{"rendered":"&#8222;Kinder in israelischer Milit\u00e4rhaft&#8220; &#8211; EAPPI-Ausstellung in Kapitel 8 er\u00f6ffnet"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/foto-vom-flyer_ji.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft\" alt=\"\" src=\"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/foto-vom-flyer_ji.jpg\" width=\"300\" \/><\/a>Das Regime der israelischen Besatzungsmacht in der Westbank ist grausam und v\u00f6lkerrechtlich illegal. Kinder leiden unter den Verhaftungen, Vertreibungen, Hauszerst\u00f6rungen und den Dem\u00fctigungen ihrer Eltern besonders. Am 13. April 2015 wurde im &#8222;Kapitel 8&#8220;, dem Evangelischen Informationszentrum an der Domsheide, die Ausstellung &#8222;Kinder in israelischer Milit\u00e4rhaft&#8220; er\u00f6ffnet. Organisiert hat die Ausstellung das EAPPI-Netzwerk Deutschland. Hildegard Lenz (Bremen) und Dr. Andreas Gr\u00fcneisen (Berlin) waren als &#8222;EAs&#8220;, das sind die &#8222;Ecumenical Accompaniers&#8220;, (\u00d6kumenische Begleiter) in Israel\/Pal\u00e4stina gewesen und berichteten eindrucksvoll mit vielen Fotos und Schautafeln \u00fcber das, was die Besatzung mit Kindern anrichtet.<\/p>\n<p>Dr. Gr\u00fcneisen war so freundlich, uns seine Pr\u00e4sentation mit vielen Schaubildern und eindrucksvollen Fotos zur Verf\u00fcgung zu stellen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/15-04-13-EAPPI-grueneisen-praesentation-1.ppt\">Die Pr\u00e4sentation von Dr. Gr\u00fcneisen Teil 1 hier<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/15-04-13-EAPPI-grueneisen-praesentation-2.ppt\">Die Pr\u00e4sentation von Dr. Gr\u00fcneisen Teil 2 hier<\/a><!--more--><\/p>\n<div style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/hildegard-lenz.jpg\"><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/hildegard-lenz.jpg\" width=\"200\" \/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">Hildegard Lenz<\/p><\/div>\n<div style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/grueneisen.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\" \" alt=\"\" src=\"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/grueneisen.jpg\" width=\"200\" \/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">Andreas Gr\u00fcneisen<\/p><\/div>\n<div style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/jung.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"  \" alt=\"\" src=\"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/jung.jpg\" width=\"200\" height=\"200\" \/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">Hans-J\u00fcrgen Jung<\/p><\/div>\n<div style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/uwe-ihssen.jpg\"><img decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/uwe-ihssen.jpg\" width=\"200\" \/><\/a><p class=\"wp-caption-text\">Uwe Ihssen<\/p><\/div>\n<p><a href=\"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/DSC01315_ji.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft\" alt=\"\" src=\"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/DSC01315_ji.jpg\" width=\"200\" \/><\/a><a href=\"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/logo-EAPPI.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft\" alt=\"\" src=\"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/logo-EAPPI.jpg\" width=\"200\" \/><\/a>Das EAPPI (Ecumenical Accompaniment Program) hat in den letzten Jahren eine internationale Organisation aufgebaut mit der Aufgabe, die Realit\u00e4t der Besatzung in Pal\u00e4stina an den verschiedenen Brennpunkten vor Ort zu begleiten und mit Wort und Bild zu dokumentieren. Die Arbeit des EAPPI-Netzwerkes begann im Jahr 2002 und hat sich seitdem kontinuierlich ausgeweitet. &#8222;Freiwillige aus mittlerweile 25 teilnehmenden L\u00e4ndern verbringen jeweils drei Monate in internationalen Teams in einem von sieben Einsatzorten. Seitdem L\u00e4nder aus Lateinamerika und S\u00fcdostasien ebenfalls TeilnehmerInnen nach Pal\u00e4stina und Israel schicken, hat das Begleitprogramm weltweit weiter an Bedeutung gewonnen. Derzeit hat jede Gruppe \u00fcber rund 35 &#8218;Ecumenical Accompaniers&#8216;, die sich durch ihren kulturellen und politischen Hintergrund erg\u00e4nzen und bereichern.&#8220; (aus: <a href=\"http:\/\/www.eappi-netzwerk.de\/uber-eappi\/eappi-international\/\" target=\"_blank\">http:\/\/www.eappi-netzwerk.de\/uber-eappi\/eappi-international\/<\/a>) Das EAPPI-Programm ist eingerichtet worden vom \u00d6kumenischen Rat der Kirchen (\u00d6RK) und wird zur Zeit unterst\u00fctzt von Brot f\u00fcr die Welt, Evangelisches Missionswerk in Deutschland, Jerusalemverein im Berliner Missionswerk und Pax Christi.<\/p>\n<p>Das EAPPI-Netzwerk war froh, dass die Evangelische Kirche in Bremen ihre R\u00e4ume im &#8222;Kapitel 8&#8220; f\u00fcr die Ausstellung zur Verf\u00fcgung gestellt hat. Dass das f\u00fcr die Kirche in Bremen nicht selbstverst\u00e4ndlich ist, machte Pastor Hans-J\u00fcrgen Jung als Hausherr von &#8222;Kapitel 8&#8220; in seiner Begr\u00fc\u00dfungsrede bei der Er\u00f6ffnung der Ausstellung deutlich. Er h\u00e4tte sich Sorgen gemacht, dass die Ausstellung hoffentlich nicht zu einseitig w\u00e4re und Israel zu sehr kritisieren w\u00fcrde, schlie\u00dflich m\u00fcsse man beide Seiten, vor allem die Gewalt auf beiden Seiten in diesem Konflikt sehen. Au\u00dferdem w\u00fcrde der Titel der Ausstellung (&#8222;Kinder in israelischer Milit\u00e4rhaft&#8220;) seiner Meinung nach zu sehr Emotionen sch\u00fcren; es seien ja nicht nur Kinder sondern auch Jugendliche, die da verhaftet w\u00fcrden und die au\u00dferdem Steine auf die Soldaten geworfen h\u00e4tten. Der Unmut \u00fcber Jungs \u00c4u\u00dferungen wurde vernehmlicher, als er das folgende Bild f\u00fcr den &#8222;Konfliktparteien&#8220; bem\u00fchte: sie k\u00e4men ihm h\u00e4ufig vor wie Kinder, die sich im Sandkasten mit ihren Schaufeln schl\u00fcgen, und man hinterher nicht mehr wisse, wer eigentlich angefangen h\u00e4tte.<\/p>\n<p>Als Hildegard Lenz dann im Anschluss von der Arbeit der Begleitteams und ihren Erlebnissen vor Ort in der Westbank und in Ost-Jerusalem berichtete, r\u00fcckte sie diesen doch etwas kruden Vergleich zurecht. Nicht kleine Kinder w\u00fcrden im Sandkasten spielen und sich streiten, sondern eine hochger\u00fcstete Milit\u00e4rmacht w\u00fcrde eine wehrlose Bev\u00f6lkerung in den besetzten Gebieten unterdr\u00fccken und schikanieren.<\/p>\n<p>Dr. Gr\u00fcneisen bem\u00fchte sich in seinem Vortrag erfolgreich um \u00e4u\u00dferste Ruhe und \u00e4u\u00dferste Sachlichkeit, und war deswegen um so \u00fcberzeugender, als er \u00fcber das berichtete, was er w\u00e4hrend seiner Zeit als &#8222;EA&#8220; erlebt und gesehen h\u00e4tte. Die Zahl der verhafteten und inhaftierten Kinder und Jugendlichen, ihre weitgehende Rechtlosigkeit, die Trennung von den Eltern, die Bedingungen in den israelischen Gef\u00e4ngnissen &#8211; all das w\u00e4re schon wiederholt und international angeprangert worden. Die Arbeit von EAPPI k\u00f6nnte dazu beitragen, dass diese Fakten nicht vergessen werden.<\/p>\n<p><strong>Die Ausstellung ist ge\u00f6ffnet bis zum 6. Mai 2015.<\/strong><br \/>\n\u00d6ffnungszeiten: Montag-Freitag 12.30 &#8211; 18.30 Uhr.<br \/>\nBegleitveranstaltungen:<\/p>\n<ul>\n<li><strong> 13.04.15, 18 &#8211; 20 Uhr<\/strong>: Ausstellungser\u00f6ffnung mit Bericht \u00fcber die Studienreise &#8222;Kommt und seht&#8220; vom Oktober 2014<\/li>\n<li><strong> 17.04.15, 17 Uhr<\/strong>: Helga Merkelbach berichtet \u00fcber ihre Erfahrungen als Menschenrechtsbeobachterin bei EAPPI<\/li>\n<li><strong> 21.04.15, 17 Uhr<\/strong>: Bericht von TeilnehmeriInnen der Studienreise der Bremischen Evangelischen Kirche\u00a0 nach Pal\u00e4stina\/Israel<\/li>\n<li><strong> 28.04.15, 17 Uhr<\/strong>: Hildegard Lenz berichtet \u00fcber ihre Zeit als EAPPI-Freiwillige 2011 in Ost-Jerusalem und 2014 in Jayyous\/Westbank<\/li>\n<li><strong> 05.05.15, 17 Uhr<\/strong>: Anette Klasing (Lidice-Haus) \u00fcber &#8222;Schmerzhafte Ann\u00e4herung: Begegnungsarbeit mit israelischen und pal\u00e4stinensischen Jugendlichen<\/li>\n<\/ul>\n<p><em>S\u00f6nke Hundt<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Regime der israelischen Besatzungsmacht in der Westbank ist grausam und v\u00f6lkerrechtlich illegal. 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