{"id":2064,"date":"2015-05-19T10:12:39","date_gmt":"2015-05-19T08:12:39","guid":{"rendered":"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/?p=2064"},"modified":"2015-05-19T14:11:46","modified_gmt":"2015-05-19T12:11:46","slug":"warum-dieses-logo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/?p=2064","title":{"rendered":"Warum dieses Logo?"},"content":{"rendered":"<address><a href=\"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/15-05-18-logo-pal\u00e4stina-konferenz-ausschnitt2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft\" alt=\"\" src=\"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/05\/15-05-18-logo-pal\u00e4stina-konferenz-ausschnitt2.jpg\" width=\"400\" height=\"276\" \/><\/a>Dies ist ein sehr nachdenklicher und nachdenklich machender Text. Er erlaubt einen tiefen Blick in die Seele der Pal\u00e4stinenser und erkl\u00e4rt ihre Entt\u00e4uschung dar\u00fcber, wie ihr \u00fcberaus schmerzliches Schicksal von den deutschen und vor allem den Berliner Mainstream-Medien und ihren Journalisten immer noch und immer wieder ignoriert und missachtet wird. (Die Redaktion)<\/address>\n<address>\u00a0<\/address>\n<p><strong>Arabische und\u00a0 Pal\u00e4stinensische Vereine\u00a0 in\u00a0 Berlin. Gedanken zu\u00a0 dem\u00a0 Logo\u00a0 f\u00fcr\u00a0 die\u00a0 13. Konferenz der Pal\u00e4stinenser in Europa vom 25. April 2015 in Berlin. Ein\u00a0 Erkl\u00e4rungsversuch<!--more--><\/strong><\/p>\n<p>Liebe Freunde,<br \/>\nwie Ihr wisst, gab es vor unserer Konferenz eine Medienkampagne gegen uns, die zum Ziel hatte, die Konferenz\u00a0 in der ARENA Treptow zu verhindern. Es war die Tagung pal\u00e4stinensischer Organisationen, die sich mit dem R\u00fcckkehrrecht der pal\u00e4stinensischen Fl\u00fcchtlinge in ihre Heimat besch\u00e4ftigte. Viele Behauptungen, Vorw\u00fcrfe, Unterstellungen wurden in\u00a0 verschiedenen Medien ge\u00e4u\u00dfert.<\/p>\n<p>Wir haben uns erfolgreich dagegen gewehrt und eine Konferenz erlebt, die uns noch Tage danach mit gro\u00dfer Freude und Genugtuung erf\u00fcllt: Viele Menschen waren gekommen aus vielen L\u00e4ndern Europas, aus Pal\u00e4stina und der arabischen Welt. Man sagte uns, wir seien gute Gastgeber gewesen. Wir geben das Kompliment zur\u00fcck: Die G\u00e4ste waren sehr hilfsbereit und freundlich. Es war haupts\u00e4chlich ein sch\u00f6nes Fest, aber die ernste Politik und die tragischen Momente der pal\u00e4stinensischen Situation wurden nicht ausgeklammert. Denn das Thema hie\u00df &#8222;R\u00fcckkehrrecht&#8220; der Pal\u00e4stinenser, so wie es schon 1948 in der UNO-Resolution Nummer 194 festgehalten worden ist.<br \/>\nMerkw\u00fcrdigerweise haben sich viele Medien mit dem Logo unserer Konferenz besch\u00e4ftigt und ger\u00e4tselt, was die Pal\u00e4stinenser wohl damit ausdr\u00fccken wollten. So sa\u00dfen wir zusammen und haben uns entschlossen, einige Gedanken aufzuschreiben, f\u00fcr unsere Freunde und solche, die es werden wollen.<\/p>\n<p>Wir\u00a0 sehen\u00a0 einen Schl\u00fcssel \u00fcber einer gro\u00dfen, plakativ gezeichneten 13. Enthalten sind die Fahnen Pal\u00e4stinas, der EU und Deutschlands. Die Eins hat die Umrisse Pal\u00e4stinas, der Heimat\u00a0 der in Israel lebenden Pal\u00e4stinenser, der in der Westbank und in Gaza lebenden, der\u00a0 Fl\u00fcchtlinge in Jordanien, Syrien, im Libanon, viele von ihnen leben noch heute oder nun schon wieder in Fl\u00fcchtlingslagern.\u00a0 Wir sehen den Schl\u00fcssel als Motiv zur Erinnerung an die verlorene Heimat, an die vielen pal\u00e4stinensischen Fl\u00fcchtlinge oder an die ausgewanderten Pal\u00e4stinenser in so viele L\u00e4nder der Welt, in die umliegenden arabischen L\u00e4nder, in das s\u00fcdliche Afrika, nach Lateinamerika, in die USA, nach Kanada und nach Europa. Auf dem Logo sind die Sterne der europ\u00e4ischen Fahne das Symbol f\u00fcr die verschiedenen L\u00e4nder Europas, in denen Pal\u00e4stinenser heute leben. Sie vor allem waren die G\u00e4ste der 13. Konferenz der Pal\u00e4stinenser in Europa, die dieses Jahr wieder in Berlin stattfand wie schon 2004 und 2010.<\/p>\n<p>Selbst so eine sch\u00f6ne Darstellung regt manche Journalisten dazu an, so \u00fcber unser Logo zu schreiben, als k\u00f6nne man es den Pal\u00e4stinensern verbieten, \u00fcber sich, ihre Geschichte, ihr Schicksal, ihren Verlust Pal\u00e4stinas und \u00fcber ihre Zukunft nachzudenken. Auch Bilder k\u00f6nnen sie nicht dulden, wenn auf ihnen nicht zu sehen ist, was sie selber suchen. Die Kritiker wollen, dass immer Israel gleichzeitig ber\u00fccksichtigt wird. So verlangt man von den Pal\u00e4stinensern, dass sie die Karte ihrer Heimat mit dem Hinweis abdrucken: Hier sehen Sie Israel, denn Pal\u00e4stina gibt es nicht mehr, seit dem Krieg von 1967 hat sich Israel auch den Rest des urspr\u00fcnglichen Pal\u00e4stina einverleibt:\u00a0 Den Gazastreifen, die Westbank und die Golanh\u00f6hen.<\/p>\n<p>Wie das zuk\u00fcnftige Pal\u00e4stina aussehen wird, wei\u00df noch niemand. Denn die Besatzungsmacht Israel verweigert sich jeder Friedensverhandlung. So ist also noch gar nicht sicher, wie zwei Staaten, Pal\u00e4stina und Israel, die nebeneinander und gleichberechtigt existieren werden, aussehen werden, welche Grenzen sie haben werden. Seit der Gr\u00fcndung Israels am 14. Mai 1948 und den folgenden Kriegen gab es unterschiedliche Unterdr\u00fcckungsformen f\u00fcr die Pal\u00e4stinenser. Die Bestrafung der Pal\u00e4stinenser war immer hart und gr\u00fcndlich: F\u00fcr einen Zeitungsartikel konnte man zeitweise ins\u00a0 Gef\u00e4ngnis kommen oder f\u00fcr das Hissen der pal\u00e4stinensischen Fahne. Die Fahne als Zeichen des Anspruchs auf eine Heimat war f\u00fcr israelische Machthaber \u201eein rotes Tuch\u201c. Jugendliche wurden bestraft, selbst Maler\u00a0 wurden aufgefordert, in ihren Bildern nicht die Farben der pal\u00e4stinensischen Fahne zu verwenden. Kleinen M\u00e4dchen wurden an Checkpoints ihre geflochtenen Armb\u00e4nder zerschnitten, wenn sie die Farben der pal\u00e4stinensischen Fahne hatten. Schmuckst\u00fccke, Kettenanh\u00e4nger mit dem Umriss des urspr\u00fcnglichen Pal\u00e4stina waren nicht erlaubt. Es herrscht auch heute noch ein gewisser Verfolgungswahn bei der Besatzungsmacht in Sachen\u00a0 Pal\u00e4stinafahne, obwohl seit der R\u00fcckkehr von Yassir Arafat aus dem Exil 1994 und der Existenz der pal\u00e4stinensischen Autonomiebeh\u00f6rde das pal\u00e4stinensische Nationalbewusstsein nicht mehr\u00a0 so konsequent unterdr\u00fcckt werden kann wie fr\u00fcher.<\/p>\n<p>Die Pal\u00e4stinenser haben keinen unabh\u00e4ngigen souver\u00e4nen\u00a0 Staat. Wenn sie also f\u00fcr eine Konferenz ein Logo gestalten, auf dem ihre urspr\u00fcngliche Heimat abgebildet ist, die liebevoll mit einer Fahne umwickelt ist, dann meinen manche Journalisten bei uns hier in Deutschland zu sehen: &#8222;Die Pal\u00e4stinenser wollen keine Zwei-Staaten-L\u00f6sung&#8220;. Und dabei vergessen sie, dass die PLO die UNO Resolution 242 befolgt hat und ein pal\u00e4stinensischer Staat auf nur 22 Prozent des historischen Pal\u00e4stina entstehen wird. Nach Israels Sechs-Tage-Krieg im Juni 1967 gegen \u00c4gypten, Syrien und Jordanien forderte der UNO-Sicherheitsrat mit der Resolution 242\u00a0 vom November 1967 Israel zum R\u00fcckzug aus den neu eroberten Gebieten auf und es sollte die \u201eGr\u00fcne Linie\u201c von 1949 als Grenze gelten. Aber heute zerschneidet eine weit mehr als doppelt so lange (720 Kilometer) und neun Meter hohe Apartheid-Mauer das Land, denn ganze pal\u00e4stinensische Ortschaften sind eingekreist und von Israel annektiert und in der Westbank leben \u00fcber 600 000 israelische Siedler. 2004 entschied der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag, dass der Bau der Mauer illegal sei. Die Mauer m\u00fcsse abgerissen und die um ihren Landbesitz gebrachten Pal\u00e4stinenser entsch\u00e4digt werden. Aber Israel richtet sich nicht danach und erf\u00fcllt auch keine der vielen UNO-Resolutionen gegen seine Besatzungspolitik.<\/p>\n<p>Israel hat heute einen Ministerpr\u00e4sidenten, der die letzten Wahlen mit dem\u00a0 Versprechen gewonnen hat, dass es mit ihm nie einen pal\u00e4stinensischen Staat geben wird. Israelische Politiker\u00a0 haben Pal\u00e4stina nie anerkannt, haben nie zuk\u00fcnftige Grenzen beider Staaten\u00a0 festgelegt, sprechen von &#8222;Jud\u00e4a&#8220; und &#8222;Samaria&#8220; wie zu Bibel&#8217;s Zeiten und meinen die Westbank. Was glauben diese Medien wohl, wie s\u00e4he deren Logo von Israel, dem &#8222;Heiligen Land\u201c, aus?<\/p>\n<p>Was denkt ein Pal\u00e4stinenser, wenn er h\u00f6rt, dass Netanjahu nun auch die franz\u00f6sischen Juden aufruft, nach Israel zu kommen, weil es dort sicherer sei als in Europa? Ein Pal\u00e4stinenser in einem Fl\u00fcchtlingslager im Libanon (nicht nur im Libanon) , der sich vielleicht w\u00fcnscht, einmal in seinem Leben Jerusalem, die Stadt, in der er oder seine Eltern geboren wurden und aus der sie 1948 gewaltsam vertrieben wurden, wiederzusehen? Dem nie erlaubt wurde, nach Jerusalem zu fahren? Der von seinen Eltern den Schl\u00fcssel zu ihrem Haus geerbt hat oder zu ihrer Wohnung, die sie damals innerhalb einer Stunde verlassen mussten oder aus der sie\u00a0 geflohen sind, weil sie von schrecklichen Gr\u00e4ueltaten israelischer Soldaten geh\u00f6rt hatten? Sie waren an keinem Krieg schuld, ihr Land hatte w\u00e4hrend der Nazizeit weit mehr Fl\u00fcchtlinge aus Europa aufgenommen als viele andere L\u00e4nder. Ohne die Ermordung so vieler Juden durch die deutschen Nazis, ohne den Holocaust, h\u00e4tte es 1947 keine Entscheidung in der UNO gegeben, das Land Pal\u00e4stina zu teilen (hier die UNO-Resolution Nummer 181). Das hei\u00dft, die Trag\u00f6die der Pal\u00e4stinenser begann sp\u00e4testens mit den deutschen Verbrechen, aber schon der Erste Weltkrieg und die folgende britische Besatzungszeit f\u00fchrten zum Arabischen Aufstand 1936 bis 1939 in Pal\u00e4stina.<\/p>\n<p>Wenn\u00a0 Israelis eine Karte zeigen\u00a0 mit den Gesamtumrissen des Landes ohne die Einzeichnung der Westbank, Gazas und Ostjerusalems\u00a0 als pal\u00e4stinensische Gebiete und als den zuk\u00fcnftigen Staat, k\u00e4men einige Journalisten in Deutschland h\u00f6chst selten darauf, eine solche Karte nicht zu akzeptieren. Auch w\u00fcrden sie wahrscheinlich nicht nach den fehlenden israelischen Siedlungen in der Westbank fragen, die sich fast t\u00e4glich vergr\u00f6\u00dfern. Oder nach den Apartheid-Stra\u00dfen, die sich durch die Westbank ziehen und auf denen Pal\u00e4stinenser nicht fahren d\u00fcrfen. Aber wenn die Pal\u00e4stinenser\u00a0 die Umrisse des historischen Pal\u00e4stina zeigen, k\u00f6nnen Journalisten dar\u00fcber ganze Artikel schreiben.<br \/>\nZur Erinnerung: Die PLO ist die Vertreterin des pal\u00e4stinensischen Volkes, in der PLO sind fast alle politischen Organisationen der Pal\u00e4stinenser vertreten. Sie wurde 1964 in Jerusalem gegr\u00fcndet, als noch viele L\u00e4nder dieser Erde f\u00fcr ihre Befreiung vom Kolonialismus k\u00e4mpften oder gerade unabh\u00e4ngig geworden sind, oft waren es schrecklich grausame Befreiungskriege wie Algeriens Unabh\u00e4ngigkeitskampf gegen Frankreich oder Angolas und Mosambiks gegen Portugal. Daran erinnerte Yassir Arafat in seiner ersten Rede vor der UNO 1974.<\/p>\n<p>Die PLO hat Israel anerkannt, aber Israel hat nur die PLO, keinen Staat Pal\u00e4stina anerkannt, das ist der Unterschied. Arafat erhielt 1994 den Friedensnobelpreis. Die PLO erhielt am 29. November 2012 den Beobachterstatus als Staat Pal\u00e4stina bei der UNO.<br \/>\nIm \u00dcbrigen enth\u00e4lt auch das <a href=\"http:\/\/www.palestinepnc.org\/index.php?option=com_content&amp;view=category&amp;id=99&amp;Itemid=364&amp;lang=ar\" target=\"_blank\">aktuelle Logo der PLO<\/a> unter der F\u00fchrung von Pr\u00e4sident Abbas und fr\u00fcher auch von Pr\u00e4sident Arafat eine historische Landkarte von Pal\u00e4stina.<br \/>\n&lt;http:\/\/www.palestinepnc.org\/index.php?option=com_content&amp;view=category&amp;id=99&amp;Itemid=364&amp;lang=ar&gt;<\/p>\n<p>Es war Nelson Mandela, ein Freund von Yassir Arafat, der gesagt hat: Die S\u00fcdafrikaner werden erst dann wirklich frei sein, wenn auch die Pal\u00e4stinenser frei sein werden. Und Desmond Tutu, der oft in Pal\u00e4stina war, kritisierte die israelische Besatzungsmacht scharf und nannte sie schlimmer als die Apartheid-Politik damals in S\u00fcdafrika.<\/p>\n<p>Auch \u00fcber einen gro\u00dfen gezeichneten Schl\u00fcssel k\u00f6nnen\u00a0 sich manche Journalisten erregen, nicht aber \u00fcber die Tatsache, dass 800 000 Menschen 1947\/1948 aus ihrer Heimat einfach vertrieben wurden und absolut nichts besa\u00dfen und\u00a0 jahrelang\u00a0 dicht an der Grenze im Libanon, in Syrien, im Irak und Jordanien in Zelten lebten und dachten, sie k\u00f6nnten jeden Tag zur\u00fcckkehren. Aber das \u201eLand ohne Volk f\u00fcr ein Volk ohne Land\u201c, das hat es nie gegeben, sondern es wurde erst durch die Vertreibung der Pal\u00e4stinenser Wirklichkeit, so dass Israel auf Einwanderung hoffte, es war das Land der Pal\u00e4stinenser. Und in Deutschland ist das Tabu so absolut, dass manche Menschen es schaffen, eher \u00fcber ein Logo oder \u00fcber einen Schal mit den Umrissen des historischen Pal\u00e4stinas zu reden als \u00fcber die ewige, h\u00f6chst ungerechte Leidenszeit der Pal\u00e4stinenser, \u00fcber das zerst\u00f6rte und immer noch belagerte Gaza, nunmehr seit acht Jahren, \u00fcber die Pal\u00e4stinenser im Libanon und in Syrien im Yarmouk Fl\u00fcchtlingslager, \u00fcber die ertrunkenen Fl\u00fcchtlinge vor Europas Grenzen, auch Pal\u00e4stinenser kommen so zu Tode. Schuldgef\u00fchle den Pal\u00e4stinensern gegen\u00fcber haben viele Deutsche nicht &#8211; oder selten. In jedem Fall k\u00f6nnen Deutsche mehr daf\u00fcr tun, ihr Leiden zu beenden.<\/p>\n<p>Indem sie \u00fcber die Nakba berichten, \u00fcber die vielen pal\u00e4stinensischen Gefangenen in israelischen Gef\u00e4ngnissen, auch Frauen, Kinder und Jugendliche sind darunter. \u00dcber die Forderungen von hungerstreikenden Gefangenen, \u00fcber systematische Folter, \u00fcber die Spitzelanwerbung der israelischen Geheimdienste, selbst unter pal\u00e4stinensischen Kindern, \u00fcber die Erpressung falscher Gest\u00e4ndnisse, Verteufelung von Politikern, den Einsatz verbotener Munition w\u00e4hrend der drei milit\u00e4rischen \u00dcberf\u00e4lle auf Gaza 2008\/2009, 2012 und 2014, Gaza liegt am Boden, die Menschen leben in Ruinen, Baumaterial wird nicht hereingelassen, nun ist auch die Grenze von Gaza nach \u00c4gypten dank Herrn Sisi meistens hermetisch verschlossen, die Versorgungstunnel gesprengt oder geflutet, das Grundwasser mangels Kl\u00e4ranlagen und wegen fehlender Stromversorgung\u00a0 verseucht, und all das zum dritten Mal. Denn die israelischen milit\u00e4rischen Verbrechen von 2008\/2009 sind bereits im Goldstone-Bericht genauestens festgehalten, alles wiederholte sich 2014, nur gr\u00fcndlicher und mit viel mehr Opfern: \u00dcber 2200, davon allein 500 Kinder. Den Inhalt des Goldstone-Berichts kennt kaum ein Journalist, wohl aber die israelische Behauptung, von Innenminister Jishai in die Welt gesetzt und von Netanjahu wiederholt, Goldstone habe den Bericht widerrufen: Es ist eine L\u00fcge, dieser UNO-Bericht hat vier Autoren und liegt bereit als Grundlage f\u00fcr einen Prozess vor dem Kriegsverbrechertribunal in Den Haag.<\/p>\n<p>Journalisten k\u00f6nnten auch ganz aktuell dar\u00fcber berichten, dass die Partei DIE LINKE am 23. April, also mitten in der Kampagne gegen unsere Konferenz, einen Antrag in den Deutschen Bundestag einbrachte: \u201ePal\u00e4stina als Staat anerkennen\u201c, Wolfgang Gehrcke hielt die Rede zur Begr\u00fcndung des Antrags und es gab eine erste Lesung. Damit w\u00fcrde sich Deutschland den 136 Staaten der Welt anschlie\u00dfen, die Pal\u00e4stina bisher anerkannt haben.<\/p>\n<p>Wenn die Journalisten, die sich heftigst bem\u00fcht haben, das Treffen mit unseren Freunden aus anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern zu verhindern, all diese Themen schon einmal zur Kenntnis genommen h\u00e4tten, w\u00e4ren sie nicht mit so einer gro\u00dfen Selbstverst\u00e4ndlichkeit bei der Nennung der W\u00f6rter \u201eHamas\u201c und \u201eLogo\u201c auf die Kampagnenreiter hereingefallen.<\/p>\n<p>Unsere deutschen Freunde sind schon lange an unserer Seite. Wir sind ihnen von ganzem Herzen dankbar daf\u00fcr, dass sie unsere demokratischen Rechte auf die freie Meinungs\u00e4u\u00dferung in unserer zweiten Heimat Deutschland mit verteidigt haben und dass sie zu uns in die Arena in Berlin gekommen sind.\u00a0 Und die, die\u00a0 unsere Freunde werden wollen, brauchen nur zu uns zu kommen und uns auszufragen, f\u00fcr ein gemeinsames Lernen. Wir warten auf Euch.<\/p>\n<p><strong>Solidarit\u00e4t ist die Z\u00e4rtlichkeit der V\u00f6lker.<\/strong><\/p>\n<p><em>Arabische und Pal\u00e4stinensische Vereine in Berlin<\/em> (<a href=\"mailto:arabforumgermany@aol.com\" target=\"_blank\">arabforumgermany@aol.com)<\/a><\/p>\n<p><strong>wichtige Dokumente:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.pgd-online.de\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=106%3Apalaestinenser-in-europa-und-das-palaestinensische-nationalprojekt&amp;lang=de\" target=\"_blank\">Unsere Presseerkl\u00e4rung als Ank\u00fcndigung der Konferenz<br \/>\n<\/a><\/li>\n<li>Die Rede von Abraham Melzer auf der 13. Konferenz der Pal\u00e4stinenser Europas vom 25. April 2015 in Berlin als Vertreter der J\u00fcdischen Stimme f\u00fcr gerechten Frieden in Nahost<\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=M2pS-dGSpQ8\" target=\"_blank\">Frau Alexandra Thein <\/a>hat auf der 13. Konferenz der Pal\u00e4stinenser Europas vom 25. April 2015 in Berlin spontan das Wort ergriffen.<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.palaestina-portal.eu\/Stimmen_deutsch\/langer_felicia_rede_9.-Konferenz_palaestinenser_in_europa_wuppertal.htm\" target=\"_blank\">Felicia Langers Rede<\/a> auf der 9. Konferenz der Pal\u00e4stinenser in Europa am 7.5.2011 in Wuppertal<\/li>\n<li>REDE\/ Gru\u00dfwort auf dem 8. Europ\u00e4ischen Pal\u00e4stinenserkongre\u00df von Evelyn Hecht-Galinski &#8211; Tempodrom Berlin, 8. Mai 2010 <a href=\"http:\/\/www.schattenblick.de\/infopool\/politik\/meinung\/pmre0001.html\" target=\"_blank\">&#8222;Unsere Heimkehr ist gewiss &#8211; Freiheit f\u00fcr unsere Gefangenen&#8220;<br \/>\n<\/a><\/li>\n<li>Christine Buchholz Brief. Nein zu Diffamierung. F\u00fcr einen solidarischen Umgang. +++ Zur Debatte um die 13. Pal\u00e4stinenserkonferenz in der LINKEN. +++ &#8211; Christine Buchholz.<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/diefreiheitsliebe.de\/politik\/nein-zur-diffamierung-der-palaestina-konferenz\/\" target=\"_blank\">Die Erkl\u00e4rung\u00a0 des Arbeitskreises Nahost<\/a>: Nein zur Diffamierung der Pal\u00e4stina-Konferenz.<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.ag-friedensforschung.de\/regionen\/Nahost\/mauer-igh.html\" target=\"_blank\">Gutachten des IGH: Mauer ist illegal. <\/a>Der Internationale Gerichtshof in Den Haag verurteilt die israelische Apartheid -Mauer.<\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.bds-kampagne.de\/hintergrund\/grundlegende-erklrungen\/gutachten-des-internationalen-gerichtshof-igh\/\" target=\"_blank\">Die deutsche Fassung des Gerichtsurteils zum Bau der israelischen Apartheid -Mauer.<br \/>\n<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.icj-cij.org\/docket\/index.php?pr=71&amp;code=mwp&amp;p1=3&amp;p2=4&amp;p3=6&amp;case=131&amp;k=5a\" target=\"_blank\">Die englische Version des Gutachtens des Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag zum Bau der israelischen Apartheid-Mauer.<br \/>\n<\/a><\/li>\n<li>Das Europ\u00e4ische Koordinierungskomitee der NGOs zur Pal\u00e4stina-Frage (ECCP) hat zum ersten Jahrestages des IGH-Urteils eine europ\u00e4ische Petition mit Unterschriftensammlung initiiert. Der Koordinationskreis Stoppt die Mauer in Pal\u00e4stina arbeitet im ECCP mit und unterst\u00fctzt diese Petition und die Forderung nach Sanktionen. <a href=\"http:\/\/www.arendt-art.de\/deutsch\/palestina\/texte\/ECCP_stoppt_mauer_petition_2005.htm\" target=\"_blank\">(Quelle Bernd Klage)<br \/>\n<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.palaestina-portal.eu\/Stimmen_Palaestina\/Kapeliuk_Amnon_%20Yassir_Arafat-Die_Biographie.htm\" target=\"_blank\">Vorwort von Nelson Mandela zu Amnon Kapeliuks Buch \u201eArafat &#8211; Die Biographie\u201c.<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.palaestina-portal.eu\/Stimmen_Palaestina\/arabische_palaestinensische_vereine_berlin_brief_goldstone_menschenrechtsrat_vereinte_nationen.htm\" target=\"_blank\">LINK zu Unserem Brief an Richard Goldstone<br \/>\n<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/secure.avaaz.org\/de\/tutu_to_israelis_free_yourselves\/\" target=\"_blank\">Desmond Tutus Appell.<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dies ist ein sehr nachdenklicher und nachdenklich machender Text. 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