{"id":2208,"date":"2015-07-27T17:23:49","date_gmt":"2015-07-27T15:23:49","guid":{"rendered":"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/?p=2208"},"modified":"2015-07-27T17:29:22","modified_gmt":"2015-07-27T15:29:22","slug":"ein-verkehrschaos-mitten-in-der-wueste-eine-demo-fuer-susiya","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/?p=2208","title":{"rendered":"Ein Verkehrschaos mitten in der W\u00fcste \u2013 eine Demo f\u00fcr Susiya"},"content":{"rendered":"<p><em><a href=\"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/15-07-27-susiya-3.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-2214\" alt=\"15-07-27 susiya 3\" src=\"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/15-07-27-susiya-3-200x112.jpg\" width=\"200\" height=\"112\" srcset=\"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/15-07-27-susiya-3-200x112.jpg 200w, https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/15-07-27-susiya-3-300x168.jpg 300w, https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/15-07-27-susiya-3-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/15-07-27-susiya-3.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/15-07-27-susiya-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-2213\" alt=\"15-07-27 susiya 2\" src=\"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/15-07-27-susiya-2-200x112.jpg\" width=\"200\" height=\"112\" srcset=\"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/15-07-27-susiya-2-200x112.jpg 200w, https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/15-07-27-susiya-2-300x168.jpg 300w, https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/15-07-27-susiya-2-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/15-07-27-susiya-2.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/15-07-27-susiya-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-2212\" alt=\"15-07-27 susiya 1\" src=\"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/15-07-27-susiya-1-200x112.jpg\" width=\"200\" height=\"112\" srcset=\"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/15-07-27-susiya-1-200x112.jpg 200w, https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/15-07-27-susiya-1-300x168.jpg 300w, https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/15-07-27-susiya-1-1024x576.jpg 1024w, https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2015\/07\/15-07-27-susiya-1.jpg 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/><\/a>Das pal\u00e4stinensische Dorf Susiya s\u00fcdlich von Hebron liegt in der C-Zone, befindet sich also unter der direkten milit\u00e4rischen und verwaltungstechnischen Kontrolle der israelischen Milit\u00e4rbeh\u00f6rden. Ihm droht (wieder einmal) der Abriss auf der Grundlage eines Beschlusses, den die siedlernahe Organisation &#8222;Regavim&#8220; durchsetzen konnte. Der Protest gegen die Zerst\u00f6rung ist dieses Mal weltweit. Anfang letzter Woche appellierten sogar die EU und die USA an Israel, den Plan aufzugeben. Nach den j\u00fcngsten Meldungen (Ha&#8217;aretz v. 26.07.15) wird die Zerst\u00f6rung des Dorfes zur Zeit nicht durchgef\u00fchrt, da aktuell in einem internen Report der Armee (IDF) best\u00e4tigt worden sei, dass sich das Land nachweislich in Privatbesitz befindet und die Bewohner aus diesem Grund nicht zum Verlassen ihres Besitzes gezwungen werden k\u00f6nnen. <\/em><\/p>\n<p><em>Adam Keller von Gush Shalom berichtete am 25.07.15 in seinem Blog \u00fcber eine gro\u00dfe Demonstration zur Unterst\u00fctzung der Dorfbewohner. <!--more--><\/em><\/p>\n<p>Das Treffen war f\u00fcr\u00a0 11 Uhr 30 festgesetzt\u00a0 am Bahnhof\u00a0 in der Arlozorov-Str. Ich kam um 11 Uhr 35 an. \u201eDrei Busse waren schon besetzt \u2013 aber keine Sorge, ein vierter wird bald kommen\u201c, sagte der Vertreter der Organisation. \u201eEs wird f\u00fcr jeden, der in Susiya\u00a0 protestieren will, einen Platz geben.\u201c<\/p>\n<p>Es ist lange her, dass es eine so gro\u00dfe Reaktion auf einen Aufruf zur Demo im Wilden Westen, in der West Bank gab. Unter den Passagieren konnten ein paar Langzeit-Aktivisten gesehen werden, die seit Jahren nicht gesehen wurden. Warum hat der Fall Susiya\u00a0 in Israel und der ganzen Welt solch gro\u00dfe Aufmerksamkeit hervorgerufen? Dieses winzige bedrohte Dorf ist es in jeder Weise wert, Unterst\u00fctzung und Solidarit\u00e4t zu bekommen\u2026<\/p>\n<p>Wenig mehr als eine Stunde Fahrt trennt das gro\u00dfe Tel Aviv von dem gottverlassenen Nest von Susiya inmitten der W\u00fcste. Zun\u00e4chst\u00a0 die Fahrt entlang der verkehrsreichen\u00a0 Schnellstra\u00dfe-\u00a0 dann \u00fcber Landstra\u00dfen, die immer schmaler und schlechter wurden. Irgendwo wurde die Gr\u00fcne Linie in das \u201eGebiet\u201c \u00fcberquert, in dem es keinen Schein von Demokratie gibt und wo die Landschaft\u00a0 vor allem braun ist \u2013 abgesehen vom gelegentlichen gr\u00fcnen Flecken einer Siedlung, die das Privileg hat, mit dem israelischen Wassernetz verbunden zu sein.<\/p>\n<p>Am Ende der Fahrt gabelt sich die schmale Stra\u00dfe: ein Stra\u00dfenschild\u00a0 macht auf Susiya \u2013 nach rechts &#8211; aufmerksam. Trotzdem fahren wir nach links. Das Stra\u00dfenschild , das von den Milit\u00e4rbeh\u00f6rden aufgestellt wurde, weist auf das andere Susiya \u2013 die israelische Siedlung\u00a0 Susiya hin, das behauptet, die Fortsetzung eines j\u00fcdischen Ortes zu sein, der schon w\u00e4hrend der r\u00f6mischen und byzantinischen Zeit existiert h\u00e4tte. \u201eKommt und seht euch\u00a0 Susiya \u2013 eine alte j\u00fcdische Stadt\u201c an, steht auf dem Stra\u00dfenschild an der Stra\u00dfe, die wir nicht genommen haben.<\/p>\n<p>Die Juden, die hier vor 1500 Jahren\u00a0 lebten, wohnten in H\u00f6hlen. Im 20.Jahrhundert\u00a0 lebten Pal\u00e4stinenser in diesen H\u00f6hlen \u2013 bis 1986, als sie die Armee von dort vertrieb und die H\u00f6hlen in einen arch\u00e4ologischen Ort verwandelte, der von den isr. Siedlern\u00a0 beaufsichtigt wird. Die Pal\u00e4stinenser\u00a0 mussten in elende H\u00fctten umziehen, die auf ihrem \u00fcbrig gebliebenen\u00a0 Land errichtet wurden. Es ist nicht unm\u00f6glich, dass sie die Nachkommen\u00a0 jener Leute waren, die im 5. Jahrhundert\u00a0 dort lebten. Zu Beginn der zionistischen Bewegung sagte David Ben Gurion, dass wenigstens ein Teil der Araber dieses Landes Nachkommen der Juden sind, die in der Vergangenheit hier lebten, und die irgendwann zum Islam konvertierten und anfingen, arabisch zu sprechen. 1918 ver\u00f6ffentlichte Ben Gurion\u00a0 sogar ein ganzes Buch \u00fcber dieses Thema\u00a0 &#8211; und zwar in Zusammenarbeit mit dem zuk\u00fcnftigen Pr\u00e4sident von Israel, Yitzhak\u00a0 Ben-Zwi.\u00a0 Es war eine detaillierte historische Dokumentation, die diese Theorie unterst\u00fctzte.\u00a0 Aber seit langem wurde es klar, selbst wenn einige der pal\u00e4stinensischen Vorfahren j\u00fcdisch gewesen sein sollten, haben die gegenw\u00e4rtigen kein Interesse j\u00fcdisch zu sein oder das zionistische Projekt zu unterst\u00fctzen. So haben denn Ben-Gurion und seine Kollegen das Interesse\u00a0 verloren, dieses Problem weiter zu verfolgen.<\/p>\n<p>In Richtung des pal\u00e4stinensischen Susyia gab es kein Stra\u00dfenschild. F\u00fcr die israelischen Beh\u00f6rden existiert es einfach nicht. \u201eDie kompetenten milit\u00e4rischen Beh\u00f6rden nahmen die Position ein, dass dort nie ein arabisches Dorf mit Namen Susiya bestanden h\u00e4tte\u201c stellt der vertretende Verteidigungsminister Eli Ben-Dahan von der Jewish Home-Partei fest. \u201eDie pal\u00e4stinensischen Strukturen\u00a0 waren ohne Genehmigung\u00a0 dort gebaut worden und wurden\u00a0 w\u00e4hrend 1995- 2001 zerst\u00f6rt. Illegaler Aufbau\u00a0 setzte sich fort, auch gegen die\u00a0 Befehle der Zerst\u00f6rung. Im Mai 2015\u00a0 wies der Oberste Gerichtshof eine Petition der Pal\u00e4stinenser zur\u00fcck\u00a0 \u2026<\/p>\n<p>Es gibt kein Stra\u00dfenschild, aber es ist nicht schwierig, das pal\u00e4stinensische Susiya\u00a0 zu finden: entlang des Weges sind pal\u00e4stinensische\u00a0 Flaggen auf die Felsen\u00a0 gemalt.\u00a0 Vier Busse kamen aus Tel Aviv und drei aus Jerusalem plus einige private\u00a0 PKWs. Ein kleines Verkehrschaos wurde so mitten der W\u00fcste geschaffen. \u201ePasst auf, jetzt ist die hei\u00dfeste Stunde des Tages und es ist einer der hei\u00dfesten Orte im Land und es gibt keinen Schatten\u201c, warnt die junge Frau, die in meinem Bus verantwortlich ist. Bitte setzt etwas auf den Kopf und nehmt Wasser mit. F\u00fcr diejenigen, die keines dabei haben, haben wir Wasser in Flaschen dabei\u201c.\u00a0 Auf einem schmalen Bergr\u00fccken oberhalb des Busses konnte schon ein menschlicher Strom gesehen werden, der sich zur Rally hin bewegt.<\/p>\n<p>Der Betondeckel einer Regenwasserzisterne wurde zum Rednerpult mit mehreren Lautsprechern und einer pal\u00e4stinensischen flatternden Flagge. Als die Gruppe aus unserm Bus ankam, hatten die Reden schon begonnen auf Arabisch, Englisch und Hebr\u00e4isch. \u201e67 Jahre nach der pal\u00e4stinensischen Nakba geht diese weiter. Sie wollen die Bewohner von Susiya von ihrem Land vertreiben. Wollen wir das zulassen?\u201c rief der fr\u00fchere pal\u00e4stinensische Minister Mustafa Barghouti. Ein lauter Chor rief \u201eNein, nein!\u201c \u201eNachdem das Apartheidregime in S\u00fcd-Afrika fiel, sagte Nelson Mandela, dass der Kampf noch nicht vorbei sei, der n\u00e4chste Teil ist der pal\u00e4stinensische Kampf. Wir sind hier und wir k\u00e4mpfen. Wir werden weiter k\u00e4mpfen, bis Pal\u00e4stina frei ist!\u201c\u00a0 (Auf Arabisch und Englisch wurde gesungen: \u201e Befreit Pal\u00e4stina! befreit, befreit Pal\u00e4stina!\u201c)<\/p>\n<p>Der Susiya-Bewohner Nasser Nawajah, ein f\u00fchrender Aktivist im Kampf, sprach auf Hebr\u00e4isch f\u00fcr die, die aus Tel Aviv und Jerusalem kamen : \u201eWillkommen in Susiya , das k\u00e4mpfende Susiya wird nicht nachgeben!\u00a0 Unser Kampf dauert nun schon Jahrzehnte. 1982\u00a0 errichteten sie die Siedlung Susiya auf unserm Land. 1986\u00a0 vertrieben sie uns aus den Wohnh\u00f6hlen und machten sie zu einem arch\u00e4ologischen\u00a0 Gebiet f\u00fcr die Siedler. Wir zogen um auf den Rest\u00a0 unseres sonst landwirtschaftlich gen\u00fctzten Landes. 2001 zerst\u00f6rten sie alles\u00a0 und vertrieben uns; aber wir kamen zur\u00fcck und bauten unser Dorf wieder auf. Wir danken euch f\u00fcr eure Solidarit\u00e4t und Unterst\u00fctzung. Ihr seid das\u00a0 sehr andere Israel als das, was wir t\u00e4glich von den Soldaten und Siedlern sehen. Ihr gebt uns Hoffnung, dass wir zusammen leben k\u00f6nnen, Pal\u00e4stinenser als Israels Nachbarn in Frieden.<\/p>\n<p>Ihm folgte Professor Yigal Bronner, der an der Hebr\u00e4ischen Universit\u00e4t die Geschichte der indischen Sprachen lehrt. Er ist ein prominenter Aktivist\u00a0 der Ta\u2019ayush-Bewegung, die schon seit vielen Jahren die Bewohner in den s\u00fcdlichen Hebroner Bergen unterst\u00fctzen. \u201eWie sind hier in Susiya. Was ist Susiya? Nicht viel. Einige Zisternen, die die Armee nicht mit Dreck gef\u00fcllt hat, ein paar Schafe, die die Siedler noch nicht gestohlen haben, einige Olivenb\u00e4ume, die noch nicht zerst\u00f6rt wurden. Susiya ist ein kleines Dorf mit 350 Bewohnern, die an ihrem Land festhalten, die sich daran festklammern und nicht aufgeben, weil es ihre Heimat ist. Ganz einfach \u2013 es ist ihr Zuhause. Gegen\u00fcber von uns liegt das andere Susiya, das bewaffnet ist und von einem Zaun umgeben und an die Wasser- und Stromleitung und an die Wasserentsorgung angeschlossen ist. Es hat auch in allen Korridoren der Macht Vertreter.\u00a0 Es will auch noch das wenige, das diesem Susiya geh\u00f6rt und auf dem wir stehen. Susiya gegen Susiya \u2013 das ist die ganze Geschichte. Das pal\u00e4stinensische Susiya hat keine Soldaten und keine Polizei und keine Vertreter in der Knesset und hat tats\u00e4chlich keine Stimme. Aber es hat uns. Wir stehen hier mit Susiya und wir wollen es nicht verlassen. Wir wollen alles tun, was wir k\u00f6nnen, um hier zu sein und seine Zerst\u00f6rung\u00a0 verhindern. Und wenn es stattfand, werden wir am n\u00e4chsten Morgen kommen, um es zusammen mit seinen Bewohnern wieder aufzubauen \u2026 (Es wurde auf Hebr\u00e4isch gesungen: \u201eSusiya verzweifle nicht, wir beenden die Besatzung\u201c und auf Arabisch: \u201eSchluss mit der Besatzung!\u201c) Am n\u00e4chsten Samstag wird hier wieder eine Demo sein und am 3. August\u00a0 wird im Obersten Gericht eine Anh\u00f6rung\u00a0 der Beschwerde\u00a0 von Susiya sein. Es ist sehr wichtig, dort zu sein\u00a0 Susiya ist nicht allein. ..<\/p>\n<p>Zusammen mit den Pal\u00e4stinensern, den Dorfbewohnern und die extra kamen,\u00a0 bewegten wir uns\u00a0 nach vorne auf den Berggrat \u2013 nach dem rhythmischen Schlagen der \u201eTrommler gegen die Besatzung\u201c\u2026\u00dcber der Menge wurden die Plakate der \u201eK\u00e4mpfer f\u00fcr den Frieden\u201c ( eine der Organisatoren der Demo) mit dem Text \u201eEs gibt einen andern Weg\u201c auf Hebr\u00e4isch, Arabisch und Englisch . \u201eDu sollst nicht stehlen!\u201c\u00a0 konnte auf einem gro\u00dfen Schild gelesen werden, das von Rabbi\u00a0 Arik Asherman (Rabbiner f\u00fcr Menschenrechte) getragen wurde und der schon seit vielen Jahren keine Demo vers\u00e4umt. Auch andere biblische Slogans konnte man lesen z.B. \u201eZion soll in Gerechtigkeit aufgebaut werden\u201c \u2026<\/p>\n<p>Ein f\u00fcnfj\u00e4hriges pal\u00e4stinensisches M\u00e4dchen hielt weiter unten ein gro\u00dfes Schild, auf dem auf Hebr\u00e4isch zu lesen war: \u201eKein weiterer Landraub!.\u201c Einer der Israelis lenkte die Aufmerksamkeit auf eine Frau im traditionellen Gewand, anscheinend die Gro\u00dfmutter. Die Enkelin lachte drehte das Schild\u00a0 genau in die Richtung der Presse-Fotografen. Ein strammer junger Mann trug ein T-Shirt\u00a0 mit der Aufschrift \u201eFC St.Pauli, dem Hamburger Fu\u00dfball-Club, dessen Fans\u00a0 f\u00fcr ihren Kampf gegen Rassismus bekannt sind\u2026 Der Text auf der Tasche eines Jerusalemer Aktivisten\u00a0 bezog sich auf die letzten Wahlen \u201eEs gelang uns nicht, Netanjahu rauszuwerfen \u2026er soll seine Pfoten von Susiya nehmen!\u201c<br \/>\nAm Ende des Marsches\u00a0 hoben Dutzende mit gro\u00dfer M\u00fche ein 30m langes Poster, auf dem stand \u201eSusiya ist pal\u00e4stinensisch und pal\u00e4stinensisch wird es bleiben!\u201c Als die Busse auf dem R\u00fcckweg das offizielle Stra\u00dfenschild (Die alte j\u00fcdische Stadt) passierten, konnten wir es\u00a0 auf der H\u00fcgelkuppe\u00a0 oberhalb der Stra\u00dfe liegen sehen.<\/p>\n<p>Quelle f\u00fcr Text und Fotos (mit freundlicher Genehmigung): Adam Keller in seinem Blog &#8222;Crazy Country&#8220; (<a href=\"http:\/\/adam-keller2.blogspot.co.il\/2015\/07\/a-traffic-jam-in-middle-of-desert.html\" target=\"_blank\">http:\/\/adam-keller2.blogspot.co.il\/2015\/07\/a-traffic-jam-in-middle-of-desert.html)<\/a><\/p>\n<p>\u00dcbersetzung mit geringf\u00fcgigen K\u00fcrzungen: Ellen Rohlfs<\/p>\n<p>(dt. und geringf\u00fcgig gek\u00fcrzt:\u00a0 Ellen Rohlfs)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das pal\u00e4stinensische Dorf Susiya s\u00fcdlich von Hebron liegt in der C-Zone, befindet sich also unter der direkten milit\u00e4rischen und verwaltungstechnischen Kontrolle der israelischen Milit\u00e4rbeh\u00f6rden. 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