{"id":2942,"date":"2016-05-10T09:55:05","date_gmt":"2016-05-10T07:55:05","guid":{"rendered":"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/?p=2942"},"modified":"2016-05-11T10:45:33","modified_gmt":"2016-05-11T08:45:33","slug":"nun-auch-noch-die-juedische-gemeinde-vorwurf-des-antisemitismus-gegen-volker-keller","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/?p=2942","title":{"rendered":"Nun auch noch die J\u00fcdische Gemeinde: Vorwurf des Antisemitismus gegen Volker Keller"},"content":{"rendered":"<p>Wie der Evangelische Pressedienst (epd) am 9. Mai 2016 meldete, hat sich jetzt auch noch die J\u00fcdische Gemeinde in Bremen zu Wort gemeldet und die Vorw\u00fcrfe aus der Jerusalem Post v. 25. April 2016 (\u00dcberschrift: &#8222;German Pastor declares himself an anti-Semite&#8220;) gegen den Pastor<br \/>\n<!--more--> der Gemeinde Bremen-Vegesack, Volker Keller wiederholt. &#8222;Best\u00fcrzt und erschreckt&#8220; sei man, &#8222;dass Pastor Keller sich in unseren Augen h\u00e4misch und verunglimpfend, somit den Antisemitismus verharmlosend verhalten&#8220; habe. Schwerer noch wiege, &#8222;dass er als Dialogbeauftragter sein Amt missbraucht und unw\u00fcrdig in seiner Funktion gehandelt&#8220; habe. Bremens leitender Theologe Renke Brahms sagte dazu dem epd, die Bremische Kirche sei dabei, &#8222;das Gespr\u00e4ch mit der J\u00fcdischen Gemeinde zu suchen&#8220;. Und wie die <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/Interreligioese-Krise\/!5299490\/\" target=\"_blank\">Taz heute<\/a> erg\u00e4nzte, wurde inzwischen auch der B\u00fcrgermeister in der Angelegenheit bem\u00fcht, der die Gespr\u00e4chsbereitschaft seinerseits sehr begr\u00fc\u00dfte.<\/p>\n<p>Was war eigentlich passiert und der Grund f\u00fcr die ganze &#8211; sogar internationale &#8211; Aufregung? Pastor Keller hatte den Bremer Publizisten Arn Strohmeyer zu einer Lesung aus seinem Buch \u00fcber &#8222;Antisemitismus &#8211; Philosemitismus und der Pal\u00e4stina-Konflikt&#8220; in seine Gemeinde in Bremen-Vegesack eingeladen. Diesem war im Vorfeld vom Korrespondenten der Jerusalem Post, Benjamin Weinthal, Antisemitismus vorgeworfen worden, was dazu gef\u00fchrt hatte, dass eine erste Lesung in den Weserterrassen etwas vorschnell abgesagt wurde. Inzwischen hat der Vorstand der Weserterrassen reagiert, per Pressemitteilung erkl\u00e4rt, dass er bei der Lekt\u00fcre des Buches keinen Antisemitismus habe entdecken k\u00f6nnen und der Veranstaltung mit Strohmeyer gr\u00fcnes Licht gegeben. Dieses \u00dcberma\u00df an Antisemitismus-Vorw\u00fcrfen veranlasste wiederum Volker Keller zu einer &#8211; f\u00fcr alle erkennbar &#8211; ironisch gemeinten mail an Benjamin Weinthal, die er mit &#8222;Volker Keller, Antisemit&#8220; unterzeichnete. Wir berichteten dar\u00fcber ausf\u00fchrlich <a href=\"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/?p=2872\" target=\"_blank\">hier <\/a>und <a href=\"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/?p=2858\" target=\"_blank\">hier<\/a>.<\/p>\n<p>Die J\u00fcdische Gemeinde w\u00e4re gut beraten, doch bitte etwas vorsichtiger mit haltlosen Antisemitismus-Vorw\u00fcrfen umzugehen, weil eins nicht vergessen und verharmlost werden darf: &#8222;An der Beschuldigung, ein Antisemit zu sein, klebt das Blut von Auschwitz. Aus diesem Grund impliziert die Beschuldigung, ein Mensch sei Antisemit, dass der so bezeichnete in die Kategorie potentieller M\u00f6rder geh\u00f6rt.&#8220; Das schrieb Hajo G. Meyer, der das KZ Auschwitz \u00fcberlebte, in seinem kleinen und immer noch sehr lesenswerten Buch (S. 28) \u00fcber &#8222;Judentum, Zionismus, Antizionismus und Antisemitismus&#8220;.<br \/>\n<em>S\u00f6nke Hundt<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie der Evangelische Pressedienst (epd) am 9. Mai 2016 meldete, hat sich jetzt auch noch die J\u00fcdische Gemeinde in Bremen zu Wort gemeldet und die Vorw\u00fcrfe aus der Jerusalem Post v. 25. 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