{"id":376,"date":"2014-05-08T09:20:39","date_gmt":"2014-05-08T09:20:39","guid":{"rendered":"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/?p=376"},"modified":"2014-05-08T09:35:11","modified_gmt":"2014-05-08T09:35:11","slug":"antisemit-oder-vorurteilslos-und-interessiert-die-konstanz-jenaer-studie-zu-einstellungen-zum-nahostkonflikt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/?p=376","title":{"rendered":"Antisemit? Oder vorurteilslos und interessiert? Die Konstanz-Jenaer Studie zu Einstellungen zum Nahostkonflikt"},"content":{"rendered":"<p><em>von Prof. Dr. Rolf Verleger<\/em><\/p>\n<p>Wilhelm Kempf war bis zu seiner Emeri\u00adtierung 2012 Professor f\u00fcr Psycho\u00adlogie an der Universit\u00e4t Konstanz und dort Leiter der Projektgruppe Frie\u00addens\u00adforschung. 2008 bewillig\u00adte ihm die Deut\u00adsche Forschungsgemein\u00adschaft (DFG) Gelder f\u00fcr ein Projekt zur Erforschung des Zusam\u00admenhangs zwischen \u201eIsrael\u00adkritik\u201c und \u201eAnti\u00adsemitis\u00admus\u201d: dem Verh\u00e4ltnis zwischen kri\u00adtischer Einstel\u00adlung zu Israels Politik und Abneigung gegen Juden. Vor rund zwei Jahren hatte ich \u00fcber erste Ergeb\u00adnisse des Projekts be\u00adrichtet; nun sind die erhobenen Daten umfas\u00adsend aufgearbeitet und liefern neue Erkenntnisse.<!--more--><\/p>\n<p><b>Vermintes Gel\u00e4nde<\/b><\/p>\n<p>Als die Projektbewilligung Ende 2008 ruchbar wurde, schwirrten erregte Reaktionen durch das Internet.<\/p>\n<p>Die eine Seite bef\u00fcrchtete, dass dieses Projekt eine Unterf\u00fctterung der h\u00e4ufig zu h\u00f6renden Vorw\u00fcrfe liefern w\u00fcrde, dass der wahre Grund f\u00fcr Kritik an Israel der ewige Antisemitismus sei.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite fanden sich auch Menschen, die gegen Kempf wegen seiner Be\u00adsch\u00e4f\u00adti\u00adgung mit diesem Fragen\u00adkomplex den Vorwurf des Antisemi\u00adtis\u00admus erhoben, weil das Projekt den Zusammenhang zwischen Antisemitis\u00admus und Israelkritik leugnen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Als ich \u2013 neugierig geworden \u2013 an Kempf schrieb, um Informationen aus erster Hand zu erhalten, hatte dies das unerwartete Ergebnis, dass er mich zum Berater im Projekt ernannte. So habe ich auf Besprechungen und in schriftlichem Austausch am Fortgang des Projekts teilhaben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Das Positive an der wissenschaftlichen Psychologie ist, dass sie neue empirische Befun\u00adde liefern muss. Auch und gerade \u00fcber so emotional aufgeladene Fragen wie Antisemi\u00adtismus sollte sie es nicht bei Spekulationen belassen, wie sie in Zei\u00adtungs\u00adredaktionen oder in Parla\u00adments\u00adde\u00adbatten angestellt werden. Daran hat sich Kempfs Projekt gehalten; eine F\u00fclle neuer Daten sind erhoben und \u00a0ausgewertet. Man kann sagen: Es sind interessante Dinge herausgekommen.<\/p>\n<p><b>DAS ZEITUNGS-EXPERIMENT<\/b><\/p>\n<p><b>Dringend gesucht: Friedliche Israel-Freunde<\/b><\/p>\n<p>In einer Studie des Projekts an ca. 400 Per\u00adsonen aus allen Bev\u00f6lkerungs\u00adschich\u00adten bekam jede Person einen Zeitungs\u00adartikel zum Nahostkonflikt vorgelegt.<\/p>\n<p>Davor wurden die Teilnehmer zu ihrer Einstellung zum Nahost-Konflikt und zur Bef\u00fcr\u00adwortung friedlicher oder kriege\u00adri\u00adscher L\u00f6sungen dieses Konflikts befragt. Gem\u00e4\u00df diesen Einstellungen lie\u00dfen sich vier Gruppen unterscheiden. A) \u201eUn\u00adin\u00adformierte Pazifisten\u201c (14% der Teilneh\u00admer): Keine Posi\u00adtion zum Konflikt und wenig Kenntnis, aber jedenfalls f\u00fcr friedliche L\u00f6sung.\u00a0 B)\u00a0\u201eInfor\u00admierte Pazi\u00adfisten\u201c (42%): Kenntnis des Konflikts, Anerken\u00adnung der Interessen beider Sei\u00adten als le\u00adgitim.\u00a0 C) \u201ePal\u00e4\u00adsti\u00adna\u00adfreun\u00adde\u201c (35%): Parteinah\u00adme f\u00fcr die Pal\u00e4sti\u00adnenser, wobei der gr\u00f6\u00ad\u00dfe\u00adre Teil fried\u00adli\u00adche Mittel der Konflikt\u00adl\u00f6\u00adsung bef\u00fcrwor\u00adte\u00adte.\u00a0 D)\u00a0\u201eIsra\u00adel\u00adfreun\u00adde\u201c (9%): Partei\u00adnah\u00adme f\u00fcr Israel, mit Bef\u00fcrwor\u00adtung ge\u00adwalt\u00adsa\u00admer Mittel.<\/p>\n<p>Ein erstes interessantes Ergebnis dieser Studie war also: Wer heutzutage in Deutschland im Nahostkonflikt f\u00fcr Israel Partei ergreift (Gruppe D), der bef\u00fcr\u00adwortet gewaltsame Mittel der Konflikt\u00adbew\u00e4ltigung: <i>Es gibt so gut wie keine Leute, die Partei f\u00fcr Israel ergreifen und den Konflikt friedlich l\u00f6sen wollen. <\/i>(s. auch unten, die gr\u00f6\u00dfere Studie.)<\/p>\n<p>Auf die gemischte Zusammensetzung der \u201ePal\u00e4stinafreunde\u201c komme ich wei\u00adter unten zur\u00fcck, anhand der gr\u00f6\u00dferen Studie.<\/p>\n<p><b>Frieden und Vers\u00f6hnung: die gr\u00f6\u00dften \u00dcbel?<\/b><\/p>\n<p>Jeder Teilnehmer bekam nun einen Zeitungsartikel zu lesen. Der Artikel handelte von einem Gewaltakt entweder der pal\u00e4\u00adsti\u00adnensischen Seite (Selbst\u00admordanschlag in Tel-Aviv im April 2006) oder der israeli\u00adschen Seite (Mili\u00adt\u00e4reinsatz gegen den Gasa-Streifen im Fr\u00fch\u00adjahr 2008). Die Original-Zeitungs\u00adartikel wurden vor der Studie von Kempfs Team auf drei Arten bearbeitet: Entweder sollten sie einen deeskalati\u00adonsorientierten, friedlichen Ansatz ver\u00admitteln (Zwischen\u00fcberschrif\u00adten u.a. \u201eim Kreislauf der Gewalt\u201c, \u201edie Bev\u00f6lke\u00adrung auf beiden Seiten ist trau\u00admatisiert\u201c) oder sie sollten einen eskala\u00adtions\u00adori\u00aden\u00adtierten, kriegerischen Ansatz propa\u00adgie\u00adren, entweder pro-Israel (\u201eHa\u00admas schickt weitere Raketen\u201c) oder pro-Pal\u00e4\u00adstina (\u201edie Lage im Gasa-Streifen ist ver\u00adzweifelt\u201c). Diese Bearbeitungen be\u00adtrafen sowohl den Titel als auch die Zwi\u00adschen\u00ad\u00fcberschriften (in der hier darge\u00adstellten Art), den Inhalt und das Bild\u00admaterial.<\/p>\n<p>Jeder Studienteilnehmer sah einen die\u00adser Artikel und wurde nach dem Lesen danach gefragt, ob der Artikel parteilich geschrieben sei, und wenn ja, parteilich f\u00fcr welche Seite.<\/p>\n<p>Die Antworten von \u201eUninformierten Pa\u00adzi\u00adfi\u00adsten\u201c (oben beschriebene Gruppe A) ergaben ein konfu\u00adses Muster; dies soll hier nicht weiter besprochen werden.<\/p>\n<p>Die Antworten von \u201eInformierten Pazifi\u00adsten\u201c und \u201ePal\u00e4stinafreunden\u201c (Gruppen B und C) ergaben das zu erwartende Muster: Die pro-Israel-Version wurde als parteilich f\u00fcr Israel eingesch\u00e4tzt, die deeskalationsorientierte Version als re\u00adlativ unparteilich, und die pro-Pal\u00e4\u00adsti\u00adna-Version als parteilich f\u00fcr Pal\u00e4sti\u00adnen\u00adser.<\/p>\n<p>Unerwarteter, und daher interessant, waren die Einsch\u00e4tzungen der \u201eIsrael\u00adfreunde\u201c (Gruppe D); diese fanden eben\u00adfalls die pro-israelische Version partei\u00adlich f\u00fcr Israel und die pro-pal\u00e4stinen\u00adsi\u00adsche Version parteilich f\u00fcr Pal\u00e4stinenser. Jedoch die deeskalationsorientierte Ver\u00adsion fanden sie nicht neutral, sondern noch extremer parteilich f\u00fcr Pal\u00e4stinen\u00adser als die eskalationsorientierte pro-Pal\u00e4stina-Version: <i>Zeitungsartikel \u00fcber den Konflikt, die auf Basis der Werte von Frieden und Mit\u00admenschlichkeit geschrie\u00adben sind, richten sich nach Einsch\u00e4tzung von Israelfreun\u00adden direkt gegen Israel.<\/i><\/p>\n<p><b>DIE REPR\u00c4SENTATIVE UMFRAGE<\/b><\/p>\n<p><b>Methodik<\/b><\/p>\n<p>Die Hauptstudie des Projekts war eine gro\u00dfe Befragung zum Zusam\u00admenhang von Einstellungen gegen\u00fcber Juden und gegen\u00fcber Israel in der deut\u00adschen Be\u00adv\u00f6lke\u00adrung. In S\u00fcd\u00adbaden und Th\u00fcringen wurden ca. 1700 Personen befragt und daraus eine Stich\u00adprobe von ca. 1000 Personen herausgefil\u00adtert, die in Alter, Geschlecht und Bildung repr\u00e4\u00adsen\u00adtativ f\u00fcr die deutsche erwachsene Bev\u00f6l\u00adke\u00adrung ist. Neben solchen demographi\u00adschen Daten wurde auch die Parteipr\u00e4fe\u00adrenz erfragt und vor allem: Einstel\u00adlun\u00adgen zur Verteidigung von Menschen\u00adrechten und zu ihrer Durchsetzung, zu Juden, zur Judenvernichtung durch Nazi\u00addeutsch\u00adland (Schlussstrich unter die Vergan\u00adgen\u00adheit, T\u00e4ter-Opfer-Umkehr), zum Zionis\u00admus, Faktenkenntnis \u00fcber Israel, Ein\u00adstellung zum Pal\u00e4stinakonflikt, pers\u00f6n\u00adli\u00adche Betroffenheit vom Konflikt, Partei\u00adnah\u00adme f\u00fcr eine der beiden Seiten und Bef\u00fcrwortung von friedlichen oder gewaltsamen Mitteln bei dieser Partei\u00adnahme.<\/p>\n<p>Die Befragung wurde haupts\u00e4chlich im zweiten Halbjahr 2010 durchgef\u00fchrt. In\u00adwieweit die Ergebnisse durch die ge\u00adwaltsame israelische Erst\u00fcrmung der Mavi-Marma\u00adra\u2013Hilfsflotte f\u00fcr Gasa be\u00adeinflusst waren oder stabile Einstel\u00adlun\u00adgen widerspie\u00adgeln, l\u00e4sst sich durch diese einmalige Be\u00adfragung nicht beantworten.<\/p>\n<p>Um die Antwortschwelle der Probanden zu senken, wurden die Fragen zu Ein\u00adstellungen nicht eingeleitet mit \u201eWas denken Sie?\u201c, sondern mit der Passage \u201eBitte geben Sie an, wie sehr Sie die fol\u00adgenden Meinungs\u00e4u\u00dferungen f\u00fcr sach\u00adlich rechtfertigbar oder f\u00fcr ein unbe\u00adgr\u00fcndetes Vorurteil halten.\u201c Es folgten dann die Fragen mit einer f\u00fcnfstufigen Antwortskala von \u201egerechtfertigt\u201c \u00fcber \u201eteils-teils \u201c bis \u201eVorurteil\u201c.<\/p>\n<p><b>Antisemitismus<\/b><\/p>\n<p>Die Fragen bestanden unter anderen aus je drei \u00c4u\u00dfe\u00adrun\u00adgen zur Abneigung (z.B.: \u201eEs ist bes\u00adser, man hat mit Juden nichts zu tun\u201c) und zur Ausgrenzung (z.B. \u201eMan sollte sich nicht auf Gesch\u00e4fte mit Juden ein\u00adlassen\u201c). Die Zahl der Personen, die solche \u00c4u\u00dfe\u00adrungen rechtfer\u00adtig\u00adba\u00adr nann\u00adten, vari\u00adierte je nach \u00c4u\u00dferung; bei den beiden ge\u00adnannten lag sie bei 8% und 9% der Stichprobe. H\u00f6here Zustim\u00admungs\u00adwerte erhielten z.B. \u00c4u\u00dferun\u00adgen zu \u00fcbergro\u00ad\u00dfem politi\u00adschem Einfluss (\u201eEs gibt ein j\u00fcdisches Netzwerk mit gro\u00dfem Einfluss auf poli\u00adti\u00adsche und wirtschaft\u00adli\u00adche Vor\u00adg\u00e4nge auf der Welt\u201c: 21%) und zum Blick nur noch nach vorn (z.B.: \u201cJahr\u00adzehnte nach Kriegsende sollten wir nicht mehr so viel u\u0308ber die Juden\u00adver\u00adfol\u00adgung reden, sondern endlich einen Schluss\u00adstrich unter die Vergangenheit ziehen\u201d: 48%).<\/p>\n<p>Sind nun also 8% oder 48% der Bev\u00f6l\u00adkerung antisemitisch? Kann man \u00fcber\u00adhaupt annehmen, dass eine ein\u00adheit\u00adliche Eigenschaft \u201cAntisemitis\u00admus\u201d die\u00adsen Antworten zugrundeliegt? Um das zu kl\u00e4ren, ist es offensichtlich sinnvoll, f\u00fcr jede \u00c4u\u00dferung auszuz\u00e4hlen, ob Men\u00adschen, die diese \u00c4u\u00dferung f\u00fcr recht\u00adfer\u00adtigbar halten, auch die gleichen Men\u00adschen sind, die die anderen \u00c4u\u00dferungen f\u00fcr gerechtfertigt halten. Noch inter\u00ades\u00adsanter ist es auszuz\u00e4hlen, wie sich Menschen, die diese \u00c4u\u00dferun\u00adgen f\u00fcr gerechtfertigt halten, in anderen Fragen positionieren.<\/p>\n<p>In diesem Sinne war die Hauptfrage der Studie, wie die Zustimmung zu \u00c4u\u00dfe\u00adrungen gegen Juden mit Antizio\u00adnis\u00admus, mit der Ein\u00adstellung zum Nah\u00adost\u00adkon\u00adflikt und mit generellen politischen Einstel\u00adlun\u00adgen zusammen\u00adh\u00e4ngt.<\/p>\n<p><b>Antizionismus<\/b><\/p>\n<p>Die Fragen zum Antizionismus bestan\u00adden aus je drei \u00c4u\u00dferungen zum \u201eIsrael-bezogenen Antisemitismus\u201c (z.B. \u201eOhne die weltweite Macht des Judentums k\u00f6nnte sich Israel nicht so leicht \u00fcber internationales Recht hinwegsetzen.\u201c) und direkt zum \u201eAntizionismus\u201c (z.B.\u00a0 \u201eZionismus ist im Wesentlichen eine Art von Rassismus.\u201c). Ungef\u00e4hr ein Viertel der Befragten (bei den genannten \u00c4u\u00dferungen 29\u00a0% und 25%) nannten dies rechtfertigbare Meinungen.<\/p>\n<p><b>Einstellungen zu verwandten Themen<\/b><\/p>\n<p>Sind diese Kritiker des Zionismus nun die gleichen Personen, die Vorbehalte gegen Juden \u00e4u\u00dfern? Ein leitender Gedanke bei der Planung der Studie war, dass auch diese Frage nicht tief genug sch\u00fcrft: Es kommt darauf an, noch bes\u00adser einzuordnen, was Leute denken, die den einen oder den anderen Meinungen zustimmen. Daher wurden auch abge\u00adfragt:<\/p>\n<p>&#8211; <span style=\"text-decoration: underline;\">Einstellungen gegen Israel<\/span>. Z.\u00a0B. \u201cDie Bundesregierung sollte Druck auf Israel aus\u00fcben, damit es seine Pal\u00e4stina-Politik \u00e4ndert.\u201d (32% Zustim\u00admung).<\/p>\n<p>&#8211; <span style=\"text-decoration: underline;\">Einstellungen gegen Pal\u00e4stina<\/span>. Z.\u00a0B. \u201cDie Hamas ist eine terroristische Organisation, mit der man nicht verhandeln darf.\u201d (31%).<\/p>\n<p>&#8211; <span style=\"text-decoration: underline;\">Einstellungen gegen den Islam<\/span>.<b> <\/b>Z.\u00a0B. \u201cDurch das An\u00adwachsen der islamischen Bev\u00f6lkerung f\u00fchlt man sich zunehmend als Fremder im eigenen Land.\u201d (25%).<\/p>\n<p>&#8211; <span style=\"text-decoration: underline;\">Menschen\u00adrechtsorientierung<\/span>. Z.\u00a0B. \u201cEs macht mich zornig, wenn ich erlebe, wie Minderheiten benachteiligt wer\u00adden.\u201d (75%).<\/p>\n<p>&#8211; <span style=\"text-decoration: underline;\">Grenzen der Moral<\/span>. Z.\u00a0B. \u201cWenn fried\u00adliche Mittel einen Konflikt nicht effektiv zu l\u00f6sen verm\u00f6gen, halte ich den Einsatz milit\u00e4rischer Interventi\u00adons\u00adkr\u00e4f\u00adte f\u00fcr ge\u00adrechtfertigt.\u201d (46%).<\/p>\n<p>&#8211; <span style=\"text-decoration: underline;\">N\u00e4he zum Konflikt<\/span>. Z\u00a0.B. \u201cSind sie schon einmal in Israel gewesen?\u201d (8%); \u201cIn den Pal\u00e4stinensergebieten?\u201d (5%); \u201cHaben Sie schon einmal pers\u00f6nlichen Kontakt mit Pal\u00e4stinensern gehabt?\u201d \/ \u00a0\u201dKontakt mit Isra\u00adelis?\u201d (S. Tabelle 1.)<\/p>\n<p>&#8211; <span style=\"text-decoration: underline;\">Positionierung im Kon\u00adflikt.<\/span> Z.\u00a0B. \u201cEs sollte von allen Be\u00adtei\u00adligten darauf hinge\u00adarbeitet werden, dass die Israelis in eine angstfreie und fried\u00adliche Zukunft blicken k\u00f6nnen.\u201d (76%); \u201c\u2026 dass die Pal\u00e4stinen\u00adser ein friedliches und selbstbestimmtes Leben f\u00fchren k\u00f6n\u00adnen.\u201d (83%); \u201cIsrael ist unnachgiebig und versucht, die beste\u00adhenden Verh\u00e4lt\u00adnisse mit Gewalt aufrecht zu erhalten\u201d (53%); \u201cDie pal\u00e4stinensi\u00adsche F\u00fchrung ist zu Kom\u00adpromissen nicht bereit und ver\u00adsucht, ihre Maximalziele ohne R\u00fccksicht auf Verluste durchzuset\u00adzen.\u201d (37%).<\/p>\n<p>&#8211; <span style=\"text-decoration: underline;\">Chancen von Krieg oder Frieden.<b> <\/b><\/span>Z.\u00a0B. \u201cMit Konsequenz und milit\u00e4rischer St\u00e4r\u00adke kann die Existenz Israels langfristig gesichert werden.\u201d (16%); \u201cDurch kon\u00adse\u00adquenten bewaffneten Widerstand kann ein pal\u00e4stinensischer Staat er\u00adzwungen werden.\u201d (7%); \u201cDie R\u00fcckkehr zu den Grenzen von 1967 w\u00fcrde f\u00fcr Israel ein gro\u00dfes Sicher\u00adheits\u00adrisiko darstellen.\u201d (21%).<\/p>\n<p><b>Drei Gruppen von Einstellungen<\/b><\/p>\n<p>Mit \u201clatent class\u201d \u2013 Analyse (einem ma\u00adthematischen Klassifikationsver\u00adfah\u00adren) wurden nun die ca. 1000 Be\u00adfragten der re\u00adpr\u00e4sentativen Stichprobe aufgrund ih\u00adrer Antwortmuster zu den oben aufge\u00adz\u00e4hl\u00adten Themen in Gruppen eingeteilt. Es er\u00adgaben sich neun Gruppen, die man zu drei Hauptgruppen zusam\u00admen\u00adfas\u00adsen kann, n\u00e4mlich \u2013 sehr plakativ ausge\u00addr\u00fcckt \u2013 Israelfreunde (Haupt\u00adgrup\u00adpe\u00a01), politisch Rechts\u00adste\u00adhende (Hauptgrup\u00adpe\u00a02) und Pal\u00e4sti\u00adna\u00adfreunde (Hauptgrup\u00adpe 3).<\/p>\n<table border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"83\"><\/td>\n<td colspan=\"3\" valign=\"top\" width=\"208\">\n<p align=\"center\">Hauptgruppe<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"11\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"83\"><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"76\">\n<p align=\"center\">1<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"60\">\n<p align=\"center\">2<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"2\" valign=\"top\" width=\"75\">\n<p align=\"center\">3<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"83\">Bezeich-nung<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"76\">\n<p align=\"center\"><b>Israel-freunde<\/b><\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"60\">\n<p align=\"center\"><b>Rechte<\/b><\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"2\" valign=\"top\" width=\"75\">\n<p align=\"center\"><b>Pal\u00e4stina-freunde<\/b><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"83\"><b>Anteil <\/b><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"76\">\n<p align=\"center\"><b>31%<\/b><\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"60\">\n<p align=\"center\"><b>26%<\/b><\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"2\" valign=\"top\" width=\"75\">\n<p align=\"center\"><b>44%<\/b><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"83\">Antisem.<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"76\">\n<p align=\"center\">2,2<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"60\">\n<p align=\"center\">2,7<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"2\" valign=\"top\" width=\"75\">\n<p align=\"center\">1,5<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"83\">Antizion.<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"76\">\n<p align=\"center\">2,9<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"60\">\n<p align=\"center\">3,4<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"2\" valign=\"top\" width=\"75\">\n<p align=\"center\">2,5<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"83\">Antipal.<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"76\">\n<p align=\"center\">2,8<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"60\">\n<p align=\"center\">2,9<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"2\" valign=\"top\" width=\"75\">\n<p align=\"center\">2,2<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"83\">Pers. Isr.<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"76\">\n<p align=\"center\">20%<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"60\">\n<p align=\"center\">28%<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"2\" valign=\"top\" width=\"75\">\n<p align=\"center\">50%<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"83\">Pers. Pal.<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"76\">\n<p align=\"center\">13%<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"60\">\n<p align=\"center\">22%<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"2\" valign=\"top\" width=\"75\">\n<p align=\"center\">39%<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"83\"><\/td>\n<td width=\"76\"><\/td>\n<td width=\"60\"><\/td>\n<td width=\"73\"><\/td>\n<td width=\"11\"><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Tabelle 1: Die drei Hauptgruppen.<\/p>\n<p>\u201cAnteil\u201d: an der repr\u00e4sentativen Stichprobe. Die Zahlen in den Zeilen \u201cAntisem.\u201d(i\u00adtisch), \u201cAnti\u00adzion.\u201d(istisch), \u201cAntipal.\u201d(\u00e4stinen\u00adsisch) sind Mittel\u00adwer\u00adte der Einsch\u00e4tzungen der \u00c4u\u00dferun\u00adgen; die Skala jeder Einsch\u00e4tzung reicht von 1 (\u201cVorur\u00adteil\u201d) \u00fcber 3 (\u201cteils, teils\u201d) bis 5 \u201crecht\u00adfer\u00adtigbar\u201d. \u201cPers.\u201d bedeutet, ob man jemals pers\u00f6nlichen Kontakt hatte, mit \u201cIsr.\u201d(aelis) oder \u201cPal.\u201d(\u00e4sti\u00adnensern). Die Prozentwerte sind Anteile an der Hauptgruppe. (Z.B. 20% der Hauptgruppe 1 hat\u00adten Kontakt mit Israelis.)<\/p>\n<p><b>Hauptgruppe 1: \u201cIsraelfreunde\u201d<\/b><\/p>\n<p>Hauptgruppe 1 (31% der Stichprobe) \u2013 hier plakativ \u201cIsraelfreunde\u201d genannt \u2013 nimmt Partei f\u00fcr Israel, hat relativ wenige Kenntnisse vom Nahost-Konflikt (beispielsweise hatte nur jeder F\u00fcnfte jemals pers\u00f6nlichen Kontakt zu Israelis und nur jeder Achte zu Pal\u00e4stinensern: 20% bzw. 13% dieser Gruppe) \u2013 und \u00a0be\u00advorzugt \u00fcber\u00adwiegend eine gewaltsame Behandlung dieses Konflikts. Diese Per\u00adsonen liegen sowohl bei den Fragen zu Anti\u00adzionismus als auch bei Einstel\u00adlung gegen Pal\u00e4\u00adstinenser im Mittelbe\u00adreich, bei Antisemi\u00adtismus im unteren Bereich, jedoch \u2013 verbl\u00fcffenderweise, ich komme darauf zur\u00fcck \u2013 h\u00f6her als die \u201cPal\u00e4stina\u00adfreunde\u201d.<\/p>\n<p>Diese Hauptgruppe besteht aus zwei Grup\u00adpen: Die eine (11% der gesamten Stich\u00adprobe) scheint nicht genau angeben zu k\u00f6nnen, was sie will, die gr\u00f6\u00dfere (20%) unterst\u00fctzt deutlich Israel und bevor\u00adzugt die gewaltsame Konfliktl\u00f6\u00adsung.<\/p>\n<p><b>Hauptgruppe 2: \u201cRechtsstehende\u201d<\/b><\/p>\n<p>Hauptgruppe 2 (26% der Stichprobe) \u2013 hier plakativ \u201cRechtsstehende\u201d genannt \u2013 nimmt eher Partei f\u00fcr Pal\u00e4stina als f\u00fcr Israel, ist teils f\u00fcr friedliche, teils f\u00fcr ge\u00adwalt\u00adsa\u00adme Konfliktl\u00f6sung, hat durchg\u00e4n\u00adgig Vorbehalte gegen Zionismus und Ju\u00adden und ebenso ge\u00adgen Pal\u00e4stinenser und Islam und hat m\u00e4\u00dfig bis wenig Kenntnis des Kon\u00adflikts (z.B. nur 28% hatten je Kon\u00adtakt zu Israelis, 22% zu Pal\u00e4stinen\u00adsern).<\/p>\n<p>Diese Hauptgruppe besteht aus zwei Gruppen, einer radikaleren (7% der ge\u00adsamten Stichprobe) und einer modera\u00adteren (19%).<\/p>\n<p><b>Hauptgruppe 3: \u201cPal\u00e4stinafreunde\u201d<\/b><\/p>\n<p>Hauptgruppe 3 (44% der Stichprobe) \u2013 hier plakativ \u201cPal\u00e4stinafreunde\u201d genannt \u2013 nimmt \u00fcberwiegend Partei f\u00fcr Pal\u00e4\u00adsti\u00adna, ist teils f\u00fcr friedliche, teils f\u00fcr ge\u00adwalt\u00adsa\u00adme Konfliktl\u00f6sung, zu einem gro\u00ad\u00dfen Teil zwischen diesen beiden Alter\u00adnativen schwankend, ist nicht antisemi\u00adtisch und nicht anti-pal\u00e4\u00adsti\u00adnen\u00adsisch, h\u00e4lt die Menschen\u00adrech\u00adte hoch, ist m\u00e4\u00dfig bis stark antizioni\u00ads\u00adtisch und hat die gr\u00f6\u00dfte Kenntnis des Konflikts: beispielsweise hat jeder Zweite mit Isra\u00adelis Kontakt gehabt (50% dieser Haupt\u00adgruppe) und mehr als jeder Dritte (38%) mit Pal\u00e4sti\u00adnensern.<\/p>\n<p>Diese Hauptgruppe teilt sich in f\u00fcnf Gruppen: Gruppe 3.1 m\u00f6chte strikt fried\u00adli\u00adche Mittel (6% der gesamten Stich\u00adpro\u00adbe), Gruppen 3.2 und 3.3 schwanken zwi\u00adschen Unterst\u00fctzung friedlicher und ge\u00adwaltsamer Mittel (34%), Gruppen 3.4 und 3.5 pl\u00e4dieren f\u00fcr gewalt\u00adsa\u00adme Mittel (4%). \u00a0Gruppe 3.1 hat wenig Kenntnis und emotionale Bindung zum Konflikt und h\u00e4lt die Men\u00adschenrechte m\u00e4\u00dfig hoch; all dies steigt in den Grup\u00adpen 3.2, 3.3, 3.5, 3.4 (in dieser Rei\u00adhenfolge) massiv an. Gruppen 3.1-3.4 haben die wenigsten Vorbehalte gegen Juden (\u201cantisem.\u201d) von allen Be\u00adfragten, nur Gruppe 3.5 liegt hier etwas h\u00f6her \u2013 immer noch im unteren Bereich \u2013 und bewegt sich damit auf dem Niveau der Israelfreunde (Hauptgruppe 1); nicht nur sind die Gruppen 3.1-3.4 weniger antisemitisch als die Israel\u00adfreunde (Hauptgruppe 1), die Gruppen 3.1-3.3 sind auch eher weniger antizio\u00adnistisch als die Israelfreunde; erst in den Gruppen 3.4 und 3.5 steigt dies an.<\/p>\n<p><b>Zusammenfassung der Hauptgruppen <\/b><\/p>\n<p>Plakativ kann man also sagen: Ein knappes Drittel (31%) der Bev\u00f6lkerung erscheint als Israelfreunde \u2013 wobei sie sich \u00fcber diesen Konflikt nicht gut auskennen \u2013 , ein Viertel (26%) sind rechtsstehend und eher gegen Israel ein\u00adgestellt \u2013 wo\u00adbei die \u201crechten\u201d Ansichten wichti\u00adger erscheinen als die Einstel\u00adlun\u00adgen zum Nahostkonflikt \u2013 , und knapp die H\u00e4lfte (44%) sind Pal\u00e4stinafreunde, mit der Kern\u00adgruppe derjenigen, die sich \u00fcber diesen Konflikt auskennen und pers\u00f6nliche Kontakte zu Israelis und Pa\u00adl\u00e4\u00adstinensern haben \u2013 einer Kerngruppe, die es in den beiden anderen Haupt\u00adgruppen kaum gibt.<\/p>\n<p>Die deutlichsten Einstellungen gegen Juden als Gruppe findet sich bei den Rechtsstehenden (Haupt\u00adgrup\u00adpe 2), die wenigsten bei den Pal\u00e4sti\u00adnafreunden (Hauptgruppe 3), die Israel\u00adfreunde (Hauptgruppe 1) liegen in der Mitte, ha\u00adben also mehr Vorbehalte gegen Juden als die Pal\u00e4stinafreunde.<\/p>\n<p><b>Parteipr\u00e4ferenzen<\/b><\/p>\n<p>Kempfs Team fragte auch mittels der \u201cSonntagsfrage\u201d (\u201cWenn morgen Wah\u00adlen w\u00e4ren \u2026\u201d) nach Partei\u00adpr\u00e4fe\u00adrenzen.<\/p>\n<p>Die Antworten (Tabelle 2) best\u00e4tigen die inhalt\u00adli\u00adche Klassifikation in die drei Haupt\u00adgruppen (die ohne Kenntnis der Partei\u00adpr\u00e4ferenz geschah): Von den (we\u00adnigen) NPD-und \u201cRepublikaner\u201d-Anh\u00e4n\u00adgern hatte die latent-class \u2013 Analyse aufgrund ihrer Antwortmuster 85% in die \u201crechte\u201d Haupt\u00adgrup\u00adpe 2 ein\u00adgeordnet, und keinen in die Haupt\u00ad\u00adgrup\u00adpe 3 der menschen\u00adrechts\u00adorien\u00adtier\u00adten Pal\u00e4stina\u00adfreunde.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<table border=\"1\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"0\">\n<tbody>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"94\"><\/td>\n<td colspan=\"3\" valign=\"top\" width=\"197\">\n<p align=\"center\">Hauptgruppe<\/p>\n<\/td>\n<td width=\"11\"><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"94\"><\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"63\">\n<p align=\"center\">1<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"60\">\n<p align=\"center\">2<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"2\" valign=\"top\" width=\"76\">\n<p align=\"center\">3<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"94\">Bezeichnung<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"63\">\n<p align=\"center\"><b>Israel-freunde<\/b><\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"60\">\n<p align=\"center\"><b>Rechte<\/b><\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"2\" valign=\"top\" width=\"76\">\n<p align=\"center\"><b>Pal\u00e4stina-freunde<\/b><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"94\">CDU\/CSU<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"63\">\n<p align=\"center\">32%<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"60\">\n<p align=\"center\">36%<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"2\" valign=\"top\" width=\"76\">\n<p align=\"center\">32%<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"94\">SPD<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"63\">\n<p align=\"center\">30%<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"60\">\n<p align=\"center\">25%<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"2\" valign=\"top\" width=\"76\">\n<p align=\"center\">45%<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"94\">FDP<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"63\">\n<p align=\"center\">35%<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"60\">\n<p align=\"center\">19%<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"2\" valign=\"top\" width=\"76\">\n<p align=\"center\">45%<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"94\">Gr\u00fcne<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"63\">\n<p align=\"center\">29%<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"60\">\n<p align=\"center\">13%<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"2\" valign=\"top\" width=\"76\">\n<p align=\"center\">57%<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"94\">Linke<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"63\">\n<p align=\"center\">27%<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"60\">\n<p align=\"center\">21%<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"2\" valign=\"top\" width=\"76\">\n<p align=\"center\">51%<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td valign=\"top\" width=\"94\">NPD&amp;Rep<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"63\">\n<p align=\"center\">15%<\/p>\n<\/td>\n<td valign=\"top\" width=\"60\">\n<p align=\"center\">85%<\/p>\n<\/td>\n<td colspan=\"2\" valign=\"top\" width=\"76\">\n<p align=\"center\">0%<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"94\"><\/td>\n<td width=\"63\"><\/td>\n<td width=\"60\"><\/td>\n<td width=\"74\"><\/td>\n<td width=\"11\"><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Tabelle 2: Parteipr\u00e4ferenzen in den drei Haupt\u00adgruppen. Die Prozentzahlen beziehen sich je\u00adweils auf die Partei. Z.B. 30% der SPD-W\u00e4hler sind Israel\u00adfreunde, 25% sind Rechte, 45% sind Pal\u00e4stina\u00adfreunde.<\/p>\n<p>Die Parteipr\u00e4ferenzen zei\u00adgen auch, war\u00adum sich die gro\u00dfen Partei\u00aden so schwer tun, eindeutige Position zum Nahost\u00adkon\u00adflikt zu beziehen: Zwar ist in allen Par\u00adteien au\u00dfer der CDU (und der NPD) die Mehrheit f\u00fcr Pal\u00e4stina (45%-57%), aber es gibt auch jeweils die Gruppe von ca. 30% Israelfreunden. Au\u00dferdem m\u00fcssen die beiden gro\u00dfen Parteien CDU\/CSU und SPD mit gr\u00f6\u00dferen Anteilen Rechts\u00adgesinnter klarkommen (36% und 25% ihrer W\u00e4hler), die gegen\u00fcber allen Be\u00adteiligten am Nahostkonflikt Vorbehal\u00adte haben.<\/p>\n<p><b>Bewertung<\/b><\/p>\n<p>Eine Sichtweise in der ver\u00ad\u00f6f\u00adfentlichten Meinung \u2013 von Medien, Politikern, Ver\u00adtretern j\u00fcdischer Organisationen \u2013 be\u00adsagt, (A) dass es auf der einen Seite die \u201can\u00adst\u00e4ndigen Deutschen\u201d gebe, auf der an\u00adde\u00adren Seite die \u201cAntisemiten\u201d, und dass (B) \u201cIsraelkritik\u201d zwar legitim sei, wenn sie in Ma\u00dfen erfolge, aber leicht Aus\u00addruck eines \u201cneuen Antisemitismus\u201d sein k\u00f6nne \u2013 insbesondere wenn sie nicht in Ma\u00dfen erfolge \u2013 und daher dann illegi\u00adtim sei. Aus (A) und (B) folgt, dass das Fehlen oder Vorhandensein \u00fcberm\u00e4\u00ad\u00dfiger Isra\u00adel\u00adkritik ein wesentliches Un\u00adterschei\u00addungs\u00admerk\u00admal zwischen an\u00adst\u00e4ndigen und antisemi\u00adtischen Deut\u00adschen sei.<\/p>\n<p>Die Studienergebnisse zeigen, dass diese Sichtweise an der Realit\u00e4t vorbeigeht. Es gibt zwar Menschen mit Vorbehalten gegen Juden (Hauptgruppe 2), denen eine gro\u00dfe Gruppe \u201canst\u00e4n\u00addi\u00adger\u201d Deutscher, ohne solche Vorbehalte gegen\u00fcbersteht (Hauptgruppe 3). Jedoch haben beide Gruppen Vorbehalte gegen Israel \u2013 dies unterscheidet nicht diese Gruppen. Und, um die Verwirrung noch zu vergr\u00f6\u00dfern: Die Gruppe ohne Vorbe\u00adhalte gegen Israel (Hauptgruppe 1) hat mehr Vorbehalte gegen Juden als die Pal\u00e4stinafreunde (Hauptgruppe 3).<\/p>\n<p>Nun k\u00f6nnten die Vertreter der besagten Sichtweise sagen: Die Pal\u00e4stinafreunde (Hauptgruppe 3) seien ebenso anti\u00adsemitisch wie die Rechten (Hauptgruppe 2); sie habe nur einfach die Vorbehalte gegen Juden durch die Vorbehalte gegen Israel ersetzt. Unerkl\u00e4rlich f\u00fcr diese Sicht\u00adwei\u00adse ist nun aber, dass genau diese Gruppe die meisten pers\u00f6nlichen Kontakte sowohl mit Israelis als auch mit Pal\u00e4stinensern hat: Wenn das \u201cAntisemi\u00adten\u201d sind, mit Vorbehalten gegen Israel, warum haben sie dann mehr Kontakt mit Israelis als die \u201can\u00adst\u00e4ndigen\u201d Israelfreunde? Auch sind die Menschen mit Vorbehalten gegen Juden und gegen Israel (Hauptgruppe 2) nicht etwa Parteig\u00e4nger Pal\u00e4stinas, sondern haben genauso gro\u00dfe Vorbe\u00adhal\u00adte gegen Pal\u00e4stinenser und Moslems wie gegen Juden und Israel.<\/p>\n<p>Die Sichtweise, dass all diese Einstel\u00adlun\u00adgen durch unterschiedliche Auspr\u00e4gun\u00adgen und Formen von Antisemitismus verursacht werden, kann die erhobenen Daten nicht erkl\u00e4ren.<\/p>\n<p>Ein realit\u00e4tsn\u00e4heres Modell anhand dieser Daten ist: Etwa \u00bc der Deut\u00adschen ist f\u00fcr \u201crechte\u201d Stimmungen gegen Moslems und Juden anf\u00e4llig. Drei Viertel der Deutschen hegen solche Vorbehalte nicht. Diese drei Viertel teilen sich bez\u00fcglich des Nahostkonflikts ein in ein rundes Viertel der Deutschen, die relativ wenig Kenntnis des Konflikts haben und daher aus allerlei Motiven Israel zu unterst\u00fctzen scheinen und der knappen H\u00e4lfte der Deutschen, die mehr \u00fcber die\u00adsen Konflikt wissen, sich aktiv infor\u00admie\u00adren, f\u00fcr die Gerechtigkeit Partei nehmen und daher f\u00fcr die Pal\u00e4stinenser Partei ergreifen.<\/p>\n<p>Das hei\u00dft, die Einstellungen zu Juden und Israel in der deutschen Bev\u00f6lkerung sind nicht auf eine Dimension (\u201cAnti\u00adsemitismus\u201d) zur\u00fcckf\u00fchrbar, sondern auf die zwei Dimensionen, ob man Vor\u00adbehalte gegen Andere hegt oder nicht (\u201cVorurteil\u201d) und ob man sich f\u00fcr den Nahostkonflikt und die daran beteiligten Menschen interessiert oder nicht (\u201cInteresse\u201d). <b>Die israelische Position<\/b> wird unterst\u00fctzt von Personen mit einem <span style=\"text-decoration: underline;\">Mittelma\u00df an Vorurteilen<\/span> gegen Andere und <span style=\"text-decoration: underline;\">relativ wenig Interesse<\/span> am Nahost\u00adkonflikt. Die <b>pal\u00e4stinensische Position<\/b> wird unterst\u00fctzt von Personen mit <span style=\"text-decoration: underline;\">wenig Vorurteilen<\/span> gegen Andere und <span style=\"text-decoration: underline;\">viel Interesse<\/span> am Nahostkonflikt. <b>Quer dazu<\/b> stehen Personen mit <span style=\"text-decoration: underline;\">vielen Vorur\u00adteilen<\/span> gegen Andere und <span style=\"text-decoration: underline;\">wenig Interesse<\/span> am Nahostkonflikt, die je nach Auspr\u00e4\u00adgung der Vorurteile zumeist mehr gegen Israel als gegen Pal\u00e4stina Position ergreifen.<\/p>\n<p><b>FAZIT<\/b><\/p>\n<p><b>Die deutsche Politik<\/b><\/p>\n<p>Die deutsche Politik gibt sich sowohl israelfreundlich als auch friedens\u00adorien\u00adtiert. Diese Position ist aber in der realen Meinungswelt der Bev\u00f6lkerung nicht vorhanden.<\/p>\n<p>Diese fehlende Verankerung in der Bev\u00f6lkerung kann man auf zwei Weisen bewerten. Auf der einen Seite kann man die Positionierung der deutschen Politik als einen Versuch ansehen, die Realit\u00e4t hin zu dieser w\u00fcnschbaren Position\u00a0 zu \u00e4n\u00addern. (Und w\u00fcnschbar w\u00e4re diese Position in der Tat, s. unten.) Auf der anderen Seite kann man diese Position aber auch als ein hohles Luftschloss an\u00adsehen, dessen wesent\u00adlicher Zweck es ist, den Blick von der Realit\u00e4t abzu\u00adwen\u00adden.<\/p>\n<p>F\u00fcr diese Luftschloss-Interpretation spricht der Umgang der Politik mit Kri\u00adtik an der israelfreundlichen Position: Es werden routinem\u00e4\u00dfig Statements ge\u00e4u\u00ad\u00dfert und Bundes\u00adtags\u00addebatten abgehal\u00adten zur Gefahr des Umschlagens von Kritik an Israels Position in Antisemi\u00adtis\u00admus und ganz schlicht zur Gleichsetzung von Kritik an Israel mit Antisemi\u00adtis\u00admus. Jedoch, wie diese Umfrage zeigt: F\u00fcr eine solche Gleichsetzung gibt es keinen Anlass. Allein schon der Begriff \u201cIsra\u00adel\u00adkritik\u201d ist ein ideologisches Konstrukt. Die Gegner der israelischen Politik sind nicht prim\u00e4r Kritiker Israels; vielmehr sind sie diejenigen, die Israel am besten kennen: Sie sind aufgrund dieser Kennt\u00adnis Pal\u00e4stinenserfreunde geworden, und so sollten sie genannt werden.<\/p>\n<p>Die realistische Sorge einer am Ziel eines gerechten Friedens ausgerichteten Politik m\u00fcsste sein, die Unterst\u00fctzer Israels von ihrem Kurs der Ge\u00adwalt\u00adbereitschaft und der Ablehnung friedli\u00adcher Kompromisse abzubringen.<\/p>\n<p><b>Israel und Judentum<\/b><\/p>\n<p>Die Befunde zum Fehlen einer pro-israe\u00adlischen, friedensorientierten Position kommen nicht wirklich unerwartet, wenn man ein paar Diskussionen mit \u201eIsraelfreunden\u201c gef\u00fchrt hat. Trotzdem sind die Befunde ersch\u00fctternd. Denn sie zeigen die \u00c4nderung in der Ausstrah\u00adlungskraft des Judentums.<\/p>\n<p>Stre\u00adben nach Frieden und Mitmensch\u00adlichkeit war bis vor kurzem das Marken\u00adzeichen des Judentums. Diese Werte be\u00adstimmten auch die Hauptlinie des Zio\u00adnismus unter F\u00fchrung von Weizmann bis 1940: Diese Hauptlinie \u2013 selbst\u00adver\u00adst\u00e4ndlich israelfreundlich, da f\u00fcr den Auf\u00adbau der j\u00fcdischen Heimst\u00e4tte in Pa\u00adl\u00e4stina arbeitend \u2013, verfolgte ihr Ziel grund\u00ads\u00e4tz\u00adlich mit friedlichen Mitteln, ungeachtet des teilweise gewaltt\u00e4tigen arabischen Wider\u00adstands gegen das Projekt. Heute dagegen wird das Projekt \u201eIsrael\u201c von seinen Unter\u00adst\u00fct\u00adzern als Antithese zu Friedfertigkeit und allge\u00admeiner Menschenliebe verstanden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Quellen<\/b><\/p>\n<p>Dieser Bericht basiert auf der Arbeit des Projekts von Wilhelm Kempf Israelkritik<i>, Umgang mit der deutschen Geschich\u00adte und Ausdifferenzierung des moder\u00adnen Antisemi\u00adtismus<\/i> (Aktenzeichen KE300\/8-1 bei der Deutschen Forschungsge\u00admein\u00adschaft), insbesondere auf folgenden Arbeitsberichten:<\/p>\n<p>Kempf, W. (2013) <i>Documentation of the Anti-Semitism and the Criticism of Israel (ASCI) survey.<\/i> Diskussionsbeitr\u00e4ge der Projektgruppe Friedensforschung Konstanz, Nr. 75, 2013, <a title=\"\" href=\"http:\/\/www.regener-online.de\/\" target=\"_blank\">www.regener-online.de<\/a>, ISSN 1611-1818<\/p>\n<p>Thiel, S., Kempf, W. (2014) <i>Audience reactions to peace journalism: How supporters and critics of the Israeli policy process escalation and de-escalation oriented media frames.<\/i> Conflict &amp; Communicaton online 13(1), <a title=\"\" href=\"http:\/\/www.cco.regener-online.de\/\" target=\"_blank\">www.cco.regener-online.de<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><b>Information zum Autor<\/b><\/p>\n<p>Rolf Verleger, * 1951 in Ravens\u00adburg, Studium der Psychologie 1970-76 in Konstanz, Promo\u00adti\u00adon in Psychologie 1986 bei Prof. Birbaumer in T\u00fcbingen, Habilitation 1994 in L\u00fcbeck, seit 1998 apl. Professor an der Universit\u00e4t L\u00fcbeck (Klinik f\u00fcr Neurologie). Forschungs\u00adschwerpunkt in kog\u00adnitiver Neuro\u00adwissenschaft und Neuropsy\u00adcho\u00adlo\u00adgie, &gt;135 begutachtete Ver\u00f6ffentlichungen in wissenschaftlichen Zeit\u00adschriften.<\/p>\n<p>1953-1969 intensive religi\u00f6se Besch\u00e4ftigung mit dem Juden\u00adtum (Gebetbuch, Tora, Mischna, ein wenig Gema\u00adra), 1964 Bar-Mizwa.<\/p>\n<p>1969 \u2013 ca. 1986 religionsfreie Zeit.<\/p>\n<p>1994-2001 aktive Beteiligung am Wiederaufbau der J\u00fcdi\u00adschen Gemeinde L\u00fcbeck. 2001-2005 im Vorstand der neugegr\u00fcndeten Gemeinde, 2005-2006 Vorsitzender des Landesverbands J\u00fcdische Gemeinschaft Schleswig-Holstein, 2006-2009 Delegierter des Landesverbands im Zentralrat der Juden in Deutschland. 2006 offener Brief zum Libanonkrieg, 2006\/2007 Aktion \u201eschalom5767\u201c, Buch \u201eIsraels Irrweg. Eine j\u00fcdi\u00adsche Sicht\u201c (3. Auflage 2010), 2009-10 Vor\u00adsitz der \u201eJ\u00fcdischen Stimme f\u00fcr gerechten Frieden in Nahost\u201c.<\/p>\n<p>Quelle (mit freundlicher Genehmigung): http:\/\/othersite.org\/rolf-verleger-antisemit-oder-vorurteilslos-und-interessiert-die-konstanz-jenaer-studie-zu-einstellungen-zum-nahostkonflikt-2\/<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>von Prof. Dr. Rolf Verleger Wilhelm Kempf war bis zu seiner Emeri\u00adtierung 2012 Professor f\u00fcr Psycho\u00adlogie an der Universit\u00e4t Konstanz und dort Leiter der Projektgruppe Frie\u00addens\u00adforschung. 2008 bewillig\u00adte ihm die Deut\u00adsche Forschungsgemein\u00adschaft (DFG) Gelder f\u00fcr ein Projekt zur Erforschung des &hellip; <a href=\"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/?p=376\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-376","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/376","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=376"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/376\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":381,"href":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/376\/revisions\/381"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=376"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=376"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=376"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}