{"id":5262,"date":"2017-07-10T05:33:17","date_gmt":"2017-07-10T05:33:17","guid":{"rendered":"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/?p=5262"},"modified":"2017-08-29T05:51:13","modified_gmt":"2017-08-29T05:51:13","slug":"5262","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/?p=5262","title":{"rendered":""},"content":{"rendered":"<p><strong>Katja Maurer:<\/strong> Wir haben uns Anfang der 1990er-Jahre kennengelernt, als wir im \u201eFreitag\u201c Dein Interview mit dem Religionsphilosophen Jeschajahu Leibowitz publizierten, eines der letzten vor seinem Tod. Ich erinnere mich gut an sein scharfes Denken, aber auch an die Denkfigur, die mir im Kopf T\u00fcren \u00f6ffnete: dass der Messias immer gedacht werden m\u00fcsse als im Kommen, aber nie als gekommen. <!--more-->Kurz nach dem Ende des Realsozialismus war das ein Satz. Auch jetzt in der Berichterstattung zum 50. Jahrestag von 1967 wurde Leibowitz mit seiner These zitiert, die Besatzung werde Israel korrumpieren. Spielt er heute in der israelischen Debatte noch eine Rolle?<\/p>\n<p><strong>Tsafrir Cohen:<\/strong> Leibowitz` Bedeutung ist sogar gewachsen. Er ist der Philosoph in Israel, der Menschen zum Denken bringt, auch ultraorthodoxe Menschen. Zum Beispiel stammt Yehuda Shaul aus einer rechtsnationalistischen, orthodoxen Familie. Leibowitz war der Schl\u00fcssel f\u00fcr ihn, um zu verstehen, was er als Besatzungssoldat in Hebron gesehen hat. Daraufhin hat er den heutigen medico-Partner Breaking the Silence gegr\u00fcndet. Jerusalem als Utopie, der Messias als Utopie \u2013 das ist die Tradition des halachischen Judentums. Heute herrscht dagegen eine messianische Auffassung des Judentums vor, die direkt mit dem Tempel und dem Land zusammenh\u00e4ngt. Damit wird eine zweitausendj\u00e4hrige Tradition des Exiljudentums in ihr Gegenteil verkehrt.<\/p>\n<p><strong>Halachisches Judentum?<\/strong><\/p>\n<p>Das ist die rabbinische Tradition. Die Rabbiner ersetzten in der Diaspora K\u00f6nige und das erbliche Priestertum. Sie wetteiferten miteinander auf eine f\u00fcr die Zeit recht demokratische Art um die Auslegungshoheit der j\u00fcdischen Tradition und Kultur. Zu dieser Kultur geh\u00f6rte die Interpretation der heiligen Schriften, und die Interpretation der Interpretation. Heute haben wir das Gegenteil dieser Tradition \u2013 den modernen, religi\u00f6s aufgeladenen Nationalismus. Wir reden nicht mehr dar\u00fcber, wie wir leben m\u00fcssten und k\u00f6nnten. Wir erobern Jerusalem, wir besitzen den Tempelberg. Es gibt nicht mehr das utopische, das wir anstreben, aber nie erreichen. Zack \u2013 und schon ist Jerusalem unser, und wir haben Priester, die eine Auslegungshoheit f\u00fcr sich beanspruchen, und eigentlich auch wieder einen K\u00f6nig. Das prangerte Leibowitz an. Er war eine unfassbare Einzelfigur, eine Figur wie aus einem Roman. Ein alter gro\u00dfer Gelehrter, ein zorniger Prophet, der Grillparzer zitierte. Es g\u00e4be einen Weg von der Humanit\u00e4t, \u00fcber die Nationalit\u00e4t zur Bestialit\u00e4t. Diesen Weg, sagte Leibowitz, seien die Nazis bis zu Ende gegangen, aber auch wir Israelis bef\u00e4nden uns irgendwo auf dieser Skala.<\/p>\n<p><strong>Welche Bedeutung hat der israelische Sieg von 1967 in der Entwicklung des Zionismus? Dieser war ja in der nicht ganz falschen Einsch\u00e4tzung entstanden, dass nach dem Verfall der Vielv\u00f6lkerreiche und dem aufkommenden Nationalismus f\u00fcr Juden in Europa kein Platz sein w\u00fcrde.<\/strong><\/p>\n<p>Die gro\u00dfe zionistische F\u00fchrungsfigur David Ben Gurion hatte damals gro\u00dfe Angst vor der Eroberung der heiligen St\u00e4tten. Denn die alten Zionisten waren allen sozialistischen Erl\u00f6sungseifers zum Trotz s\u00e4kular. Sie haben das Judentum benutzt, um zu begr\u00fcnden, warum man einen j\u00fcdischen Staat im historischen Pal\u00e4stina gr\u00fcnden muss. Und sie konnten damit auch eine Tradition, die jede Nationalbewegung braucht, begr\u00fcnden. Welche Gemeinschaft will der Zionismus in einem Staat zusammen bringen: die Juden. Sie brauchten die Religion als St\u00fctze, waren aber selbst s\u00e4kular und wollten die Religion nicht zum Zentrum des staatlichen Selbstverst\u00e4ndnisses machen. In der Siegeseuphorie von 1967 ist der nationalistische Geist aus der Flasche gelassen worden und hat sich mit dem religi\u00f6sen Messianismus verkn\u00fcpft. Gro\u00dfe Teile der religi\u00f6sen j\u00fcdischen Gemeinden, die dem Zionismus zun\u00e4chst aus theologischen Gr\u00fcnden sehr distanziert gegen\u00fcberstanden, nehmen ihn zunehmend als legitimen Bezugsrahmen an und tragen ma\u00dfgeblich dazu bei, den Zionismus als religi\u00f6s aufgeladene Ideologie zu gestalten. Aus national versus religi\u00f6s wurde ein gef\u00e4hrliches nationalreligi\u00f6ses Gebr\u00e4u.<\/p>\n<p><strong>Wie \u00e4nderte sich 1967 die Wahrnehmung von Israel in der Welt?<\/strong><\/p>\n<p>Der Sieg brachte Israel einen ungeheuren Zuwachs an Sympathie. Wir k\u00f6nnen uns heute nicht vorstellen, wie euphorisch der Sieg weltweit aufgenommen wurde. Zum Beispiel war in Westdeutschland die Sympathie f\u00fcr Israel bis 1967 sehr gering. Das \u00e4nderte sich nach dem Krieg fundamental. Nun konnte man sich mit einem strahlenden Sieger identifizieren. Das sagt sehr viel \u00fcber unseren Diskurs im Westen: Solange der Mensch schwach und verletzlich ist, gibt es keine Empathie. Erst mit dem Sieg kommt die Identifikation. Die Juden wurden als Opfer in dem Moment beliebt, in dem sie als Sieger in Erscheinung traten.<\/p>\n<p><strong>Eine Menge Paradoxien. Manche sagen, dass auch das pal\u00e4stinensische Nationalbewusstsein erst 1967 entsteht.<\/strong><\/p>\n<p>Der israelische Sieg von 1967 f\u00fchrte zum Zusammenbruch des Panarabismus. Der Panarabismus war die Hoffnung der arabischen Welt, sich neu zu gr\u00fcnden. Die Pal\u00e4stinenser blieben auf sich gestellt, und in der Unterdr\u00fcckung entwickelte sich ihr Nationalbewusstsein, das sich schon in der ersten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts herausgebildet hatte, stark gepr\u00e4gt von dem Aufstand gegen die britische Herrschaft 1936 bis 1939 und vor allem von dem Krieg von 1948, der Flucht und Vertreibung von Hunderttausenden Pal\u00e4stinenser zur Folge hatte. Jetzt ging es klar in Richtung nationale Selbstbestimmung.<\/p>\n<p>\u201eDer historische Tag war der siebte Tag, an dem wir zu entscheiden hatten, was uns dieser Krieg bedeutete. Ein Eroberungskrieg oder ein Verteidigungskrieg? Wir waren pl\u00f6tzlich im Besitz des ganzen Landes, und da entschieden wir: Es war ein Eroberungskrieg. Das hie\u00df, dem pal\u00e4stinensischen Volk das Recht und die M\u00f6glichkeit auf nationale Selbstst\u00e4ndigkeit zu rauben.&#8220; Jeschajahu Leibowitz (Foto: Bracha L. Ettinger, flickr, CC BY-SA 2.0)<\/p>\n<p><strong>Wo steht das Friedenslager in Israel, angefangen von Peace Now bis zu radikalen linken Str\u00f6mungen, heute? Kann man noch auf die paradoxe Hoffnung setzen, wie wir es 2003 in unserem Aufruf geschrieben haben?<\/strong><\/p>\n<p>Genauso wie wir alle immer wieder Demokratie neu erk\u00e4mpfen m\u00fcssen, aber auch der Faschismus um die Ecke lauert, ist das Friedenslager heute klein und k\u00f6nnte morgen trotzdem mehrheitsf\u00e4hig sein. Vor den Osloer Vertr\u00e4gen glaubte auch niemand, dass es soweit kommen k\u00f6nnte. Allerdings haben sich die Voraussetzungen seit 2003 fundamental ge\u00e4ndert. Damals konnte man noch eine gewisse Symmetrie der Akteure zumindest auf eine zweistaatliche Zukunft hin annehmen. Heute handelt es sich um einen asymmetrischen Konflikt mit eindeutigen Herrschaftsverh\u00e4ltnissen. Aber nichtsdestotrotz: Wir kennen die Zukunft nicht. Ich glaube sehr wohl, dass die Kolonisierungsprozesse gestoppt und r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht werden k\u00f6nnen. Auch hier muss ein Normalisierungsprozess stattfinden, der alle hier lebenden Menschen zu Staatsb\u00fcrgern macht. Bislang hat aber keiner der entscheidenden Akteure mittelfristig ein Interesse daran, einen solchen Prozess zu bef\u00f6rdern. Das hat sehr viel mit wirtschaftlichen Interessen und der geostrategischen Gro\u00dfwetterlage zu tun.<\/p>\n<p><strong>Wer sind die entscheidenden Akteure, um die Besatzung zu beenden?<\/strong><\/p>\n<p>Die ersten sind die Pal\u00e4stinenser. Kolonisierungsprozesse endeten doch meist durch den Widerstand der Kolonisierten gegen die Kolonisatoren. Das sehen wir zur Zeit nicht. Die pal\u00e4stinensische Landschaft ist extrem heterogen, der physischen Trennung ist auch eine politische gefolgt. Deshalb gibt es von dort keinen sichtbaren Widerstand. Die Pal\u00e4stinenser sind m\u00fcde nach zwei Aufst\u00e4nden. Sie haben ein trojanisches Pferd erhalten, n\u00e4mlich die pal\u00e4stinensische Autonomiebeh\u00f6rde. Sie gaukelt ihnen ein Qu\u00e4ntchen Autonomie und Selbstbestimmung vor. Dann gibt es die israelische \u00d6ffentlichkeit als Akteur. Den Israelis geht es wahnsinnig gut. Die globale Krise von 2008 hat hier nicht stattgefunden. Die Wirtschaft w\u00e4chst im Rahmen eines stark neoliberalen Systems. Es gibt viele, die von der Besatzung \u00f6konomisch profitieren und viele, denen die Besatzung \u00f6konomisch nicht schadet. Und dann die internationale Politik. Auch sie tut nichts, um das Kosten-Nutzen-Verh\u00e4ltnis so zu verschieben, dass ein Ende der Besatzung und eine politische L\u00f6sung n\u00f6tig werden.<\/p>\n<p><strong>Im israelisch-pal\u00e4stinensischen Konflikt sind alle Begriffe Kampfbegriffe und somit umstritten. Warum der Begriff Kolonialismus?<\/strong><\/p>\n<p>Die Kategorie ist deshalb so hilfreich, weil damit die laufenden Prozesse verst\u00e4ndlich werden. Im Siedlerkolonialismus werden zumeist nicht wohl gelittene B\u00fcrger aus den Metropolen an einem Ort angesiedelt, wo eine indigene Bev\u00f6lkerung lebt, die weniger Rechte hat. Diese Kolonisierungsprozesse haben extreme sozio\u00f6konomische und kulturelle Folgen, wie sie auch Frantz Fanon beschrieben hat. Das zu verstehen, kann helfen, die Oslo-Falle, in die wir damals getappt sind, zu vermeiden. Die Rechts\u00fcberlegenheit im Rahmen des Siedlerkolonialismus ist eine andere strukturelle Unterdr\u00fcckung als in normalen kapitalistischen Gesellschaften.<\/p>\n<p>In Israel gibt es in der Kolonialismus-Debatte einen Streit dar\u00fcber, ob die Naqba, also die Flucht und Vertreibung der Pal\u00e4stinenser bei der Staatsgr\u00fcndung 1948, oder die Besatzung 1967 entscheidend sind, um von Kolonialismus zu sprechen. Interessanterweise kommen aber beide Richtungen in der Beschreibung der heutigen Wirklichkeit zum selben Ergebnis. Es gibt in Israel eine Staatsbev\u00f6lkerung, das sind 80 Prozent j\u00fcdische und 20 Prozent pal\u00e4stinensische Staatsb\u00fcrger. Dazu ist in Israel eine eigenst\u00e4ndige hebr\u00e4ische Kultur entstanden, die ma\u00dfgeblich dazu beitr\u00e4gt, dass wir es hier mit einer Entwicklung zu tun haben, die nicht einfach r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht werden kann oder soll. Bek\u00e4mpft werden m\u00fcssen die Kolonisierungsprozesse, in denen Gesetz- und Rechtlosigkeit der Kolonisierten zu beklagen sind. Das findet in den besetzten Gebieten statt. Erst wenn diese beendet sind, k\u00f6nnen wir dar\u00fcber sprechen, wie Israelis und Pal\u00e4stinenser mit den historischen Folgen der Kolonisierung insgesamt umgehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p><strong>In Deutschland gibt es derzeit eine Debatte um die Dokumentation \u201eDer Hass auf die Juden in Europa\u201c, der sich interessanterweise auch mehr mit Antisemitismus im Nahen Osten besch\u00e4ftigt. Eine Form von Auslagerung?<\/strong><\/p>\n<p>Man muss verstehen, wer diesen Diskurs anst\u00f6\u00dft. Das sind in der Regel rechte israelische und US-amerikanische Organisationen, die Israel vor berechtigter oder auch unberechtigter Kritik sch\u00fctzen wollen. Sie haben eine politische Agenda und benutzen daf\u00fcr den Antisemitismus-Vorwurf. Es geht schlicht nicht um die Bek\u00e4mpfung von Antisemitismus. In Deutschland verhandelt man das eigene Selbstverst\u00e4ndnis. Wer in Deutschland Israel unterst\u00fctzt, unterst\u00fctzt im eigenen Verst\u00e4ndnis nicht den St\u00e4rkeren, die Kolonialmacht, sondern den Inbegriff des Opfers von Europa, die Juden. Das ist nat\u00fcrlich wahr, denn niemand ist in der Geschichte der Moderne in Deutschland und in Europa so sehr Opfer gewesen wie die Juden. Das ist das Verr\u00fcckte, dass die Realit\u00e4ten vor Ort im innerdeutschen Diskurs eine untergeordnete Rolle spielen. Wir erleben in Deutschland eine extreme \u00dcberidentifikation mit Israel. In der restlichen europ\u00e4ischen \u00d6ffentlichkeit hingegen gibt es eine deutliche Ern\u00fcchterung \u00fcber Israel. Hinzu kommt, dass die AfD genauso wie Trump in Israel eine Art Vorbild sehen. Trump erkl\u00e4rte, dass die befestigte Grenze zwischen Israel und \u00c4gypten f\u00fcr ihn Vorbild f\u00fcr die Grenze zwischen Mexiko und den USA sei. Israel ist eine Ethnodemokratie osteurop\u00e4ischen Zuschnitts \u2013 mit einer Vorstellung von Volk als Organismus. Kein Wunder, dass die neue Rechte in Europa und in Nordamerika damit sympathisiert.<\/p>\n<p><strong>Kann uns der Kosmopolitismus, ein bei den Nazis und bei Stalin gegen die Juden verwendeter Begriff, als anderes Vorbild aus der j\u00fcdischen Denktradition gegen den Nationalismus dienen?<\/strong><\/p>\n<p>Unbedingt. Auch f\u00fcr den deutschen Diskurs ist das der Weg heraus aus der Falle der deutschen Befindlichkeiten. Man kann und muss sagen: Wir leben in einer Welt und es gilt die rechtliche Gleichheit aller Menschen \u00fcberall. Und unsere Solidarit\u00e4t gilt nicht Staaten, sondern Akteuren, die in diesem Sinne aktiv sind. Das ist f\u00fcr mich heute Kosmopolitismus und darin haben solche Denkerinnen und Denker wie Jeshajahu Leibowitz und Hannah Arendt mit ihrem Recht auf Rechte als j\u00fcdisch gepr\u00e4gte Philosophen ihren zentralen Platz. Wir dachten in Europa sei der Nationalismus \u00fcberwunden. Aber in dem Moment, in dem die entsolidarisierenden Folgen des Neoliberalismus sp\u00fcrbar werden, kommt der Nationalismus wieder. Einfach deshalb, weil er eine Grundsolidarit\u00e4t in einer definierten Gruppe vorgibt. Etwas wie Stammesidentit\u00e4ten. In Zeiten von Trump muss man den Internationalismus und die Verteidigung von Grundrechten hochhalten. Es muss die Herstellung einer Solidarit\u00e4tsgemeinschaft sein, die auch eine sozio\u00f6konomische Grundlage hat. Die Arbeitslosen- und Krankenversicherung \u2013 das ist der Alltag der Solidarit\u00e4t. Wenn das nicht mehr garantiert ist, kehrt man zum Stamm zur\u00fcck. Damit kommt nat\u00fcrlich direkt Gott und die Nation ins Spiel.<\/p>\n<p>Das Interview f\u00fchrte Katja Maurer<br \/>\nTsafrir Cohen war drei Jahre lang B\u00fcroleiter f\u00fcr medico international in Ramallah und anschlie\u00dfend medico-Nahostreferent. Zur Zeit leitet er das B\u00fcro der Rosa-Luxemburg-Stiftung in Tel Aviv.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"https:\/\/www.medico.de\/nicht-mehr-saekular-16798\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">medico internation v. 28.06.2017<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Katja Maurer: Wir haben uns Anfang der 1990er-Jahre kennengelernt, als wir im \u201eFreitag\u201c Dein Interview mit dem Religionsphilosophen Jeschajahu Leibowitz publizierten, eines der letzten vor seinem Tod. 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