{"id":537,"date":"2014-06-08T13:20:09","date_gmt":"2014-06-08T13:20:09","guid":{"rendered":"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/?p=537"},"modified":"2014-06-10T08:58:16","modified_gmt":"2014-06-10T08:58:16","slug":"der-laengste-krieg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/?p=537","title":{"rendered":"Der l\u00e4ngste Krieg"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/14-06-08-gush-shalom.jpg\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft\" alt=\"\" src=\"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2014\/06\/14-06-08-gush-shalom.jpg\" width=\"200\" \/><\/a>Am 6. Juni 2014 schrieb Adam Keller (Gush Shalom) in seinem Blog <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/GushShalom\" target=\"_blank\">&#8222;Crazy Country&#8220;<\/a> \u00fcber die j\u00fcngsten Ereignisse im Zusammenhang mit der Bildung einer pal\u00e4stinensischen Einheitsregierung und den Vorbereitungen der Linken f\u00fcr eine Friedensdemonstration in Tel Aviv. Der Anlass: am 5. Juni begann der Sechs-Tage-Krieg. Und so beginnt auch Adam Keller seinen Bericht: mit seinen Erinnerungen an die Ereignisse vor 47 Jahren.<\/p>\n<p>Um f\u00fcnf Minuten vor acht am Morgen des 5. Juni 1967 &#8211; also vor genau 47 Jahren &#8211; befand ich mich dicht neben meiner Schule im alten Norden von Tel Aviv, als die Alarmsirenen losgingen. Hunderte von Sch\u00fclern rannten in den Keller des Schulgeb\u00e4udes. Ein freundlicher Lehrer beruhigte und erz\u00e4hlte uns,<!--more--> dass wir uns keine Sorgen zu machen brauchten; unsere Soldaten w\u00fcrden gewinnen. Das Radio meldete, dass die Armee einen Gegenangriff starten w\u00fcrden, nachdem die \u00c4gypter uns an der S\u00fcdgrenze angegriffen h\u00e4tten. Jahre sp\u00e4ter fand ich heraus, dass das sachlich falsch war. Aber milit\u00e4rischen Kommuniques zu misstrauen, so etwas wurde uns in der Schule nicht beigebracht. Auf jeden Fall hatte der Lehrer nicht so ganz unrecht: Tel Aviv wurde nicht bombardiert, es gab keinen weiteren Alarm und bald folgten geradezu berauschende Nachrichten vom unglaublich schnellen Vormarsch unserer Soldaten an allen Fronten.<\/p>\n<p>Das alles nannte man sp\u00e4ter den Sechs-Tage-Krieg &#8211; eine Bezeichnung, die ziemlich in die Irre f\u00fchrt,\u00a0 weil er nicht nach sechs Tagen beendet sondern in all den Jahren seither fortgesetzt wurde. Damals schien er mit einem schnellen und alles entscheidenden Sieg zu enden. Heute wissen wir, dass er klar gezeigt hat: milit\u00e4rische St\u00e4rke hat ihre klaren Grenzen.<\/p>\n<p>Die ganze israelische \u00dcbermacht gleicht dem sprichw\u00f6rtlichen Hasen, der mit aller Kraft rennt und es doch nicht schafft, schneller zu sein als der Igel. Der Igel ist der leidenschaftliche Wille der Pal\u00e4stinenser, ein freies Volk in ihrem Staat zu sein. Nach 47 Jahren versucht Israel immer noch mit allen Mitteln, und immer und immer wieder, das so schnell eroberte Land wirklich zu beherrschen. Der Sieg ist nach 47 Jahren immer noch eine Illusion.<\/p>\n<p>Am Morgen des 5. Juni 2014 erschien die Zeitung &#8222;Israel Today&#8220;, besser bekannt als &#8222;Bibinews&#8220; (nach Benjamin Netanyahu, S.H.) mit der Schlagzeile: &#8222;Die Antwort hei\u00dft Bau von Siedlungen &#8211; eine Schlacht im Kongress&#8220;. Das war die Antwort der Regierung Israels auf den k\u00fchnen Versuch der Pal\u00e4stinenser, eine Einheitsregierung zu bilden und ihre Spaltung zu \u00fcberwinden, und dass es die US-Regierung gewagt hatte, diese Regierung anzuerkennen. Netanyahu versucht, seine Freunde im Capitol &#8211; insbesondere die Republikaner &#8211; einmal mehr f\u00fcr seine unnachgiebige Konfrontationspolitik zu mobilisieren. Der Bericht der &#8222;Bibinews&#8220; tut so, als w\u00fcrde es darum gehen, dass die Good Guys vom Kongress gegen die fiesen Bad Guys im Wei\u00dfen Haus und im State Department k\u00e4mpfen.<\/p>\n<p>Aber es gab auch andere Kommentare in israelischen Zeitungen. Chemi Shalev von der &#8222;Ha&#8217;aretz&#8220; stellte fest, dass Netanyahu in der Tat seine Freunde im amerikanischen Senat aufgefordert habe, ordentlich L\u00e4rm zu machen, aber auch damit nicht zu weit zu gehen. Zum Beispiel stellten sie die \u00dcberlegung an, dass die pal\u00e4stinensische Autonomiebeh\u00f6rde kollabieren k\u00f6nnte, wenn ihnen die finanzielle Unterst\u00fctzung entzogen w\u00fcrde. Dann n\u00e4mlich w\u00e4re Israel gezwungen, seinerseits die finanzielle und administrative Verantwortung f\u00fcr das Leben und die Existenz der Pal\u00e4stinenser zu \u00fcbernehmen &#8211; was f\u00fcr die Berater Netanyahus einer der schlimmsten Albtr\u00e4ume w\u00e4re.<\/p>\n<p>Die Ank\u00fcndigung f\u00fcr weitere Baugenehmigungen w\u00e4re, so formulierte es der Minister f\u00fcr den Wohnungs- und Siedlungsbau, die &#8222;richtige zionistische Antwort&#8220;. Gro\u00dfspurig wurde angek\u00fcndigt, dass die Regierung &#8222;Antr\u00e4ge auf Baugenehmigungen f\u00fcr neue H\u00e4user in mehreren Orten in Jud\u00e4a und Samaraia akzeptieren&#8220; w\u00fcrde &#8211; insgesamt wurden 1500 Projekte aufgelistet. Die Ortsnamen und die Anzahl der Neubauten wurden auch pr\u00e4zise benannt: 223 neue Wohnungen in Efrat; 484 neue Einheiten in Beitar Ilit; 38 Einheiten in Geva Binyamin; 76 in Ariel; 78 in Alfei Menashe; 155 in Givat Ze&#8217;ev einschlie\u00dflich 55 zus\u00e4tzlich in der Siedlung von Agan Ha&#8217;ayalot sowie 400 neue Einheiten in der Ramat-Shlomo-Neighborhood in Ost-Jerusalem. (&#8230;)<\/p>\n<p>The Democratic Front for Peace and Equality (Hadash) hatte im Vorfeld f\u00fcr die Demonstration am 07.06.14 in Tel Aviv einige Aktionen gestartet. Hier einige Fotos dazu von Adam Keller (mit freundlicher Genehmigung)ngg_shortcode_0_placeholder<\/p>\n<h2>Women In Black<\/h2>\n<p>Auf der King George Street in Tel Aviv hielten die &#8222;Women In Black&#8220; ihre allw\u00f6chentliche Mahnwache ab, zu der sie sich ohne Unterbrechung seit der ersten Intifada versammelt haben. (&#8230;) Heute Mittag standen sie sowohl in Tel Aviv als auch in Jerusalem, Haifa und nahe beim Kibbutz Gan Shmuel. Die schwarze Kleidung und die Plastikpalmen sind ihr Markenzeichen und ihr Slogan ist &#8222;Nieder mit der Besatzung&#8220;, auf hebr\u00e4isch, arabisch, englisch und manchmal auch in anderen Sprachen. Die &#8222;Woman In Black&#8220; trugen Schilder, auf denen die Freilassung der Administrativh\u00e4ftlinge, die sich im Hungerstreik befinden, gefordert wurde. Einige der Frauen waren gerade von einer Mahnwache vor dem Ichilov Hospital gekommen, wo die hungerstreikenden Pal\u00e4stinenser untergebracht sind, isoliert und unter strikter Bewachung der Polizei. (mehr zu <a href=\"https:\/\/www.facebook.com\/GushShalom\" target=\"_blank\">&#8222;Women In Black&#8220; hier<\/a>)<\/p>\n<p>Mehrere Passanten riefen den &#8222;Women in Black&#8220; h\u00f6hnisch zu: &#8222;Zur H\u00f6lle mit Euch, Verr\u00e4ter-Huren. Es gibt keine Besetzung, die terroristischen Araber wollen uns nur alle umbringen!&#8220; Einer Frau gelang es, einen der Schreier auf dem B\u00fcrgersteig in ein Gespr\u00e4ch zu verwickeln. Nach einiger Zeit hatte er sich etwas beruhigt und als er weiterging meinte er: &#8222;Nun, es war interessant mit euch zu sprechen, obwohl ich total anderer Meinung bin!&#8220;<\/p>\n<h2>Breaking The Silence<\/h2>\n<p>Am Habima Sqare hatte &#8222;Breaking the Silence&#8220; eine 10-Stunden-Verlesung von Zeugenaussagen von Soldaten der Armee, die in den besetzten Gebieten ihren Milit\u00e4rdienst abgeleistet hatten, organisiert. Viele Soldaten wollten nur unter der Bedingung, dass sie anonym bleiben konnten, \u00fcber ihre Erlebnisse berichten. Sie wollten nicht ins Blickfeld der \u00d6ffentlichkeit geraten. In der \u00d6ffentlichkeit schon bekannte Leute hatten sich bereit erkl\u00e4rt, die Aussagen der Soldaten \u00fcber Lautsprecher vorzulesen.<\/p>\n<ul>\n<li>&#8222;Wir waren in der W\u00fcste in den Bergen s\u00fcdlich von Hebron, wo viele Pal\u00e4stinenser mit Hilfe von professionellen Schmugglern versuchen, illegal und in v\u00f6llig \u00fcberladenen Autos nach Israel zu ihren Arbeitsstellen zu gelangen. Einige von uns Soldaten fanden es witzig, diesen Menschen eine Lektion zu erteilen: wenn wir sie erwischten, zogen wir die Reifen von den Autos und lie\u00dfen die Menschen einfach inmitten der W\u00fcste zur\u00fcck. Es dauerte einige Zeit, bis uns klar wurde, dass die Pal\u00e4stinenser nat\u00fcrlich Mobiltelefone dabei hatten und Freunde anriefen, damit sie ihnen Ersatzreifen brachten, sobald wir wieder weg waren. Und dann f\u00fchlten wir uns als v\u00f6llige Trottel.&#8220;<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>&#8222;Wir sahen, wie ein Junge in einiger Entfernung von uns einen Molotowcocktail anz\u00fcndete. Der Soldat neben mir nahm sein Scharfsch\u00fctzengewehr, zielte auf den Jungen und schoss ihn durch den Kopf. Er fiel tot auf den Boden. Wir befanden uns in einem durch Beton gesicherten Posten, und der Junge war viel zu weit entfernt von uns, als dass er uns irgendwie h\u00e4tte gef\u00e4hrlich werden k\u00f6nnen. Aber unsere Vorschriften besagen, dass ein Molotow eine t\u00f6dliche Waffe ist und die Erschie\u00dfung als Notwehr gerechtfertigt ist. Der Soldat, der den Jungen erschoss, handelte nicht aus Notwehr, er suchte einen Vorwand um zu t\u00f6ten, und er fand ihn.&#8220;<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>&#8222;Wir waren an einem Aussichtspunkt auf dem Berg \u00fcber Nablus stationiert. Die Soldaten waren politisch gespalten, rechts und links und dazwischen. Wir diskutierten den ganzen Tag \u00fcber Politik, und ob wir hier sein sollten oder besser nicht. Au\u00dfer einigen H\u00e4nseleien untereinander hatten wir unter uns ein gutes freundschaftliches Verh\u00e4ltnis. Der kommandierende Offizier forderte uns auf, die Diskussion zu beenden mit der Begr\u00fcndung, dass das schlecht f\u00fcr die Moral sei. Eines Tages kam Rabbi Ronski, der Chef-Rabbiner der IDF, zu uns um zu predigen. Er erz\u00e4hlte uns, dass wir uns in einem Heiligen Krieg f\u00fcr Gott und das J\u00fcdische Volk bef\u00e4nden. Alle unsere Vorfahren w\u00fcrden vom Himmel auf uns runtersehen, usw. usf. Wenn irgend etwas unserer Moral geschadet hat, dann war es diese Predigt.&#8220;<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>&#8222;Ein Pal\u00e4stinenser im mittleren Alter, der sehr gut englisch sprach, erz\u00e4hlte mir, dass sein Haus f\u00fcr drei Tage als Milit\u00e4rposten beschlagnahmt worden sei, und dass die Soldaten \u00fcberall uriniert und absichtlich den Fernseher zerst\u00f6rt h\u00e4tten. Ich sagte ihm, dass er sich bei den milit\u00e4rischen Vorgesetzten \u00fcber dieses Vorgehen beschweren k\u00f6nne. Aber mir war klar, dass ich ihm auch sagen musste, dass seine Beschwerde nutzlos sein w\u00fcrde und dass man ihm nach einigen Monaten sagen w\u00fcrde, dass genau die Soldaten, die in seinem Haus gewesen w\u00e4ren, nicht mehr identifiert werden k\u00f6nnten. Ich war sehr verlegen, dass ich ihm das so sagen musste.&#8220;<\/li>\n<\/ul>\n<p>W\u00e4hrend der Verlesung dieser statements der Soldaten tauchte pl\u00f6tzliche eine kleine Gruppe von Leuten auf, die sich in die israelische Nationalflagge geh\u00fcllt hatten. Sie schrien ganz hysterisch: &#8222;L\u00fcgen! Verleumdung! Ihr seid eine Bande von L\u00fcgnern und Landesverr\u00e4tern und au\u00dferdem vom Feind bezahlt! Lang lebe die Armee! Dreimal Hurra f\u00fcr die IDF!&#8220;<\/p>\n<p>Sie wurden angesprochen: &#8222;Schlage vor, dass du erst mal f\u00fcr einen Moment zuh\u00f6rst. Das sind hier alles Original-Augenzeugenberichte von Soldaten, die dort, in den besetzten Gebieten, gewesen sind.&#8220; Die Antwort: &#8222;Ich soll den b\u00f6sartigen L\u00fcgen zuh\u00f6ren, die von einigen Verr\u00e4tern erfunden wurden, und die vom internationalen Antisemitismus bezahlt werden? Nicht im Leben! L\u00fcgen! L\u00fcgen! L\u00fcgen! Ihr seid alle dreckige Landesverr\u00e4ter!&#8220; Die Zwischenrufer wurden schlie\u00dflich von der Polizei weggeschleppt, indem sie br\u00fcllten: &#8218;Was f\u00fcr ein verrottetes Land, die Polizei wird bezahlt von den linken Verr\u00e4tern!&#8220;<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich hatte die Polizei in Tel Aviv erhebliche Bedenken gehabt gegen die Route, die die Hadash-Aktivisten f\u00fcr ihren Protestmarsch vorgeschlagen hatten. Die Polizei versuchte, sich auf Verkehrsvorschriften zur\u00fcckzuziehen und so die beabsichtigte Demonstration nach abseits der Hauptstra\u00dfen zu verlegen. Die Aktivisten aber bestanden auf ihrer Route, und nach mehreren Stunden Verhandlungen stimmte die Polizei schlie\u00dflich ihren Vorschl\u00e4gen auch zu.<\/p>\n<h2>Neuer Vorschlag von Yitzchak Herzog, dem Vorsitzenden der Arbeitspartei<\/h2>\n<p>Der Vorsitzende der Arbeitspartei, Yitzchak Herzog, hat inzwischen einen Plan f\u00fcr ein Abkommen mit den Pal\u00e4stinensern bekannt gemacht, den er &#8222;Plan zur Rettung des Zionismus&#8220; nennt. (&#8230;) In seinen Hauptpunkten sieht er folgendes vor:<\/p>\n<ul>\n<li>die endg\u00fcltigen Grenzen werden auf der Basis der Waffenstillstandslinien von 1967 bestimmt (einschlie\u00df einem einvernehmlichen Gebietstausch);<\/li>\n<li>der pal\u00e4stinensische Staat ist demilitarisiert;<\/li>\n<li>die IDF wird noch f\u00fcr einige Zeit im Westjordantal bleiben und dann ersetzt werden durch eine gemeinsame israelisch-jordanisch-pal\u00e4stinensische Armee;<\/li>\n<li>das R\u00fcckkehrrecht der Fl\u00fcchtlinge wird innerhalb des pal\u00e4stinensischen Staates verwirklicht;<\/li>\n<li>Israel wird eine begrenzte Zahl, die von Israel bestimmt wird, aufnehmen;<\/li>\n<li>in Jerusalem werden die sogenannten Clinton-Parameter verwirklicht. D. h. j\u00fcdische &#8222;Neighbourhoods&#8220; werden zu Israel, pal\u00e4stinensische zu den Pal\u00e4stinensern geh\u00f6ren;<\/li>\n<li>Ost-Jerusalem wird Hauptstadt von Pal\u00e4stina sein, aber die Stadtverwaltung von Jerusalem wird gemeinsam wahrgenommen;<\/li>\n<li>das &#8222;Heilige Becken&#8220; [die Altstadt einschlie\u00dflich einige der heiligen St\u00e4tten in der Nachbarschaft] kommt unter eine besondere Verwaltung;<\/li>\n<li>die arabischen Staaten werden aufgefordert, Friedensvertr\u00e4ge mit Israel abzuschlie\u00dfen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auch wenn diese Vorschl\u00e4ge wohl noch verw\u00e4ssert werden, repr\u00e4sentieren sie insgesamt einen bedeutsamen Fortschritt gegen\u00fcber vergangenen Vorschl\u00e4gen der israelischen Arbeitspartei. Sie gehen jetzt deutlich \u00fcber das hinaus, was Golda Meir, die mal gesagt hatte, dass es gar kein pal\u00e4stinensisches Volk g\u00e4be und damit viel zur Begr\u00fcndung der Siedlerbewegung beigetragen hat, und auch was Shelly Yehimovitz, Herzogs direkter Vorg\u00e4nger in der F\u00fchrung der Arbeitspartei jemals vorgeschlagen haben. Letzterer hatte versucht, die Probleme allein auf die soziale Frage zu begrenzen und die Anspr\u00fcche der Pal\u00e4stinenser au\u00dfen vor zu lassen. (&#8230;)<\/p>\n<p>Jetzt ist nat\u00fcrlich die folgende Frage zu stellen: wird Yitzchak Herzog jemals in die Lage kommen, dass er seinen Plan verwirklichen kann? Und wenn, wird er ihn tats\u00e4chlich in die Tat umsetzen? Die Zeit wird es zeigen.<br \/>\n<em>Adam Keller, Gush Shalom<\/em><\/p>\n<p>\u00dcbersetzung: S\u00f6nke Hundt<\/p>\n<p>der Originalbeitrag, <a href=\"http:\/\/adam-keller2.blogspot.co.il\/2014\/06\/the-longest-war.html\" target=\"_blank\">allerdings auf englisch, hier. <\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 6. Juni 2014 schrieb Adam Keller (Gush Shalom) in seinem Blog &#8222;Crazy Country&#8220; \u00fcber die j\u00fcngsten Ereignisse im Zusammenhang mit der Bildung einer pal\u00e4stinensischen Einheitsregierung und den Vorbereitungen der Linken f\u00fcr eine Friedensdemonstration in Tel Aviv. 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