{"id":7597,"date":"2018-04-10T06:34:49","date_gmt":"2018-04-10T06:34:49","guid":{"rendered":"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/?p=7597"},"modified":"2018-04-10T06:44:57","modified_gmt":"2018-04-10T06:44:57","slug":"brief-aus-gaza-mit-welchem-recht-geschieht-mir-und-uns-das-alles","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/?p=7597","title":{"rendered":"Brief aus Gaza: \u201eMit welchem Recht geschieht mir und uns das alles?\u201c"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_7603\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=xFWyMKQBc_w\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-7603\" class=\"wp-image-7603 size-medium\" src=\"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/18-04-09-gaza-youtube-still-300x167.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"167\" srcset=\"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/18-04-09-gaza-youtube-still-300x167.jpg 300w, https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/18-04-09-gaza-youtube-still-768x429.jpg 768w, https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/18-04-09-gaza-youtube-still-500x279.jpg 500w, https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2018\/04\/18-04-09-gaza-youtube-still.jpg 1000w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-7603\" class=\"wp-caption-text\">March of Return: Palestinians protest in Gaza. Screenshot aus einem fast vierst\u00fcndigen youtube-video von Russia Today<\/p><\/div>\n<p>&nbsp;(\u00dcbernommen, mit freundlicher Genehmigung, von <a class=\"western\" href=\"https:\/\/palaestina-nachrichten.de\/2018\/04\/05\/gaza-israel-toetet-weiter-25jaehriger-palaestinenser-erschossen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Pal\u00e4stina Nachrichten PN v. 09.04.2018)&nbsp;<\/a><br \/>\n(PN) 09.04.2018 \u2013 Am vergangenen Freitag erschoss Israel erneut zehn Pal\u00e4stinenser bei Protesten am Grenzzaun vom Gazastreifen. 1354 Pal\u00e4stinenser wurden nach Angaben des Pal\u00e4stinensischen Gesundheitsministeriums verletzt, davon 491 durch scharfe Munition. 33 schwerverletzte Pal\u00e4stinenser befinden sich in einem kritischem Zustand. Nachdem bereits am Karfreitag die israelische Armee gegen die Protestierenden im Gazastreifen mit t\u00f6dlicher Gewalt vorgegangen war, sind durch israelische Gewalt in einer Woche mindestens 31 Pal\u00e4stinenser get\u00f6tet und mehr als 2800 im Gazastreifen zum Teil lebensgef\u00e4hrlich verletzt worden.<!--more--><\/p>\n<p>Tausende Pal\u00e4stinenser protestierten an den letzten beiden Freitagen in der N\u00e4he des Grenzzauns im Gazastreifen. Die israelische Armee ging gewaltsam gegen die Proteste vor, erschoss 31 Pal\u00e4stinenser und verletzte mehr als 2800. (Foto: twitter)<\/p>\n<h1>Brief von Dr. Abed Schokry<\/h1>\n<p><strong>In einem gestern verfassten Brief an Freunde und Bekannte in Deutschland schildert ein Bewohner Gazas, Dr. Abed Schokry, wie dieses Vorgehen Israels und die mangelnde Reaktion der Welt darauf die Menschen im Gazastreifen verzweifeln l\u00e4sst.<\/strong><\/p>\n<p>Wir geben seinen Brief hier im Wortlaut wieder: Gaza am 08ten April, 2018<\/p>\n<p><em>Sehr geehrte Damen und Herrn, Liebe Freundinnen und liebe Freunde,<\/em><\/p>\n<p><em>Ich bin verzweifelt und ich bin auch w\u00fctend.<\/em><\/p>\n<p><em>Gaza wehrt sich gegen die unmenschlichen Lebensbedingungen, gegen die v\u00f6lkerrechtliche Abriegelung, die den Gazastreifen zu einem Gef\u00e4ngnis f\u00fcr zwei Millionen Menschen macht. Initiiert wurden die Proteste von verzweifelten Menschen, an denen an beiden Wochenenden jeweils 20 000 &#8211; 30 000 teilnahmen.<\/em><\/p>\n<p><em>Einer der Initiatoren ist der 43 Jahre alte Lehrer Al-Kurd, der anl\u00e4sslich der allj\u00e4hrlichen Erinnerung an Flucht und Vertreibung der Pal\u00e4stinenser durch die Israelis bzw. wegen der Staatsgr\u00fcndung Israels auf die desastr\u00f6se Situation der eingesperrten Menschen im Gazastreifen aufmerksam machen will. Das Aufbegehren der Bewohner in diesem abgeriegelten K\u00fcstenstreifen kam aus der Mitte der Gesellschaft.<\/em><\/p>\n<p><em>In einem friedlichen Protest zogen die Menschen Richtung Grenze, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen, um die Welt wachzur\u00fctteln. Fahnen der Hamas (oder anderen politischen Gruppen) waren weit und breit nicht zu sehen, wenn sich auch Mitglieder der Hamas (und Fatah) dem Protest angeschlossen haben. Die Weltpresse, ganz besonders auch in Deutschland, verdreht diese Tatsache und beschuldigt die Hamas, die Proteste initiiert und gesteuert zu haben. Die Medien behaupten, die Hamas habe die Jugendlichen mit Steinen und brennenden Autoreifen an den Zaun geschickt, um in dieser geradezu l\u00e4cherlichen Unterlegenheit gegen eine der am h\u00f6chsten ger\u00fcsteten Armee der Welt vorzugehen.<\/em><\/p>\n<p><em>\u00dcbrigens, die Hamas, deren Politik auch von Menschen in Gaza kritisiert wird, wird in den deutschen Medien d\u00e4monisiert, indem ihr immer das Etikett \u201eradikalislamisch oder islamistisch\u201c angeh\u00e4ngt wird. Ich habe in Deutschland gelebt und wei\u00df, dass mit dem Wort \u201eradikal\u201c nichts Gutes verbunden wird. Und viele Menschen wittern beim Wort \u201eislamisch\u201c oder \u201eIslam\u201c schon so etwas wie Gefahr. Mit dieser Etikettierung werden wir alle in Gaza zu latent gef\u00e4hrlichen Menschen. So funktioniert die Sprache, denke ich.<\/em><\/p>\n<p><em>Ich bin wirklich erstaunt, dass die Menschen in Deutschland und anderswo glauben, dass wir die Existenz Israels bedrohen k\u00f6nnten. Opfer und T\u00e4ter werden absichtlich verwechselt. Heute sind WIR die Opfer. Ich glaube, das will man in der Welt nicht sehen, weil die historische Schuld, die die Welt und ganz besonders Deutschland zu tragen hat, es nicht erlaubt zu sehen, dass heute uns Pal\u00e4stinensern gro\u00dfes Unrecht zugef\u00fcgt wird. UNS wurde das Land geraubt, WIR wurden vertrieben, WIR leben eingez\u00e4unt wie \u201ewilde Tiere\u201c unter menschenunw\u00fcrdigen Bedingungen.<\/em><\/p>\n<p><em>Ich bin realistisch, was uns genommen wurde, werden wir wahrscheinlich nicht zur\u00fcckbekommen. Aber warum betrachtet die Welt unseren Wunsch, nach 70 Jahren in unser Land zur\u00fcckzukehren, als unerh\u00f6rt und unversch\u00e4mt, den Anspruch der Israelis nach 2000 Jahren dahin zur\u00fcckzukehren, wo sie einst gelebt haben, aber als v\u00f6llig legitim? Wie kann es sein, dass \u00fcbersehen wird, dass sich innerhalb von 2000 Jahren die territorialen Verh\u00e4ltnisse ge\u00e4ndert haben? Wie kann es sein, dass die Vertreibung und Flucht der Pal\u00e4stinenser aus ihren H\u00e4usern, von ihren Grundst\u00fccken, aus ihrer Heimat, in der sie Jahrhunderte gelebt haben, nicht einmal thematisiert wird? Und wie kann es sein, dass die Welt der Landenteignung durch die Siedler meist stumm zuschaut oder sie sogar akzeptiert? Mit welchem Recht geschieht mir und uns das alles?<\/em><\/p>\n<p><em>Wenn wir heute auch nur ein menschenw\u00fcrdiges Leben fordern, wird auf uns in Gaza geschossen, werden wir in der Welt als Terroristen bezeichnet, k\u00f6nnen die israelischen Soldaten auf uns schie\u00dfen, ohne dass es einen Aufschrei in der Welt gibt. Das Vorgehen der israelischen Soldaten wird gebilligt, einmal abgesehen, von kaum h\u00f6rbaren Ermahnungen, die die Israelische Regierung sowieso nicht interessieren, ganz egal, ob laut oder leise vorgetragen.<\/em><\/p>\n<p><em>Um diesen v\u00f6lkerrechtswidrigen und unmenschlichen Zustand zu erhalten, schie\u00dfen die Scharfsch\u00fctzen nach Angaben der israelischen Armee gezielt auf Pal\u00e4stinenser, die angeblich versuchen, den Grenzzaun zu besch\u00e4digen. Man muss es sich einmal vorstellen, die Besch\u00e4digung eines Zaunes berechtigt zum Schusswaffengebrauch. Eine nationale Grenze besteht nicht zwischen dem Gazastreifen und Israel, denn Grenzen in diesem Sinn bestehen nur zwischen souver\u00e4nen Staaten. Israel hat eine l\u00fcckenlose Sperranlage mit einem Zaun, Pfosten, Sensoren und Pufferzonen um den Gazastreifen gelegt. Eine von Israel angelegte sogenannte Sicherheitszone ist 300 Meter breit. Hier herrscht Schie\u00dfbefehl wie fr\u00fcher an der Berliner Mauer. Dieser Bereich ist nicht deutlich markiert. Auf bzw. hinter einem aufgesch\u00fctteten Sandwall liegend haben die Soldaten an den vergangenen Freitagen in die Menge der Protestierenden geschossen, die sich mindesten 300 Meter entfernt dem Zaun auf dem Gebiet des Gazastreifens befanden. Offenbar konnten sie aus dieser Entfernung genau erkennen, wer ein Terrorist war, der m\u00f6glicherweise einen Stein 300 Meter weit werfen und sie in Gefahr bringen k\u00f6nnte. (Entschuldigen Sie meine Ironie!) Eine unterirdische Mauer befindet sich \u00fcbrigens im Bau. Gut beschrieben finden Sie die Situation bei Wikipedia unter dem Stichwort \u201eSperranlage um den Gazastreifen\u201c.<\/em><\/p>\n<p><em>Am Karfreitag, den 30. M\u00e4rz, und am Freitag, den 6. April, wurden zusammen mindestens 31 Pal\u00e4stinenser get\u00f6tet und mehr als 2800 verletzt, sehr viele von ihnen erlitten Schussverletzungen. Allein am vergangenen Freitag, den 6.4., wurden 491 Menschen durch gezielte Sch\u00fcsse verletzt, darunter auch Frauen und Kinder. Einige schweben in Lebensgefahr, viele der \u00dcberlebenden mussten an ihren Extremit\u00e4ten amputiert werden. Kaum k\u00f6nnen die Verletzten angemessen versorgt werden, weil es an medizinischem Material fehlt. Verletzungen erlitten sehr viele Menschen durch Tr\u00e4nengasbomben, die von Drohnen abgeworfen wurden.<\/em><\/p>\n<p><em>Was war das \u201eVerbrechen\u201c, auf das Israel mit ihrer milit\u00e4rischen \u00dcbermacht reagierte?<\/em><\/p>\n<p><em>Ist es ein \u201eVerbrechen\u201c, wenn 30 000 und mehr Menschen gegen die unertr\u00e4glichen Lebensverh\u00e4ltnisse protestieren?<\/em><\/p>\n<p><em>Sollen wir schweigen, wenn wir seit mehr als 10 Jahren in einem Gef\u00e4ngnis leben m\u00fcssen?<\/em><\/p>\n<p><em>Wenn wir nur vier Stunden Strom am Tag haben? Wenn es kein sauberes Wasser gibt?<\/em><\/p>\n<p><em>Wenn die medizinische Versorgung fast zusammen bricht, weil weder Medikamente, noch medizinische Ger\u00e4te ausreichend vorhanden sind, weil sie nicht nach Gaza reingelassen werden?<\/em><\/p>\n<p><em>Wenn \u00fcber 60% der Jugendlichen arbeitslos sind?<\/em><\/p>\n<p><em>Wenn weit \u00fcber die H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung auf internationale Lebensmittelhilfe angewiesen ist?<\/em><\/p>\n<p><em>Wenn diejenigen, die noch Arbeit haben, nur 40-50% ihres eigentlichen Gehaltes bekommen?<\/em><\/p>\n<p><em>Und vor allem, wenn wir aus diesem kleinen Gebiet, das etwa so gro\u00df ist wie Bremen, nicht raus d\u00fcrfen?<\/em><\/p>\n<p><em>Machen WIR etwa den Israelis das Leben zur H\u00f6lle? Oder ist es nicht doch anders herum?<\/em><\/p>\n<p><em>Auch wenn ich mich nicht an den Protesten beteilige, weil ich Angst vor den Sch\u00fcssen der Israelis habe, (sollten sie in die Menge schie\u00dfen), so kann ich die hilflose Wut der jungen Leute verstehen, die keine Aussicht auf ein Leben in W\u00fcrde haben, die so behandelt werden, als seien sie alle Terroristen, die nichts anderes im Sinn haben als andere Menschen zu verletzen, zu erniedrigen oder gar zu t\u00f6ten. Unsere jungen Leute sind nicht als Terroristen geboren worden. Sie wollen leben wie alle jungen und alten Menschen \u00fcberall auf der Welt, n\u00e4mlich in Frieden und in menschenw\u00fcrdigen Verh\u00e4ltnissen. Und sie sehen, dass nur wenige Kilometer entfernt im Nachbarland, h\u00e4ufig auf dem Boden ihrer Gro\u00dfeltern, Menschen leben, die all das haben, was ihnen selbst verwehrt wird. Genau das l\u00e4sst sie verzweifeln und macht sie w\u00fctend. Sie wissen, dass sie verlieren werden, dass sie wahrscheinlich schon verloren haben und sie deshalb nichts mehr zu verlieren haben. Sie wissen, dass ihnen keine Achtung und kein Respekt entgegen gebracht wird, weil sie Pal\u00e4stinenser sind. Dass sie unrechtm\u00e4\u00dfig von der Welt als die B\u00f6sen angesehen werden und die Nachbarn, nicht weit entfernt, immer als die Guten gesehen werden, gleichg\u00fcltig wie brutal sie sich verhalten.<\/em><\/p>\n<p><em>Niemand mag gern vom Leid, vom Elend der Anderen h\u00f6ren, besonders dann nicht, wenn man nicht wei\u00df, wie man etwas \u00e4ndern kann. Aber vielleicht k\u00f6nnen Sie doch etwas tun.<\/em><\/p>\n<p><em>Vergessen Sie uns nicht! Lesen, h\u00f6ren und sehen Sie die Berichte \u00fcber uns, \u00fcber die Pal\u00e4stinenser und vielleicht sogar \u00fcber die \u201eradikalislamische\u201c Hamas kritisch. Lassen Sie vielleicht auch die Frage zu, welches Motiv dahinter stecken mag, dass sehr viele, wenn nicht die meisten, Menschen geneigt sind, Israel immer in Schutz zu nehmen, hingegen die Pal\u00e4stinenser f\u00fcr die B\u00f6sen zu halten, die angeblich selbst Schuld sind, dass sie in Gaza wie Gefangene unter unw\u00fcrdigen Bedingungen leben m\u00fcssen.<\/em><\/p>\n<p><em>Zum Schluss m\u00f6chte ich noch wiedergeben, was Gideon Levy in Haaretz geschrieben hat:<\/em><\/p>\n<p><em>\u201cEs ist nicht schwer sich vorzustellen, was passiert w\u00e4re, wenn ein Siedler niedergestochen worden w\u00e4re \u2013 Rundfunk vor Ort, Studios w\u00fcrden ge\u00f6ffnet. Aber in Gaza haben die israelischen Verteidigungskr\u00e4fte erbarmungslos weiter massakriert, in einem grauenvollen Rhythmus, w\u00e4hrend Israel Pessach feiert.\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>Es gibt Israelis, bei denen ich mich f\u00fcr ihren Mut und ihre Humanit\u00e4t bedanken m\u00f6chte. Neben einigen anderen m\u00f6chte ich ganz besonders <a href=\"https:\/\/www.haaretz.com\/misc\/writers\/1.4968114\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Amira Hass<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.haaretz.com\/misc\/writers\/1.4968119\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Gideon Levy<\/a> hervorheben. Beide schreiben als Journalisten f\u00fcr die Zeitung Haaretz. Im Zusammenhang mit den Protesten in Gaza m\u00f6chte ich mich bei der Organisation <a href=\"http:\/\/www.breakingthesilence.org.il\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Breaking the Silence<\/a> bedanken, in der sich ehemalige Soldaten zusammengefunden haben, die ihr eigenes Vorgehen w\u00e4hrend ihrer Milit\u00e4rzeit selbstkritisch dokumentieren. Und die Menschenrechtsorganisation <a href=\"https:\/\/www.btselem.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">B\u2019Tselem<\/a> hat jetzt eine Kampagne mit Anzeigen in israelischen Zeitungen gestartet, die lautet: \u201eSorry Commander, I cannot shoot.\u201c Sie fordern die Soldaten am Sperrzaun zu Gaza auf, nicht auf unbewaffnete Protestierende zu schie\u00dfen, weil dies illegal ist.<\/em><\/p>\n<p><em>Wenn ich sehr verzweifelt bin, machen mir diese Menschen Mut und Hoffnung, dass ich und vor allem meine Kinder es eines Tages erleben werden, dass Israelis und Pal\u00e4stinenser im jeweils eigenen Staat oder vielleicht auch in einem Staat friedlich nebeneinander leben k\u00f6nnen.<\/em><\/p>\n<p><em>Ich hoffe, dass nicht noch mehr Menschen verletzt oder erschossen werden in den n\u00e4chsten Wochen. In Deutschland habe ich den Satz geh\u00f6rt \u201eWas du nicht willst, dass man dir tut, das f\u00fcg auch keinem anderen zu.\u201c Ich w\u00fcnsche mir, dass sich alle daran halten und verbleibe mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/em><\/p>\n<p><em>Ihr<\/em><\/p>\n<p><em>Dr. Abed Schokry<\/em><\/p>\n<p><em>Dr. Abed Schokry ist Pal\u00e4stinenser und hat in Deutschland studiert. In Berlin promovierte er zum Dr. Ing. Im Jahr 2007 erhielt er einen Ruf an die Universit\u00e4t Gaza\/Pal\u00e4stina und kehrte nach 17 Jahren in Deutschland mit seiner Familie in seine Heimat zur\u00fcck. Seitdem lebt er im Gazastreifen und lehrt als Dozent Wirtschaftsingenieurwesen. <\/em><\/p>\n<p><em>Der Text erschien erstmals auf dem <a href=\"https:\/\/www.bib-jetzt.de\/bib-blog.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">BIB-Blog<\/a> (B\u00fcndnis zur Beendigung der israelischen Besatzung e.V.). Wir geben ihn hier mit freundlicher Genehmigung des Autors wieder.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp;(\u00dcbernommen, mit freundlicher Genehmigung, von Pal\u00e4stina Nachrichten PN v. 09.04.2018)&nbsp; (PN) 09.04.2018 \u2013 Am vergangenen Freitag erschoss Israel erneut zehn Pal\u00e4stinenser bei Protesten am Grenzzaun vom Gazastreifen. 1354 Pal\u00e4stinenser wurden nach Angaben des Pal\u00e4stinensischen Gesundheitsministeriums verletzt, davon 491 durch scharfe &hellip; <a href=\"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/?p=7597\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[3],"tags":[],"class_list":["post-7597","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7597","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7597"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7597\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":7605,"href":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7597\/revisions\/7605"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7597"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7597"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7597"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}