{"id":8969,"date":"2019-01-18T14:44:09","date_gmt":"2019-01-18T14:44:09","guid":{"rendered":"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/?p=8969"},"modified":"2019-02-08T11:36:10","modified_gmt":"2019-02-08T11:36:10","slug":"ueber-das-hirngespinst-des-britischen-antisemitismus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/?p=8969","title":{"rendered":"\u00dcber das Hirngespinst des britischen Antisemitismus"},"content":{"rendered":"<div id=\"attachment_9048\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-9048\" class=\"wp-image-9048 size-medium\" src=\"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/corbyn-Jeremy-wikimedia-commons-300x194.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"194\" srcset=\"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/corbyn-Jeremy-wikimedia-commons-300x194.jpg 300w, https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/corbyn-Jeremy-wikimedia-commons-768x497.jpg 768w, https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/corbyn-Jeremy-wikimedia-commons-1024x663.jpg 1024w, https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/corbyn-Jeremy-wikimedia-commons-463x300.jpg 463w, https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/corbyn-Jeremy-wikimedia-commons.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-9048\" class=\"wp-caption-text\">wikimedia commons<\/p><\/div>\n<p>Die gegenw\u00e4rtige Hysterie, die die britische Labour Party umgibt, l\u00f6st sich in einige miteinander verbundene, wenn auch eigenst\u00e4ndige Pr\u00e4missen auf: Antisemitismus in der britischen Gesellschaft im Allgemeinen und in der Labour Party im Besonderen hat Krisenausma\u00dfe angenommen. Wenn keine dieser Voraussetzungen aufrechterhalten werden kann, dann ist die Hysterie ein Hirngespinst.<!--more--> Tats\u00e4chlich wurden f\u00fcr beide keinerlei Beweise zu ihrer Begr\u00fcndung vorgelegt, im Gegenteil, alle Beweise deuten in die entgegengesetzte Richtung. Die rationale Schlussfolgerung ist, dass die ganze Aufregung ein inszenierter Schwindel \u2013 um nicht zusagen ein Komplott \u2013 ist, um Jeremy Corbyn und die prinzipientreue linke Politik, die er vertritt, aus der britischen \u00d6ffentlichkeit zu verdr\u00e4ngen. Aber selbst wenn die Unterstellungen wahr w\u00e4ren, best\u00fcnde die L\u00f6sung mitnichten in der Einschr\u00e4nkung der Meinungsfreiheit in der Labour Party.<\/p>\n<p>Die linksliberale Tradition hat der Wahrheit einen einzigartigen, fundamentalen Wert beigemessen; aber zur Wahrheit dringt man nicht vor, wenn Abweichler, so anst\u00f6\u00dfig sie auch erscheinen m\u00f6gen, zum Schweigen gebracht werden. Angesichts der belasteten Geschichte des Antisemitismus einerseits und seiner groben Manipulation durch j\u00fcdische Eliten andererseits mag eine objektive, unvoreingenommene Einsch\u00e4tzung unerreichbar scheinen. Dennoch muss sie versucht werden. Die Aussicht auf einen historischen Sieg der Linken k\u00f6nnte ansonsten sabotiert werden, da Corbyns Anh\u00e4nger, sei es aus Angst, Berechnung oder politischer Korrektheit, es bisher nicht wagen, das \u00dcbel, das sich da abspielt, zu thematisieren.<\/p>\n<p>Das Ausma\u00df des Antisemitismus, der die britische Gesellschaft infiziert hat, war \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum hinweg Gegenstand zahlreicher Umfragen. Diese Umfragen haben einheitlich, konsistent und unzweideutig ergeben, dass Antisemitismus 1. seit langem ein marginales Ph\u00e4nomen in der britischen Gesellschaft ist, von dem weniger als 10 Prozent der Bev\u00f6lkerung befallen sind, 2. weit weniger ausgepr\u00e4gt ist als die Feindseligkeit gegen\u00fcber anderen britischen Minderheiten und 3. im Vereinigten K\u00f6nigreich weniger ausgepr\u00e4gt ist als fast \u00fcberall sonst in Europa. Man k\u00f6nnte annehmen, dass damit die Dinge gekl\u00e4rt seien.<\/p>\n<p>Aber 2017 ver\u00f6ffentlichte das British Institute for Jewish Policy Research (JPR) eine Studie, die angeblich die g\u00e4ngige Meinung differenzierter untersuchte, indem sie die \u201eWandlungsf\u00e4higkeit&#8220; des Antisemitismus untersucht: das hei\u00dft, nicht nur den Prozentsatz der eingefleischten Antisemiten, sondern auch die Verbreitung von Stereotypen, die Juden stigmatisieren.[1] Das Ergebis war, dass, w\u00e4hrend nur 2 &#8211; 5 Prozent der britischen Bev\u00f6lkerung als Antisemiten bezeichnet werden k\u00f6nnen, ganze 30 Prozent mindestens ein antisemitisches Vorurteil hegen.<\/p>\n<p>Bevor man die Daten der Studie analysiert, sollte man sich einige Binsenweisheiten in Erinnerung rufen. Erstens ist eine Verallgemeinerung etwas, das \u201eallgemein\u201c als wahr gilt; sie l\u00e4sst offensichtlich Ausnahmen zu. Obwohl Engels, der M\u00fchlenbesitzer, seinen mittellosen Kameraden gro\u00dfz\u00fcgig unterst\u00fctzte, hinderte dies Marx nicht daran, sich \u00fcber kapitalistische \u201eBlutsauger&#8220; zu verbreiten. Ohne den heuristischen Wert weitgehender Generalisierungen m\u00fcsste die Disziplin der Soziologie ihren Laden dicht machen. Ihr Auftrag ist es, das Verhalten der zahlreichen die Gesellschaft durchwirkenden Gruppen und Untergruppen im Gro\u00dfen und Ganzen abzubilden und vorherzusagen. Zweitens unterliegt jede nationale\/ ethnische Gruppe Verallgemeinerungen: \u201eDie Franzosen sind&#8230;&#8220;, \u201eDie Italiener sind&#8230;.&#8220;, \u201eDie Deutschen sind&#8230;.&#8220;. . . Diese Verallgemeinerungen reichen von mehr oder weniger schmeichelhaften bis hin zu geradezu b\u00f6sartigen, von mehr oder weniger g\u00fcltigen bis hin zu v\u00f6llig falschen. Es sollte auch klar sein, dass, wenn die meisten positiven Verallgemeinerungen keinen Widerspruch hervorrufen, dann sollten die meisten negativen es auch nicht. Die Tatsache, dass Vorurteile \u00fcber Juden die gesamte Bandbreite umfassen, ist kaum Grund zur Beunruhigung; es w\u00e4re \u00fcberraschend, wenn es nicht so w\u00e4re.<\/p>\n<p>Tats\u00e4chlich schl\u00e4gt das JPR keinen Alarm. W\u00e4hrend einige Antisemitismus-Kolporteure seine Ergebnisse \u00fcbernahmen, versuchten die Forscher selbst, eine andere Frage zu beantworten:<\/p>\n<p>\u201eWarum scheinen die innerhalb der j\u00fcdischen Bev\u00f6lkerung Gro\u00dfbritanniens registrierten \u00c4ngste bez\u00fcglich der Ausbreitung des zeitgen\u00f6ssischen Antisemitismus nicht \u00fcbereinzustimmen mit dem geringen Ausma\u00df antisemitischer Ansichten in der britischen Allgemeinbev\u00f6lkerung?&#8220;[2] Die Studie stellt fest, dass, wenn britische Juden gro\u00dfe \u00c4ngste \u00e4u\u00dfern, selbst wenn es immer weniger Antisemiten gibt, sie aus der weiten Verbreitung antisemitischer Stereotype in der britischen Gesellschaft resultieren: \u201eDiese Verbreitung macht die gegenw\u00e4rtigen j\u00fcdischen Sorgen um den Antisemitismus bis zu einem gewissen Grade verst\u00e4ndlich&#8220;[3] Aber ist das nicht eine \u00fcbereilte Schlussfolgerung? Wenn Bewohner von Salem, Massachusetts, gro\u00dfe Angst vor Hexen hatten, wenn Amerikaner gro\u00dfe Angst vor Kommunisten hatten, wenn wei\u00dfe S\u00fcdstaatler gro\u00dfe Angst vor schwarzen Vergewaltigern hatten, wenn Deutsche gro\u00dfe Angst vor einer \u201ej\u00fcdisch-bolschewistischen\u201c Verschw\u00f6rung hatten, und auch wenn Christen gro\u00dfe Angst vor j\u00fcdisch-rituellen Kinderm\u00f6rdern hatten \u2013 wenn also eine Angst weit verbreitet ist, dann folgt daraus nicht notwendigerweise, ja, ist es nicht einmal wahrscheinlich, dass es eine rationale Angst ist. Sie k\u00f6nnte ebenso plausibel durch m\u00e4chtige soziale Kr\u00e4fte hervorgerufen worden sein, die von einer gezielt konstruierten Paranoia profitieren. Oder, wie im vorliegenden Fall, k\u00f6nnte sie aus einer j\u00fcdischen \u00dcberempfindlichkeit \u2013 angesichts der historischen Erfahrung nur allzu verst\u00e4ndlich \u2013 zu einem Phantom-Antisemitismus f\u00fchren (siehe Woody Allens Annie Hall).<\/p>\n<p>Die JPR-Studie listet sieben Stereotype auf. Wenn sie als antisemitisch bestimmt werden, so die Forscher, liege das daran, dass Juden sie verletzend finden: \u201eVon einigen Vorstellungen wei\u00df man, dass sie bei Juden als antisemitisch empfunden werden, und diese Studie nimmt eine j\u00fcdische Perspektive ein als Ausgangspunkt hinsichtlich dessen, was Antisemitismus ausmacht.&#8220;[4] Aber eine Verallgemeinerung kann nun mal verletzend wie auch wahr sein, da sie in Wahrheit oft einer bitteren Pille gleichkommt. Wenn die verletzende Verallgemeinerung wahr ist, dann kann sie \u2013 insofern als der Begriff antisemitisch ein irrationales Ansinnen signalisiert \u2013 nicht antisemitisch sein. Vor etwa 20 Jahren schrieb Daniel Jonah Goldhagen ein Buch, in dem er behauptete, dass der Nazi-Holocaust seinen Ursprung in einer tief verwurzelten deutschen Veranlagung zur Ermordung von Juden habe. W\u00e4re das wahr, lie\u00dfe seine These sich nicht als \u201eantiteutonisch\u201c bezeichnen: \u201eEs gibt keinen offensichtlichen Grund f\u00fcr die Ablehnung von Goldhagens These&#8220;, bemerkte der Schreiber dieser Zeilen damals. \u201eSie ist in sich weder rassistisch noch sonstwie illegitim. Es gibt keinen augenscheinlichen Grund, warum eine Kultur nicht von einem fanatischen Hass erf\u00fcllt sein k\u00f6nnte&#8220;[5] Auch wenn Deutsche bei dieser ihrer Charakterisierung unangenehm ber\u00fchrt sein m\u00f6gen, sie in der Tat als extrem beleidigend empfinden, wenn die Fakten sie best\u00e4tigen, dann kann man nicht sagen, dass sie in irrationaler B\u00f6swilligkeit wurzelt. Allerdings untermauerten die von Goldhagen vorgelegten Beweise seine These nicht, aber das ist eine andere Angelegenheit.<\/p>\n<p>Betrachten wir nun einige der in der JPR-Studie versammelten Vorurteile, um die Verbreitung des britischen Antisemitismus einzusch\u00e4tzen:<\/p>\n<p><strong>Juden denken, dass sie besser sind als andere Menschen.<\/strong><\/p>\n<p>Zwischen ihrem weltlichen Erfolg auf der einen Seite und ihrem religi\u00f6sen Auserw\u00e4hltsein auf der anderen Seite glauben die Juden selbst in der Tat an die \u00dcberlegenheit ihrer Gruppe. Ist das nicht der Grund, warum sie stolz sind auf den j\u00fcdischen Stammbaum der wegweisenden Gestalten der Moderne \u2013 Marx, Einstein und Freud \u2013 sowie von 20 Prozent der Nobelpreistr\u00e4ger? Was ein j\u00fcdisches Kind erbt, ist \u201ekein Gesetzeskanon, kein Wissensschatz, keine Sprache und letzten Endes auch kein Gott&#8220;, stellte der bedeutende j\u00fcdische Schriftsteller Philip Roth einmal fest, \u201esondern eine Art Psychologie, und diese Psychologie l\u00e4sst sich in drei Worte \u00fcbersetzen: \u201eJuden sind besser&#8220;. Ein prominenter j\u00fcdisch-amerikanischer Gelehrter tat schamlos kund: \u201eJuden w\u00e4ren keine Menschen, wenn sie sich jeder Vorstellung von \u00dcberlegenheit ganz und gar enthalten h\u00e4tten&#8220;, und: \u201eEs ist f\u00fcr amerikanische Juden au\u00dferordentlich schwierig, vom Gef\u00fchl der \u00dcberlegenheit ganz abzusehen, so sehr sie auch versuchen m\u00f6gen, es zu unterdr\u00fccken&#8220;[6] Unter der \u00dcberschrift \u201eSind Juden kl\u00fcger?&#8220; verbreitete sich ein popul\u00e4res amerikanisches Magazin \u00fcber den entsprechenden genetischen Nachweis.[7]<\/p>\n<p>Damit dies nicht als befremdlicher amerikanisch-j\u00fcdischer D\u00fcnkel eingeordnet wird, spekuliert der prominente anglo-j\u00fcdische Autor Howard Jacobson, dass der Antisemitismus im Kern das Ressentiment der Nicht-Juden gegen\u00fcber der j\u00fcdischer Intelligenz sei: \u201eFreud argumentiert, dass die Juden&#8230;. ihre mentale und intellektuelle Seite \u00fcberentwickelt h\u00e4tten&#8230;. . . Wir alle haben unsere je eigenen \u00dcberheblichkeiten, und das hier ist der j\u00fcdische D\u00fcnkel. Aber die Vorstellung vom Juden als geistig \u00fcberentwickelt ist einer der Gr\u00fcnde, warum die Menschheit sich in einer st\u00e4ndigen Auseinandersetzung mit uns befindet. Wir gaben der Welt Ethik, Moral, das geistige Leben, was sie uns nie verzeihen wird&#8220;[8] Wenn es Antisemitismus ist zu glauben, dass \u201eJuden denken, sie seien besser als andere Menschen&#8220;, dann scheinen die meisten Juden in der Tat von diesem Virus befallen zu sein.<\/p>\n<p><strong>Juden instrumentalisieren die Holocaust-Opferrolle f\u00fcr ihre eigenen Zwecke.<\/strong><\/p>\n<p>Der redselige israelische Au\u00dfenminister Abba Eban soll einmal gescherzt haben: \u201eEs gibt kein Business wie das Shoah-Business.&#8220; Aber als der Schreiber dieser Zeilen im Jahr 2000 ein kleines Buch ver\u00f6ffentlichte mit dem Titel: Die Holocaust-Industrie: Wie das Leid der Juden ausgebeutet wird,[9] rief es eine Flut von Ad Hominem-Angriffen aus. \u201eEs ist vielleicht zu einfach, einen Kritiker wie Finkelstein als selbsthassenden Juden abzuschreiben&#8220;, meinte Jonathan Freedland im Guardian, aber das hielt ihn nicht davon ab, genau diesen sch\u00e4bigen Pfad zu beschreiten: \u201eFinkelstein nimmt den Antisemiten die Arbeit ab&#8220;, er sei in der Tat \u201en\u00e4her bei den Menschen, die den Holocaust verursachten, als bei denen, die unter ihm litten&#8220;[10] Es ist nicht verwunderlich, dass Freedland jetzt zu denen geh\u00f6rt, die \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 Corbyn wegen seines angeblichen Antisemitismus anklagen. Wie dem auch sei, seit der feindlichen Rezeption des Buches sind fast zwei Jahrzehnte vergangen, und inzwischen sorgt seine These nicht einmal mehr f\u00fcr ein Stirnrunzeln, da sie zum Klischee geronnen ist.<\/p>\n<p>Sei es, um einen weiteren Aggressionskrieg oder ein weiteres Massaker an Zivilisten zu rechtfertigen, sei es, um einen weiteren Schrottfilm \u00fcber den Holocaust oder noch einen Schundroman \u00fcber den Holocaust zu vermarkten, Juden haben nicht gez\u00f6gert \u2013 ganz im Gegenteil \u2013 sich in den sakrosankten Mantel des j\u00fcdischen M\u00e4rtyrertums zu h\u00fcllen. Ein Buch des ehemaligen Pr\u00e4sidenten des israelischen Parlaments, Avraham Burg, in dem die Fixierung Israels auf den Holocaust angeprangert wird, verweist beil\u00e4ufig auf \u201edie Shoah-Industrie&#8220;. Sie \u201everwandelt bohrenden Schmerz in Hohlheit und Kitsch&#8220; \u2013 stellt Burg fest \u2013 und sie relativiert die israelischen Verbrechen: \u201eAmerikanische Juden wie Israelis hissen die Shoah-Fahne hoch in den Himmel und nutzen sie politisch aus&#8230;&#8230; Alles wird mit der Shoah verglichen, von der Shoah in den Schatten gestellt, und deshalb ist alles erlaubt \u2013 seien es Z\u00e4une, Belagerungen&#8230;. Nahrungsmittel- und Wasserentzug. . . . Alles ist erlaubt, weil wir die Shoah durchgemacht haben, und es ist nicht an euch, uns zu sagen, wie wir uns verhalten sollen&#8220;[11] Ist Burg etwa des Antisemitismus schuldig?<\/p>\n<p><strong>Juden haben in Gro\u00dfbritannien zu viel Macht.<\/strong><\/p>\n<p>Die drei reichsten Briten sind Juden.[12] Juden machen nur 0,5 Prozent der Bev\u00f6lkerung aus, aber ganze 20 Prozent der 100 reichsten Briten.[13] Bezogen sowohl auf die allgemeine Bev\u00f6lkerung als auch auf andere ethno-religi\u00f6se Gruppen sind britische Juden insgesamt \u00fcberproportional wohlhabend, gebildet und beruflich erfolgreich.[14] Diese Daten entsprechen ziemlich genau dem Bild andernorts. Juden machen nur 2 Prozent der US-Bev\u00f6lkerung aus, aber 30 Prozent der 100 reichsten Amerikaner, und unter den religi\u00f6sen Gruppen genie\u00dfen Juden das h\u00f6chste Haushaltseinkommen.(15) Juden machen weniger als 0,2 Prozent der Weltbev\u00f6lkerung aus, aber unter den 200 reichsten Menschen der Welt sind 20 Prozent j\u00fcdisch.[16] Juden sind unvergleichlich gut organisiert, da sie eine Vielzahl von ineinandergreifenden, sich \u00fcberschneidenden und sich gegenseitig verst\u00e4rkenden kommunalen und Verteidigungsorganisationen geschaffen haben, die sowohl im nationalen als auch im internationalen Bereich t\u00e4tig sind. In vielen L\u00e4ndern, nicht zuletzt in den USA und Gro\u00dfbritannien, nehmen Juden strategische Positionen in der Unterhaltungsindustrie, der Kunst, im Verlagswesen, in den Medien, im akademischen Bereich, in Justiz und \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 Regierung ein. \u201eJuden werden in Gro\u00dfbritannien in einer Zahl repr\u00e4sentiert, die ein Vielfaches ihres Bev\u00f6lkerungsanteils ausmacht&#8220;, stellt der britisch-israelische Journalist Anshel Pfeffer fest, \u201ein beiden H\u00e4usern des Parlaments, auf der Sunday Times Reichen-Liste, in den Medien, den Wissenschaften, an Universit\u00e4ten und in fast jedem Bereich des \u00f6ffentlichen Lebens&#8220;[17] Es w\u00e4re geradezu ein Wunder, wenn diese Ausgangsdaten nicht \u00fcbergro\u00dfer politischer Macht der Juden entsprechen w\u00fcrden. Das in Israel ans\u00e4ssige Jewish People Policy Planning Institute frohlockt, dass \u201edas j\u00fcdische Volk sich heute auf einem historischen Zenit der Verm\u00f6gensbildung befindet&#8220; und \u201enoch nie so m\u00e4chtig war wie heute&#8220;[18] Es ist ganz gewiss legitim, die Reichweite dieser politischen Macht zu hinterfragen und ob sie \u00fcberdehnt wurde,[19], aber es kann nicht richtig sein, wesentliche sozio\u00f6konomische Fakten zu leugnen (oder zu unterdr\u00fccken).<\/p>\n<p>Wenn praktisch alle Mitglieder des US-Kongresses wie defekte Schachtelteufel aufspringen und einem israelischen Staatschef, der unter dreister und absto\u00dfender Missachtung des amtierenden US-Pr\u00e4sidenten ins Kapitol gest\u00fcrmt ist, eine stehende Ovation nach der anderen bereiten, dann ist es doch nicht unangemessen zu fragen: Was zum Teufel ist hier los?[20] Ohne die \u00fcbergro\u00dfe Macht der britischen Juden w\u00e4re es schwer vorstellbar, dass die britische Gesellschaft unabl\u00e4ssig einem Schreckgespenst nachjagen w\u00fcrde. Es ist wahr, dass sich \u2013 obwohl der Schlachtruf \u201eKampf dem Antisemitismus\u201c lautet \u2013 um diese vermeintliche Ursache herum eine Vielzahl von m\u00e4chtigen, etablierten sozialen Kr\u00e4ften zusammengetan hat, die gem\u00e4\u00df ihren nicht gerade geheimen Absichten agieren. Es l\u00e4sst sich jedoch nicht leugnen, dass j\u00fcdische Organisationen die vergiftete Spitze dieses Speers bilden.<\/p>\n<p>Man k\u00f6nnte immer noch fragen: aber ist das nicht \u201ezu viel&#8220; Macht? Betrachten wir folgende Fakten. Jeremy Corbyn ist der demokratisch gew\u00e4hlte Vorsitzende der Labour Party. Sein Einfluss nahm enorm zu und r\u00fcttelte die Reihen der Partei auf. Corbyn hat sein Leben ganz dem Kampf gegen den Rassismus verschrieben; man findet ihn \u2013 \u00e4hnlich wie den sprichw\u00f6rtlichen \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 Gewerkschaftsf\u00fchrer Joe Hill \u2013 \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 dort, wo Arbeiter streiken und sich organisieren. Nach britischen und sogar globalen F\u00fchrungsstandards gibt er eine geradezu sakrosankte Figur ab.<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite haben zumeist ungew\u00e4hlte j\u00fcdische Pers\u00f6nlichkeiten[21] Corbyns Namen in den Dreck gezogen, ihn verleumdet und diffamiert. Sie haben sich geweigert, Corbyn zu treffen, obwohl er ihnen wiederholt Olivenzweige entgegengestreckt und substantielle Kompromisse angeboten hat[22] Stattdessen stellen sie \u201eFriss, Vogel, oder stirb\u201c- Ultimaten. Es passt, dass Juden die Labour Party gr\u00f6\u00dftenteils nicht unterst\u00fctzen, selbst wenn sich an der Spitze der Parteiliste ein Jude befindet (Ed Miliband 2015). Dennoch finden es diese fr\u00f6mmelnd-aufgeblasenen kommunalen F\u00fchrer nicht ungeb\u00fchrlich oder gar verfehlt, aus der Ferne und von oben herab die parteiinterne Politik von Labour zu diktieren. Die verstorbene Mutter des Autors dieser Zeilen meinte: \u201eEs ist kein Zufall, dass Juden das Wort Chuzpe erfunden haben.&#8220;<\/p>\n<p>Das durchsichtige Motiv hinter dieser zynischen Kampagne ist die D\u00e4monisierung Corbyns, nicht weil er ein \u201everdammter Antisemit&#8220; ist, sondern weil er ein prinzipientreuer Verfechter der pal\u00e4stinensischen Rechte ist. Allerdings geht es bei Corbyns Kandidatur nicht nur um Pal\u00e4stina oder gar die britische Arbeiterklasse. Er ist ein Hoffnungsstrahl f\u00fcr Obdachlose, Hungrige und Hoffnungslose, Verachtete, Unterdr\u00fcckte und Mittellose \u00fcberall. Wenn Corbyns Verleumder erfolgreich sind, wird der Schimmer der M\u00f6glichkeit, den er verk\u00f6rpert, von einer Bande moralischer Erpresser ausgel\u00f6scht sein.<\/p>\n<p>Ist es also Antisemitismus zu glauben, dass \u201eJuden in Gro\u00dfbritannien zu viel Macht haben&#8220; &#8211; oder ist es nicht schlicht gesunder Menschenverstand? (Es ist sicher eine Frage f\u00fcr sich und keine, die sich leicht l\u00f6sen l\u00e4sst, wie man diese Machtverzerrung beheben kann, ohne die demokratischen Rechte von irgendjemandem zu beeintr\u00e4chtigen.) Ist es dennoch nicht antisemitisch zu verallgemeinern, dass &#8222;Juden&#8220; ihre Macht missbraucht haben? Aber selbst wenn man konzediert, dass ein Teil von ihnen manipuliert oder betrogen wurde, scheint es tats\u00e4chlich, als w\u00fcrden britische Juden im Allgemeinen die anti-Corbyn\u2018sche Dampfwalze unterst\u00fctzen. Wenn dies tats\u00e4chlich eine irrige Ansicht ist, wessen Schuld ist es dann? Die unausgesprochene Botschaft des beispiellosen gemeinsamen Leitartikels auf der Titelseite der gro\u00dfen j\u00fcdischen Zeitschriften war: Britische Juden sind sich einig \u2013 Corbyn muss gehen! Ist es antisemitisch, diese j\u00fcdischen Organisationen beim Wort zu nehmen?<\/p>\n<p>Das Fazit ist, dass die JPR-Studie die \u201eWandlungsf\u00e4higkeit&#8220; des Antisemitismus in der britischen Gesellschaft eben nicht belegt. Ein paar der verhetzenden Aussagen, die sie testet, deuten wohl auf Antisemitismus hin &#8211; \u201eDer Holocaust ist ein Mythos&#8220;, \u201eDer Holocaust wurde \u00fcbertrieben&#8220; \u2013 aber nur ein kleiner Teil der Briten (2 bzw. 4 Prozent) unterschreibt sie. Nat\u00fcrlich gibt es Antisemitismus in der britischen Gesellschaft, aber die JPR hat die Beweise \u00fcber den Knackpunkt hinaus ausgedehnt. Es gibt keinen Grund, an den herk\u00f6mmlichen Umfragedaten zu zweifeln, die seine H\u00e4ufigkeit auf unter 10 Prozent der britischen Gesellschaft beziffern.<\/p>\n<p>Selbst wenn die JPR-Studie der Pr\u00fcfung standhielte, w\u00fcrde sie immer noch nicht beweisen, dass der Antisemitismus die britischen Juden bedroht. Inmitten des ekelhaften, ununterbrochenen Spektakels der solipsistischen, narzisstischen, selbstbemitleidenden Nabelschau w\u00e4re eine Realit\u00e4tskontrolle angebracht. W\u00fcrden popul\u00e4re Vorurteile entlang eines Spektrums von gut- bis b\u00f6sartig dargestellt, w\u00e4ren die meisten antisemitischen Stereotype in der N\u00e4he des gutartigen Endes zu positionieren, w\u00e4hrend sich jene von wirklich unterdr\u00fcckten Minderheiten am anderen Ende ansammeln w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Ja, Juden m\u00fcssen den Ruf ertragen, geizig, aufdringlich und ethnozentriert zu sein &#8211; aber Muslime werden als Terroristen und Frauenfeinde dargestellt, Schwarze werden als chronisch faul und genetisch dumm verachtet, und Roma\/Sinti werden als schmutzige Bettler und Diebe gehasst. Auch erleiden die Juden nicht die Benachteiligungen, die mit einer tats\u00e4chlichen Opferrolle einhergehen. Wie vielen Juden qua Juden wurde ein Job oder eine Wohnung verweigert? Wie viele Juden wurden von der Polizei erschossen oder widerrechtlich ins Gef\u00e4ngnis geworfen? W\u00e4hrend Schwarzer oder Muslim zu sein, die T\u00fcren schlie\u00dft, \u00f6ffnet J\u00fcdischsein sie. Wenn Wei\u00dfe, die Machtzentren besetzen, zugunsten anderer Wei\u00dfer diskriminieren und M\u00e4nner, die Machtzentren besetzen, zugunsten anderer M\u00e4nner diskriminieren, w\u00e4re es \u00fcberraschend, wenn \u00fcberwiegend erfolgreiche Juden nicht zugunsten anderer Juden diskriminieren w\u00fcrden. Es ist nicht nur keine soziale B\u00fcrde mehr, j\u00fcdisch zu sein, sondern es bringt sogar gesellschaftliches Prestige mit sich.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend es einst f\u00fcr einen Juden ein Schritt nach oben war, in eine herrschende Elitenfamilie einzuheiraten, scheint es heute f\u00fcr die herrschende Elite ein Schritt nach oben zu sein, in eine j\u00fcdische Familie einzuheiraten. Ist es nicht bezeichnend, dass sowohl Pr\u00e4sident Bill Clintons Stolz und Freude, Chelsea, als auch Pr\u00e4sident Donald Trumps Stolz und Freude, Ivanka, Juden geheiratet haben?<\/p>\n<p>Die sich selbst beweihr\u00e4uchernde Autorit\u00e4t Barnaby Raine dreht ihre Runden im britischen Talk-Show-Kreis und sinniert, dass \u201ees ein sehr, sehr ernstes Problem mit dem Antisemitismus in der britischen Gesellschaft gibt&#8220;. \u00a0 \u00a0 \u00a0 \u00a0 (Abgesehen davon, dass er ein \u201estolzer britischer Jude&#8220; ist und einst als \u201ekike&#8220; [Schimpfwort f\u00fcr Jude] bezeichnet wurde, f\u00e4llt es schwer, die Basis f\u00fcr seine selbstgewissen \u00c4u\u00dferungen auszumachen.)<\/p>\n<p>Bertrand Russell schrieb einmal \u00fcber Trotzki: \u201eEr sieht sehr gut aus mit seinem bewundernswert gewellten Haar; man merkt, dass er f\u00fcr Frauen unwiderstehlich ist.&#8220; \u00c4hnliches kann man mehr oder weniger von Barnaby dem Bolschewiki sagen &#8211; oder zumindest von dem Ideal, nach dem er strebt. Die Frage ist letztlich: W\u00fcrde er es vorziehen, h\u00e4sslich und kahl zu sein oder heute in Gro\u00dfbritannien j\u00fcdisch zu sein? Dies ist keine triviale oder augenzwinkernde Frage. Tatsache ist, dass diese physischen Stigmata sowohl pers\u00f6nlich als auch beruflich tausend Mal schwerer wiegen als das Kreuz zu tragen, als Jude geboren zu sein. Wenn das nicht existierende Antisemitismusproblem den Rang eines &#8222;sehr, sehr ernsten Problems&#8220; im Vereinigten K\u00f6nigreich einnimmt, dann d\u00fcrfen sich die Briten \u00fcberaus gl\u00fccklich sch\u00e4tzen. Tats\u00e4chlich w\u00fcrde sich die Corbyn-Kandidatur er\u00fcbrigen, da das Gelobte Land ja bereits erreicht ist.<\/p>\n<p>\u201eDiejenigen, die sich nicht an die Vergangenheit erinnern k\u00f6nnen&#8220;, so die ber\u00fchmte Warnung George Santayanas, \u201esind dazu verdammt, sie zu wiederholen.&#8220; Sollten Juden angesichts der Katastrophe, die sie w\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs heimgesucht hat, nicht das Schlimmste annehmen und sich darauf vorbereiten, und kann man sie wirklich wegen ihrer diesbez\u00fcglichen Hypersensibilit\u00e4t verurteilen? Selbst wenn die Anzeichen daf\u00fcr momentan schwach sind, l\u00e4sst sich nicht leugnen, dass es hier geschehen k\u00f6nnte. Wenn die Verf\u00fcgbarkeit von Mitteln, Zeit und Energie unendlich w\u00e4re, k\u00f6nnte ein solches Argument \u00fcberzeugen. Aber das sind sie nicht. \u201e\u00d6konomie der Zeit&#8220;, bemerkte Marx in den Grundrissen, &#8222;darauf reduziert sich letztlich die gesamte \u00d6konomie.&#8220; Was auch immer an Zeitaufwand in dieser Hinsicht betrieben wird, bedeutet weniger Zeitaufwand in anderer Hinsicht.<\/p>\n<p>Kann man ernsthaft behaupten, dass angesichts der vielf\u00e4ltigen nationalen und globalen Krisen, die die britische Gesellschaft heimsuchen \u2013 von Obdachlosigkeit, Gesundheitsversorgung und Arbeitslosigkeit bis hin zu Brexit, Atomwaffenproliferation und Klimawandel \u2013, der Antisemitismus auf der Liste der dringlichen Angelegenheiten, die sofortige Aufmerksamkeit erfordern, weit oben steht, dass die begrenzten Ressourcen, \u00fcber die Gro\u00dfbritannien verf\u00fcgt, um hier und jetzt anstehende Fragen von Leben und Tod anzugehen, stattdessen in die Bek\u00e4mpfung nebul\u00f6ser apokalyptischer Zukunftsszenarien umgeleitet werden sollten?<\/p>\n<p>Aber die Wahrheit ist, dass die j\u00fcdischen Eliten keinen Augenblick lang glauben, dass Antisemitismus ein brennendes Thema ist. Wenn sie wirklich bef\u00fcrchteten, dass er eine klare und gegenw\u00e4rtige Gefahr jetzt oder in absehbarer Zeit darstellt, w\u00fcrden sie nicht hinausposaunen, dass Corbyn ein \u201everdammter Antisemit&#8220; sei. Denn wenn es im Vereinigten K\u00f6nigreich von heimlichen Antisemiten nur so wimmelte, dann w\u00fcrde die Verbreitung dieser Beschuldigung Corbyn logischerweise kostenlose Werbung verschaffen, da sie in den Ohren potenzieller W\u00e4hler angenehm widerhallen w\u00fcrde. Weit davon entfernt, ihm zu schaden, k\u00f6nnte ihre Verbreitung Corbyns Sieg gar erleichtern und den Weg bereiten f\u00fcr einen zweiten Holocaust.<\/p>\n<p>J\u00fcdische Organisationen wissen ganz im Gegenteil sehr genau, dass die Verunglimpfung Corbyns als Antisemit seine Attraktivit\u00e4t drastisch verringern w\u00fcrde, da Antisemitismus nur bei mancherlei Ewiggestrigen, Ignoranten und Minderbemittelten ankommt. Mit anderen Worten, der unwiderlegbare Beweis daf\u00fcr, dass Corbyns Verfolger kein Wort von dem glauben, was sie sagen, ist, dass sie hoffen und erwarten, ihn zu isolieren, indem sie ihn als Antisemiten verunglimpfen.<\/p>\n<p>Da die Beschuldigung jedoch offenkundig eine Irref\u00fchrung ist, k\u00f6nnte es auch sein, dass die gegenw\u00e4rtige Hysterie an den meisten Menschen v\u00f6llig vorbeigeht, nicht weil ihnen der Antisemitismus gleichg\u00fcltig w\u00e4re, sondern weil er f\u00fcr sie kaum ein Thema ist. Wenn die Kontroverse Wirkung zeitigen sollte, wird sie sich darauf beschr\u00e4nken, die Spaltungen in der Labour-F\u00fchrung zu versch\u00e4rfen und vielleicht auch die allgemeine Wahrnehmung zu verst\u00e4rken, dass die von den Mainstream-Medien ver\u00f6ffentlichten Geschichten \u201afake-news\u2018, gef\u00e4lschte Nachrichten, sind.<\/p>\n<p>Fu\u00dfnoten:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/normanfinkelstein.com\/2018\/08\/17\/finkelstein-on-corbyn-mania\/#_ftnref1\">[1]<\/a>\u00a0L. Daniel Staetsky,\u00a0Antisemitism in Contemporary Great Britain: A Study of Attitudes towards Jews and Israel\u00a0(Institute for Jewish Policy Research: 2017).<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/normanfinkelstein.com\/2018\/08\/17\/finkelstein-on-corbyn-mania\/#_ftnref2\">[2]<\/a>\u00a0Ibid., p. 11.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/normanfinkelstein.com\/2018\/08\/17\/finkelstein-on-corbyn-mania\/#_ftnref3\">[3]<\/a>\u00a0Ibid., p. 25.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/normanfinkelstein.com\/2018\/08\/17\/finkelstein-on-corbyn-mania\/#_ftnref4\">[4]<\/a>\u00a0Ibid., p. 21.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/normanfinkelstein.com\/2018\/08\/17\/finkelstein-on-corbyn-mania\/#_ftnref5\">[5]<\/a>\u00a0Norman G. Finkelstein and Ruth Bettina Birn,\u00a0A Nation on Trial: The Goldhagen Thesis and Historical Truth\u00a0(New York: 1998), pp. 6-7.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/normanfinkelstein.com\/2018\/08\/17\/finkelstein-on-corbyn-mania\/#_ftnref6\">[6]<\/a>\u00a0Charles Silberman,\u00a0A Certain People: American Jews and Their Lives Today\u00a0(New York: 1985), pp. 78, 80, 81 (quoting Roth).<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/normanfinkelstein.com\/2018\/08\/17\/finkelstein-on-corbyn-mania\/#_ftnref7\">[7]<\/a>\u00a0New York\u00a0magazine (24 October 2005).<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/normanfinkelstein.com\/2018\/08\/17\/finkelstein-on-corbyn-mania\/#_ftnref8\">[8]<\/a>\u00a0Liam Hoare, \u201cShort-Listed for the Booker, Jacobson\u2019s New Book is Judenrein,\u201d\u00a0Times of Israel\u00a0(21 September 2014).<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/normanfinkelstein.com\/2018\/08\/17\/finkelstein-on-corbyn-mania\/#_ftnref9\">[9]<\/a>\u00a0Norman G. Finkelstein,\u00a0The Holocaust Industry: Reflections on the Exploitation of Jewish Suffering\u00a0(New York and London: 2000).<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/normanfinkelstein.com\/2018\/08\/17\/finkelstein-on-corbyn-mania\/#_ftnref10\">[10]<\/a>\u00a0Jonathan Freedland, \u201cAn Enemy of the People,\u201d\u00a0Guardian\u00a0(13 July 2000).<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/normanfinkelstein.com\/2018\/08\/17\/finkelstein-on-corbyn-mania\/#_ftnref11\">[11]<\/a>\u00a0Avraham Burg,\u00a0The Holocaust is Over; We Must Rise from Its Ashes\u00a0(New York: 2008), pp. 5, 17, 41, 78.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/normanfinkelstein.com\/2018\/08\/17\/finkelstein-on-corbyn-mania\/#_ftnref12\">[12]<\/a>\u00a0\u201cJewish Brothers Top Britain\u2019s 2016 Rich List,\u201d\u00a0Times of Israel\u00a0(24 April 2016).<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/normanfinkelstein.com\/2018\/08\/17\/finkelstein-on-corbyn-mania\/#_ftnref13\">[13]<\/a>\u00a0Sandy Rashty, \u201cWealthiest Jews in Britain Were Born Abroad, Super-Rich List Reveals,\u201d\u00a0Jewish Chronicle\u00a0(15 May 2014).<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/normanfinkelstein.com\/2018\/08\/17\/finkelstein-on-corbyn-mania\/#_ftnref14\">[14]<\/a>\u00a0David Graham et al., \u201cJews in Britain: A Snapshot from the 2001 Census,\u201d\u00a0JPR\u00a0(2007), pp. 5-7, 75, 100. Cf. Simonetta Longhi and Lucinda Platt, \u201cPay Gaps across Equalities Areas: An Analysis of Pay Gaps and Pay Penalties by Sex, Ethnicity, Religion, Disability, Sexual Orientation and Age Using the Labour Force Survey,\u201d\u00a0ECHR Research Report\u00a09 (Winter 2008); National Equality Panel,\u00a0An Anatomy of Economic Inequality in the UK: Report of the National Equality Panel\u00a0(2010), pp. 102, 132, 149, 227-29, 390; Karen Rowlingson, \u201cWealth Inequality: Key Facts,\u201d\u00a0University of Birmingham Policy Commission on the Distribution of Wealth\u00a0(2012), p. 19.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/normanfinkelstein.com\/2018\/08\/17\/finkelstein-on-corbyn-mania\/#_ftnref15\">[15]<\/a>\u00a0Hamilton Nolan, \u201cThe Forbes 400: A Demographic Breakdown,\u201d\u00a0Gawker\u00a0(23 September 2010); David Masci, \u201cHow Income Varies among US Religious Groups,\u201d\u00a0Pew Research Center\u00a0(2016).<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/normanfinkelstein.com\/2018\/08\/17\/finkelstein-on-corbyn-mania\/#_ftnref16\">[16]<\/a>\u00a0\u201cJews Make Up 19% of Forbes 200 World\u2019s Richest List,\u201d\u00a0Jewish Business News\u00a0(7 March 2018).<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/normanfinkelstein.com\/2018\/08\/17\/finkelstein-on-corbyn-mania\/#_ftnref17\">[17]<\/a>\u00a0Anshel Pfeffer, \u201cUK Anti-Semitism Report Highlights Disturbing Trend\u2014among British Jews,\u201d\u00a0Haaretz\u00a0(14 January 2015).<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/normanfinkelstein.com\/2018\/08\/17\/finkelstein-on-corbyn-mania\/#_ftnref18\">[18]<\/a>\u00a0Jewish People Policy Planning Institute,\u00a02030: Alternative Futures for the Jewish People\u00a0(Jerusalem: 2010), pp. 18, 19.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/normanfinkelstein.com\/2018\/08\/17\/finkelstein-on-corbyn-mania\/#_ftnref19\">[19]<\/a>\u00a0Norman G. Finkelstein,\u00a0Knowing Too Much: Why the American Jewish Romance with Israel is Coming to an End\u00a0(New York: 2012), pp. 45-84.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/normanfinkelstein.com\/2018\/08\/17\/finkelstein-on-corbyn-mania\/#_ftnref20\">[20]<\/a>\u00a0\u201cBenjamin Netanyahu\u2019s Speech to Congress Interrupted by Standing Ovations,\u201d\u00a0Telegraph\u00a0(3 March 2015;\u00a0<a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=0KMVhb57RqI\">https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=0KMVhb57RqI<\/a>).<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/normanfinkelstein.com\/2018\/08\/17\/finkelstein-on-corbyn-mania\/#_ftnref21\">[21]<\/a>\u00a0David Rosenberg, \u201cA Plea to Jeremy Corbyn from a Jewish Socialist Who Shares the Same Desire for Social Justice,\u201d\u00a0Public Reading Rooms\u00a0(August 2018;\u00a0<a href=\"https:\/\/prruk.org\/a-plea-to-jeremy-corbyn-from-a-jewish-socialist-who-shares-the-same-desire-for-social-justice-and-human-rights\/\">https:\/\/prruk.org\/a-plea-to-jeremy-corbyn-from-a-jewish-socialist-who-shares-the-same-desire-for-social-justice-and-human-rights\/<\/a>).<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/normanfinkelstein.com\/2018\/08\/17\/finkelstein-on-corbyn-mania\/#_ftnref22\">[22]<\/a>\u00a0Len McCluskey, \u201cCorbyn Has Answered Concerns on Anti-Semitism, But Jewish Community Leaders Are Refusing to Take \u2018Yes\u2019 For An Answer,\u201d\u00a0HuffPost\u00a0(16 August 2018).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Der Autor ist Noam Chomsky, Maren Hackmann-Mahajan, Deborah Maccoby, Colin Robinson und Jamie Stern-Weiner f\u00fcr Hinweise und kritische Beitr\u00e4ge dankbar.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Norman G. Finkelstein promovierte 1988 am Politischen Institut der Princeton University. Er ist Autor von zehn B\u00fcchern, die in 50 ausl\u00e4ndische Ausgaben \u00fcbersetzt wurden, darunter THE HOLOCAUST INDUSTRY: \u00dcberlegungen zur Ausbeutung des j\u00fcdischen Leidens und zuletzt GAZA: Eine Untersuchung des Martyriums.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/normanfinkelstein.com\/\">http:\/\/normanfinkelstein.com\/<\/a><\/p>\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;<\/p>\n<p>\u00dcbersetzung: J\u00fcrgen Jung<\/p>\n<p>Quelle: Das Hirngespinst des britischen Antisemitismus und wie man ihn nicht bek\u00e4mpfen kann, wenn es ihn denn g\u00e4be<br \/>\nVon Norman G. Finkelstein<br \/>\n&#8222;Information Clearing House&#8220;, <a href=\"http:\/\/www.informationclearinghouse.info\/50069.htm\">http:\/\/www.informationclearinghouse.info\/50069.htm<\/a>)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die gegenw\u00e4rtige Hysterie, die die britische Labour Party umgibt, l\u00f6st sich in einige miteinander verbundene, wenn auch eigenst\u00e4ndige Pr\u00e4missen auf: Antisemitismus in der britischen Gesellschaft im Allgemeinen und in der Labour Party im Besonderen hat Krisenausma\u00dfe angenommen. 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