{"id":9851,"date":"2020-03-02T08:09:32","date_gmt":"2020-03-02T08:09:32","guid":{"rendered":"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/?p=9851"},"modified":"2020-03-02T08:30:11","modified_gmt":"2020-03-02T08:30:11","slug":"frieden-ist-machbar-nur-mit-besiegten-feinden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/?p=9851","title":{"rendered":"&#8222;Frieden ist machbar nur mit besiegten Feinden&#8220;"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/gro\u00dfplakat-1.png\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-9855 size-large\" src=\"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/gro\u00dfplakat-1-1024x612.png\" alt=\"\" width=\"584\" height=\"349\" srcset=\"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/gro\u00dfplakat-1-1024x612.png 1024w, https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/gro\u00dfplakat-1-300x179.png 300w, https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/gro\u00dfplakat-1-768x459.png 768w, https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/gro\u00dfplakat-1-500x300.png 500w, https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/gro\u00dfplakat-1.png 1600w\" sizes=\"auto, (max-width: 584px) 100vw, 584px\" \/><\/a>Ein Riesenplakat in Tel Aviv mit dem Text: <strong>&#8222;Frieden ist machbar nur mit besiegten Feinden&#8220;.<\/strong> Nur wenn der Gegner am Boden knieend um Gnade fleht, ist der Konflikt zuende. Ein Faustschlag ins Gesicht aller derjenigen, die noch glauben, dass Konflikte mit Verhandlungen, Diplomatie, Verst\u00e4ndigung, gegenseitiger Anerkennung und schlie\u00dflich auch Gerechtigkeit gel\u00f6st werden m\u00fcssten und k\u00f6nnten. Das Plakat (das inzwischen wieder abgeh\u00e4ngt worden ist, davon sp\u00e4ter) macht die schier unglaubliche Rechtsentwicklung in Israel deutlich. Nirit Sommerfeld geht in ihrem Artikel in Rubikon vom 27.02.2020 ausf\u00fchrlich darauf und auch auf die Geschichte dieses Plakates ein.<!--more--><\/p>\n<div id=\"attachment_9857\" style=\"width: 310px\" class=\"wp-caption alignleft\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-9857\" class=\"wp-image-9857 size-medium\" src=\"http:\/\/nahost-forum-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/20-03-01-dan-schueftan-screenshot-jungnaiv-300x216.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"216\" srcset=\"https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/20-03-01-dan-schueftan-screenshot-jungnaiv-300x216.jpg 300w, https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/20-03-01-dan-schueftan-screenshot-jungnaiv-768x552.jpg 768w, https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/20-03-01-dan-schueftan-screenshot-jungnaiv-417x300.jpg 417w, https:\/\/dpg-netz-bremen.de\/wp-content\/uploads\/2020\/03\/20-03-01-dan-schueftan-screenshot-jungnaiv.jpg 1017w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><p id=\"caption-attachment-9857\" class=\"wp-caption-text\">Screenshot aus jung &amp; naiv v. 16.09.2018<\/p><\/div>\n<p>Die Deutsch-Israelische Gesellschaft (DIG) hatte am 28. Februar 2020 Prof. Dan Schueftan aus Haifa eingeladen. Er referierte \u00fcber <strong>&#8222;Die Neuordnung der Macht im Nahen Osten und was sie f\u00fcr Israel bedeutet&#8220;. <\/strong>Schueftan ist Politikwissenschaftler an der Universit\u00e4t Haifa, Vorsitzender des National Security Studies Center und vor allem einflussreicher Berater mehrerer Regierungen und des israelischen Milit\u00e4rs in strategischen Fragen.<\/p>\n<p>Sein Vortrag war unglaublich. Ohne jede Moral, zutiefst zynisch, gepr\u00e4gt von einem abgrundtiefen Rassismus gegen\u00fcber Pal\u00e4stinensern und Arabern, und dabei immer freundlich, locker und zu netten oder h\u00e4\u00dflichen Witzchen, je nachdem, aufgelegt. Man konnte sich gut vorstellen, wie das weit nach rechts ger\u00fcckte politische Klima in Israel sich inzwischen &#8222;anf\u00fchlt&#8220;. Die arabischen Staaten w\u00e4ren nur f\u00e4hig zu Misserfolgen und w\u00fcrden nur eins verstehen: die Sprache der milit\u00e4rischen Gewalt. An die Kriege h\u00e4tte sich die israelische Gesellschaft inzwischen gew\u00f6hnt. So wie es in Kalifornien regelm\u00e4\u00dfig zu Stromausf\u00e4llen und in Oklahoma zu Tornados komme, so k\u00e4me es in Israel eben immer mal wieder zu Kriegen. Verhandlungen, Diplomatie, Verst\u00e4ndigung, Frieden, UNO, V\u00f6lkerrecht, Menschenrechte &#8230; alles unrealistische Tr\u00e4umereien, die in Europa getr\u00e4umt w\u00fcrden. Im \u00fcbrigen w\u00e4ren &#8222;europ\u00e4ische Werte&#8220; in der Welt sowieso heute ohne jede Bedeutung. \u00dcber Donald Trump: er w\u00e4re zwar dumm, das w\u00fcssten alle, aber er t\u00e4te trotzdem das Richtige; sein &#8222;Deal of the Century&#8220; w\u00fcrde es erm\u00f6glichen, die Frage der Siedler und die Sicherung im Jordantal endlich zu Israels Zufriedenheit zu l\u00f6sen.<\/p>\n<p>Emp\u00f6rend war nicht nur der Vortrag, sondern auch die Reaktion seitens der einladenden DIG und des zahlreichen (50 &#8211; 60 Menschen) Publikums. W\u00e4hrend des launigen Vortrags gab es breite Zustimmung, immer wieder Gel\u00e4chter und Applaus. Und in der anschlie\u00dfenden Diskussion kaum kritische Fragen. Der Vortrag ist auf Video aufgenommen worden. Ich bef\u00fcrchte, dass sich die DIG nicht trauen wird, diesen Vortrag einer breiteren \u00d6ffentlichkeit zu pr\u00e4sentieren, indem sie ihn auf auf ihre Webseite setzt. Wir werden sehen.<br \/>\n<em>S\u00f6nke Hundt<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Hier also jetzt der aufschlussreiche Text von Nirit Sommerfeld.<\/strong><\/p>\n<header class=\"header-normal\">\n<div class=\"header-content\">\n<h1>Wes Lied du singst<\/h1>\n<h1>In Israel rufen faschistoide Nationalreligi\u00f6se offen zum finalen Sieg \u00fcber die Pal\u00e4stinenser auf.<\/h1>\n<div class=\"article-meta\">\n<p>von <a href=\"https:\/\/www.rubikon.news\/autoren\/nirit-sommerfeld\">Nirit Sommerfeld<\/a><\/p>\n<p>Nicht alle in Israel sind gegen den Frieden. Reaktion\u00e4re Kr\u00e4fte k\u00f6nnen sich diesen jedoch nur als einen triumphalen Siegfrieden vorstellen. Die Unterwerfung, Vertreibung oder Vernichtung des Feindes sei alleine der Garant f\u00fcr die ersehnte Kirchhofsruhe. Eine Plakataktion in Tel Aviv und Presse-Artikel versuchen diese Ideologie in den K\u00f6pfen der Menschen zu verankern. Und die deutsche Regierung? Pflegt die \u201ebesondere Freundschaft\u201c zu Israel, die f\u00fcr Deutschland nach verheerenden deutschen Verbrechen an den Juden Staatsr\u00e4son ist \u2014 indem sie sich besonders kritiklos gegen\u00fcber der verfehlten Politik der israelischen Regierung verh\u00e4lt. Dabei tun Deutsche auch j\u00fcdischen Israelis keinen Gefallen, wenn sie nicht auf einen wirklich fairen Frieden zwischen beiden Seiten des Pal\u00e4stina-Konflikts dringen. Nur dieser w\u00fcrde weitere Gewaltopfer auf beiden Seiten vermeiden helfen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/header>\n<div class=\"article\">\n<div class=\"article-content\">\n<p>Die Plakate zeigen den Pal\u00e4stinenserpr\u00e4sidenten Mahmoud Abbas und den Hamas-F\u00fchrer Ismail Haniyeh, beide knien auf kriegszerst\u00f6rtem Schutt, die Augen verbunden, die K\u00f6rperhaltungen zeugen von Aufgabe; \u00fcber ihnen fliegen israelische Kampfhubschrauber. In gro\u00dfen Lettern steht dar\u00fcber:<\/p>\n<p><em>FRIEDEN MACHT MAN AUSSCHLIESSLICH MIT BESIEGTEN FEINDEN<\/em><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.rubikon.news\/media\/images\/795874f00bed498bcc54edf27caee39e.png\" alt=\"Bild\" \/><br \/>\n<img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.rubikon.news\/media\/images\/330bc2967c802d964cceb189a39ad3a2.jpg\" alt=\"Bild\" \/><\/p>\n<blockquote><p>Screenshots aus haaretz.com und aus i24news.tv<\/p><\/blockquote>\n<p>Als Tel Avivs B\u00fcrgermeister Ron Huldai vergangenen Freitag, den 14. Februar 2020, anordnete, die Plakate zu entfernen, drohte die Organisation Israel Victory Project (1), die zwar nicht auf den Plakaten firmiert, sich aber f\u00fcr deren Existenz verantwortlich zeigt, sie w\u00fcrde vor Gericht ziehen, wenn dies geschehe.<\/p>\n<p>In Tel Aviv gab es keinen Aufschrei in der Bev\u00f6lkerung. Im israelischen englischsprachigen Online-Magazin i24news.tv, in dem die Meldung zuerst erschien (2), gab es lediglich zwei Kommentare, beide mit demselben Tenor:<\/p>\n<p><em>\u201e(&#8230;) Ich mag den Satz: \u201aFrieden kommt mit der Niederlage des Feindes\u2019. Warum gehen wir also nicht einfach hinaus und besiegen ihn?\u201c<\/em><\/p>\n<p><em>\u201eAnstatt weitere Werbetafeln zu entfernen, h\u00f6rt auf, den Feind durchzuf\u00fcttern&#8220;.<\/em><\/p>\n<p>Am 19. Februar 2020, erschien in <em>Haaretz<\/em> der Kommentar von Neve Dromi, einer jungen Israelin, die das Israel Victory Project leitet. Dieses Projekt ist der israelische Ableger des Middle East Forums (3), eines US-amerikanischen Think-Tanks, der US-Interessen im Nahen Osten vertritt. Dieser Kommentar ist mehr als lesenswert (4).<\/p>\n<p>Zum einen zeigt er, wie liberal die Tageszeitung <em>Haaretz<\/em> ist, indem sie so einer militanten rechtsradikalen Denkerin ein Forum bietet, einer Frau, die keinen Hehl aus ihrer faschistoiden Haltung macht, die ihre \u00dcberzeugung nicht durch heuchlerisches Wir-wollen-doch-alle-Frieden-Geheule zu vertuschen sucht. Zum anderen zeigt der Artikel, dass dieser Orwell-Sprech l\u00e4ngst im israelischen Mainstream angekommen ist; man kann sorglos vom \u201eBesiegen\u201c der Pal\u00e4stinenser sprechen, zuweilen auch von \u201eVertreiben\u201c oder \u201eVernichten\u201c, oder \u2014 wie im Kommentar Nummer 6 \u2014 eine Meinung lesen, die in Israel weit verbreitet ist und die ganz sachlich, fast wissenschaftlich formuliert ist:<\/p>\n<p><em>\u201eTats\u00e4chlich gibt es fast keine Beispiele aus der Geschichte, in denen der Frieden zwischen zwei gleichberechtigten Seiten durch Verhandlungen erreicht wurde. Frieden wurde fast immer erreicht, nachdem die eine Seite die andere besiegt hatte, oder wenn beide Seiten zu ersch\u00f6pft waren, um den Kampf fortzusetzen, und dann bereit waren f\u00fcr einen Fortschritt. Leider haben die Araber nicht die Absicht, aufzugeben und sich weiterzubewegen \u2014 ihre r\u00fcckst\u00e4ndige, primitive Kultur konzentriert sich auf Rache und Ehre, und deshalb sind sie in ihrem Hass gefangen. Die Schlussfolgerung ist, dass sie besiegt werden m\u00fcssen.\u201c<\/em><\/p>\n<blockquote><p>Oft werde ich in Deutschland gefragt, wie es um die israelische Friedensbewegung bestellt ist, und in guter j\u00fcdischer Manier antworte ich mit einer Gegenfrage: Welche Friedensbewegung? Weder ist Frieden in Sicht, noch bewegt sich irgendwer in irgendeiner Weise in diese Richtung.<\/p><\/blockquote>\n<p>Leute wie Neve Dromi sind keine Ausnahme. Mag sein, dass die Mehrheit der Israelis so oder \u00e4hnlich denkt, meist noch mit einem Schulterzucken und der Entschuldigung \u201eUns gef\u00e4llt das auch nicht, aber die Pal\u00e4stinenser kennen leider keine andere Sprache, also haben wir keine Wahl\u201c. Mag sein, dass diese Leute noch eine Weile das Sagen haben in Israel; mag sogar sein, dass sie noch weiter kommen mit der grandiosen Unterst\u00fctzung des blondbem\u00fctzten Gro\u00dfmauls aus Washington. Einen Frieden im wahrsten Wortsinn werden sie nicht erzielen. Und bestimmt nicht, weil die Pal\u00e4stinenser angeblich eine \u201er\u00fcckst\u00e4ndige, primitive Kultur\u201c haben, sondern weil kein Volk es sich gefallen l\u00e4sst, jahrzehntelang vertrieben, gedem\u00fctigt und seiner Rechte beraubt zu werden. Es sei denn&#8230;<\/p>\n<h1>Bedingungslose Freundschaft<\/h1>\n<p>Tja, es sei denn, dieses Volk findet nirgendwo Verb\u00fcndete, Unterst\u00fctzer. Es sei denn, die Entrechtung wird von vielen Staaten nicht nur hingenommen, sondern unterst\u00fctzt. Und genau das tun die allermeisten Staaten der sogenannten Westlichen Wertegemeinschaft, allen voran die USA, dicht gefolgt von der EU, vor allem aber von Deutschland.<\/p>\n<p>Wissen die Deutschen, was genau sie da unterst\u00fctzen? Ist es dieses Israel, an dessen Seite Deutschland mit seiner unverbr\u00fcchlichen Freundschaft stehen, das es mit seiner vermaledeiten Staatsr\u00e4son verteidigen will? Die deutsch-israelische Freundschaft ist wichtig, bemerkenswert und geboten nach der deutsch-j\u00fcdischen Geschichte, die noch so jung ist, dass sie die wenigen \u00dcberlebenden und selbst ihre Nachfahren immer noch in schlaflosen Albtraumn\u00e4chten wach h\u00e4lt.<\/p>\n<blockquote><p>Aber muss Freundschaft so unverbr\u00fcchlich sein, dass selbst der Bruch von V\u00f6lkerrecht, die Verletzung von Menschenrecht, die dauerhafte Zuwiderhandlung gegen internationale Vereinbarungen noch nicht einmal zu einem Streit f\u00fchren d\u00fcrfen? Dass noch nicht einmal Bedingungen gestellt werden d\u00fcrfen? Ihr Deutsche wollt Israel Waffen oder U-Boote verkaufen oder sogar schenken?<\/p><\/blockquote>\n<p>Na gut, allein dagegen k\u00f6nnte man Bedenken \u00e4u\u00dfern, aber gesetzt den Fall, Israel braucht das Zeug ganz ganz dringend, um sich zu verteidigen: Kann Deutschland da nicht sagen: Bitte sehr, hier bekommt Ihr Milit\u00e4rgut in Milliardenh\u00f6he, w\u00e4rt Ihr aber bitte so nett und w\u00fcrdet im Gegenzug die v\u00f6lkerrechtswidrige Besatzung beenden?! Zumindest mal keine weiteren Siedlungen bauen? Das Jordantal nicht annektieren? Pal\u00e4stinensische Kinder aus den Gef\u00e4ngnissen entlassen, zumindest keine mehr verhaften? Den Mauerbau stoppen? Checkpoints reduzieren? Gestohlenes Land zur\u00fcckgeben? Die Liste w\u00e4re noch lang.<\/p>\n<p>Ich h\u00f6re schon das emp\u00f6rte Schnaufen der vermeintlichen \u201aIsrael-Freunde&#8216;, die die historische Verantwortung bem\u00fchen und sich schon \u00fcberlegen, wie solche S\u00e4tze wie die obigen in die Schablone des \u201esekund\u00e4ren Antisemitismus\u201c, des \u201eals Israel-Kritik verschleierten Judenhasses\u201c zu stopfen ist.<\/p>\n<p>Sorry, Freunde, weder hasse ich Juden noch Israel, im Gegenteil: Ich w\u00fcnsche mir nichts sehnlicher als ein friedliches Israel, das in Freiheit, Sicherheit und Gerechtigkeit mit all seinen Nachbarn lebt. Meine Vorstellung davon weicht aber von der der anderen ab, die in Israel das Sagen haben. Ich tr\u00e4ume, nein, ich w\u00fcnsche mir und k\u00e4mpfe f\u00fcr ein Israel UND Pal\u00e4stina, das in welcher Form auch immer so zusammen lebt, dass alle Menschen zwischen Mittelmeer und Jordan in Frieden und gleichberechtigt neben- und miteinander existieren k\u00f6nnen. Eine Utopie? Vielleicht, ja. Aber auch eine Notwendigkeit. Alles andere l\u00e4sst mich erschaudern.<\/p>\n<p>Immerhin, Tel Avivs mutiger B\u00fcrgermeister Ron Huldai hat sich durchgesetzt: die Faschisten-Plakate wurden abgeh\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Soeben erschien auf Haaretz ein Kommentar von Gideon Levy (5) zu der Plakat-Aff\u00e4re, er sieht das \u00e4hnlich wie ich. Er endet mit dem Satz, frei \u00fcbersetzt: <em>\u201eLesen Sie Dromi und sehen Sie Israel \u2014 ohne die Filter der \u201apolitical correctness&#8216;, ohne die Liberalen mit ihren blutenden Herzen.\u201c<\/em><\/p>\n<p>Der Kommentar von Levy <a href=\"https:\/\/www.haaretz.com\/opinion\/.premium-tel-aviv-billboards-exemplify-israeli-fascism-1.8559020?=&amp;utm_term=20200220-05%253A10&amp;utm_campaign=Gideon%2BLevy&amp;utm_medium=email&amp;writerAlerts=true&amp;utm_source=smartfocus&amp;utm_content=www.haaretz.com%252Fopinion%252F.premium--1.8559020&amp;ts=_1583137329715\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">in Haaretz v. 20.02.2020 mit dem Titel: <strong>In Endorsement of Fascist Billboards, Nave Dromi Showed Her True Face. And That of Israel. <\/strong><\/a>(Leider hinter der Bezahlschranke)<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Quellen und Anmerkungen:<\/strong><\/p>\n<p>(1) Website des <a href=\"https:\/\/www.israelvictory.org\">Israel Victory Project<\/a><br \/>\n(2) Die Meldung \u00fcber die Plakate in <a href=\"https:\/\/www.i24news.tv\/en\/news\/israel\/politics\/1581697445-billboard-ads-displaying-palestinian-leaders-surrender-to-israel-provoke-tel-aviv\">i24news.tv<\/a><br \/>\n(3) Website des <a href=\"https:\/\/www.meforum.org\">Middle East Forum<\/a><br \/>\n(4) <a href=\"https:\/\/www.haaretz.com\/israel-news\/.premium-tel-aviv-mayor-reaction-proves-we-were-right-to-hang-those-posters-1.8555612\">Kommentar von Nave Dromi<\/a> in Haaretz (Deutsche \u00dcbersetzung)<br \/>\n(5) <a href=\"https:\/\/www.haaretz.com\/opinion\/.premium-tel-aviv-billboards-exemplify-israeli-fascism-1.8559020?utm_term=20200220-05%3A10&amp;utm_campaign=Gideon+Levy&amp;utm_medium=email&amp;writerAlerts=true&amp;utm_source=smartfocus&amp;utm_content=www.haaretz.com%2Fopinion%2F.premium--1.8559020\">https:\/\/www.haaretz.com\/opinion\/.premium-tel-aviv-billboards-exemplify-israeli-fascism-1.8559020?utm_term=20200220-05%3A10&amp;utm_campaign=Gideon+Levy&amp;utm_medium=email&amp;writerAlerts=true&amp;utm_source=smartfocus&amp;utm_content=www.haaretz.com%2Fopinion%2F.premium&#8211;1.8559020<\/a><\/p>\n<\/div>\n<div class=\"article-end\">\n<div class=\"article-author\">\n<div class=\"article-author-bio\">\n<p><strong>Nirit Sommerfeld<\/strong>, in Israel geboren, ist Schauspielerin, S\u00e4ngerin und Autorin. 2007 kehrte sie mit ihrer Familie in ihr Geburtsland zur\u00fcck; zwei Jahre sp\u00e4ter entschied sie sich aus politischen und pers\u00f6nlichen Gr\u00fcnden f\u00fcr die R\u00fcckkehr nach Deutschland. Seither besch\u00e4ftigt sie sich k\u00fcnstlerisch mit der israelisch-pal\u00e4stinensischen Realit\u00e4t, organisiert und begleitet Reisen nach Pal\u00e4stina und Israel und ist Mitgr\u00fcnderin und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des <a href=\"https:\/\/www.bib-jetzt.de\/\">B\u00fcndnisses f\u00fcr die Beendigung der israelischen Besatzung<\/a>. Weitere Informationen unter <a href=\"https:\/\/niritsommerfeld.com\/\">www.niritsommerfeld.com<\/a>.<\/p>\n<p>Quelle: Rubikon v. 27.02.2020<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.rubikon.news\/artikel\/wes-lied-du-singst\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">https:\/\/www.rubikon.news\/artikel\/wes-lied-du-singst<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein Riesenplakat in Tel Aviv mit dem Text: &#8222;Frieden ist machbar nur mit besiegten Feinden&#8220;. Nur wenn der Gegner am Boden knieend um Gnade fleht, ist der Konflikt zuende. 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