Sonnabend, am 23. Mai 2026, findet der nächste Free-Gaza-Proestmarsch in Bremen statt.
Start um 15 Uhr
Treffpunkt: Hillmannplatz
Dieses Mal konnten wir einen besonderen Redner gewinnen. Dr. Fadi Schukreh hat schon 2x als Arzt in Gaza im letzten Jahr inmitten Bombenterror im Krankenhaus unter schwierigsten unglaublichen Zuständen helfen dürfen. Die Berichte über seine Erlebnisse sind erschütternd und authentisch!
Die nächste Free-Gaza-Demonstration findet statt am: Samstag, den 30. Mai um 15.00 Uhr ab Rudolf-Hilferding-Platz. Der Marsch „Free Palestine- Now and Forever!“ führt über die Knochenhauerstraße zum Marktplatz. Angesichts der Entwicklung im Westjordanland ist es notwendiger denn je, Flagge zu zeigen. Denn hier werden mit den Baumaßnahmen zu E1 die endgültige Annektion des ganzen Westjordanland offenkundiger als je zuvor. Der Demonstrationsflyer ist hier abrufbar und verteilbar! Weitere Infos gibt es auf der Instagramm-Seite der Palästinensischen Gemeinde Bremen und Umgebung e.V.!
Die Deutsch- Palästinensische Gesellschaft lädt zu einem Zoom-Vortrag
Dr. Chadi Bahouth: Berichterstattung in Deutschland über den Krieg in Gaza: Bloß Unbehagen oder Medialer Rassismus?
Dienstag, 02. Juni 2026
19:30 Uhr
Anmeldung nicht erforderlich
Die deutsche Berichterstattung über den Nahostkonflikt steht massiv in der Kritik. Unser Referent analysiert den Umgang deutscher Redaktionen mit dem Thema und zeigt auf, wo professionelle journalistische Standards verletzt werden. Er beleuchtet die Debatte auf zwei zentralen Ebenen:
- Das Unbehagen und die Ausgrenzung von Wissen: Warum fundiertes palästinensisches Wissen in deutschen Institutionen oft auf Abwehr stößt und
Stimmen systematisch ausgegrenzt werden. - Der mediale Rassismus: Wie extreme Vorsicht, Angst und Unsicherheit in deutschen Redaktionen zu einer rassistischen und einseitigen Darstellung führen. Er plädiert dafür, das bloße Zeigen von Leid durch eine präzise Benennung von politischen Verantwortlichkeiten und Machtstrukturen zu ersetzen.
Dr. Chadi Bahouth ist ein deutscher Politologe, Journalist, Gestalttherapeut und
Dozent. Er arbeitet an der Schnittstelle von politischer Bildung, Medienvielfalt und psychologischer Beratung in der Metropolregion Berlin/Brandenburg.
- Medien & Diversität: Fünf Jahre Co-Vorsitzender des Vereins Neue deutsche Medienmacher:innen (Einsatz gegen strukturellen Rassismus in Redaktionen).
- Lehre & Expertise: Ehemaliger Dozent am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin. Schwerpunkte: Palästina/Israel, Migration und internationale Beziehungen.
- Engagement: Beisitzer im Aufsichtsrat von Campact e.V. sowie Auslandseinsätze für das Auswärtige Amt, die UN und die EU-Kommission.
Beitreten Zoom Meeting
https://us06web.zoom.us/j/81896733443?pwd=l3FrnnAN8lUVQ8z8BxDe
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Über Ihre Teilnahme freuen wir uns sehr.
DPG – Präsidium
3. Juni 2026: online: Progressiver Journalismus als Akt des Widerstands in autoritären Zeiten
Unabhängige Presse zu Israel und Palästina
Beschreibung
Die Pressefreiheit in Israel wurde in den letzten Jahren drastisch eingeschränkt: Journalist*innen werden bei ihrer Arbeit behindert, kritische Stimmen werden an den Rand gedrängt und unabhängige Medien stehen unter Druck. Im kürzlich veröffentlichten Index zur Pressefreiheit 2026 von „Reporter ohne Grenzen“ (RSF) belegt das Land Platz 116 (ein Rückgang um 4 Plätze gegenüber 2025). Gleichzeitig geben die meisten israelischen Medienhäuser die Narrative der Regierung weitgehend wieder, anstatt sie kritisch zu hinterfragen – was angesichts des genozidalen Angriffs Israels auf den Gazastreifen und der verheerenden Zerstörung palästinensischen Lebens, die Israel in Gaza, im Westjordanland und innerhalb Israels verursacht, insbesondere seit Oktober 2023, umso problematischer ist. Dennoch wehren sich unabhängige Medien im Land – durch mutigen Journalismus als Beitrag zur Stärkung progressiver Stimmen im In- und Ausland.
Das “+972 Magazine” ist eine der führenden unabhängigen Medienplattformen in Israel und Palästina, auf der israelische und palästinensische Journalist*innen gemeinsam für ein Millionenpublikum berichten. Sie widersetzen sich dem zunehmenden Autoritarismus und der Zensur und setzen sich für fairen und sachlichen Journalismus ein.
Wir sprechen mit unseren Gästen über die großen Herausforderungen und Gefahren, denen Medienschaffende in Israel heute mehr denn je ausgesetzt sind, und welche möglichen Auswirkungen diese Einschränkungen auf die kritische Berichterstattung in Deutschland über die Lage in Israel und Palästina haben.
Unsere Gäste:
- Ben Reiff ist stellvertretender Chefredakteur des +972 Magazine, bei dem er seit 2021 tätig ist. Er hat unter anderem für The Guardian, The Nation, New Statesman und Haaretz geschrieben. Er ist Gründungsmitglied des Redaktionskollektivs von Vashti Media, einem linksgerichteten jüdischen Magazin in Großbritannien. Nach mehreren Jahren als Aktivist und Journalist in Israel-Palästina lebt er heute in London.
- Alaa Salama ist Redakteur für Audience Development beim +972 Magazine. Alaa ist Autor und Journalist und wurde in Syrien als Sohn einer palästinensischen Flüchtlingsfamilie geboren. Er hat einen Master-Abschluss in Israelstudien von der Birzeit-Universität. Seine Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte des christlichen Zionismus und dessen Einfluss auf Politik, Kultur und Literatur.
- Dr. Dana Mills ist Leiterin der Abteilung für Ressourcenentwicklung beim +972 Magazine. Dana ist seit fünf Jahren in der israelisch-palästinensischen Zivilgesellschaft tätig, nachdem sie zuvor 15 Jahre lang als Wissenschaftlerin gearbeitet hatte. Sie promovierte 2014 in Oxford und ist Autorin von fünf Büchern, darunter eine Biografie über Rosa Luxemburg.
- Moderation: Hanno Hauenstein, in Berlin ansässiger freier Journalist und Autor.
Sprache: English mit Übersetzung Englisch <> Deutsch
Anmeldung erforderlich, s.o.
Die Veranstaltung wird auch per Livestream übertragen:
Eine gemeinsame Veranstaltung der Rosa Luxemburg Stiftung und des “+972 Magazine”.