Offener Brief an die „Jüdische Allgemeine“

Quelle: Etos.media v. 14.04.2026

Vor einigen Wochen haben wir, eine Gruppe iranisch-diasporischer Einzelpersonen, einen unserer Ansicht nach menschenverachtenden Artikel über den US-israelischen Angriffskrieg in der „Jüdischen Allgemeinen“ zum Anlass genommen, den folgenden offenen Brief zu formulieren und gemeinsam mit unterschiedlichen Stimmen des öffentlichen Lebens zu veröffentlichen. Seitdem ist dieser Krieg immer weiter eskaliert und legt sich als weitere Schicht des Grauens auf die ohnehin massiven Unterdrückungserfahrungen der iranischen Zivilgesellschaft und die unzähligen Kriegstraumata der libanesischen Bevölkerung. Inmitten der aktuellen, sehr fragilen und ausschließlich Iran betreffenden „Waffenruhe“ bleibt nun völlig unklar, wie diese Eskalationsspirale weiter verlaufen wird. Weiterlesen

Videobericht: Stiller Marsch – für Palästina, Iran und Libanon

Die Palästinensische Gemeinde Bremen hatte dieses Mal zu einem „Stillen Marsch“ aufgerufen. In ihrem Instagram-Kanal heißt es: „Stiller Marsch – Lauter als je zuvor. Jahrelang waren wir laut. Wir haben gerufen, angeklagt, protestiert. Unsere Stimmen waren auf den Straßen. Und trotzdem wurde weiter geschwiegen. […]

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Im Fokus: Libanon, Syrien, Palästina, Iran – Karin Leukefeld im Gespräch

Nahostkorrespondentin Karin Leukefeld von den Medien unberücksichtigte Aspekte der eskalierenden politischen und humanitären Situation im Nahen Osten.

  • Fortwährend bricht Israel den im November 2024 mit der Hisbollah vereinbarten Waffenstillstand, während letztere nur einmal zurückschoss.

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Weser Kurier schürt Vorurteile (15.30 Uhr: jetzt aktualisiert)

Ausriss Weser Kurier v. 08.04.2026

Der Weser Kurier berichtete in seiner online-Ausgabe am 8. April 2026 über das „Lagebild“, welches das Landeskriminalamt (LKA) über „politisch motivierte Straftaten“  im Jahr 2025 erstellt hat. Was das LKA unter „politisch motivierten Straftaten“ versteht, sei mal dahingestellt – und darauf soll es hier nicht ankommen. Skandalös ist die redaktionelle Darstellung im Weser Kurier. Als eye-catcher für den LKA-Bericht benutzte nämlich die Redaktion ein Foto vom Auftakt zu einer Free-Gaza-Demonstration, wie sie nun schon zum 113. Mal von der Palästinensischen Gemeinde Bremen und Umgebung organisiert wurden. Die Kombination aus Bild und Überschrift („Zahl der politisch motivierten Straftaten“) suggeriert beim Leser, dass diese Demos mit Straftaten verknüpft sind. Weiterlesen

Ostermarsch 2026

Wie in 120 anderen Orten in Deutschland hatte auch das Bremer Friedensforum zum Ostermarsch 2026 aufgerufen. Viele Organisationen beteiligten sich mit ihren Fahnen, Transparenten und Sprechchören. Als erster Redner auf dem Marktplatz sprach Ebu Kilinc von der Palästinensischen Gemeinde. In einer rhetorisch brillianten Rede zeichnete er vor den versammelten rund 1000 Menschen auf dem Marktplatz ein düsteres Bild von einer Welt, die von Israel und den USA brutal und leichtfertig in Brand gesteckt wird. Ohne jede Rücksicht auf Menschenleben und außerhalb jeder internationalen Rechtsordnung. Weiterlesen

Vor Ort in London: 1 Million Menschen demonstrieren für Gaza

Vor Ort in London: 1 Million Menschen demonstrieren für Gaza, gegen die extreme Rechte und einen Krieg gegen den Iran
Middle East Eye berichtet vor Ort aus London, wo sich mehr als eine Million Menschen zu einer Demonstration versammelt haben, die von den Organisatoren als die größte gemeinsame Pro-Palästina- und Anti-Rechtsextremismus-Demonstration in der britischen Geschichte bezeichnet wurde. MEE sprach mit Demonstranten, die aus Solidarität mit Gaza marschierten und ein Ende der US-amerikanisch-israelischen Bombardements gegen den Iran forderten. Weiterlesen

„Ein Strick nur für palästinensische Hälse“ – Todesstrafe auf der Agenda der Knesset

Die Ausweitung der Todesstrafe steht auf der Agenda der Knesset. Jüdische Täter müssen das diskriminierende Gesetz nicht fürchten. Israel will die Todesstrafe ausweiten – allerdings nur für Palästinenser. Im Gesetzentwurf, der voraussichtlich heute, am 30.03.2026, in der Knesset zur Abstimmung kommen wird, steht das so zwar nicht wortwörtlich. Aber genau das wäre gemeint. Weiterlesen

Protestmarsch durch die Bremer Innenstadt

Nach dem Ende des Ramadan hatte die Palästinensische Gemeinde Bremen und Umgebung am 28. März 2026 wieder zu einem Protestmarsch aufgerufen. Jetzt nicht nur für ihre Brüder und Schwestern in Gaza und in der Westbank, sondern auch gegen den Angriff mit Bomben und Raketen, mit „Enthauptungsschlägen“ und Flächenbombardements im Iran und im Libanon und in Syrien. Der gesamte Nahe Osten bzw. Westasiens wird mit einer Brutalität und einer Leichtgertigkeit ohne gleichen in Brand gesteckt. Und ein Frieden oder wenigstens ein Waffenstillstand sind nicht in Sicht. Also muss auch der Protest auf den Straßen weitergehen. 

Es sprach: Gabi Herb (Friedensaktivistin)
Video: Marlies und Sönke Hundt

Ramadan-Empfang in der oberen Rathaushalle

Die Schura Bremen ist der Dachverband der islamischen Gemeinschaften in Bremen. Er hatte zum Ende des Ramadan am 23. März 2026 zum festlichen Empfang in die obere Rathaushalle eingeladen. Durch den Abend führte als Moderatorin Merve-Nur Kilinc-Cakir. Nach einer Koranrezitation von Dr. Muhammed Fadil sprachen nacheinander

  • Dr. Andreas Bovenschulte, Bürgermeister der Stadt Bremen, 
  • Dr. Bernd Kuschnerus, Bremische Evangelische Kirche,
  • Netanal Teitelbaum, Landesrabbiner der Jüdischen Gemeinde Bremen,
  • Abdulkerim Sari (Festvortrag)
  • Murat Celik, Islamische Religionsgemeinschaft Schura

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DPG-Rundbrief 6-2026 v. 22. März 2026

26-03-22 DPG-Rundbrief 6-2026 Fastenmonat Ramadan und Eid al Fitr in Gaza. Ramadan hat dieses Jahr am 18. Februar begonnen und endet am Abend des 19. März 2026, das Eid al Fitr (Zuckerfest) beginnt am 20.3.2026. Es ist der erste Fastenmonat seit Inkrafttreten einer fragilen Waffenruhe im Oktober 2025, doch die humanitäre Lage bleibt katastrophal. Trotz der offiziellen Waffenruhe ist das tägliche Leben im Gazastreifen von massiven Entbehrungen geprägt. Weiterlesen