Bundestagsabgeordnete im Dienste der israelischen Rechten

Die Jüdische Stimme (JS) begrüßt erleichtert die gestrige Entscheidung des Bayreuther Stadtrates, den diesjährigen “Wilhelmine-von-Bayreuth-Preis für Toleranz und Humanität in kultureller Vielfalt” nun doch wie geplant an die US-amerikanische Frauenorganisation Code Pink zu verleihen. Gleichwohl halten wir es für unverzichtbar, die unbegründeten Vorwürfe der Deutsch-Israelischen Parlamentariergruppe gegen Code Pink zurückzuweisen und die Beteiligung von PolitikerInnen aller im Bundestag vertretenen Parteien an einer Hetzkampagne gegen die Organisation scharf zu verurteilen. Weiterlesen

Buchtipp: „Im Land der Verzweiflung – Ein Israeli reist in die besetzten Gebiete“

In welcher Weise Israel die Menschenrechte verletzt und westliche Werte ignoriert, zeigen die Beobachtungen des israelischen Schriftstellers Nir Baram. Dieser bereiste das von Israel besetzte Westjordanland und schilderte die Situation der Palästinenser in seinem Buch:

„Im Land der Verzweiflung  – Ein Israeli reist in die besetzten Gebiete“ Weiterlesen

Rassismus und Apartheid in Israel – gibt es das?

Die israelische Gesellschaft ist, mit einigen Mitgliedern ihrer Regierung vorneweg, in den letzten Jahren immer weiter nach rechts gerückt. Wie weit das dort in einen völlig unverhüllten Rassismus führt, ist hierzulande kaum nachzuvollziehen und würde hier mit Sicherheit zu Strafanzeigen wegen Volksverhetzung führen. In der folgenden Aufstellung dazu einige Äußerungen (mit Quellenangaben).

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Glenn Greenwald: Kriminalisierung von Kritik an Israel größte Gefahr für Meinungsfreiheit im Westen

In einem umfangreichen Debattenbeitrag prangert der Snowden-Vertraute und Mitbegründer der Enthüllungsplattform The Intercept, Glenn Greenwald, die Kriminalisierung von Kritik an Israel an. Aktivisten, die sich für Palästinenser-Rechte einsetzen, werden gezielt attackiert und zensiert. Nicht nur in Israel, sondern in allen westlichen Staaten und verstärkt auch an US-amerikanischen Universitäten. Darin sieht Greenwald eine virtuelle Gefahr für die Meinungsfreiheit in westlichen Staaten. Weiterlesen

„Youth Against Settlements (YAS)“ aus Hebron waren in Bremen

Hebron ist (nach Ost-Jerusalem) die zweitgrößte Stadt im Westjordanland. Mit ihren rd. 200.000 Einwohnern war und ist es auch heute noch ein wichtiges ökonomisches und kulturelles Zentrum. Hebron hat eine uralte und – wie in Palästina üblich – sehr bewegte Geschichte. Der biblischen Überlieferung zufolge liegen hier die Erzväter Abraham, Isaak und Jakob sowie ihre Frauen Sara, Rebekka und Lea in der Höhle Machpela begraben. Hebron ist das älteste und ein wichtiges religiöses Heiligtum für das Judentum, das Christentum und den Islam als den drei abrahamitischen Religionen. Über der Höhle Machpela wurde – in jüngerer Zeit – zunächst eine jüdische Pilgerstätte, dann eine byzantinische Kirche, die später in eine Moschee umgewandelt wurde, die dann von den Kreuzrittern zerstört und (wieder) durch eine Kirche ersetzt wurde. Seit dem Sieg Saladins (eines Kurden) 1187 über die Kreuzritter ist die Kirche eine Moschee. Die berühmte Ibrahim Moschee gilt als die älteste religiöse Stätte, die noch regelmäßig genutzt wird. Weiterlesen

Israels „Krieg“ gegen BDS wird immer verzweifelter

von Asa Wistanley
Ein faszinierender Artikel eines Jerusalem Post Knesset-Reporters zu Beginn dieses Monats gibt einen Einblick in den mehr und mehr verzweifelten Zustand des israelischen „Krieges“ gegen BDS. Die Boykott- Desinvestitionen- und Sanktionen-Bewegung hat zum Ziel, Israel für seine Verbrechen gegen das palästinensische Volk zur Rechenschaft zu ziehen.

Zunächst ignoriert , später dann verhöhnt, wurde die BDS-Bewegung nun zu einer der primären strategischen Bedrohungen für Israel, weiter, wie üblich, mit der Besatzung zu verfahren. Im Jahre 2005 formell gegründet, hat die Bewegung zum Ziel, Menschen, die ein Gewissen haben, weltweit zu ermutigen, Produkte aus Israel zu boykottieren, Investitionen aus israelischen Unternehmen zurückzuziehen und Druck auf die Regierungen auszuüben, Sanktionen gegen Israel zu verhängen. Weiterlesen

Im System der Schattenbanken – Ökonomen diskutierten in Bremen über Finanzmärkte und Geopolitik

Mehr als 200 Menschen drängten sich am Dienstag im großen Saal der Zionsgemeinde in der Bremer Neustadt, um einer Diskussion zum Thema »Finanzmärkte, Geopolitik, Kriege« zu folgen. Die Vereinigte Evangelische Gemeinde Bremen-Neustadt, das Bremer Friedensforum, ATTAC und andere Organisationen hatten zwei angesehene Ökonomen für das Gespräch gewinnen können. Folker Hellmeyer ist Chefanalyst der Bremer Landesbank Weiterlesen

Die Veranstaltung am 26. Januar 2016 mit Arn Strohmeyer fand trotzdem statt – vor den Weserterrassen

Die Veranstaltung mit dem Titel „Antisemitismus – Philosemitismus und der Palästina-Konflikt. Hitlers langer verhängnisvoller Schatten“ stand seit langem auf dem Programm vom Bürgerhaus „Weserterrassen“ an Bremens Osterdeich. Arn Strohmeyer wollte sein neues Buch (mit dem gleichen Titel) vorstellen und darüber diskutieren. Als Unterstützer der Veranstaltung fungierten die Deutsch-Palästinensische Gesellschaft (DPG), das Nahost-Forum Bremen, der AK Nahost und das Israelisches Komitee gegen Häuserzerstörungen – deutsche Sektion (ICAHD). Weiterlesen

Offener Brief der Botschafterin Palästinas an Journalisten und Pressevertreter in Deutschland

Dr. Khouloud Daibes am 19. Februar 2015 in Bremen

In einem offenen Brief wendet sich Botschafterin Dr. Khouloud Daibes an Journalisten und Pressevertreter in Deutschland.

Verehrte Journalisten, Medienschaffende und Vertreter der Presse in Deutschland,

Zunächst möchte ich Ihnen für die im letzten Jahr geleistete Arbeit danken. Mit Ihrer Tätigkeit sensibilisieren Sie die Menschen in Deutschland für Palästina und tragen zur öffentlichen Meinungsbildung bei. Ihre Wortmeldungen und Beiträge zeigen uns immer wieder die Verbundenheit mit Palästina und dafür danke ich Ihnen sehr. Weiterlesen

Tair Kaminer: „Warum ich verweigere“

Ausriss aus: +972 Magazine

Die Israelin Tair Kaminer, die im November zusammen mit Yaron Kaplan in Bremen war, ist jetzt nach ihrer Einberufung wegen ihrer Verweigerung des Kriegsdienstes inhaftiert worden. Es wird erwartet, dass sie zu einem Monat Haft verurteilt wird. Der Kommentar von Tair Kaminer: „Vor dem Militärgefängnis fürchte ich mich weniger als vor unserer Gesellschaft, die ihre Menschlichkeit verliert.“ Ungefähr 40 Demonstranten begleiteten die Kriegsdienstverweigerin am Sonntag zur Tel Hashomer Militärbasis, wo sie verurteilt werden soll.

In Israel gibt es keinen zivilen Ersatzdienst, weswegen alle Verweigerer inhaftiert werden.
Man kann auch einen Protestbrief an den israelischen Verteidigungsminister Moshe Ya’alon schicken: <http://www.connection-ev.de/israel-refuser-form> oder ein Unterstützungsschreiben an Tair selbst (ebendort). Weiterlesen