„100 Stunden Verhandlungen sind immer besser als eine Stunde Krieg“ – Karin Leukefeld auf dem 50. Solidaritätsbasar in der Zionsgemeinde in der Neustadt

„Solidarität ist unsere Stärke“ – so hieß es am 27. November 2015 wieder zum 50. Solidaritätsbasar. Es ist deprimierend, aber die Welt ist heute nicht weniger kriegerisch als vor 50 Jahren. Niemals gab es mehr Flüchtlinge als heute, und 60 Millionen sind auf der Flucht, weil ihr Leben bedroht ist. Der Solidaritätsbasar fand wieder kurz vor dem Weihnachtskonsumrummel statt, aber dieses Mal an einem neuen Ort, in der Zions-Gemeinde in der Neustadt. Rd. 200 Menschen, um viele alte und neue Bekannte zu treffen und ihre Solidarität zu bekunden und zu spenden. Es gab – wie es schon Tradition in der Stephani-Gemeinde über all die Jahre gewesen ist – einen bunten Basar mit Büchern, Kunsthandwerk, Gekochtem, Gestricktem, Gebackenem u.a.m. sowie mit Essen und Trinken. Weiterlesen

Die Entlassung des Journalisten Killy und seine „Antisemitischen Verschwörungstheorien“ – und was wir daraus lernen können –

Keine zwei Jahre dauerte die Tätigkeit Daniel Killys beim Weser-Kurier, wo er zunächst im Januar von BILD kommend als Chef vom Dienst (CVD) in leitender Funktion eingestellt wurde. In dieser leitenden Funktion direkt hinter dem Chefredakteur hatte er die verantwortungsvolle Aufgabe die Produktionsabläufe in diesem Unternehmen mit den diversen Aufgabenfeldern zu koordinieren und zu optimieren. Zugleich aber betätigte er sich von Beginn an auch redaktionell mit Artikeln und Kommentaren. Weiterlesen

KaDeWe revidiert seine Entscheidung und entschuldigt sich

Foto: screenshot von http://www.kadewe.de/

Der Druck auf das Management vom Edelkaufhaus KaDeWe in Berlin war dann wohl doch zu groß geworden. Es teilte jedenfalls am Sonntag über Facebook und Twitter mit, dass es seine ursprüngliche Entscheidung, Produkte aus den von Israel besetzten Gebieten (es handelte sich um acht Weine der Marke „Gamla“ von den Golan-Höhen) aus dem Sortiment zu nehmen, revidiert habe. Man habe „hausintern zu rasch und unsensibel gehandelt“. Das Unternehmen sprach ausdrücklich sein Bedauern darüber aus, dass es „durch dieses falsche Verhalten seitens der KaDeWe-Group zu Missverständnissen“ gekommen sei. Weiterlesen

KaDeWe nimmt Produkte aus Israels Siedlungen aus dem Verkauf

Wie spiegel-online gestern meldete, hat das Berliner „Kaufhaus des Westens“ (KaDeWe) entschieden, Produkte, die nach der neuen EU-Kennzeichnungspflicht aus den von Israel besetzen Gebieten stammen und trotzdem nicht als solche gekennzeichnet sind, aus dem Sortiment zu nehmen. Wie KaDeWe-Sprecherin Petra Fladenhofer laut Spiegel erklärte, Weiterlesen

Gideon Levy: „Does unconditional support for Israel endanger Israeli voices?“

Am 10. April 2015 fand in Washington D.C. im National Press Club eine Konferenz zur Rolle und zu den Auswirkungen der Israel Lobby statt. Gefragt wurde in über 20 Beiträgen: „The ISRAEL LOBBY: Is it good for the US? Is it good for Israel?“ Besonders interessant (und ziemlich gut verständlich): die Rede des renommierten Haaretz-Korrespondenten Gideon Levy: Sein Thema: „Does unconditional support for Israel endanger Israeli voices?“

Auf der Konferenz wurden u.a. die weiteren Themen behandelt:

  • Grant Smith: How big is the Lobby and what does it do? An overview of the 501(c) universe
  • Grant Smith: How big is the Lobby and what does it do? An overview of the 501(c) universe
  • Seth Morrison: From the Jewish National Fund to Jewish Voice for Peace and BDS
  • Jeffrey Blankfort: The ADL: Covert action, censure, and courting law-enforcement
  • Prof. Richard Falk: Weakening and discrediting the UN: The work of pro-Israel NGOs
  • Miko Peled: How the Lobby enables Israeli policy: Views of an Israeli in America

Alle Infos und Videos der Reden hier: http://israellobbyus.org/

EU beschließt Kennzeichnung israelischer Siedlungsprodukte

pax christi begrüßt EU- Kennzeichnungsbeschluss und fordert rasche Umsetzung auch in Deutschland

Die EU-Kommission hat eine Kennzeichnung von Produkten aus israelischen Siedlungen in besetzten Gebieten beschlossen. Damit soll künftig in allen 28 EU-Mitgliedstaaten die korrekte Herkunftsbezeichnung für Erzeugnisse aus den besetzten Gebieten (dem Westjordanland und Ost-Jerusalem) sowie von den Golanhöhen eingeführt werden. Bislang wurden sie als „Produkte aus Israel“ bezeichnet. Laut der Entscheidung der EU-Kommission können Verbraucher künftig durch die Kennzeichnungspflicht entscheiden, ob sie Obst, Gemüse und Kosmetika aus völkerrechtswidrigen jüdischen Siedlungen in den besetzten Gebieten kaufen wollen. Weiterlesen

Offener Brief an Bodo Ramelow

Bodo Ramelow auf einem Plakat aus dem letzten Wahlkampf

Lieber Bodo,
in Deinem Interview mit der „Thüringer Allgemeinen“ vom 23. Oktober 2015 hast Du Dich während Deiner Reise in Israel engagiert zu den Sorgen und Nöten Israels geäußert und äußersten Wert darauf gelegt, vor allem ausgewogen zu sein – als Staatsmann und Ministerpräsident, der Du jetzt bist. Du hast aber leider ganz demonstrativ und ganz einseitig auf jeden Besuch bei den Palästinensern verzichtet. Wiltrud Rösch-Metzler von Pax Christi meinte, ich sollte Dir mal für Deine Meinungsbildung einen sehr interessanten Artikel (in deutscher Übersetzung) aus der „Washington Post“ v. 23.10.15 schicken. Weiterlesen

„Wir waren unser Leben lang Zionisten. Hier die Gründe, warum wir uns entschlossen haben, die Boykott-Bewegung zu unterstützen.“

Sie haben es auf die Meinungsseite der Washington Post geschafft: Steven Levitsky, Professor für Politologie an der Harvard University und Glen Weyl, assistant professor für Wirtschafts- und Rechtswissenschaften an der University of Chicago. Sie sind Zionisten und unternehmen es trotzdem, Israel wegen seiner Besatzungspolitik zu kritisieren und offen zum Boykott Israels aufzurufen. Hier ihr Artikel in der Washington Post vom 23. Oktober 2015 (Übersetzung: Sönke Hundt).

„Wir waren unser Leben lang Zionisten. Wie andere progressive Juden in den USA haben wir Israel unterstützt, weil wir der Überzeugung waren, dass erstens ein Staat notwendig ist, um unser Volk vor zukünftigen Katastrophen zu schützen, und dass zweitens ein jüdischer Staat – als eine Lehre aus dem Holocaust – nur demokratisch sein könne und in den universellen Menschenrechten sein Fundament haben würde. Undemokratische Maßnahmen des israelischen Staates, wie die Besetzung der Westbank und des Gazastreifens könnten, so dachten wir, nur vorübergehend sein. Weiterlesen

Tel Aviv: Tausende fordern Friedensgespräche

Ausriss aus Ha’aretz v. 25.10.15

3000 Demonstranten forderten in Tel Aviv auf der Demonstration am Sonnabend von der israelischen Regierung, sofort in Verhandlungen einzutreten. Der Protestmarsch ging vom Rabin Square zum Hakirya-Verteidigungs-Gebäude. Gerufen wurden Slogans wie „Two capitals in Jerusalem“ und „No closures or checkpoints – only peace is a solution“ („keine Absperrungen oder Checkpoints – nur Frieden bringt die Lösung“).

Knesset-Abgeordnete der linken Partei Meretz marschierten an der Spitze. Aus der Rede der Vorsitzende der Partei, Zehava Galon: „Bibi, du bist gescheitert. Deine Politik hat hat keine Sicherheit für die Bürger Israels gebracht. Weiterlesen