Schluss mit dem Wahnsinn! Protestmarsch in Tel Aviv, Rally in Haifa

Stop the Madness! Protest march in Tel Aviv, rally in Haifa. Saturday, October 24, 7:30 pm – marching from the Rabin Square, Tel Aviv. Sunday, October 25, at 7:30 pm – rally at the Cinematheque Square, Haifa. At 7:30 pm on Saturday, October 24 the march will set off from Rabin Square to the Defense Ministry gate on Kaplan St., Tel Aviv. The march was initiated by Peace Now and joined by various other peace and human rights groups.

These difficult times – days of violence, fear and pain – are only reinforcing our understanding that there will not be real security here until there’s peace through a negotiated solution.

Only a political process that will lead to the end of our control over millions of Palestinians will end the bloody conflict between the two peoples and allow Israelis and Palestinians to live in peace and quiet. The only way to prevent further deterioration is through a two state solution.

Join us this Saturday – *To protest the government actions that are pushing us away from a solution. *To protest extreme right-wing provocations. *To call upon Israeli society to choose a different path.

mehr infos hier: http://zope.gush-shalom.org/home/en/events/1445491033

Wikipedia – leider keine verlässliche Quelle

Die Wikipedia ist für die meisten von uns inzwischen alltägliches Nachschlagwerk. Ist sie das aber auch zu Recht? Ist sie seriös und überparteilich, klärt sachlich über verschiedene Standpunkte auf? Nein, meint der Filmemacher Markus Fiedler, dessen Dokumentarfilm „Die dunkle Seite der Wikipedia“ soeben erschien. Fiedler bescheinigt dem Online-Lexikon vermachtet-autoritäre, intransparente Strukturen sowie Parteilichkeit bei gesellschaftspolitischen Artikeln – und steht mit dieser Einschätzung alles andere als allein. Stimmt es, dass die Wikipedia die Kriegslügen der Leitmedien überwiegen einfach nachvollzieht? Dass auch sie – wider alle Recherchepflicht und Wissenschaftlichkeit – Friedensbewegte zu Unrecht und womöglich gezielt als „Rechte“, „Irre“, „Verschwörungstheoretiker“ diffamiert?

Jens Wernicke sprach mit Markus Fiedler zu seinen diesbezüglichen Recherchen und Erkenntnissen sowie seinem Film. Weiterlesen

Der 18. goldene Orwell geht an Spiegel-online

In unregelmäßigen Abständen vergibt „Tapfer im Nirgendwo“ den Goldenen Orwell. Der Goldene Orwell wird an sogenannte Qualitätsmedien für Berichte verliehen, die dem Parteislogan aus George Orwells Roman “1984” alle Ehre machen: “Krieg ist Frieden!” Unbedingte Voraussetzung für den Goldenen Orwell ist die ideologische Verdrehung einer Nachricht Weiterlesen

„Alles andere ist verlogene Propaganda“

Israel-Palästina: Wer hat Recht? – Auszug aus einem Kommentar des israelischen Journalisten Gideon Levy in der Tageszeitung Haaretz (9. Oktober 2015): 

Durch den Dunst von Selbstgerechtigkeit, Medienpropaganda, Hetze, Ablenkung, Gehirnwäsche und Opferstilisierung der letzten Tage, dringt die einfache Frage mit voller Kraft wieder nach vorn: Wer hat recht? Israel hat kein begründetes Argument mehr in seinem Arsenal, das ein anständiger Mensch akzeptieren könnte. Selbst Mahatma Gandhi würde verstehen, warum Palästinenser zur Gewalt greifen. Selbst jene, die vor Gewalt zurückschrecken, die sie für unmoralisch und zwecklos halten, werden verstehen müssen, warum sie hin und wieder ausbricht. Die Frage ist doch, warum bricht sie nicht viel öfter aus? Weiterlesen

Der Tempelberg – das Herzstück des Konflikts

Schild vor dem Tempelberg: Zutrittsverbot für gläubige Juden

Israels Vorgehen auf dem Tempelberg (Noblem Heiligtum) ist vor allem für junge Palästinenser ein Angriff auf ihre islamische und nationale Identität. Nach den Jahren der Besatzung ist der „Haram Al-Sharif“ die letzte Bastion, für die sie kämpfen werden. Für sie ist dieser Ort ein Symbol der kollektiven Unterdrückung und Ungerechtigkeit. Angesichts ihrer desolaten Lage und ihrer Perspektivlosigkeit sind sie sogar bereit, für die Würde dieses Ortes zu sterben. Deshalb wird der Kampf um den „Haram Al-Sharif“ weitergehen, auch wenn sich die Welt mit anderen Problemen beschäftigt. Weiterlesen

Der Tempelberg als nächstes Ziel

Blick auf den Felsendom heute

Die Berichterstattung in den hiesigen Medien über die neuen Auseinandersetzungen in Jerusalem und in der Westbank folgen immer dem gleichen eintönigen und uninformierten Schema: der Tempelberg ist den Muslimen und den Juden heilig; die Siedler sind radikal, die Palästinenser sind gewalttätig, und die Sicherheitskräfte müssen eingreifen, um die Gewalt zu stoppen. Danach werden alle Seiten zur Mäßigung ermahnt, und alles soll gut werden. Hintergründe, Interessen, Geschichte … alles Fehlanzeige. (sh)

Hier ein sehr guter Bericht von Claudia Kühner, der gleichzeitig im Zürcher „TagesAnzeiger“ und im Berner „Der Bund“ v. 08.10.15 erschien:

„Krawall, Zusammenstösse, Schüsse, Messerstiche, Tote – ist das, was gegen­wärtig in Jerusalem und den besetzten Gebieten geschieht, der Beginn eines dritten  Weiterlesen

Jürgen Rose über die militärische Überlegenheit der „Israel Defence Forces (IDF)“ – Veranstaltung im Bremer Überseemuseum

Ex-Oberstleutnant Jürgen Rose, jetzt Mitglied im bundeswehrkritischen „Darmstädter Signal“

Der Ex-Oberstleutnant der Bundeswehr Jürgen Rose ist heute ein bekannter Autor mit mehr als 500 Publikationen zu sicherheits- und friedenspolitischen Publikationen. Er gilt als Experte auf den Gebieten der internationalen Sicherheit, des Völkerrecht und der Verteidigungspolitik. Jürgen Rose war 33 Jahre in den Diensten der Bundeswehr, wo er im Lauf der Jahre gegenüber den Einsätzen der Bundeswehr in Jugoslawien, dem Irak und in Afghanistan immer kritischer wurde und schließlich seine Mitarbeit verweigerte. Nach mehreren Prozessen zuerst vor dem Truppendienstgericht, dann vor dem Bundesverfassungsgericht und dem Europäischen Gerichtshof verließ er die Bundeswehr vorzeitig, um sich fortan seinem friedenspolitischen ‚Engagement zu widmen. Weiterlesen

Lilian Rosengarten im Bremer Überseemuseum

Lilian Rosengarten ist eine deutsche Jüdin, die 1935 aus Frankfurt mit ihren Eltern in die USA flüchten konnte. Jetzt ist sie 80 Jahre alt und absolviert zur Zeit eine Vortragsreise durch Deutschland (Darmstadt, Königswinter, Düren, Gießen, Frankfurt, Heidelberg, Hagen, Hannover, Berlin.) Am 13. September war sie auf Einladung einiger Bremer Gruppen (Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung [biz], Deutsch-Palästinensische Gesellschaft [DPG], AK-Nahost, Bremer Friedensforum, Nahost-Forum Bremen und Israelisches Komitee gegen Hauszerstörungen [ICAHD]) in das Bremer Überseemuseum gekommen, um ihre gerade erschienene Autobiographie („Ein bewegtes Leben: Von den Schatten Nazi-Deutschlands zum jüdischen Boot nach Gaza“, Zambon-Verlag 2015) vorzustellen. Weiterlesen

Eitan Bronstein, Zochrot: „Die Nakba ist auch Israels Geschichte“

Am 1. November 2014 war Eitan Bronstein auf Einladung der IPPNW in Berlin und hat über die Arbeit von „Zochrot“ berichtet. Im Folgenden findet ihr das Interview mit Bronstein, das die Alsharq-Journalisten Lea Frehse, Christoph Dinkelaker und Tobias Pietsch in der IPPNW-Geschäftsstelle geführt haben. Eitan Bronstein und seine Organisation „Zochrot“ werben unter jüdischen Israelis für die Aufarbeitung der „Nakba“. Ein Interview über Schrecken der Vergangenheit, Schläge gegen Linke und die iNakba-App. Weiterlesen

Klartext auf der Antikriegskonferenz

Die Konferenz in der Regionalsendung von Radio Bremen

Bei der Planung für die »Regionale Antikriegskonferenz (RAKK) 2015«, die am Samstag ganztägig in den Räumen der Zionsgemeinde in Bremen stattfand, konnten die Organisatoren nicht ahnen, dass die Flüchtlingskrise sich in den letzten Tagen und Wochen davor so dramatisch zuspitzen würde. Auch deshalb stand Markus Saxinger, seit 1998 Aktivist der »Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen«, mit seinem Referat im Mittelpunkt. Er kam sofort auf das zu sprechen, was im jetzigen Medienrummel so sorgfältig verschwiegen wird, nämlich auf die Hintergründe der Fluchtursache Krieg. Weiterlesen