Im September letzten Jahres erhielt ich die Anfrage des Deutschen Evangelischen Kirchentags DEKT, vor dem Hintergrund des Ukrainekrieges am Samstag, dem 10. Juni, in der Nürnberger Frankenhalle an einer Podiumsdiskussion zur Welt-UN-Ordnung teilzunehmen unter dem Titel «Wer Frieden will, bereite sich auf den Krieg vor?». Ich sagte zu.
Archiv der Kategorie: allgemein
Tamar Amar-Dahl: Der Siegeszug des Neozionismus – Israel im neuen Millenium
75 Jahre Israel. In allen Medien werden die Gründung und der erfolgreiche Aufbau des Staates Israel mit großem Pathos gefeiert. Tamar Amar-Dahl, eine deutsch-israelische Historikern, legt mit scharfer Kritik die grundsätzlichen Probleme des Zionismus seit der Staatsgründung bloß: wenn Israel ein jüdischer Staat ist, kann er nicht demokratisch sein; und wenn er demokratisch ist, kann er kein jüdischer Staat sein. Weiterlesen
in Foreign Affairs: «Es ist an der Zeit, die Fiktion einer Zweistaatenlösung aufzugeben»
In der us-amerikanischen Zeitschrift „Foreign Affairs“ werden seit dem Kalten Krieg die wichtigen geopolitischen Fragen vom außenpolitischen Establishment der USA erörtert. Deshalb: die Veröffentlichung dieses Artikels hat eine große Bedeutung für die künftige Diskussion in den USA. Wir übernehmen hier die deutsche Übersetzung von Infosperber.
In einem ungewohnten Schritt haben vier Professoren in «Foreign Affairs» gemeinsam dazu aufgerufen, die «Zwei-Staaten-Lösung aufzugeben» und die Konsequenzen aus der Ein-Staat-Realität zu ziehen. Die US-Regierung solle die Hilfe an den Staat Israel künftig davon abhängig machen, dass die apartheidähnliche Politik beendet werde. Weiterlesen
„Siegeszug des Neozionismus“ – eine Rezension des Buches von Tamar Amar-Dahl von Arn Strohmeyer

Die deutsch-israelische Historikerin Tamar Amar-Dahl analysiert in ihrem neuen Buch den „Siegeszug des Neozionismus“. Ihr Vortrag mit anschließender Diskussion am 25. April um 19 Uhr im Gemeindezentrum Zion wird mit Sicherheit auf ein großes Interesse stoßen. Arn Strohmeyer hat ihr Buch vorab besprochen.
Netanjahus Israel: nationalistisch, messianisch, rassistisch und konfrontativ
Arn Strohmeyer Weiterlesen
Neuigkeiten für Israel/Palästina-Interessierte
Liebe Israel/Palästina-Interessierte,
- Unsere nächste Veranstaltung ist ein Vortrag am Di., 25. April, 19 Uhr: Tamar Amar-Dahl, DER SIEGESZUG DES NEOZIONISMUS – Israel im neuen Millennium (s. Anhang)
Ort: Vereinigte Evangelische Gemeinde Bremen-Neustadt, Gemeindezentrum Zion, Kornstraße 31, 2801 Bremen-NeustadtTamar Amar-Dahl ist eine israelisch-deutsche Zeithistorikerin. Studiert hat sie Geschichte und Philosophie in Tel Aviv, Hamburg und München. Ihre Dissertation befasst sich mit dem israelischen Politiker Shimon Peres. Tamar Amar-Dahl lebt und arbeitet in Berlin und ist Mitglied im Beirat der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft.
Charlotte Wiedemann: Den Schmerz der anderen begreifen. Holocaust und Weltgedächtnis
Charlotte Wiedemann, Autorin von Büchern, Essays und Reportagen zu internationalen Themen – viele Jahre mit dem Schwerpunkt „Islamische Lebenswelten“, sprach auf Einladung des Arbeitskreises Nahost im Bremer Überseemuseum von begangenem Unrecht kolonialer Staaten, das Menschen anderer Nationen angetan, aber nie aufgearbeitet wurde, so der deutsche Kolonialismus und der Bereich Israel/Palästina.
»An das eigene Wasser dürfen wir nicht ran« Zum Tod des in Palästina forschenden Hydrogeologen Messerschmid
Die Alternative: Eine Befreiungsbewegung gegen ein Kolonialregime aufbauen, nicht zur Verteidigung der „jüdischen Demokratie“ demonstrieren
Pressemitteilung der One Democratic State Campaign
Posted on März 2, 2023, von Claus & gespeichert unter ICAHD Newsletter.
Seit Israels Justizminister Yariv Levin weitreichende „Reformen“ des israelischen Justizsystems ankündigte, die darauf abzielen, die Befugnis des Obersten Gerichtshofs, Gesetze für verfassungswidrig zu erklären, aufzuheben und die Justiz mit politischen Beamten zu besetzen, debattiert ein Regime, das auf Siedlerkolonialismus, Apartheid und jüdischer Vorherrschaft über die Palästinenser beruht, darüber, wie es sich als „Demokratie“ erhalten kann. Es ist eine wachsende Protestbewegung entstanden, die zu zivilem Ungehorsam aufruft, einschließlich „militanter“ Erklärungen von ehemaligen hochrangigen Politikern, Sicherheitsbeamten und Militärs, die sich widersetzen.
Nachrichten aus Palästina
Liebe Israel/Palästina Interessierte,
Es gibt immer zu viele Nachrichten!
Claus Walischewski (AK Nahost Bremen)
Zur Erinnerung: Unsere nächste Veranstaltung mit Charlotte Wiedemann, „Den Schmerz der anderen begreifen. Holocaust und Weltgedächtnis“ ist am 23.3. um 19 Uhr im Überseemuseum (s. Anlage)
Es gab ein Pogrom der Siedler im palästinensischen Dorf Huwara: 300-400 Siedler griffen das Dorf an, setzten 30 Gebäude und 15 Auros in Brand, 1 Palästinen´ser wurde getötet. Der stellvertretende Vorsitzende des Siedlerrats von Samaria, Davidi Ben Zion, schrieb am Sonntag auf Twitter: „Das Dorf Huwara muss heute ausgelöscht werden.“ Absichtserklärungen über die Stärkung des Siedlungsbaus seien nicht genug: „Die verloren gegangene Abschreckung muss sofort wiederhergestellt werden, und es gibt keinen Platz für Gnade.“ Weiterlesen
Die Nakba – Chronologie der Ereignisse Teil 1
Nakba (wörtlich: „Katastrophe“) meint die Vertreibung und Enteignung der Palästinenser 1947/48
Nakba Teil 1: Dezember 1947 bis Ende März 1948
aus: Interactive Encyclopedia of the Palestinian Question
Der UN-Teilungsplan vom 29.11.1947 gewährte den Juden (ein Drittel der Bevölkerung) 56% des britischen Mandatsgebiets, während die Palästinenser (zwei Drittel) sich mit 43% zufrieden geben sollten, Jerusalem sollte internationalisiert werden (1%). Weil im für Israel vorgesehenen Gebiet über 42% Palästinenser lebten, sahen die Juden ihre demographische Mehrheit (1) gefährdet. So kam es nach der Abstimmung sofort zu Gewalt.
1. David Ben-Gurion, der Israels erster Ministerpräsident wurde, äußerte sich besorgt in einer Rede Ende 1947: »Es gibt vierzig Prozent Nichtjuden in den Gebieten, die für den jüdischen Staat vorgesehen sind. Solch ein demografisches Verhältnis stellt unsere Fähigkeit infrage, jüdische Souveränität aufrechtzuerhalten. Nur ein Staat mit mindestens achtzig Prozent Juden ist ein lebensfähiger und stabiler Staat« (Zitiert nach: »Die ethnische Säuberung Palästinas« von Ilan Pappe / Englische Ausgabe Seite 48). Weiterlesen
Andreas Zumach