Das Verhältnis Deutschlands zu den Juden und zu Israel ist verständlicherweise durch den Holocaust geprägt. Doch dadurch ist er ritualisiert, anormal – und manchmal auch aktiv schädlich – geworden.
Haaretz, David Ranan Apr 20, 2020
Deutschland macht schwierige Zeiten durch, und das nicht nur wegen der Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie. Angela Merkel, die Verkörperung des deutschen, ja europäischen Gemeinsinns und der Stabilität und eine überzeugte Verfechterin des deutschen Sonderverhältnisses zu Israel nach dem Krieg, ist auf dem Weg nach draußen, während die rechtsextreme Alternative für Deutschland die drittstärkste politische Kraft im Bundestag ist und ihre Unterstützung regional konsolidiert. Weiterlesen
Zusammenfassung: Je mehr die zionistischen Parteien versuchen, die Vereinte Liste zu delegitimieren, desto mehr Unterstützung erhält sie. Die in der Liste vereinten vier Parteien vermitteln übereinstimmend die Botschaft, dass der Teil der Bevölkerung, der sie unterstützt, seine politischen Rechte nicht aufgeben und weiterhin Gleichberechtigung fordern wird, trotz struktureller Hindernisse für die politische Beteiligung nichtjüdischer Bürger in Israel.
Die 75-seitige Broschüre „Antisemitismus von links“ von Thomas Haury, herausgegeben von der Aktion Courage e.V. in Berlin und gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, wird offenbar zur Zeit an viele Lehrer an vielen Schulen geschickt. Die Broschüre ist extrem einseitg und von einem Autor geschrieben, der bekannt ist für seine „antideutschen“ Publikationen. Um so schlimmer, dass diese Broschüre halboffiziellen Charakter trägt und sein Inhalt also wahrscheinlich von vielen Lehrerinnen und Lehrer für bare Münze genommen und an die Schüler weitervermittelt wird. 