Wir alle sind Wissenschaftler*innen, jüdisch und nicht jüdisch, israelisch und nicht israelisch, von denen sich einige professionell mit Judaistik und dem Holocaust befassen. Mit großer Besorgnis beobachten wir die Zunahme des Antisemitismus weltweit und im Besonderen die Zunahme fremdenfeindlicher Stimmung und der Anzahl von Gewaltverbrechen an Juden und Muslimen in Deutschland in den letzten Jahren. Unsere bedingungslose Unterstützung gilt dem Widerstand gegen jegliche Form von Rassismus und Fanatismus in Deutschland und anderswo. Weiterlesen
Archiv der Kategorie: allgemein
Offener Brief von Ex-Außenministern der EU

Mary Robinson, Javier Solana, Hubert Védrine
„Ist Kritik an den Völkerrechts- und Menschenrechtsverletzungen des Staates Israel antisemitisch oder vielmehr notwendig?“ – Podiumsdiskussion in der Evangelisch-Reformierten Kirchengemeinde Bremen-Blumenthal
Ulrich Duchrow/Heidelberg am 3. April 2019 im Gespräch mit Dr. Widu Wittekindt und Dr. Bernd Moldenhauer, Mitglieder des Vorstands der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) Bremen. In der Mitte der Moderator Arne Hilke.
Zur Vorgeschichte: Die ref. Gemeinde Blumenthal plante eine Veranstaltungsreihe zu Antisemitismus in Zusammenarbeit mit dem Ev. Bildungswerk der Bremischen Evangelischen Kirche (BEK) und der Landeszentrale für politische Bildung. Die Referent*innen waren eingeladen – plötzlich kam Protest: Professor Dr. theol. Ulrich Duchrow sei als Referent in der Vortragsreihe unerwünscht. Ihm sei Antisemitismus vorgeworfen worden. Das Ev. Bildungswerk zog die zugesagte Finanzierung daraufhin zurück. Weiterlesen
Neue Tonlage im UN-Sicherheitsrat der Vereinten Nationen?

UN-Sicherheitsrat – wikimedia commons
Ab 1. April 2019 hat Deutschland den Vorsitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen überommen. Kann man nun aus der Rede des deutschen UN-Botschafters in einer Nahost-Debatte des Sicherheitsrates positive Impulse für die Zukunft des Nahost-Konflikts erwarten? In der Debatte am 26. März, als wie dort üblich etliche Redner schon ihre schriftlichen statements abgelesen hatten, ergriff der deutsche UN-Botschafter Christoph Heusgen das Wort. Er löste damit eine heftige Diskussion aus. Weiterlesen
Gaza Jahrestag-Protest: Israel lobt „ungewöhnliche Beherrschung von Hamas“ – und erschießt trotzdem drei 17jährige palästinensische Jugendliche
Mit friedlichen Demonstrationen begingen über 40.000 Palästinenser am Samstag in Gaza den Jahrestag der Proteste des „Großen Rückkehrmarsch“. Am 30. März 2018 hatten sich erstmals Zehntausende am Zaun zu Israel eingefunden und gegen die illegale Blockade Gazas und für ein Rückkehrrecht der Palästinenser in ihre Heimat demonstriert. Gestern hatte die in Gaza regierende Hamas nach eigenen Angaben rund 8.000 Sicherheitskräfte eingesetzt, die Demonstranten davon abhielten, zu nah an den Zaun zu gehen oder Brandsätze zu werfen. Weiterlesen
Völkerrechtsbruch statt Friedensplan von Trump – ein Gastkommentar im Weser Kurier
Der Weser Kurier Bremen brachte am 25.03.2019 einen Gastkommentar von Dr. Detlef Griesche, Vizepräsident der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft und Redakteur der Webseite http://www.nahost-forum-bremen.de. Es geht um die Rechte der Palästinenser bzw. um ihre fortdauernde Negierung durch die Regierung Netanyahu und einem großen Teil der Weltöffentlichkeit. Der vollständige Text als pdf-Datei hier.
Shir Hever: „Illiberale Zensur wird uns nicht besiegen“
Für alle
an der Diskussion um Palästina/Israel Interessierte eine sehr interessante Analyse der Zusammenhänge und des Zusammenspiels der Kräfte, die bundesweit immer stärker und mit allen offenen und verdeckten Mitteln versuchen , Diskussionsprozesse über den Palästina/ Israelkonflikt und die völkerrechtswidrige Besatzung zu verhindern. Möge sich jeder ein Bild von den die Meinungsfreiheit Weiterlesen
Wolfgang Benz: „Empathie für die Zivilbevölkerung des besetzten Palästina ist kein Antisemitismus“
„Empathie für die Zivilbevölkerung des besetzten Palästina ist kein Antisemitismus“, sagt der renommierte Antisemitismusforscher Wolfgang Benz. Weiterlesen
Göttinger Friedenspreis: Bericht, Videos und eine Moritat
Mehr als 400 Gäste nahmen an der Verleihung des Göttinger Friedenspreises an die Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V. (JS) teil. Der Göttinger Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler, die Universitätspräsidentin Ulrike Beisiegel und der örtliche Sparkassendirektor Rainer Hald hatten ihre Unterstützung für die Vergabe des Preises an die JS kurzfristig zurückgenommen, nachdem der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, sie dazu aufgefordert hatte. Die dadurch ausgelöste öffentliche Diskussion hatte dazu geführt, dass das Interesse an der JS immens wuchs. Sogar die ARD-Tagesschau berichtete über die Preisverleihung. Die Universität wollte ihre Aula aus Gründen der „Neutralität“ nicht wie sonst üblich für die Festveranstaltung öffnen, sodass sie in die Alte Feuerwache verlegt werden musste. Weiterlesen
Göttinger Friedenspreis verliehen – mit Protesten, Polizeischutz (!) und einem großen Medienecho
LG von Hildegard Lenz