Stellungnahme der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft, September 2018:
Nicht nur palästinensischen Organisationen haben mit Empörung auf Trumps Ankündigung reagiert, die Zahlungen an das Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen UNRWA nach 70 Jahren einzustellen. Das sind von den jährlichen Mitteln in Höhe von insgesamt ca. 950 Mill. Euro Finanzhilfen etwa 290 Millionen Euro. Weiterlesen
Archiv der Kategorie: allgemein
Ein Schritt zurück, zwei Schritte vor – Jeremy Corbyn gibt im Antisemitismus-Streit nach und marginalisiert seine Gegner
„Labour übernimmt gängige Antisemitismus-Definition“, so titelten gestern die deutschen Nachrichtenagenturen und interpretierten dies als Niederlage von Jeremy Corbyn, der sich stets gegen eine vollständige Übernahme dieser Definition samt der umstrittenen Beispiele gewehrt hat . Das ist nicht ganz falsch. Weiterlesen
BDS – Die Diskussion wird differenzierter
Die Deutsche Welle hat am 30. August 2018 einen sehr ausführlichen, sehr differenzierten und also sehr lesenswerten Überblicksartikel über die gesamte BDS-Problematik gebracht.
Der Anlass: die jüngsten Auseinandersetzungenmit um die Ruhrtriennale in Bochum und das Berliner Pop-Kultur-Festival. Es kommen mit sorgfältig zitierten Äußerungen zu Wort: Weiterlesen
Den USA ausgeliefert – Washington kürzt Gelder für Palästinenser
von Knuth Mellenthin
Alle palästinensischen Organisationen haben mit Empörung auf Donald Trumps Ankündigung vom Freitag reagiert, 200 Millionen US-Dollar für die Finanzierung von Hilfsprojekten zu streichen. Die Maßnahme zeige, »dass es das wirkliche Ziel der US-amerikanischen Hilfe ist, sich in die inneren Angelegenheiten anderer Völker einzumischen und ihre nationalen Rechte zu beeinträchtigen«, sagte der Generalsekretär der Palästinensischen Befreiungsorganisation PLO, Saeb Erekat, am Sonnabend. Hanan Aschrawi, eine Spitzenpolitikerin der PLO, sprach von »billiger Erpressung als politischemInstrument«. Weiterlesen
Die Stimme des „anderen Israel“ ist verstummt
Der Gush-Shalom-Gründer war einer der ersten Israelis, die die Position vertraten, dass nur ein eigenständiger palästinensischer Staat zur friedlichen Lösung des Nahost-Konflikts beitragen könne. „Der Unterschied zwischen einem Freiheitskämpfer und einem Terroristen hängt“, sagte er einmal, „von der Perspektive der Betrachtung ab.“ Uri Avnery ist am am Montag, 20. August 2018 im Alter von 94 Jahren in Tel Aviv gestorben. Er wurde 1923 als Helmut Ostermann in Hannover geboren. Die Familie emigrierte im November 1933 nach Palästina. Avnery lebte danach Zeit seines Lebens in Tel Aviv. Weiterlesen
Zehntausende protestierten in Tel Aviv gegen das Nation-State-Law
Die Menschen schwenkten palästinensische und israelische Fahnen. Sie skandierten: „Nationalstaat heißt Apartheid“. Zehntausende protestierten am Samstagabend in Tel Aviv gegen das Nation-State-Law. Schon eine Woche vorher hatten die Drusen einen Protestzug in Tel Aviv mit ebenfalls zehntausenden von Teilnehmern organisiert. Der israelische Ministerpräsident Netanyahu reagierte nach Trump-Manier über Twitter. Angesichts der vielen palästinensichen Fahnen schrieb er: „Es gibt keinen besseren Grund für das Nationalitäts-Gesetz. Wir werden mit Stolz unsere israelischen Fahnen schwenken und unsere Nationalhymne (Hatikva) singen.“ Weiterlesen
Kritik an Israels Politik!? – Die Kampagne gegen Jeremy Corbyn
Es ist gut möglich, dass die rücktrittsgeplagte konservative britische Regierung bereits im Herbst auseinanderbricht und es schon bald Neuwahlen im Vereinten Königreich gibt. Zynisch könnte man sagen: dies ist ein guter Zeitpunkt für die Heckenschützen des rechten Labour-Flügels, die mit ihren bisherigen Putschversuchen gegen den beliebten Parteivorsitzenden Jeremy Corbyn scheiterten. Doch der aktuelle Putschversuch ist selbst für britische Verhältnisse besonders schmutzig – es geht um Antisemitismus, Israel-Kritik und Corbyns Weigerung, eine umstrittene Antisemitismus-Definition zu übernehmen, die ihn selbst als Antisemiten abstempeln würde. Sämtliche großen Medien sind wieder einmal auf der Seite der Putschisten. Doch Corbyn kann wieder einmal auf seine Unterstützer und die Sozialen Netzwerke setzen, in denen sich eine prächtige Gegenöffentlichkeit für ihn stark macht und ihm so den Freiraum gibt, sich gegen die Schmutzkampagne zur Wehr zu setzen. Von Jens Berger. Weiterlesen
„Why the Sudden Concern Over Racism?“ (Warum die plötzliche Aufregung über Rassismus?)

Bild: wikimedia commons
Schlomo Sand, der international renommierte (davon mehr unten) israelische Historiker hat sich in Haaretz v. 27. Juli 2018 zum neuen Nation State Law zu Wort gemeldet. Er wundert sich über die Aufregung.
„Ich verfolge die Reaktionen der Öffentlichkeit auf das neue Nationalstaat-Gesetz und habe das Gefühl, als würde ich etwas übersehen. Ich versuche zu verstehen, aber es will mir nicht so recht gelingen. Der Aufschrei von Journalisten, Essayisten, Juristen und Persönlichkeiten aus dem Literaturleben, dass dies ein rassistisches Gesetz sei, das den Geist des traditionellen Zionismus verletzt, scheint ehrlich und echt zu sein. Weiterlesen
Wikipedia — Fakten oder Manipulation? Wie auf der Internet-Enzyklopädie über Israel-kritische Menschen geschrieben wird
Wikipedia gilt als die weltgrößte, frei zugängliche Enzyklopädie, in der sich zu nahezu jedem Thema Informationen finden lassen. Auch über „Personen des öffentlichen Lebens“ gibt es Einträge, also über Menschen, deren Leben und Wirken über ihr persönliches Umfeld hinaus für die Gesellschaft relevant ist. Während sachliche Themen, etwa naturwissenschaftliche, sehr präzise beschrieben sind, scheinen Einträge zu Personen gewissen Interessen oder Ideologien zu folgen. So jedenfalls kommt es zwei BIB-Mitgliedern vor: dem Vereinsvorsitzenden Prof. Rolf Verleger sowie Nirit Sommerfeld. Weiterlesen



