Text von Uri Avnery vom 7. Januar 2017.
WÄHREND DES 2. WELTKRIEGES, als deutsche Bomber England terrorisierten, stand eine kleine Gruppe britischer tapferer Flieger ihnen gegenüber. Ihre Lebenserwartung wurde nach Tagen gezählt. Ein findiger Geist im Propagandaministerium gestaltete ein Poster: „Wer fürchtet sich vor der deutschen Luftwaffe?“ Als dieses an einer der Königlichen Luftwaffenbasen angebracht wurde, hat eine anonyme Hand darunter geschrieben: „Unterschreibe hier“!. Weiterlesen
Archiv der Kategorie: allgemein
Nahost-Konflikt – Israel delegitimiert sich selbst
Am 26. Dezember 2016 veröffentlichte der jüdische Filmproduzent Arthur Cohn in „Cicero – Magazin für politische Kultur“ einen Artikel mit dem Titel „Der Siedlungsbau ist nicht illegal“ – und versuchte erwartungsgemäß, die Kritik an der Politik der israelischen Regierung zu widerlegen. Erstaunlich: Martin Breidert, Vizepräsident der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft und Vorstandsmitglied im Bündnis zur Beendigung der israelischen Besatzung (BIB) erhielt die Gelegenheit zu einer Replik.
Der Artikel von Arthur Cohn „Der Siedlungsbau ist nicht illegal“ entbehrt jeder völkerrechtlichen Grundlage. Weiterlesen
Zum neuen Jahr
DER AK-NAHOST BREMEN WÜNSCHT IHNEN ALLEN EIN GUTES NEUES JAHR!
DANKE FÜR IHRE UNTERSTÜTZUNG, IHR KOMMEN, IHR MUTMACHEN UND IHREN GLAUBEN DARAN, DASS WIR DIESE LEIDENDE WELT EIN BISSCHEN BESSER MACHEN KÖNNEN!
WIR DANKEN ALL UNSEREN REFERENTINNEN, KÜNSTLERINNEN, KOOPERATIONSPARTNERINNEN FÜR DIE VIELEN INTERESSANTEN VERANSTALTUNGEN
AUF EIN NEUES IM JAHR 2017, DEN JAHRESTAGEN VON 100 JAHREN BALFOUR-DECLARATION, 70 JAHRE UNO-TEILUNGSBESCHLUSS, 50 JAHRE VÖLKERRECHTSWIDRIGE BESATZUNG PALÄSTINAS
Detlef Griesche, Sönke Hundt, Claus Walischewski (Redaktion)
Zu spät: John Kerry zum Frieden im Nahen Osten
Sozusagen „frisch aus der Presse“. Hier ist die vollständige Video-Aufzeichnung der Rede des US-Außenministers John Kerry, zum „Frieden im Nahen Osten“ vom 28. Dezember 2016. Bemerkenswert: Kerry benennt namentlich die Nakba!
Dass auch Kerry in den fatalen Fehler verfällt, von „Alternativlosigkeit“ der Zwei-Staatenregelung reden, wird kaum jemanden wundern.
Kündigung des Kontos des Vereins „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“ – eine beschämende Geschichtsvergessenheit
Korrespondenz zwischen Prof. Rudolph Bauer und der Bank für Sozialwirtschaft
„Infolge des Drucks einer rechtsnationalistischen Schmutzkampagne“, so heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“ – kündigte die Bank für Sozialwirtschaft BfS das Konto des Vereins, der für die Verwirklichung der universellen Menschenrechte in Israel und Palästina sowie für eine gerechte Friedenslösung zwischen beiden Völkern wirkt. Trotz Protests zahlreicher Persönlichkeiten und Organisationen wurde die Kontokündigung von Seiten der Bank bekräftigt. Als ein Beispiel des Protests dokumentiert die NRhZ die Korrespondenz zwischen Prof. Rudolph Bauer und der Bank für Sozialwirtschaft, die bislang mit der Aussage endet: „Die Geschichtsvergessenheit der Wohlfahrtsverbände-Bank ist beschämend.“ Weiterlesen
Mizrachi-palästinensische Partnerschaft?!
Wie vom neuen Newsletter (21.12.2016) der Rosa-Luxemburg-Stiftung Tel Aviv berichtet, hat eine Gruppe von Mizrachi-AktivistInnen ein „Manifest gegen Rassismus und Diskriminierung“ präsentiert, das sich gegen die Fortdauer der Besatzung und gegen die „Aushöhlung der israelischen Demokratie“ richtet.
Das Manifest
Inspiriert von der Gemeinsamen Liste fand sich ein Kollektiv von Mizrachi-AktivistInnen zusammen und präsentierte ihr Manifest gegen Rassismus und Diskriminierung, das wir im Folgenden dokumentieren. Weiterlesen
BIB Thema der Woche #2: Administrativhaft
(Veröffentlichung des BIB Bündnis für die für die Beendigung der israelischen Besatzung v. 19.12.2016) 
Die Administrativ- oder Verwaltungshaft ist im israelischen Gesetz als Überbleibsel aus der britischen Kolonialhaft verankert, wird heute nur noch in China und von den USA in Guantánamo praktiziert und ist völkerrechtlich nur begrenzt erlaubt. Sie ermöglicht es Sicherheitskräften ohne richterlichen Befehl Menschen festzunehmen, die nach ihrer eigenen Einschätzung bzw. der Einschätzung des jeweiligen militärischen Oberbefehlshabers eine Gefahr für die israelische Ordnung und Sicherheit darstellen. Eine sehr eindringliche bildliche Darstellung hierzu findet sich auf der Seite VisualizingPalestine. Eine ausführlichere Beschreibung hat der Jurist und Völkerrechtler Prof. Dr. Norman Paech 2014 HIER verfasst.
„Denk‘ an Naboth!“ – Uri Avnerys Kolumne
ÜBER EIN UNGLAUBLICHES Stück von Gesetzgebung wird jetzt in Jerusalem debattiert. Das Land beschäftigt sich mit einer Siedlung, die Amona heißt. Tief in den besetzten Gebieten haben ein paar Dutzend jüdischer Familien eine illegale Siedlung errichtet. Illegal sogar nach israelischem Gesetz und erst recht nach internationalem Gesetz. Weiterlesen
Palästinensische Binnenflüchtlinge – und Bremens Partnerstadt Haifa
Auf Quantara.de, dem Internetportal der Deutschen Welle („soll den intellektuellen Dialog mit der Kultur des Islam fördern“) wurde in einem Artikel am 7. Dezember 2016 auf die Situation der palästinensischen Binnenflüchtlinge aufmerksam gemacht. Das sind diejenigen, die während der Nakba und noch Jahre danach aus ihren Häusern vertrieben wurden, aber im Gebiet des neu geschaffenen Staates Israel verblieben. Weiterlesen
Hannah Arendt zu „Die Krise des Zionismus“
Wütend und bitter beklagte die vor den Nazis in die USA geflüchtete politische Denkerin Hannah Arendt im Herbst 1945, dass die Amerikanische Zionistische Organisation sich 1944 von der bisherigen politischen Linie abkehrte und stattdessen das Programm Ben Gurions akzeptierte: das Ziel eines jüdischen Staates, der ganz Palästina umfassen solle. Arendt sah dies, in Vorausschau dessen, was 1947/48 geschah, als Katastrophe für den Zionismus an; sie schrieb:
»Dies ist ein Wendepunkt in der Geschichte des Zionismus; denn es besagt, dass das revisionistische Programm, das so lange scharf zurückgewiesen wurde, nun am Ende siegreich ist … Dieses Mal sind die Araber in der Resolution einfach nicht erwähnt worden, was ihnen offensichtlich die Wahl lässt zwischen freiwilliger Auswanderung und Bürgerrechten zweiter Klasse … Weiterlesen


