„Warum ich im Sicherheitsrat gegen die Besatzung gesprochen habe“ – Hagai El-ad – Im Vorstand von B’tselem

In Israel wird darüber diskutiert, ob Hagai El-Ad, der Executive Director der israelischen Menschenrechtsorganisation B’tselem das Recht bzw. die Legitimität hatte, vor dem Sicherheitsrat der UNO zu sprechen. Er hatte am 14. Oktober 2016 die Gelegenheit erhalten, über das Thema „Illegale israelische Siedlungen verhindern den Frieden und die Zwei-Staaten-Lösung“ zu sprechen. Americans for Peace, eine Schwesterorganisation der israelischen Peace Now, war ebenfalls eingeladen. Weiterlesen

Zehntausende jüdische und palästinensische Frauen beim „Marsch der Hoffnung“

Der Marsch begann am 6. Oktober in Rosh Hanikra im Norden Israels an der libanesichen Grenze und endete am Abend des 20. Oktober 2016 in Jerusalem. Auf der großen Abschlusskundgebung versammelten sich Tausende von jüdischen und palästinensische Frauen aus allen Teilen des Landes vor dem Sitz des israelischen Staatspräsidenten. Der „Marsch der Hoffnung“ wurde organisiert von der Gruppe „Women Wage Peace“ Weiterlesen

Fortschrittliches Bündnis. Rosa-Luxemburg-Stiftung stellt die »Gemeinsame Liste« in Israel vor

Von Roland Zschächner
Der momentane Rechtsruck in Israel betrifft nicht nur das Besatzungs- und Siedlungsregime in den palästinensischen Gebieten, sondern auch innenpolitisch vollzieht sich ein Rollback: Demokratische Rechte werden geschleift, konservative Werte gepredigt und rassistische Hetze gegen die arabische Bevölkerung zum Mainstream erhoben. Der reaktionäre Neoliberalismus ist eng mit dem Namen von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu verknüpft. Sein Likud-Block gewann die vergangene Wahl im März 2015. Weiterlesen

Wider die zionistische Mafia und für Meinungsfreiheit – mit Spendenaufruf

von  Abi Melzer.  Liebe Freunde, liebe Leser, es geht in diesem Text nicht um Antisemitismus oder Antizionismus, nicht um Israel oder Palästina, sondern um uns, um unsere Freiheit und unsere Würde. Wollen wir weiter tatenlos zusehen wie unsere Rechte beschnitten werden und zionistische Agenten aus Jerusalem bestimmen, was wir schreiben und was wir sagen dürfen, und am Ende auch noch was wir denken sollen. Weiterlesen

„Wie ein Kopfgeldjäger“ – ein Kommentar von Rolf Verleger zu Benjamin Weinthal

Ben Weinthal traf ich vor neun Jahren. Für das jüdische US-Magazin Forward schrieb er damals einen objektiven Bericht über meine Initiative Schalom5767 und zitierte darin ihre Kernaussage: „Das Grundübel ist die seit 1967 andauernde israelische Besetzung palästinensischen Gebiets.“

Danach muss etwas mit ihm passiert sein. Er wirkt jetzt wie ein Kopfgeldjäger. Wo immer Vertreibung und Landraub an den Palästinensern, die Besatzung der Westbank, die Einkesselung Gazas thematisiert wird: Weinthal schwingt sich aufs E-Mail-Ross, schreibt selbst den Haftbefehl „Antisemitismus“ – und schießt gegen die Veranstalter. Nicht ohne Erfolg: Weiterlesen

„Alles Antisemiten!“ – die Taz-Nord mal wieder

Die Redaktion der Taz-Nord ist bekanntlich um einiges „giftiger“ und antideutscher als die Berlin-Redaktion. Nun hat Benjamin Weinthal, der sich voll und ganz der Anti-Antisemitismus-Jägerei verschrieben hat und hier in der Stadt schon so manchem auf die Nerven gegangen ist, am 7. Oktober 2016 einen Gastkommentar geschrieben, worin es unter anderem heißt:

„Bremen … bleibt eine Hochburg der antisemitischen BDS-Bewegung, auch wenn Bremens Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) sagt, seine Stadt lehne „einen solchen Boykott ab“ und verurteile Weiterlesen

Radio München: „Zensur bei Israelkritik“

Fuad Hamdan, Leiter im Eine-Welt-Haus München, und Nirit Sommerfeld, Geschäftsführerin  für das Bündnis zu Beendigung der israelischen Besatzung (BIB), wurden von Radio München am 6. Oktober 2016 interviewt. Sie erhielten die Gelegenheit, sich sehr kritisch zu den jüngsten Zensurmaßnahmen gegen Veranstaltungen, die es „wagten“, Israels Besatzungs- und Siedlungspolitik zu kritisieren, zu äußern. Sehr hörenswert! Die Radiosendung kann hier angehört werden. Weiterlesen

WCC/NCC: Beratung über das Heilige Land

Olav Fykse Tveit, Kirche von Norwegen, Generalsekretär des ÖRK

Anders als die meisten deutschen evangelischen Kirchen haben der  Weltkirchenrat (World Council of Churches WCC) und der National Council of the Churches of Christ in the USA (NCC) eine bemerkenswert eindeutige Erklärung zu Palästina abgegeben.

Erklärung der Generalsekretäre Rev. Dr. Olav Fykse Tveit (Weltrat von Kirchen) und Jim Winkler (Nationalrat der christlichen Kirchen in den USA. )
Beratung über das Heilige Land, 14. September 2016
Keinen Menschen sollten ihre Rechte versagt werden und keinen Menschen sollten ihre Rechte für Generationen versagt werden. Der ungelöste Konflikt in Israel und Palästina ist in erster Linie einer der Gerechtigkeit und  bis die Forderung der Gerechtigkeit nicht erfüllt ist, kann kein Frieden werden. Da sich Israels Besatzung von Ostjerusalem, der Westbank und Gaza sich der 50- Jahresmarke nähert, haben Generationen unter dieser Realität gelitten. Die Möglichkeiten einer brauchbaren Zwei-Staatenlösung, die wir lange befürwortet haben,  ist schwer zu erreichen und scheinbar unrealistischer als jemals. Weiterlesen