Das Verhältnis vieler Linker in Europa zu Israel ist zweifelsfrei schwierig. Es bewegt sich im Spannungsfeld zwischen konsequentem Kampf gegen Antisemitismus und kritischem Hinterfragen offizieller Regierungspolitik. Dabei ergeben sich verständlicherweise nicht selten Widersprüche oder Unverständnis. Oft genug wird der Nahostkonflikt auf den scheinbar unlösbaren Konflikt zwischen Israel und Palästina reduziert. Unbeachtet bleibt zumeist die Situation der arabischen palästinensischen Israelis und anderer Minderheiten, ebenso der Widerstand innerhalb der israelischen Gesellschaft. Weiterlesen
Archiv der Kategorie: Buchtipps
Über ein Jahrhundert jüdischer Wohlfahrtspflege in Deutschland

Urteilsmilde Geschichtsbetrachtung
Von Rudolph Bauer
Vor einem Jahrhundert, am 9. September 1917, der Erste Weltkrieg war noch nicht zu Ende, erfolgte in Berlin die Gründung der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden, heute bezeichnet als Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (abgekürzt: ZWSt). Die Gründungsinitiative ging aus vom Deutsch-Israelitischen Gemeindebund (DIGB), der Großloge für Deutschland B’nai B’rith und dem Jüdischen Frauenbund (JFB). Sie sollte dazu dienen, die Wohlfahrtspflege in allen jüdischen Gemeinden Deutschlands auf überregionaler Ebene zusammenzufassen, seitens der Zentrale mit den örtlichen Gemeinden zusammenzuarbeiten sowie Provinzial- bzw. Landesverbände zu schaffen. Weiterlesen
Trumps Nahost-Politik: grotesk – absurd – irrational – Irrsinn – Armageddon
Michaels Lüders neues Buch enthüllt haarsträubende Zusammenhänge, wie die USA, Israel und Saudi-Arabien die Region destabilisieren und den Krieg gegen den Iran vorbereiten.
Arn Strohmeyer
Der Nahostexperte Michael Lüders warnt in seinem neuen Buch „Armageddon im Orient. Weiterlesen
Norman Paech über Moshe Zuckermann
Es gibt wohl kaum ein Thema, über das vor allem in Deutschland mit so unbändiger Härte debattiert wird, wie über das Thema „Antisemitismus“. Der israelische Soziologe Moshe Zuckermann gehört zu den profundesten Kritikern des Missbrauchs des Antisemitismus-Begriffs zum Zwecke der Unterdrückung von Kritik an der Politik des Staates Israel. Im Westend Verlag erscheint in diesen Tagen Zuckermanns jüngstes Buch mit dem vielsagenden Titel „Der allgegenwärtige Antisemit oder die Angst der Deutschen vor der Vergangenheit“. Norman Paech hat sich Zuckermanns Buch für die NachDenkSeiten einmal näher angeschaut.
Es steht wissenschaftlich inzwischen außer Frage, dass ein Anstieg des Antisemitismus in Deutschland nicht nachweisbar ist, dass es keinen neuen Antisemitismus gibt, Weiterlesen
Für die Umsetzung der Ziele des Zionismus ist jedes Mittel recht Tom Segevs eindrucksvolle Ben Gurion-Biographie schildert die Entstehung und frühen Jahre des Staates Israel ohne Tabus. Eine Buchbesprechung von Arn Strohmeyer Weiterlesen
Vor 100 Jahren versprach Großbritannien den Juden das Land der Palästinenser – die Balfour-Deklaration
von Rolf Verleger
Der Konflikt zwischen jüdischen Israelis einerseits und muslimischen und christlichen Palästinensern andererseits darüber, wem das Land gehört, ist und bleibt der Kernkonflikt im konfliktreichen Nahen Osten. In wenigen Tagen, am 2. November 2017, wird dieser Kernkonflikt 100 Jahre alt. Er ist ein vielschichtiges Erbe Europas — des Zarenreichs, das seine jüdische Minderheit diskriminierte und sie damit in Auswanderung und Rebellion trieb, Großbritanniens, das dieses Problem für seine eigenen Pläne ausnutzte, und schließlich Deutschlands, das die Juden Europas systematisch umbrachte. Der 2. November 2017 erinnert an die Rolle Großbritanniens. Weiterlesen
Eva Illouz, geboren 1961 in Fès, ist Professorin für Soziologie an der Hebräischen Universität von Jerusalem und an der EHESS in Paris. Sie schreibt regelmäßig für die israelische Tageszeitung Haaretz.
Wohin steuert Israel? Weiterlesen
Der Israeli Miko Peled schildert in seinem Buch „Der Sohn des Generals“, wie für ihn das Ideologie-Gebäude des Zionismus langsam zusammenbrach Weiterlesen
Susan Abulhawa in der Zentralbibliothek in Bremen
Susan Abulhawa hat Weltliteratur geschrieben. Palästinensische Weltliteratur. Ihr Debüt-Roman „Während die Welt schlief“ wurde in den USA sofort ein Bestseller und in fast 30 Sprachen übersetzt. Die Autorin ist in Kuweit geboren, lebte nach der Trennung ihrer Eltern zuerst in Abulhawa in Kuweit, dann in Jordanien, kam nach Jerusalem in ein Waisenhaus Weiterlesen
Der Nahostkonflikt: Geschichte, Positionen, Perspektiven – eine Buchbesprechung
Muriel Asseburg und Jan Busse über mögliche Lösungen des jahrzehntelangen Konflikts. Von René Wildangel
Mit Büchern über den Nahen Osten kann man, auch auf Deutsch, ganze Bibliotheken füllen. Umso erstaunlicher, dass es hierzulande kaum eine sachliche Einführung auf aktuellem Stand gibt. Die legen jetzt Muriel Asseburg, Expertin an der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), und Jan Busse, wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität der Bundeswehr in München, vor. Weiterlesen