Jeff Halper: „Decolonizing Israel, Liberating Palestine“

Jeff Halper, der Direktor des ICAHD, beschreibt in diesem Aufruf, warum es wichtig ist, das Buch „Decolonizing Israel, Liberating Palestine“ aus dem Englischen ins Arabische zu übersetzen.

Es ist von großer Bedeutung, dass Texte und Bücher mit antikolonialen Inhalten ins Arabische übersetzt werden. Weil es der Solidaritätsbewegung und dem gemeinsamen Kampf für die Schaffung einer echten Demokratie im historischen Palästina sehr helfen würde. Das gilt auch umgekehrt. Übersetzungen von Texten und Büchern palästinensischer und arabischer Autoren ins Englische bzw. Hebräische sind ebenfalls selten. Nur wenn mehr politische Texte übersetzt werden und allgemein zugänglich sind, wird der Wunsch der Palästinenser nach Freiheit und nach einer neuen Gesellschaft begreifbar und wahrgenommen. Weiterlesen

Iris Hefets: „Aktuelle Formen des Rassismus in Israel“ – Koloniale Verhältnisse zwischen Juden und Palästinensern

Eine Zoom-Veranstaltung, Vortrag mit anschließender Diskussion, am 16. November 2021. Iris Hefets ist Vorstandsmitglied der „Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V.“

Das Verhältnis zwischen Juden und Palästinensern in Israel wird immer öfter als ein koloniales Verhältnis beschrieben. Aber auch innerhalb der jüdischen Gesellschaft existieren vielfältige – auch offen rassistische – Diskriminierungen. Gemeint ist hier das Verhältnis zwischen ashkenasischen mizrachischen Juden. Iris Hefets Familie stammt aus Marokko, also aus einem arabischen Land mit einer arabischen Kultur. Weiterlesen

Andreas Zumach: Apartheid im „Heiligen Land“?! – und Strategien zu ihrer Überwindung

Andreas Zumach: Apartheid im Heiligen Land (?!) – und Strategien zu ihrer Überwindung
Vortrag mit anschließender Diskussion
Am: Donnerstag, den 14. Oktober. 2021; Um: 19.00 Uhr;
Ort: ZOOM-Veranstaltung (online)

Kann man, soll man, muss man die Situation in Israel/Palästina als Apartheid bezeichnen, wie das nach vielen anderen Beobachtern der Anfang dieses Jahres auch die israelischen und internationalen Menschenrechtsorganisationen Betselem und Human Rights Watch getan haben?

Was ist eigentlich genau Apartheid – und zwar nicht nur als Schlagwort? Wie steht es real darum in Israel/Palästina ,und welche Bezüge gibt es zur Apartheid-Entwicklung und Überwindung in Südafrika? Was wären Strategien? Was war dort ursächlich zur Überwindung – wirtschaftliche oder zivilgesellschaftliche Bewegungen o.ä.? Kann man etwas von der Entwicklung in Südafrika für Palästina/Israel lernen? Und was wäre die Perspektive für eine gerechte und menschenrechtskonforme Lösung des israelisch-palästinenischen Konflikts? Zwei Staaten oder ein gemeinsamer Staat? Weiterlesen

„Zeit der Verleumder“ – Teaser I – (Anti-)Deutsche Zustände

Seit heute gibt es auf dem Kanal der PKA (Projekt Kritische Aufklärung) einen ersten Ausschnitt aus dem Film „Zeit der Verleumder“. Die Online-Premiere ist am 10. Oktober 2021. Weitere Filmausschnitte werden in den kommenden Wochen hier folgen. Susan Witt-Stahl, Mit-Produzentin des Films, wird auf einer zoom-Veranstaltung des AK Nahost Bremen zu ihrer Arbeit informieren. Der Termin steht noch nicht fest. Weiterlesen

Rolf Verleger: Zionismus, Kolonialismus und die Entstehung Israels

Zum Thema: Das Zarenreich war um 1900 das größte jüdische Zentrum der Welt. Von hier kamen: Zionismus, Orthodoxie, der „Arbeiterbund“, jüdische Sozialisten, Auswanderung nach Amerika und Europa – und der Antisemitismus, der auch in den Einwanderungsländern zunahm, vor allem in Deutschland. Die führende Weltmacht Großbritannien wählte sich 1917 den Zionismus als ein Hilfsmittel für die Gestaltung ihrer Herrschaftsansprüche. Und so schuf der Zionismus, entstanden im Zarenreich zur Emanzipation einer diskriminierten Minderheit als Gegenspieler sowohl der jüdischen Orthodoxie als auch der sozialistischen Bewegung, mit Diskriminierung der Palästinenser und Landraub an ihnen nicht mehr, sondern weniger Gerechtigkeit auf Erden. Weiterlesen

Bettina Marx: Leben und arbeiten unter der Besatzunng in Palästina

Am 5. August 2021 war Bettina Marx (seit sechs Jahren Leiterin des Auslandsbüros der Heinrich-Böll-Stiftung in Ramalla) per Zoom dem AK Nahost in Bremen zugeschaltet. Ihr Thema: „Leben und arbeiten unter der Besatzung in Palästina“. Sie berichtete und erzählte spannend und anschaulich über das tägliche Leben der Palästinenserinnen und Palästinensern. Wo andere Berichterstatter sich auf diesem verminten Terrain nur mit äußerster Vorsicht bewegen, um nur ja die Regeln der political correctness einzuhalten, äußerte sich Bettina Marx in diesem Gespräch ohne Scheu zu Besatzung und Kontrolle und Menschenrechten und Kriegsverbrechen und Apartheid und Hamas und Abbas und und und… Weiterlesen

Mein Traum vom Frieden – von Massiv & Jürgen Todenhöfer

Sehenswert!

Dr. Mitri Raheb: Israel am Pranger

Am 17. Mai 2021 wurde von verschiedenen Bremer Friedens- und Palästina-Solidaritätsgruppen ein Gespräch mit Dr. Mitri Raheb organisiert. Das Interesse, auch international, war riesengroß. Es hatten sich teilweise mehr als 220 Teilnehmer und Teilnehmerinnen zugeschaltet.

Das erste Video ist eine Kurzfassung (40 Minuten). Im zweiten Video (1 h 54 Minuten) wird der erste Teil wiederholt. Dann aber folgt die Diskussion und noch ein Interview, das Anette Klasing und Sönke Hundt am Tag danach mit Mitri Raheb führten. Diskussion und Interview sind sehr interessant, mit vielen auch überraschenden Einschätzungen. Sehr sehenswert!

Orthodoxe Juden verurteilen den Angriff auf die Al-Aqsa-Moschee

Obwohl es die israelische Regierung immer wieder versucht, ist es eine Anmaßung, für alle Juden zu sprechen. Dagegen erheben bestimmte Richtungen des orthodoxen Judentums immer wieder heftigen Protest. So auch jetzt wieder angesichts der Erstürumung der Al-Aqsa-Moschee durch die israelische Polizei. (New York Times am 19.05.2021)

Rolf Becker rezitiert Erich Fried zum 100. Geburtstag

Weltnetz.tv freut sich, für die Ehrung Erich Frieds, der am 6. Mai 2021 hundert Jahre alt geworden wäre, Rolf Becker zur Rezitation einiger Gedichte gewonnen zu haben. Becker berichtet auch über seine Treffen und Diskussionen mit Erich Fried.

Erich Fried gehört zu den bedeutendsten Dichtern deutscher Sprache im 20. Jahrhundert. Als ein der Verfolgung des Naziregimes Entkommener engagierte er sich praktisch und als Autor lebenslang gegen faschistoide Gewalt und Entfremdung im Kapitalismus. Er schrieb an gegen den von den USA in Vietnam geführten Krieg und gegen die Besatzungspolitik Israels. Seine absolute Verurteilung der Gewalt betraf auch das Verhältnis zwischen Mensch und Tier. Seine Liebesgedichte sind ein Plädoyer für die Emanzipation der Geschlechter. Weiterlesen