In mehreren Veranstaltungen in verschiedenen großen Sälen der Stadt zeigte sich, wie groß das Interesse in Bremen für die Thematik »Nakba – Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948« ist. In die Ausstellung mit diesem Titel kamen bis jetzt über 650 Besucher. Sie ist noch bis zum 17. März Weiterlesen
Siedlerkolonialismus
Der Vortragssaal im Überseemuseum, den die Organisatoren der Nakba-Ausstellung dank der guten Kooperation mit dem Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung (BIZ) nutzen konnten, war , wie schon die Eröffnungsveranstaltung der Nakba-Ausstellung, bis auf den letzten Platz und darüber hinaus gefüllt. Am 1. März 2015 referierte der israelische Historiker Prof. Ilan Pappe über „Die Vertreibung der Palästinenser“. Ilan Pappe gehört zu der Gruppe der neuen israelischen Historiker, Weiterlesen
Eröffnung der Nakba-Ausstellung: wegen Überfüllung geschlossen
Obwohl die Veranstalter mit vielen BesucherInnen gerechnet hatten – das war dann doch für alle unerwartet. Schon kurz vor 19 Uhr wurden von der Bibliotheksleitung die Türen geschlossen und niemand mehr von den rd. 100 Wartenden reingelassen. Aus feuerpolizeilichen Gründen wäre keine andere Lösung möglich gewesen. Unter den Wartenden waren auch mehrere Mitglieder der Jüdischen Gemeinde Bremen, die lautstark Einlass begehrten. Aber es gab auch für sie natürlich keine Ausnahme; und hoffentlich interpretieren Sie das nicht als antisemitischen Affront gegen sich. Weiterlesen
»Schmerzhafte Reise in die Vergangenheit«
Bremen: Aufregung um »Nakba«-Ausstellung zur Vertreibung der Palästinenser 1948
von Sönke Hundt
Die Ausstellung mit dem Titel »Nakba – die Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948«, die vom 18. Februar bis zum 17. März in der Zentralbibliothek in Bremen gezeigt wird, hat in der Hansestadt zu heftigen Auseinandersetzungen – vor allem hinter den Kulissen – geführt. Am Dienstag, während der öffentlichen Sitzung der Kulturdeputation der Bremischen Bürgerschaft, erklärte Bürgermeister Jens Böhrnsen auf Anfrage des Vertreters der CDU, dass mit juristischen Mitteln die Ausstellung wohl nicht mehr verhindert werden könne. Versuche in diese Richtung hatte es mehrere gegeben, vor allem von seiten der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) und der Jüdischen Gemeinde. Auch eine Gruppierung aus dem sogenannten antideutschen Spektrum (sie nennt sich »C3«, ihre Mitglieder bleiben anonym) meldete sich im Internet zu Wort und forderte, »den renitenten Bremer Antisemiten (…) kein öffentliches Forum zu geben«. Weiterlesen
Gazas Schrei nach Gerechtigkeit
Tötende Kälte, fehlende Wasserversorgung, traumatische Erlebnisse
von Jürgen Todenhöfer
Täglich wird über alle Katastrophen dieser Welt berichtet. Doch nie über Gaza. Von der “4 Mrd € Hilfe” sind bisher nur 3% angekommen. Vor allem für Gehälter der internationalen Helfer. Zynisch hält Netanjahu die Steuer-Einnahmen Palästinas (!) zurück, weil dessen Regierung dem Internationalen Strafgerichtshof beigetreten ist. Folge: Not pur. Selbst schwer zerstörte Wohnungen können nicht repariert werden. Nachts ist es oft bitterkalt.Fünf Babies sind bereits erfroren. Salma, Fadi, Adel, Rafah und Wadie. Kein Staatsmann der Welt protestiert gegen den Tod dieser Kinder. Keiner kondoliert den Eltern. Unsere Staatsmänner kümmerten sich ja auch nie um die 539 zu Tode gebombten und 3000 verletzten Kinder aus Gaza. Es waren ja nur Palästinenserkinder. Weiterlesen
Neuss (NRW): ein erbitterter Streit um eine VHS-Veranstaltung
Neusser Bürgermeister untersagte Veranstaltung zum Israel-Palästina-Konflikt. NRW-Linke distanziert sich von eigenem Fraktionschef
Markus Bernhardt
Nachdem eine an der Volkshochschule (VHS) Neuss geplante Veranstaltungsreihe zum Nahostkonflikt, die Ende Januar starten sollte, vom örtlichen Bürgermeister Herbert Napp untersagt wurde, schlagen die Wellen der Empörung hoch. Die Durchführung war – nach Protesten von mit Israel solidarischen Organisationen und sogenannten Antideutschen – wegen angeblich »mangelnder Ausgewogenheit« von dem CDU-Politiker unterbunden worden. Im Rahmen der Reihe sollte unter anderem der bekannte jüdische Publizist und Kritiker der israelischen Besatzungspolitik, Rolf Verleger, auftreten. Weiterlesen
Der Streit um die historische Wahrheit
In Bremen formiert sich der Widerstand gegen die Nakba-Ausstellung / TAZ machte den Anfang
Arn Strohmeyer
Bremen feiert sich gerade als Reaktion auf die PEGIDA-Proteste als „weltoffene, liberale und tolerante Stadt“. Aber die ersten Reaktionen auf die Ankündigung, dass am 18. Februar in der Stadtbibliothek die Nakba-Ausstellung eröffnet wird, lassen da doch berechtigte Zweifel an dieser Aussage aufkommen. Nakba ist ein arabisches Wort und bedeutet Katastrophe. Der Begriff steht heute für die Vertreibung von 800 000 Palästinensern – die Hälfte dieses Volkes! – in den Jahren 1947/48 durch jüdische Truppen. Israelische Historiker haben die Vorgänge dieser Zeit inzwischen gründlich erforscht, was nicht zuletzt deswegen möglich war, weil Israel nach fast sechzig Jahren wenigstens zum Teil die Archive mit den authentischen Dokumenten für die wissenschaftliche Arbeit freigegeben hat. Weiterlesen
„No Safe Place“ – Unabhängiger Untersuchungsbericht von israelischem medico-Partner „Ärzte für Menschenrechte“ veröffentlicht
Der am 21. Januar 2015 von der israelischen medico-Partnerorganisation „Ärzte für Menschenrechte“ (PHR-IL) vorgestellte Bericht „No Safe Place“ erhärtet den Verdacht, dass zahlreiche Verstöße gegen das humanitäre Völkerrecht zu hohen Opferzahlen unter der Zivilbevölkerung während des Gaza-Krieges im Sommer 2014 geführt haben. Weiterlesen
Rügemer wehrt sich gegen die Diffamierung, Antisemit zu sein und gewinnt in allen Punkten
Am besten gleich das Völkerrecht abschaffen!
Der Vorstoß des israelischen Außenministers Lieberman ist an Absurdität nicht mehr zu übertreffen
Arn Strohmeyer
Die bedingungslose Unterstützung Israels ist für die deutsche Kanzlerin Angela Merkel „deutsche Staatsräson“. Das bedeutet nicht mehr und nicht weniger, dass die deutsche Politik ohne Wenn und Aber hinter Israels völkerrechtswidriger Politik stehen muss. Weiterlesen