Die jüngste Regierungsbildung wird nicht nur den israelisch-palästinensischen Konflikt in einer bislang noch nie dagewesenen Weise verschärfen, sie stellt auch eine eklatante Provokation für das internationale politische System dar, ist der Sukkus des Gespräches, welches ich mit dem deutschen Völkerrechtler und Politiker Norman Paech am 5.1 geführt habe.
„Herren im eigenen Haus“ – die FAZ über die neue Regierung in Israel
In der FAZ v. 29.12.2022 ist ein hochinteressanter Artikel erschienen. Ist zu erwarten, dass unsere über Völkerverständigung und Menschenrechte schwadronierende doppelmoralisch gepolte Außenministerin dieser Regierung, in der vorbestrafte Rassisten vertreten sind, wohl gratulieren wird? Hier also in Auszügen der FAZ-Artikel.
Herren im eigenen Haus
Von Christian Meier
Netanjahu hat sich für ein religiös-nationalistisches Projekt entschieden. Es fehlen Maß und Mitte. Neue Spannungen sind unausweichlich. „Jüdischer Rassismus“ – „Jüdischer Faschismus“ – „jüdische Homophobie“: Das sind Wendungen, die nur schwer zu verdauen sind, zumal in Deutschland. Nun, da die neue israelische Regierung ins Amt kommt, wird man sie aber häufiger zu hören bekommen, und das nicht mehr nur von Antisemiten, sondern auch von linken Israelis und liberalen Juden in anderen Ländern. Über den analytischen Wert dieser Begriffe kann man gewiss streiten. Aber sie sprechen Bände über das Ausmaß der Ablehnung, die schon jetzt zwischen der von Benjamin Netanjahu gebildeten Koalition und ihren Gegnern herrscht. Erstmals kommen Parteien und Politiker an die Macht, die noch vor kurzer Zeit als nicht salonfähig galten – sogar aus Sicht des notorisch opportunistischen Netanjahu. Der 73 Jahre alte Politiker war aber getrieben davon, zum dritten Mal seit 1996 Ministerpräsident zu werden, nicht zuletzt, um bessere Karten in einem Korruptionsprozess zu haben. […] Weiterlesen
Where It All Began …

Die neue Lehrküche am Dar al-Kalima geht an den Start Eines unserer größten Projekte ist so gut wie abgeschlossen – die Lehrküche für den neuen dualen Ausbildungsgang ist ausgebaut, die Geräte installiert, Kleingeräte, Küchenzubehör sind unterwegs.
Die letzten Funktionsprüfungen werden in diesen Tagen abgenommen. Die Studierenden stehen bereits in den Startlöchern und sondieren ihre neuen Lern und Arbeitsbereiche. Mit 16 neuen Kochstudenten und -studentinnen beginnt im Januar das neue Semester, vier Lehrkräfte stehen ihnen zur Seite und vermitteln Kenntnisse nicht nur im eigentlichen Kochen, sondern u.a. auch in Patisserie, Getränkekunde, Warenwirtschaft, Hygiene und Service. […]
den vollständigen newsletter von Dar Al-Kalima hier
Förderverein Bethlehem- Akademie Dar al-Kalima e.V.
Christiane Wacker- Singer
Projektleitung, Spenderkommunikation
mobil +49 176 95 51 50 51
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Hat Fridays for Future Bremen mit antisemitischer Gruppe kooperiert?
Am 17.12.2022 hat der „Zusammenschluss internationalistischer Linker in Bremen“ per mail die folgende bemerkenswerte Stellungnahme verschickt, die wir hier dokumentieren. Die Stellungnahme bezieht sich auf eine „Buten-un-Binnen“-Sendung von Radio Bremen vom 11. November 2022.
Als Zusammenschluss von internationalistischen Linken in Bremen möchten wir euch folgende Stellungnahme in Reaktion auf den buten un binnen Beitrag über fridays for future und Palästina spricht schicken:
Solidarität mit fridays for future und Palästina Spricht Bremen
Am 11. November 2022 wurde im Bremer Lokalfernsehen buten un binnen ein Beitrag des Journalisten Sebastian Manz gesendet, in dem fridays for future Bremen als antisemitisch bezeichnet wird. Hintergrund ist ein Redebeitrag, den die Gruppe Palästina Spricht auf der letzten Klimastreik-Demo gehalten hat, die von fridays for future organisiert wurde. Klimastreik-Demos seien dem Beitrag zufolge dadurch zum „Unort“, „Ort der Angst“ bzw. „unsicheren Ort“ für Juden und Jüd*innen geworden. Weiterlesen
Weihnachten 2022

Bethlehem
Liebe AKler, liebe Palästina-Engagierte, liebe Freundinnen und Freunde,
ich leite Euch / Ihnen den Brief zu Weihnachten von unserer Freundin aus
BIR ZEIT Prof. Dr. Sumaya Farhat-Naser weiter. Ein eindrucksvolles, aber
auch deprimierend stimmendes Dokument. Wenn man/ frau denkt, es geht
nicht schlimmer, doch in Palästina gehts noch schlimmer. Und unsere
Regierung schaut immer noch schweigend weg, selbst wenn
gewaltverherrlichende Rassisten in wichtige Ministerien der neuen
rechtesten Regierung einziehen. Renommierte Journalisten wie Gideon
Levy und bekannte ehemals führende Politiker wie Avraham Burg
beschreiben aktuell den offenkundigen endgültigen Abbau der ohnehin nur
vordergründigen „Demokratie“, die bislang schon von etlichen NGOs und
amnesty international als Apartheidsystem beschrieben wird.
Beste Grüsse
Detlef Griesche Weiterlesen
Photos: Palestinian flags fly high at the World Cup in Qatar
In den westlichen Medien scheint es so, also ob die Palästinenser von aller Welt vergessen sind und sie von der Weltöffentlichkeit ihrem Schicksal überlassen werden. Auf der in Deutschland viel kritisierten Fußballweltmeisterschaft in Katar zeigte sich ein ganz anderes Bild. Hier Fotos von Al Jazeera. Photos: Palestinian flags fly high at the World Cup in Qatar
Palestinians display their flag during matches and in the streets of Qatar during the World Cup. The Palestinian flag has become a common sight during the 2022 World Cup in Qatar. [Sorin Furcoi/Al Jazeera]
Mord an Abu Akleh: Al Jazeera verklagt israelische Streitkräfte in Den Haag
Eine unabhängige Untersuchung lehnt Israel bis heute ab. Die Biden-Administration in den USA hat sich der israelischen Behauptung, dass man nicht genau wisse, was passiert sei, ohne eigene Nachforschungen angeschlossen. Die EU ließ ihren anfänglichen Ruf nach einer unabhängigen Untersuchung der Tötung am Ende fallen. […]
Insbesondere deutsche Medien zeigen kaum Interesse daran, den Fall genauer zu beleuchten, obwohl es sich um eine US-Amerikanerin und prominente Journalistin handelt. Die UN-Studie wurde schnell als Fußnote abgetan. Die neuen Videobeweise und die weitere Entwicklung des Falls werden, mit wenigen Ausnahmen, dem deutschen Publikum vorenthalten. Kontexte werden nicht mitgeteilt, unangenehme Stimmen ausgefiltert, die Vernebelungsstrategie Israels geflissentlich übersehen. […] Weiterlesen
Zensur in Deutschland – ein Gespräch mit Shir Hever
In diesem Video sprechen wir mit dem unabhängigen Journalisten, Autor und Wirtschaftswissenschaftler Dr. Shir Hever über die Umstände, unter denen sein Vortrag über Kinderarbeit in Palästina von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Deutschland kurzfristig abgesagt wurde. Außerdem erkunden wir die Bedeutung der israelischen Wahlen und wie sie sich auf die Zukunft Palästinas auswirken könnten. Weiterlesen
Einige aktuelle Infos
Liebe Israel/Palästina Interessierte,
Hier wieder einige Infos:
1. Der Koordinationskreis Palästina Israel (KoPI) lädt ein zu einer Auftaktveranstaltung für das „Nakba-Jahr“ (75 Jahre Israel – 75 Jahre Vertreibung der Palästinenser*innen) am 26.11. nach Berlin (s. Anlage). Referenten sind: Professor i.R. Norman Paech: „Die Teilungsresolution – eine immer noch offene Rechnung der UNO.“ Dr. Sarah El Bulbeisi: „Was bedeutet die Nakba für die 2. Generation Palästinenser*Innen in Europa – eine persönliche Sicht und ein Ausblick auf die Zukunft.“ Jonas Abou Zaher: „Die NAKBA aus Sicht der Enkel-Generation“. Weiterlesen
Diskussion zu Holocaust und Nakba: Zoff um Goethe-Event in Israel
Das Goethe-Institut in Tel Aviv hatte für den 9.11. zu einer Podiumsdiskussion geladen. Nach empörten Protesten wird die Veranstaltung vertagt.
BERLIN/TEL AVIV taz | Konstruktiv werde das Buch zur Debatte beitragen. Zumindest war dies die Hoffnung des Rezensenten in der Frankfurter Rundschau. In einer begeisterten Besprechung des Buches „Den Schmerz der Anderen begreifen“ schrieb Micha Brumlik im Sommer: Dem Buch der Autorin Charlotte Wiedemann könne es gelingen, die festgefahrenen Fronten in der Diskussion über das Verhältnis von kolonialen Gräueltaten und nationalsozialistischem Judenmord und die Singularität der Shoah wieder aufzulockern.
