Kritik unerwünscht. Leserbriefe wurden nicht veröffentlicht

Am 5. Mai 2017 erschien im Weserkurier, der Zeitung mit einem Quasi-Monopol in Bremen und umzu, ein langes Interview mit Christian Weber, Bremens höchstem politischem Repräsentanten.  Thema: Das Verhältnis zu Israel. Weber äußerte in dem Interview seine bekannte, pointierte und überaus positive Meinung zu Israels gegenwärtiger Regierung und ihrer Politik. Kein Wunder, dass viele Leserinnen und Leser das anders sahen und kritische Leserbriefe schrieben. Der Weserkurier druckte davon keinen einzigen. Weiterlesen

Eine optimistische Utopie für den Nahen Osten – Prof. Dr. Udo Steinbach in Bremen

Prof. Dr. Udo Steinbach

Alles wäre über den Nahen Osten schon gesagt worden. Auf zig-tausenden von Seiten sei die jetzige Ausweglosigkeit wieder und wieder beschrieben worden. Seit den Oslo-Verträgen im Jahre 1993 seien die Verhältnisse nur schlimmer geworden. Trotzdem wäre der Nahost-Konflikt aus dem öffentlichen Interesse zur Zeit so gut wie verschwunden. „So wenig Israel, so wenig Lösungen für den israelisch-palästinensischen Konflikt wie in den letzten Jahren hat es noch nie vorher gegeben.“ Weiterlesen

28 Tage Hungerstreik der palästinensischen Gefangenen in israelischen Gefängnissen

Sonntag, der 14. Mai war der 28. Tag des Hungerstreik der palästinensischen Gefangenen in israelischen Gefängnissen. Der Streik hat am 17. April, dem palästinensischen „Tag der Gefangenen“ mit 1.500 der rund 6.500 Gefangenen (darunter 300 Kinder) begonnen, seither sind etwa 200 weitere Häftlinge hinzu gekommen. Weiterlesen

Susan Abulhawa in der Zentralbibliothek in Bremen

Susan Abulhawa hat Weltliteratur geschrieben. Palästinensische Weltliteratur. Ihr Debüt-Roman „Während die Welt schlief“ wurde in den USA sofort ein Bestseller und in fast 30 Sprachen übersetzt. Die Autorin ist in Kuweit geboren, lebte nach der Trennung ihrer Eltern zuerst in Abulhawa in Kuweit, dann in Jordanien, kam nach Jerusalem in ein Waisenhaus Weiterlesen

Thementag „50 Jahre israelische Besatzung“ nicht in Räumen der katholischen Kirche

Presseerklärung des Kairos Palästina Solidaritätsnetzes
Das Landgericht Berlin hat entschieden, dass der Thementag „50 Jahre israelische Besatzung – Wir dürfen nicht schweigen!“ nicht im Aquino-Tagungszentrum der Katholischen Akademie Berlin stattfinden darf. Damit hat es die Kündigung durch die Erzbischöfliche Vermögensverwaltung bestätigt. Für die katholische Kirche sei dies „ein neutrales Thema“, sie bemühe sich um eine „vermittelnde Position“. Weiterlesen

„Breaking the Silence und B’Tselem: Diese wunderbaren Organisationen …“

Die Taz hat am 8. Mai 2017 einen lesenswerten Gastkommentar von Avraham Burg, der von 1999 bis Anfang 2003 Präsident der Knesset und von 1995 bis 1999 Vorsitzender der Zionistischen Weltorganisation war, veröffentlicht. Da Burg aus dem inneren Kreis des israelischen politischen Establishment stammt und immer schärfer und immer eindeutiger die Politik der rechts-national-religiösen Netanyahu-Regierung kritisiert, ist sein Gastbeitrag besonders interessant.
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Breite Unterstützung für Sigmar Gabriel – allerdings nicht aus Bremen

Mehr als 20 bekannte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in Israel haben sich bei Deutschland bedankt – wegen der Haltung seines Außenministers Sigmar Gabriel der israelischen Zivilgesellschaft gegenüber. Sie richteten einen Brief an die Bundeskanzlerin und den Außenminister und schrieben: „Wir sind eine Gruppe von Israelis, die tief besorgt über die Zukunft unseres Landes sind. Weiterlesen

Endlich: linke Medien berichten über den Skandal um die ev. Akademie Tutzing

Für den 12. bis 14. Mai 2017 hatte die Evangelische Akademie Tutzing in Kooperation mit der Evangelischen Stadtakademie München und der Petra Kelly-Stiftung ein Symposium zum Thema „Nahostpolitik im Spannungsdreieck. Israelisch-palästinensische Friedensgruppen als Lernorte für deutsche Politik?“ geplant. Zu dieser Tagung wurden friedensbewegte Israelis und Palästinenser, wie auch deutsche Politiker, Journalisten und Intellektuelle von den Veranstaltern eingeladen. Weiterlesen

„We Are Here“ – Sabrina Dittus über ihren neuen Film aus Gaza

die Gruppe von ASHTAR-Theater

Am 27. April 2017 zeigte Sabrina Dittus im Bremer Überseemuseum ihren neuen Film über die sechs Jugendlichen aus dem ASHTAR-Theater Gaza-Stadt. Der Film „We Are Here“ dokumentiert auf eine sehr intensive, eindringliche und häufig beklemmende Weise, wie die sechs Jugendlichen der Theatergruppe ASHTAR das Stück über ihr Leben in Gaza entwickeln, diskutieren, proben, üben, Szenen wieder verwerfen, wieder diskutieren – und sich schließlich alle unbändig darüber freuen, nach Ramallah zur Premiere aus Gaza ausreisen zu können. Weiterlesen