Vom 16. bis 22. Oktober 2016 hat eine viel beachtete ökumenische Reise der katholischen und der evangelischen Kirche ins „Heilige Land“, also nach Israel und Palästina stattgefunden. Es war die erste gemeinsame – ökumenische – Reise und sollte der Vorbereitung auf das Reformationsjahr 2017 dienen. Zur politischen Lage in Israel / Palästina äußerten sich die Kirchen“fürsten“ (in ihrer „Gemeinsamen Botschaft zum Abschluss der Pilgerreise“) so neutral, so zurückhaltend und so äquidistant wie nur irgend möglich. „Mit großer Aufmerksamkeit und tiefer Sorge nehmen wir die politische Situation im Nahen Osten wahr. Der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern hat viele Verlierer auf beiden Seiten. Die fortgesetzt auftretende Gewalt zeigt, wie zerbrechlich der Frieden ist, den dieses Land so dringend braucht. Wir appellieren an alle Verantwortlichen, aufeinander zuzugehen und an einer gerechten Friedensordnung Weiterlesen
„Warum ich im Sicherheitsrat gegen die Besatzung gesprochen habe“ – Hagai El-ad – Im Vorstand von B’tselem
In Israel wird darüber diskutiert, ob Hagai El-Ad, der Executive Director der israelischen Menschenrechtsorganisation B’tselem das Recht bzw. die Legitimität hatte, vor dem Sicherheitsrat der UNO zu sprechen. Er hatte am 14. Oktober 2016 die Gelegenheit erhalten, über das Thema „Illegale israelische Siedlungen verhindern den Frieden und die Zwei-Staaten-Lösung“ zu sprechen. Americans for Peace, eine Schwesterorganisation der israelischen Peace Now, war ebenfalls eingeladen. Weiterlesen
Zehntausende jüdische und palästinensische Frauen beim „Marsch der Hoffnung“
Der Marsch begann am 6. Oktober in Rosh Hanikra im Norden Israels an der libanesichen Grenze und endete am Abend des 20. Oktober 2016 in Jerusalem. Auf der großen Abschlusskundgebung versammelten sich Tausende von jüdischen und palästinensische Frauen aus allen Teilen des Landes vor dem Sitz des israelischen Staatspräsidenten. Der „Marsch der Hoffnung“ wurde organisiert von der Gruppe „Women Wage Peace“ Weiterlesen
Fortschrittliches Bündnis. Rosa-Luxemburg-Stiftung stellt die »Gemeinsame Liste« in Israel vor
Von Roland Zschächner
Der momentane Rechtsruck in Israel betrifft nicht nur das Besatzungs- und Siedlungsregime in den palästinensischen Gebieten, sondern auch innenpolitisch vollzieht sich ein Rollback: Demokratische Rechte werden geschleift, konservative Werte gepredigt und rassistische Hetze gegen die arabische Bevölkerung zum Mainstream erhoben. Der reaktionäre Neoliberalismus ist eng mit dem Namen von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu verknüpft. Sein Likud-Block gewann die vergangene Wahl im März 2015. Weiterlesen
Wider die zionistische Mafia und für Meinungsfreiheit – mit Spendenaufruf
von Abi Melzer. Liebe Freunde, liebe Leser, es geht in diesem Text nicht um Antisemitismus oder Antizionismus, nicht um Israel oder Palästina, sondern um uns, um unsere Freiheit und unsere Würde. Wollen wir weiter tatenlos zusehen wie unsere Rechte beschnitten werden und zionistische Agenten aus Jerusalem bestimmen, was wir schreiben und was wir sagen dürfen, und am Ende auch noch was wir denken sollen. Weiterlesen
Neues Buch von Arn Strohmeyer: Ist Antizionismus gleich Antisemitismus?
Eine Antwort auf Kritiker meines Buches Antisemitismus – Philosemitismus und der Palästina-Konflikt. Hitlers langer verhängnisvoller Schatten,
Gabriele Schäfer Verlag Herne, ISBN 978-3-944487-48-9, 16,80 Euro Weiterlesen
„Wie ein Kopfgeldjäger“ – ein Kommentar von Rolf Verleger zu Benjamin Weinthal
Ben Weinthal traf ich vor neun Jahren. Für das jüdische US-Magazin Forward schrieb er damals einen objektiven Bericht über meine Initiative Schalom5767 und zitierte darin ihre Kernaussage: „Das Grundübel ist die seit 1967 andauernde israelische Besetzung palästinensischen Gebiets.“
Danach muss etwas mit ihm passiert sein. Er wirkt jetzt wie ein Kopfgeldjäger. Wo immer Vertreibung und Landraub an den Palästinensern, die Besatzung der Westbank, die Einkesselung Gazas thematisiert wird: Weinthal schwingt sich aufs E-Mail-Ross, schreibt selbst den Haftbefehl „Antisemitismus“ – und schießt gegen die Veranstalter. Nicht ohne Erfolg: Weiterlesen
Antisemitismus heute
Dass Juden ein traumatisches Verhältnis zum Begriff Antisemitismus haben, ist mir besonders deutlich geworden, als ich die Buchvorstellung des russisch-jüdischen Autors Dimitrij Belkin besucht habe und im Verlauf des Abends, ein Zuhörer von irgend einem jüdischen Intendanten erzählte, Weiterlesen
„Alles Antisemiten!“ – die Taz-Nord mal wieder
Die Redaktion der Taz-Nord ist bekanntlich um einiges „giftiger“ und antideutscher als die Berlin-Redaktion. Nun hat Benjamin Weinthal, der sich voll und ganz der Anti-Antisemitismus-Jägerei verschrieben hat und hier in der Stadt schon so manchem auf die Nerven gegangen ist, am 7. Oktober 2016 einen Gastkommentar geschrieben, worin es unter anderem heißt:
„Bremen … bleibt eine Hochburg der antisemitischen BDS-Bewegung, auch wenn Bremens Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) sagt, seine Stadt lehne „einen solchen Boykott ab“ und verurteile Weiterlesen
Radio München: „Zensur bei Israelkritik“
Fuad Hamdan, Leiter im Eine-Welt-Haus München, und Nirit Sommerfeld, Geschäftsführerin für das Bündnis zu Beendigung der israelischen Besatzung (BIB), wurden von Radio München am 6. Oktober 2016 interviewt. Sie erhielten die Gelegenheit, sich sehr kritisch zu den jüngsten Zensurmaßnahmen gegen Veranstaltungen, die es „wagten“, Israels Besatzungs- und Siedlungspolitik zu kritisieren, zu äußern. Sehr hörenswert! Die Radiosendung kann hier angehört werden. Weiterlesen
