Amnesty International: «Time to address impunity: Two years after the 2014 Gaza/Israel war»

Am 8. Juli 2016 jährt sich der Beginn einer 50-tägigen israelischen Militäroffensive, die Tod und Zerstörung über den Gazastreifen brachte. In einem Kurzbericht wirft Amnesty International die Frage auf, weshalb es bis heute zu keinen ernsthaften Strafuntersuchungen über die Kriegsverbrechen gekommen ist, die sowohl von Israel als auch der Hamas begangen worden sind.

«Ich kann nicht verstehen, wie ein Verbrechen vor laufenden Kameras, als die ganze Welt sah, wie am Strand spielende Buben umgebracht wurden, ohne jede Folgen bleibt. Ohne dass sich jemand dafür verantworten muss.» (Sobhi Bakr, ein Verwandter von vier Knaben, die am 16. Juli 2014 durch einen israelischen Luftangriff getötet wurden.)

50-tägige Militäroffensive
Während der 50-tägigen Militäroffensive wurden fast 1’500 Zivilpersonen, unter ihnen mehr als 500 Frauen und Kinder, getötet. Das Ausmass der Zerstörung war immens. Weiterlesen

Palästinas vergessene Kinder

von Lord Norman Warner / 03.06.2016
(Lord Norman Warner ist Mitglied des britischen House of Lords und der Labour Party, war von 2003 bis 2006 Staatsminister im britischen Gesundheitsministerium und hat den Vorsitz in der „All Party Parliamentary Humanist Group“. Er war mit einer britischen Parlamentariergruppe in der Westbank. Sein Bericht enthält eine vernichtende Kritik an den Haftbedingungen palästinensischer Kinder und Jugendlicher.)

Im nächstes Jahr wird die Balfour Erklärung hundert Jahre und die israelische Besatzung der Westbank 50. Da es kein Zeichen eines aktiven Friedensprozesses zwischen den Parteien gibt, haben wir hier in Britannien die historische Verantwortung und Pflicht, dem Verhalten der israelischen Regierung in der Westbank und in Gaza ernsthaft den Kampf anzusagen. Bei einem kürzlichen Besuch in der Westbank habe ich – für mich eindringlich – die Notwendigkeit eines besseren rechtlichen Schutzes für die jungen Palästinenser gesehen. Ohne dem, fürchte ich, werden wir eine ganze verlorene Generation von vergessenen palästinensischen Kindern hervorbringen. Weiterlesen

War Elie Wiesel das Gewissen der Welt?

Elie Wiesel ist gestorben und die Weltpresse wird nicht müde, ihn zu loben und zu preisen. „Elie Wiesel verkörperte die Entschlossenheit des menschlichen Geistes, die dunkelsten Teufel zu bezwingen.“ Sagte Israels Staatspräsident Reuven Rivlin. „Sein Leben war dem Kampf gegen jede Form von Hass gewidmet – er war uns ein Vorbild.“ Und für Bundeskanzlerin Angela Merkel war Wiesel „ein eindringlicher Mahner und ein großherziger Versöhner.“ Und sie vergisst nicht zu erwähnen, dass Elie Wiesel „uns Deutschen die Hand ausgestreckt hat.“ Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland sagte, Wiesel „stiftete durch sein Wirken Frieden und Versöhnung.“ Weiterlesen

Was geschah im Juni 2016 im besetzten Palästina? Ein Bericht der palästinensischen Mission in Berlin

Juni 2016 im besetzten Palästina. Die Liste ist nicht vollständig.

  • 29. Juni: Israelische Siedler reißen Bäume aus und zerstören das Eigentum palästinensischer Familien in Wadi Fukin, in der besetzten Westbank. Sie besprühen Gegenstände mit Graffies, darunter „Tod des Arabern“. (Maan)
  • 29. Juni: Ein 13-jähriges israelisches Mädchen wird in der Siedlung Kiryat Arba, in der Nähe von Hebron erstochen. Ein 31-jähriger Siedler wird dabei verletzt. Laut Medienberichten ist der Angreifer ein palästinensischer Jugendlicher. Er wurde an Ort und Stelle erschossen. (div. Quellen) Weiterlesen

Demokratie auf israelisch

Dieses Video aus einer Sitzung der Knesset vom 29. Juni 2016 muss man gesehen haben um zu verstehen, was Israel unter Demokratie versteht. An diesem Tag hielt die international angesehene palästinensische Abgeordnete Hanin Zoabi im israelischen Parlaent eine Rede, und zwar anlässlich des zwischen Israel und der Türkei geschlossenen „Versöhnungsabkommens“. Weiterlesen

Kleine Diskussion mit Hermann Kuhn (DIG) – Fortsetzung

In der Fortsetzung des kleinen email-Wechsels (v. 6. Juni 2016) mit Hermann Kuhn, dem Vorsitzenden der Deutsch-Israelischen Gesellschaft (DIG) in Bremen geht es um diesen meinen Satz (unten nachzulesen): „Im Sinne einer notwendigen und freien Diskussion gerade auch über die Probleme im Nahen Osten ist es völlig unverständlich, dass die DIG in der jüngsten Vergangenheit Weiterlesen

Der Tag der Rhinos

Uri Avnery, 4. Juni 2016
ICH HABE kürzlich  das deutsche Wort  „Gleichschaltung“ erwähnt – eines  der typischsten Wörter des Nazi- Vokabulars. „Gleich“ bedeutet „ dasselbe“, Schaltung bedeutet „Verbindung zum elektrischen Strom“. Das lange deutsche Wort bedeutet, dass jeder im Staat auf dieselbe Art vernetzt ist – auf Nazi-Art.

Dies war ein wesentlicher Teil der Nazi- Transformation Deutschlands. Aber es geschah  nicht auf dramatische Weise. Der Austausch der Leute war langsam, fast unmerklich. Am Ende waren alle bedeutenden Positionen im Land mit Nazi-Funktionären besetzt.

Wir sind jetzt Zeugen, wie so etwas in Israel geschieht. Wir sind schon mitten im Prozess. Position um Position wird  von der extremen Rechten, die jetzt Israel beherrscht,  übernommen. Langsam. Sehr, sehr langsam. Weiterlesen

„Israel zerbricht an seinem Hass“

Ron Huldai, Bürgermeister in Tel Aviv. Foto: PikiWiki Israel

„Israel zerbricht an seinem Hass“ – so überschreibt die Frankfurter Rundschau ihren Bericht über den Bürgermeister von Tel Aviv und seine jüngsten Äußerungen im Armee Radio über das Attentag im Sarona-Markt. Was war passiert? Zwei Palästinenser, in seriöse Anzuge gekleidet, hatten plötzlich in einem Restaurant innerhalb des beliebten Marktes ihre Waffen gezogen und wahllos auf Passanten geschossen. Sie töteten vier und verwundeten drei Menschen schwer. Die Verwundeten wurden sofort in das nächste Krankenhaus gebracht; ebenso einer der Attentäter. Der andere wurde festgenommen.

Netanjahu kündigte umgehend Weiterlesen

Juden weltweit in Solidarität mit Omar Barghouti und BDS Aktivisten

An:
House of Representatives and Congress of the United States of America
European Commission, European Parliament
Governments and Parliaments of Canada, France, Germany, Israel, Italy, Mexico, Ireland, Spain, South Africa, Sweden, and UK

Juden weltweit in Solidarität mit Omar Barghouti und BDS Aktivisten

Wir, die unterzeichnenden Jüdischen Organisationen und Einzelpersonen aus verschiedenen Ländern der Welt rufen Regierungen und internationalen Organe auf, die Regierung Israels mit allen diplomatische Mittel und politischen Möglichkeiten zu bewegen, ihre Nötigungskampagne gegen Omar Barghouti und die von der palästinensischen Zivilgesellschaft geführte BDS–Bewegung sofort einzustellen. Weiterlesen