Malala Yousafzai , Friedensnobelpreisträgerin, stiftet Preisgeld für Schulen in Gaza

Stockholm/Gaza – Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai will das Preisgeld des World’s Children’s Prize für den Wiederaufbau von Schulen im kriegszerstörten Gazastreifen spenden. „Ich denke, das wird diesen Kindern helfen, weiter zur Schule zu gehen und eine gute Ausbildung zu erhalten“, sagte die 17-Jährige am Mittwoch nahe Stockholm bei der Übergabe des Preises. Malala ist 2014 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden, und sie ist die jüngste Trägerin des Preises aller Zeiten.

Das Preisgeld in Höhe von 100.000 Dollar (rund 78.000 Euro) teilt sich Malala mit zwei weiteren Preisträgern. „Wir wissen, wie sehr die Kinder unter diesen Konflikten und dem Krieg Weiterlesen

Arn Strohmeyer: Das unheilvolle Dreieck. Eine Buchbesprechung

Arn Strohmeyer ist ein höchst belesener Kenner der deutschen Nahost-Politik. Seine jüngste Veröffentlichung nennt im Literaturverzeichnis mehr als 70 Bücher und rund 35 Aufsätze als Quellen. Es trägt den Titel „Das unheilvolle Dreieck Deutschland, Israel und die Palästinenser. Plädoyer für eine andere Nahostpolitik“ (Herne: Gabriele Schäfer Verlag 2014).

Mit diesem Titel ist auch der Inhalt des Buches weitgehend umrissen. Es handelt von einer Konstellation, die nicht zuletzt in ihrem historischen Hergang begriffen werden muss und deren heutiger Zustand eine Revision Weiterlesen

So desinformiert der Weserkurier: „Israels Angst vor ‚leiser Intifada'“

Der Tod eines drei Jahre alten Säuglings an einer Haltestelle der Light Train in Ost-Jerusalem hat eine Welle von zum Teil gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen der israelischen Armee und Polizei und Palästinensern ausgelöst. Bei dem Vorfall war ein junger Palästinenser mit einem Auto mit hoher Geschwindigkeit in eine Gruppe wartender Personen gerast. Ein Säugling starb; sieben Personen wurden verletzt. Der Fahrer wurde von der Polizei erschossen, als er versuchte wegzulaufen. Weiterlesen

Der Zionismus vor seinem historischen Ende?

Moshe Zuckermanns neues Buch zeigt auf, in welche politische Ausweglosigkeit Israel durch seine Staatsideologie geraten ist

Der politische Wind hat sich gedreht – nicht zuletzt durch den Angriff Israels auf den Gaza-Streifen im Sommer -, der nicht, wie Israel ihn darstellt, ein „Krieg gegen den Terrorismus“ war, sondern ein weiteres großes Massaker an den Palästinensern, wie der zionistische Siedlerkolonialismus schon viele andere – von Deir Jassin bis Sabra und Schatila – begangen hat. Israel hat diesen „Krieg“ gegen den Gaza-Streifen militärisch natürlich gewonnen, was bei seiner gewaltigen militärischen Übermacht nicht verwundert, aber politisch hat es ihn verloren, denn die Welt beginnt – endlich! – zu begreifen, was sich in Israel/Palästina wirklich abspielt. Siehe die weltweiten Proteste gegen die Politik des zionistischen Staates, die Erfolge der BDS-Kampagne und die Ankündigung mehrerer Staaten, Palästina völkerrechtlich anzuerkennen. Weiterlesen

Petra Wild („Israel zwischen Siedlerkolonialismus und Apartheidstaat“) in der Villa Ichon

Das Buch „Apartheid und ethnische Säuberung in Palästina“ (ISBN 978-3-85371-355-6) trifft in der Bundesrepublik auf eine Wahrnehmungsblockade, die in Frage zu stellen das Verdienst seiner Verfasserin ist: Petra Wild, Arabistin und Islamwissenschaftlerin hat mit ihrer Untersuchung über den „zionistischen Siedlerkolonialismus in Wort und Tat“ (so der Untertitel der Studie) einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung über die dunkelsten Seiten der Entstehung und Entwicklung Israels geleistet. Eingeladen vom Nahost-Forum Bremen, der Bremer Gruppe des israelischen Komitees gegen Häuserzerstörung ICAHD sowie der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft DPG hat Petra Wild (Berlin) in der Villa Ichon zum Thema ihres Buches gesprochen. Weiterlesen

Die israelische Zivilgesellschaft fordert das britische Parlament auf, Palästina als Staat anzuerkennen

Am Montag, den 13. Oktober 2014, wird im Britischen Parlament über einen Antrag der Labour-Partei abgestimmt, einen selbständigen Staat Palästina anzuerkennen. Die Abstimmung habe zwar nur symbolische Bedeutung, aber sie signalisiere, „in welchem Ausmaß Israel in der Schlacht um die öffentliche Meinung in Großbritannien an Boden verliert“. So der britische Guardian am Abend vor der Abstimmung. Wie die Abstimmung ausgehen wird, ist offen. Hinter den Kulissen werde heftig um die Abstimmung gestritten.

In dieser Situation haben 363 Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens aus Israel einen gemeinsamen Brief an die Abgeordneten des britischen Parlaments unterzeichnet, in dem dieses aufgefordert wird, für den Antrag zu stimmen. Der Brief wurde initiiert von Dr. Alon Liel, dem ehemaligen Director-General des israelischen Außenministeriums, Prof. Armiram Goldblum, dem Gründer des Peace Movements und Yehuda Shaul von „Breaking the Silence“. Weiterlesen

»Die jungen Menschen beider Seiten sind kriegsmüde«

Das »Komitee für Grundrechte und Demokratie« setzt sich für inhaftierten israelischen Militärdienstverweigerer ein. Gespräch mit Helga Dieter
Interview: Gitta Düperthal

Das »Komitee für Grundrechte und Demokratie« hat 1.100 Unterschriften für die Freilassung des Kriegsdienstverweigerers Udi Segal aus dem Militärgefängnis in Israel gesammelt. Was ist der Hintergrund dieser Kampagne? Weiterlesen