Vorbemerkung: Hier kommt es nicht so sehr auf den Inhalt als auf den Autor an. Es ist Richard C. Schneider, der als Studioleiter und Chefkorrespondent der ARD in Tel Aviv fast ein Monopol auf die Palästina-Berichterstattung hat und für seine recht einseitigen Berichte vor allem während des letzten Gaza-Krieges bekannt ist. Hier äußert er sich ganz anders, aber – soweit bekannt – bis jetzt nicht in einem der ARD-Hörfunk- oder TV-Sender. (S.H.)
Ein palästinensisches Baby ist bei lebendigem Leibe verbrannt. Verbrannt, weil jüdische Extremisten das Haus der Familie angezündet haben. Aus Hass, aus Rassismus, aus religiösem Eifer. Alle israelischen Politiker verurteilten die Tat als blanken Terror. Netanyahu sprach von Terror und auch der Führer der Siedlerpartei Naftali Bennet. In Israel wurde das als grosses Ereignis bejubelt. Weiterlesen




Zum israelisch-palästinensischen Konflikt sind schon tausende und abertausende von Bücher, Aufsätze, Essays und Abhandlungen geschrieben worden. Meistens von Nichtbetroffenen, von deutschen, französischen, italienischen, amerikanischen, kanadischen etc. Journalisten, Korrespondenten und Historiker. Wenn Betroffene dazu was geschrieben haben, dann waren es bisher fast ausschließlich Israelis, die entweder streng und kompromisslos die zionistische Geschichtsschreibung mitverfälscht haben, oder es waren die neuen, jungen, wilden israelischen Historiker wie Ilan Pappe, Avi Shlaim, Michael Bar-Zohar, Benny Morris, Tom Segev und die Klassiker von Simcha Flapan und Israel Shahak.