„Empathie für die Zivilbevölkerung des besetzten Palästina ist kein Antisemitismus“, sagt der renommierte Antisemitismusforscher Wolfgang Benz. Weiterlesen
Göttinger Friedenspreis: Bericht, Videos und eine Moritat
Mehr als 400 Gäste nahmen an der Verleihung des Göttinger Friedenspreises an die Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V. (JS) teil. Der Göttinger Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler, die Universitätspräsidentin Ulrike Beisiegel und der örtliche Sparkassendirektor Rainer Hald hatten ihre Unterstützung für die Vergabe des Preises an die JS kurzfristig zurückgenommen, nachdem der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, sie dazu aufgefordert hatte. Die dadurch ausgelöste öffentliche Diskussion hatte dazu geführt, dass das Interesse an der JS immens wuchs. Sogar die ARD-Tagesschau berichtete über die Preisverleihung. Die Universität wollte ihre Aula aus Gründen der „Neutralität“ nicht wie sonst üblich für die Festveranstaltung öffnen, sodass sie in die Alte Feuerwache verlegt werden musste. Weiterlesen
Göttinger Friedenspreis verliehen – mit Protesten, Polizeischutz (!) und einem großen Medienecho
LG von Hildegard Lenz
Delegation aus der palästinensischen Stadt Tamra im Rathaus
Mit einem großen Festakt eröffneten Bürgermeister Carsten Sieling und Außenminister Heiko Maas die 2. Internationale Städtepartnerkonferenz (03. – 05.03.2019) in Bremen. Thema waren die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen. An der Konferenz nahmen rund 50 Vertreterinnen und Vertreter aus zehn bremischen Partnerstädten und befreundeten Kommunen teil. (mehr Informationen hier). Weiterlesen
Digitale Besatzung
In Israel werden Techniken der Cybersicherheit zur Überwachung der Palästinenser umfassend angewandt. Daraus ist ein profitabler Industriesektor entstanden
Von Sönke Hundt
(Der Artikel ist in einer gekürzten Fassung in der Jungen Welt v. 05.03.2019 erschienen) E-Mail, Handy, Facebook, Youtube, Twitter und Instagram sind für die Palästinenser in Israel, in der Westbank, im Gaza-Streifen und in Ostjerusalem als Mittel der Verständigung immer wichtiger geworden – gerade weil die Bevölkerung so in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt ist. Weiterlesen
„So traurig es ist – mittel- bis langfristig wird der Missbrauch des Antisemitismus-Vorwurfs den Antisemitismus sogar fördern“
Inge Günther: ein Rückblick auf 20 Jahre als Korrespondentin in Jerusalem
Inge Günther hat über zwanzig Jahre als Jerusalem-Korrespondentin für verschiedene deutsche Tageszeitungen gearbeitet, darunter vor allem für die Berliner Zeitung und die Frankfurter Rundschau. Für ihre Berichte aus Israel und Palästina wurde sie mehrfach ausgezeichnet. 2017 erhielt sie den Journalistenpreis der Deutschen Initiative für den Nahen Osten (DINO). Weiterlesen
Der „Göttinger Friedenspreis“ an die „Jüdische Stimme“ – eine Chronologie der Auseinandersetzung
(aus einem Bericht von Thomas Siemon, Stv. Vorstand Institut für Palästinakunde e.V.)
Wie immer bedanken wir uns bei den circa 100 Empfängern in diesem Verteiler, die mit ihren Emails dazu beigetragen haben, den Vorstand der Dr. Röhl-Stiftung darin zu bestärken, an der Preisverleihung an die ‚Jüdische Stimme‘ festzuhalten. Zu Dank verpflichtet sind wir auch jenen unter Ihnen, die bereit waren Geld für die Ausrichtung Preisverleihung zu spenden. (Details zu Spendenmöglichkeiten: siehe weiter unten). Weiterlesen
Wenn man BDS-Aktivisten auf „Krawall“ reduziert – wie sich der Bremer Weser-Kurier mit dieser Menschenrechtsgruppe auseinandersetzt
Von Arn Strohmeyer
Kritik am Zustand der deutschen Medien ist ein sehr berechtigtes Dauerthema. Was guter Journalismus leisten soll, hat der amerikanisch-jüdische Linguist und Noam Chomsky einmal so formuliert: „Eine wahrhaft unabhängige Presse weist jede Unterordnung zurück. Sie wehrt sich gegen Macht und Autorität. Sie prüft die bestehende Glaubenslehre kritisch und stellt jene Fragen, Weiterlesen
„Ungeheuerlich und ehrverletzend“
Die „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“ unter Antisemitismus-Verdacht zu stellen, ist ein durchsichtiges Manöver, um Kritik an der Politik der israelischen Regierung mundtot zu machen. Der „Göttinger Friedenspreis“, der im letzten Jahr noch an Konstantin Wecker verliehen wurde, sollte in diesem Jahr an eine jüdische Organisation gehen, die sich für Gerechtigkeit und einen menschlichen Umgang mit Palästinenser*innen einsetzt. Weiterlesen