Wie spiegel-online gestern meldete, hat das Berliner „Kaufhaus des Westens“ (KaDeWe) entschieden, Produkte, die nach der neuen EU-Kennzeichnungspflicht aus den von Israel besetzen Gebieten stammen und trotzdem nicht als solche gekennzeichnet sind, aus dem Sortiment zu nehmen. Wie KaDeWe-Sprecherin Petra Fladenhofer laut Spiegel erklärte, Weiterlesen
Gideon Levy: „Does unconditional support for Israel endanger Israeli voices?“
Am 10. April 2015 fand in Washington D.C. im National Press Club eine Konferenz zur Rolle und zu den Auswirkungen der Israel Lobby statt. Gefragt wurde in über 20 Beiträgen: „The ISRAEL LOBBY: Is it good for the US? Is it good for Israel?“ Besonders interessant (und ziemlich gut verständlich): die Rede des renommierten Haaretz-Korrespondenten Gideon Levy: Sein Thema: „Does unconditional support for Israel endanger Israeli voices?“
Auf der Konferenz wurden u.a. die weiteren Themen behandelt:
- Grant Smith: How big is the Lobby and what does it do? An overview of the 501(c) universe
- Grant Smith: How big is the Lobby and what does it do? An overview of the 501(c) universe
- Seth Morrison: From the Jewish National Fund to Jewish Voice for Peace and BDS
- Jeffrey Blankfort: The ADL: Covert action, censure, and courting law-enforcement
- Prof. Richard Falk: Weakening and discrediting the UN: The work of pro-Israel NGOs
- Miko Peled: How the Lobby enables Israeli policy: Views of an Israeli in America
Alle Infos und Videos der Reden hier: http://israellobbyus.org/
EU beschließt Kennzeichnung israelischer Siedlungsprodukte
pax christi begrüßt EU- Kennzeichnungsbeschluss und fordert rasche Umsetzung auch in Deutschland
Die EU-Kommission hat eine Kennzeichnung von Produkten aus israelischen Siedlungen in besetzten Gebieten beschlossen. Damit soll künftig in allen 28 EU-Mitgliedstaaten die korrekte Herkunftsbezeichnung für Erzeugnisse aus den besetzten Gebieten (dem Westjordanland und Ost-Jerusalem) sowie von den Golanhöhen eingeführt werden. Bislang wurden sie als „Produkte aus Israel“ bezeichnet. Laut der Entscheidung der EU-Kommission können Verbraucher künftig durch die Kennzeichnungspflicht entscheiden, ob sie Obst, Gemüse und Kosmetika aus völkerrechtswidrigen jüdischen Siedlungen in den besetzten Gebieten kaufen wollen. Weiterlesen
Radio München: Es geht um die Einhaltung der Menschenrechte – in Israel und Palästina
Clemens Ronnefeld bereiste den Nahen Osten und berichtet uns über massive Verletzungen der Menschenrechte, Geschichtsklitterung, problematischen Siedlungsbau, kulturelle Unterdrückung, wirtschaftliche Destabilisierung und viel Gewalt. Weiterlesen
Offener Brief an Bodo Ramelow
Lieber Bodo,
in Deinem Interview mit der „Thüringer Allgemeinen“ vom 23. Oktober 2015 hast Du Dich während Deiner Reise in Israel engagiert zu den Sorgen und Nöten Israels geäußert und äußersten Wert darauf gelegt, vor allem ausgewogen zu sein – als Staatsmann und Ministerpräsident, der Du jetzt bist. Du hast aber leider ganz demonstrativ und ganz einseitig auf jeden Besuch bei den Palästinensern verzichtet. Wiltrud Rösch-Metzler von Pax Christi meinte, ich sollte Dir mal für Deine Meinungsbildung einen sehr interessanten Artikel (in deutscher Übersetzung) aus der „Washington Post“ v. 23.10.15 schicken. Weiterlesen
„Wir waren unser Leben lang Zionisten. Hier die Gründe, warum wir uns entschlossen haben, die Boykott-Bewegung zu unterstützen.“
Sie haben es auf die Meinungsseite der Washington Post geschafft: Steven Levitsky, Professor für Politologie an der Harvard University und Glen Weyl, assistant professor für Wirtschafts- und Rechtswissenschaften an der University of Chicago. Sie sind Zionisten und unternehmen es trotzdem, Israel wegen seiner Besatzungspolitik zu kritisieren und offen zum Boykott Israels aufzurufen. Hier ihr Artikel in der Washington Post vom 23. Oktober 2015 (Übersetzung: Sönke Hundt).
„Wir waren unser Leben lang Zionisten. Wie andere progressive Juden in den USA haben wir Israel unterstützt, weil wir der Überzeugung waren, dass erstens ein Staat notwendig ist, um unser Volk vor zukünftigen Katastrophen zu schützen, und dass zweitens ein jüdischer Staat – als eine Lehre aus dem Holocaust – nur demokratisch sein könne und in den universellen Menschenrechten sein Fundament haben würde. Undemokratische Maßnahmen des israelischen Staates, wie die Besetzung der Westbank und des Gazastreifens könnten, so dachten wir, nur vorübergehend sein. Weiterlesen
Tel Aviv: Tausende fordern Friedensgespräche
3000 Demonstranten forderten in Tel Aviv auf der Demonstration am Sonnabend von der israelischen Regierung, sofort in Verhandlungen einzutreten. Der Protestmarsch ging vom Rabin Square zum Hakirya-Verteidigungs-Gebäude. Gerufen wurden Slogans wie „Two capitals in Jerusalem“ und „No closures or checkpoints – only peace is a solution“ („keine Absperrungen oder Checkpoints – nur Frieden bringt die Lösung“).
Knesset-Abgeordnete der linken Partei Meretz marschierten an der Spitze. Aus der Rede der Vorsitzende der Partei, Zehava Galon: „Bibi, du bist gescheitert. Deine Politik hat hat keine Sicherheit für die Bürger Israels gebracht. Weiterlesen
Schluss mit dem Wahnsinn! Protestmarsch in Tel Aviv, Rally in Haifa
Stop the Madness! Protest march in Tel Aviv, rally in Haifa. Saturday, October 24, 7:30 pm – marching from the Rabin Square, Tel Aviv. Sunday, October 25, at 7:30 pm – rally at the Cinematheque Square, Haifa. At 7:30 pm on Saturday, October 24 the march will set off from Rabin Square to the Defense Ministry gate on Kaplan St., Tel Aviv. The march was initiated by Peace Now and joined by various other peace and human rights groups.
These difficult times – days of violence, fear and pain – are only reinforcing our understanding that there will not be real security here until there’s peace through a negotiated solution.
Only a political process that will lead to the end of our control over millions of Palestinians will end the bloody conflict between the two peoples and allow Israelis and Palestinians to live in peace and quiet. The only way to prevent further deterioration is through a two state solution.
Join us this Saturday – *To protest the government actions that are pushing us away from a solution. *To protest extreme right-wing provocations. *To call upon Israeli society to choose a different path.
mehr infos hier: http://zope.gush-shalom.org/home/en/events/1445491033
Wikipedia – leider keine verlässliche Quelle
Die Wikipedia ist für die meisten von uns inzwischen alltägliches Nachschlagwerk. Ist sie das aber auch zu Recht? Ist sie seriös und überparteilich, klärt sachlich über verschiedene Standpunkte auf? Nein, meint der Filmemacher Markus Fiedler, dessen Dokumentarfilm „Die dunkle Seite der Wikipedia“ soeben erschien. Fiedler bescheinigt dem Online-Lexikon vermachtet-autoritäre, intransparente Strukturen sowie Parteilichkeit bei gesellschaftspolitischen Artikeln – und steht mit dieser Einschätzung alles andere als allein. Stimmt es, dass die Wikipedia die Kriegslügen der Leitmedien überwiegen einfach nachvollzieht? Dass auch sie – wider alle Recherchepflicht und Wissenschaftlichkeit – Friedensbewegte zu Unrecht und womöglich gezielt als „Rechte“, „Irre“, „Verschwörungstheoretiker“ diffamiert?
Jens Wernicke sprach mit Markus Fiedler zu seinen diesbezüglichen Recherchen und Erkenntnissen sowie seinem Film. Weiterlesen
Der 18. goldene Orwell geht an Spiegel-online
In unregelmäßigen Abständen vergibt „Tapfer im Nirgendwo“ den Goldenen Orwell. Der Goldene Orwell wird an sogenannte Qualitätsmedien für Berichte verliehen, die dem Parteislogan aus George Orwells Roman “1984” alle Ehre machen: “Krieg ist Frieden!” Unbedingte Voraussetzung für den Goldenen Orwell ist die ideologische Verdrehung einer Nachricht Weiterlesen

