Prof. Dr. Dr. theol. h.c. Johannes Wallmann, emeritierter Ordinarius für Kirchengeschichte an der Universität Bochum, kritisiert in einem Brief an Friedhelm Pieper, Präsident des Koordinationsrates der Gesellschaften für christlich-jüdische Zusammenarbeit, heftig eine Broschüre des Ev. Arbeitskreises für das christlich-jüdische Gespräch zum Thema „Israel und Palästina zwischen Besetzung und Bedrohung“. Die Broschüre ist hier zugänglich: https://unsere.ekhn.de/detail-unsere-home/news/israel-und-palaestina-zwischen-besetzung-und-bedrohung.html
Wallmann trifft mit seiner Grundthesen ins Schwarze: „Der Grundfehler liegt in der Identifizierung des Judentums mit dem Zionismus, der das ganze Heft durchzieht, und keinen Raum lässt für ein Judentum, das nicht zionistisch ist.“ Weiterlesen

Am 23. Mai 2019 hielt Dr. Gerhard Fulda im Bürgerhaus Weserterrassen einen spannenden Vortrag über „Regime Change – Der deutsche Abschied vom Völkerrecht“. Die gut über 50 Anwesenden waren trotz der Beeinträchtigung der Tonqualität durch die Headset-Anlage sehr beeindruckt und diskutierten im Anschluss noch über eine Stunde mit dem Referenten aus Berlin. Dr. Fulda war lange Jahre Botschafter für die Bundesrepublik Deutschland in verschiedenen Staaten des Nahen Ostens und in Indonesien. Die Arbeit an seiner Dissertation über die Sozialreformen Gamal Abdel-Nassers hatte den Juristen Gerhard Fulda zwischen Herbst 1964 und Frühjahr 1966 schon früh nach Ägypten geführt. Zusammen mit seinen späteren Auslandsverwendungen im diplomatischen Dienst hat er insgesamt 12 Jahre in der arabischen bzw. islamischen Welt gelebt und gearbeitet. Die Stationen waren Marokko, Saudi-Arabien, wiederum Ägypten und schließlich bis zum Eintritt in den Ruhestand im Sommer 2004 als Botschafter in Indonesien, dem bevölkerungsreichsten islamischen Land. 
Deutschland hat gerade die Gerechtigkeit unter Anklage gestellt, indem berechtigte Schuldgefühle wegen der deutschen Vergangenheit zynisch und manipulativ bis ins Extreme ausgenutzt wurden. Es ist tatsächlich soweit gekommen, dass der deutsche Bundestag am letzten Freitag eine der empörendsten und bizarrsten Resolutionen seit dem Ende des zweiten Weltkrieges verabschiedet hat. Der Bundestag hat die Bewegung Boykott-Desinvestment-Sanctions (BDS) gegen Israel als antisemitisch definiert. Benjamin Netanjahu und Gilad Erdan haben gejubelt. Deutschland sollte sich schämen.
Das Plenum des Deutschen Bundestages. Am Freitag soll hier auf Antrag der CDU/CSU, SPD, FDP und den GRÜNEN gegen die israelkritische BDS-Bewegung abgestimmt werden. (Foto: Bundestag)