Die Evangelische Kirche sagt in Karlsruhe einen Vortrag des Journalisten Andreas Zumach ab / Das Thema „Israel – seine wahren und falschen Freunde“ ist offenbar zu gefährlich für Christen.
Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man eigentlich darüber lachen: Der Journalist Andreas Zumach, der heute in Genf u.a. für die TAZ tätig ist, der zuvor Jahre lang als Freiwilliger und dann als hauptamtlicher Mitarbeitet für die Aktion Sühnezeichen/ Friedensdienste gearbeitet hat (die sich gegen jede Form von Judenfeindlichkeit und für die Überlebenden des Holocaust engagiert) und der schon zahlreiche Vorträge im Rahmen der Kirche gehalten hat, darf in Karlsruhe vor einem Kirchenpublikum nicht sprechen. Sein für den 6. Dezember geplanter Vortrag zum Thema „Israel – seine wahren und falschen Freunde“ wurde von der „dienstaufsichtsführenden Ebene der Evangelischen Kirche in Karlsruhe“ abgesagt, weil es nach der Ankündigung des Vortrages „Irritationen unterschiedlicher Art“ gegeben habe. Weiterlesen

Vor einem Jahrhundert, am 9. September 1917, der Erste Weltkrieg war noch nicht zu Ende, erfolgte in Berlin die Gründung der Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden, heute bezeichnet als Zentralwohlfahrtsstelle der Juden in Deutschland (abgekürzt: ZWSt). Die Gründungsinitiative ging aus vom Deutsch-Israelitischen Gemeindebund (DIGB), der Großloge für Deutschland B’nai B’rith und dem Jüdischen Frauenbund (JFB). Sie sollte dazu dienen, die Wohlfahrtspflege in allen jüdischen Gemeinden Deutschlands auf überregionaler Ebene zusammenzufassen, seitens der Zentrale mit den örtlichen Gemeinden zusammenzuarbeiten sowie Provinzial- bzw. Landesverbände zu schaffen.
Am 16. Januar 2009 verlor der Arzt Izzeldin Abuelaish drei seiner Töchter und eine Nichte, als zwei israelische Panzergranaten in sein Haus in Gaza einschlugen. Sein Bruder und eine weitere Tochter wurden schwer verletzt. Der Arzt erlangte traurige Berühmtheit, weil es ihm wegen seiner guten Verbindungen nach Israel noch während des Angriffs gelang, seinen Freund, den Fernsehjournalisten Shlomi Eldar mitten in einer Interviewsendung (auf Channel 10) anzurufen und von ihm life zugeschaltet zu werden. So konnten die israelischen Zuschauer und Zuschauerinnen seine Anklagen und Hilferufe miterleben. „Sie haben mein Haus bombardiert. Sie haben meine Töchter getötet. Was haben wir getan?“
Israels Versuche, aktiv die politische Meinung in anderen Ländern zu beeinflussen, sind nicht neu. Dass dieser Einfluss auch online ausgeübt werden soll, war für viele plausibel. Ein Video von Bildungsminister Naftali Bennett zeigt nun, dass diese Vermutung korrekt war.
