Hier die Ankündigung unseres ‚Rebuilding Camps‘ 2015
Vom 19.Juli – 3. August 2015 in der Nähe von Jerusalem. Schliessen Sie sich Palästinensern und Israelis an, die sich weigern, Feinde zu sein und die, als starkes Zeichen des gewaltlosen Widerstandes, gemeinsam ein palästinensisches Haus wieder aufbauen, das von der israelischen Armee zerstört worden ist.
Nehmen Sie teil am ausgedehnten Bildungsprogramm Weiterlesen
Interessante Informationen zu „Charlie Hebdo“

Plakat hängt zur Zeit im Linkstreff von Peter Erlanson, Buntentorsteinweg 109, aus. Zeichnung: Georges Wolinski. (aus jw v. 11.01.15)
Hermann Dierkes hat einige Informationen zu der Satire-Zeitschrift „Charlie Hebdo“ – in Ergänzung zum Beitrag von Arn Strohmeyer – beigesteuert, die wir mit freundlicher Genehmigung veröffentlichen.
Verurteilung des schrecklichen Anschlag – ja. Verteidigung der Presse- und Meinungsfreiheit – ja. Aber keine inhaltliche unkritische „Solidarität“ mit Charlie Hebdo. Das war mal vor Jahrzehnten eine wirklich gute politische Satirezeitschrift. Seit Jahren haben sie ihren Schwerpunkt auf eine üble pauschale Hetze gegen Muslime gelegt (wenngleich sie auch andere Religionen kritisieren und auch Fortschrittliches bringen), um ihre Auflage angesichts des grassierenden antimuslimischen Rassismus in Frankreich zu steigern. Ich kann darin nichts Unterstützenswertes und „Lustiges“ mehr erkennen. Vor einigen Jahren wurde der berühmte Karikaturist Sine von CH geschaßt wegen seiner israelkritischen Haltung. Weiterlesen
Niemand spricht von den Ursachen für den Hass. Nach den Anschlägen in Paris schlug die Stunde der Heuchler
von Arn Strohmeyer
Der Anschlag auf die Redaktion des Satire-Magazins Charlie Hebdo war ein furchtbares Verbrechen, ein schrecklicher Mord an Unschuldigen. Er war auch ein Anschlag auf ein wichtiges Element der westlichen Kultur: auf die Presse- und Meinungsfreiheit, die ein hoher Wert ist und für die viele Generationen in Europa gekämpft haben. Dieses beste Erbe der Aufklärung zu schützen und zu bewahren, ist die Pflicht jedes denkenden Menschen. Ein Journalist schrieb dieser Tage: „Das zentrale Merkmal der Aufklärung ist, alles hinterfragen zu dürfen. Das Licht der Vernunft soll in jeden Winkel scheinen, um Unterdrückung, Aberglauben, Intoleranz und Vorurteile zu überwinden. Und das stört all jene, die manchen Bereich lieber im Dunkeln lassen wollen.“ Charlie Hebdo hat die aufklärerische Freiheit bis zur Blasphemie ausgereizt und dabei niemanden geschont – weder Christen, Muslime und Juden. Das ist oft vielleicht bitter, aber man muss es ertragen. Die Freiheit des Wortes und des Bildes sind der höhere Wert. Weiterlesen
Hafen im Sturm. Die Nakba im April 1948 in Haifa

Arab refugees crowding a British ship carrying them to Acre. Foto von der Website: PalestineRemembered.com
Ein Artikel von Shay Fogelman aus der israelischen Tageszeitung Ha’aretz vom 3. Juni 2011
Die Massenflucht von Haifas Arabern ist eines der umstrittensten Ereignisse des Krieges von 1948. Obwohl sehr viel für die arabische Darstellung spricht, halten israelische Historiker mit der Wahrheit hinter dem Berg. Hier ist die Geschichte, die sie der Öffentlichkeit vorenthalten wollen.
Vor zwei Monaten hat die Knesset das Haushaltsgrundlagengesetz (Änderung 39) angenommen, das unter dem Namen Nakba-Gesetz in der Öffentlichkeit bekannt ist. Es soll Institutionen, die Staatsmittel erhalten, daran hindern, den Nakba-Tag (Tag der „Katastrophe“, wie die Araber sagen) zu begehen, bei dem die Araber sich auf den 15. Mai 1948 beziehen – das ist der Tag, an dem das britische Mandat in Palästina zu Ende ging. Paradoxerweise hat dieser entschlossene Versuch, diesen Tag aus dem israelisch-jüdischen Bewusstsein zu tilgen, das Interesse unter den Juden für die Nakba enorm anwachsen lassen. Weiterlesen
Begrabt die Zwei-Staaten-Lösung
Ein Gastbeitrag von Ilan Pappé in Zeit-online v. 30.12.14
Nur wenn sich Palästinenser und fortschrittliche Israelis verbünden, können sie etwas erreichen: Einen Regimewechsel – und einen gemeinsamen Staat
Der letzte ernsthafte Versuch, den Friedensgesprächen zwischen Israel und den Palästinensern wieder Leben einzuhauchen, ist schon wieder vergessen. Er wurde im Frühjahr 2014 unternommen, auf ihn folgten die Gräuel von Gaza. Es war das letzte Mal, dass der leblose Körper, den man den Friedensprozess nennt, aus der Leichenhalle geholt und wiederbelebt wurde, bevor man ihn zurücklegte. Jeder weitere Versuch wird auch nicht mehr Sinn ergeben als die bisherigen. Weiterlesen
„offizielle EU-Definition des Antisemitismus“ – sang- und klanglos verschwunden
Von George und Doris Pumphrey
In Diskussionen über Israel wurde und wird immer wieder Bezug genommen auf eine „Arbeitsdefinition Antisemitismus der EU“, um Kritik an israelischer Regierungspolitik als eine Form des Antisemitismus zu denunzieren. Weiterlesen
Weihnachten in Bethlehem

Foto: Ma’an News
Palästinensische Aktivisten haben am Vorweihnachtsabend Bäume in Bethlehem mit leeren Tränengaskanistern und Hülsen von Blendgranaten „geschmückt“. Demonstranten, teilweise als Weihnachtsmänner kostümiert, marschierten zum Checkpoint im Norden von Bethlehem und hielten Schilder hoch: „Jesus came with a message of: Peace, Freedom and Justice“ und „We want Christmas without occupation“. Das israelische Militär stoppte die Demonstration und schoss mit Tränengas in die Menge. (Ma’an News v. 25.12.14) Weiterlesen
Brillante Isolation
von Uri Avnery
FAST EINTAUSEND israelische Persönlichkeiten haben schon einen Aufruf an das Europäische Parlament unterschrieben, sie sollten ihre Regierungen bitten, den Staat Palästina anzuerkennen.
Ich habe die Ehre, unter den Unterzeichnern zu sein, zu denen frühere Minister und Knesset-Mitglieder, Diplomaten und Generäle, Künstler und Geschäftsleute, Schriftsteller und Dichter gehören, einschließlich der drei herausragenden Schriftsteller Amos Oz, David Grossman und A.B. Jehoshua.
Wir sind davon überzeugt, dass die Unabhängigkeit des palästinensischen Volkes in ihrem eigenen Staat neben dem Staat Israel die Basis für Frieden ist und deshalb für Israel genauso wichtig ist wie für die Palästinenser. Dies ist übrigens schon seit dem 1948er-Krieg meine feste Überzeugung.
Die extreme Rechte, die Israel während der letzten Jahre beherrscht, ist vom Gegenteil überzeugt. Da sie das ganze Gebiet zwischen Mittelmeer und Jordan in den „Nationalstaat des jüdischen Volkes“ verwandeln will, lehnt sie das Errichten eines palästinensischen Staates total ab. Weiterlesen
Palästina anerkennen
Auf dem Weg in den nächsten Gaza-Krieg? »Russell-Tribunal« fordert EU auf, Assoziierungsabkommen Israels bis zu einer Friedenslösung auszusetzen
Von Norman Paech
Im Gazastreifen werden mühsam die Trümmer des letzten Krieges beseitigt. Das wird lange dauern. Noch länger wird der Wiederaufbau dauern, für den 30 Staaten auf einer Geberkonferenz Weiterlesen

