Iris Hefets über Spaltungen und Spannungen in der israelischen Gesellschaft

Iris Hefets ist Jüdin, ist in Israel geboren, hat in der Armee gedient und sich vor 14 Jahren entschlossen, Israel aus politischen Gründen zu verlassen. Sie lebt heute in Berlin.  Übrigens leben immer mehr Israelis dort. Genaue Zahlen existieren nicht, die Schätzungen variieren von 20.000 bis 50.000.

Die vorwiegend jungen Israelis kommen aus unterschiedlichen Gründen: Berlin gilt in Israel als hip; die Lebenshaltungskosten sind im Vergleich mit Tel Aviv oder Jerusalem viel, viel niedriger; die Studiengebühren an den Universitäten tendieren gegen Null; man kann dem drückenden Militärdienst entgehen; 

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Informationen über BDS in Bremen

In Bremen trafen sich am 19. November 2016 mehrere Aktivistinnen und Aktivisten aus verschiedenen Gruppen am Eingang zum Bremer Marktplatz, um über die weltweite Aktion Boykott-Desinvestions-Sanctions (BDS) zu informieren. Auf einem über zwei Meter hohen Roll-up waren möglichst übersichtlich die wichtigen Informationen zusammengestellt:
(1) Was ist eigentlich BDS?
(2) Welche Ziele verfolgt BDS?
(3) Wie reagiert die israelische Regierung?
(4) Ist BDS in Deutschland umstritten?
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Rolf Verleger schreibt an die Anti-Antisemitismus-Aktivisten in Freiburg

Rolf Verleger am 13. September 2016 im Lagerhaus Schildstraße

Am 10. November 2016 hielt Prof. Dr. Rolf Verleger, den wir mit seiner sanften und klugen Art hier in Bremen anlässlich der Taz-Veranstaltung („Ist Bremen eine Hochburg des Antisemitismus?“ am 13.09.16 im Lagerhaus Schildstraße) kennen gelernt haben, in Freiburg im Rahmen des Café Palestine einen Vortrag. Die Veranstaltung war gut besucht. Zwei junge Männer, anonym bleibend, legten Flugblätter aus verschwanden schnell wieder. Das Flugblatt wurde veröffentlicht auf der Facebook-Seite des „Referats gegen Antisemitismus“ der Universität Freiburg, das wiederum in Zusammenarbeit mit der Amnesty-International-Südbaden-Hochschulgruppe, der Amadeu-Antonio-Stiftung und der DIG Freiburg „Aktionstage gegen Antisemitismus“ veranstaltet. In dem verteilten Flugblatt wird tatsächlich gefordert, einem jüdischen Professor Redeverbot zu verteilen. Einiges haben wir in Bremen ja auch schon erlebt, so weit ist es aber (bisher) bei uns nicht gekommen. Weiterlesen

Clemens Messerschmid in Bremen

Clemens Messerschmid ist der Wasserexperte für Palästina und Israel. Erst am 15. August 2016 lief im Bayrischen Rundfunk, später in großen Teilen übernommen von den Tagesthemen und sogar der Tagesschau, ein ziemlich ausführliches Interview mit ihm, das vom ARD-Büro in Tel Aviv produziert worden war. Titel „Der ewige Kampf ums Wasser“. Die Israel-Lobby reagierte umgehend. Die Bild-Zeitung (am 16.08.16) monierte „die simple und einseitige Herangehensweise“, und dass die israelische Seite nicht zu Wort gekommen sei. Ulrich W. Sahm, der früher öfter mal im Weserkurier Weiterlesen

Mahnendes Gedenken an die Reichspogromnacht in Bremen

Die Fraktionen der Bremischen Bürgerschaft gedachten zusammen mit Bürgerinnen und Bürgern Bremens, darunter Vertreter des Bremer Friedensforums, den Opfern der Reichspogromnacht vor 78 Jahren. In Bremen wurden fünf Personen ermordet und mehrere Synagogen zerstört. Die Hauptrede hielt Prof. Dr. Johannes Heil, Rektor der Hochschule für Jüdische Studien in Heidelberg. Er zog mahnende Parallelen von damals zur heutigen Zeit. Er ging auf die beängstigende Rechtsentwicklung in Deutschland und anderen Staaten Europas ein und wies auf die Flüchtlinge hin, die wie damals auch heute darum bangen müssen, kein Asyl zu finden. Weiterlesen