Sie haben es auf die Meinungsseite der Washington Post geschafft: Steven Levitsky, Professor für Politologie an der Harvard University und Glen Weyl, assistant professor für Wirtschafts- und Rechtswissenschaften an der University of Chicago. Sie sind Zionisten und unternehmen es trotzdem, Israel wegen seiner Besatzungspolitik zu kritisieren und offen zum Boykott Israels aufzurufen. Hier ihr Artikel in der Washington Post vom 23. Oktober 2015 (Übersetzung: Sönke Hundt).
„Wir waren unser Leben lang Zionisten. Wie andere progressive Juden in den USA haben wir Israel unterstützt, weil wir der Überzeugung waren, dass erstens ein Staat notwendig ist, um unser Volk vor zukünftigen Katastrophen zu schützen, und dass zweitens ein jüdischer Staat – als eine Lehre aus dem Holocaust – nur demokratisch sein könne und in den universellen Menschenrechten sein Fundament haben würde. Undemokratische Maßnahmen des israelischen Staates, wie die Besetzung der Westbank und des Gazastreifens könnten, so dachten wir, nur vorübergehend sein. Weiterlesen


Die Wikipedia ist für die meisten von uns inzwischen alltägliches Nachschlagwerk. Ist sie das aber auch zu Recht? Ist sie seriös und überparteilich, klärt sachlich über verschiedene Standpunkte auf? Nein, meint der Filmemacher Markus Fiedler, dessen Dokumentarfilm „Die dunkle Seite der Wikipedia“ soeben erschien. Fiedler bescheinigt dem Online-Lexikon vermachtet-autoritäre, intransparente Strukturen sowie Parteilichkeit bei gesellschaftspolitischen Artikeln – und steht mit dieser Einschätzung alles andere als allein. Stimmt es, dass die Wikipedia die Kriegslügen der Leitmedien überwiegen einfach nachvollzieht? Dass auch sie – wider alle Recherchepflicht und Wissenschaftlichkeit – Friedensbewegte zu Unrecht und womöglich gezielt als „Rechte“, „Irre“, „Verschwörungstheoretiker“ diffamiert?
In unregelmäßigen Abständen vergibt „Tapfer im Nirgendwo“ den Goldenen Orwell. Der Goldene Orwell wird an sogenannte Qualitätsmedien für Berichte verliehen, die dem Parteislogan aus George Orwells Roman “1984” alle Ehre machen: “Krieg ist Frieden!” Unbedingte Voraussetzung für den Goldenen Orwell ist die ideologische Verdrehung einer Nachricht 


