Die Politik Israels psychologisch und psychoanalytisch erklärt – eine gut besuchte Veranstaltung in der Villa Ichon

01-200Avigail Abarbanel, geb. 1964, ist Psychologin und Psychoterapeutin. Außerdem ist sie Jüdin, Enkelin von Holocaust-Überlebenden, wuchs in einem Vorort von Tel Aviv auf, ging dort zur Schule, studierte in Israel auf der Bar-Ilan University und leistete ihren zweijährigen Militärdienst in der IDF. Dort war sie, wie sie erzählte, an der Ausarbeitung von Trainingsplänen für die libanesischen Milizen beteiligt, die 1982 das berüchtigte Massaker in den palästinensischen Flüchtlingslagern Sabra und Schatila verübten. Vor allem aber ist sie, wie man heute sagen müsste, israelische Dissidentin. Sie brach mit ihrem Land, mit seiner herrschenden Ideologie des Zionismus, gab 2001 ihre Staatsbürgerschaft zurück, wanderte nach Australien aus Weiterlesen

Israelische Bürger schreiben an Dr. Gregor Gysi und Die Linke

Gregor Gysi reist vom 10. bis 17. Juni nach Israel und in die Palästinensischen Autonomiegebiete. Die Reise beginnt am Abend der Neuwahl des israelischen Präsidenten und knapp eine Woche nach der Einsetzung einer neuen palästinensischen Einheitsregierung. Wie auf seiner Facebook-Seite mitgeteilt wird, hält er während seiner Reise Vorträge u.a. bei der Israelischen Gesellschaft für Außenpolitik Weiterlesen

Der längste Krieg

Am 6. Juni 2014 schrieb Adam Keller (Gush Shalom) in seinem Blog „Crazy Country“ über die jüngsten Ereignisse im Zusammenhang mit der Bildung einer palästinensischen Einheitsregierung und den Vorbereitungen der Linken für eine Friedensdemonstration in Tel Aviv. Der Anlass: am 5. Juni begann der Sechs-Tage-Krieg. Und so beginnt auch Adam Keller seinen Bericht: mit seinen Erinnerungen an die Ereignisse vor 47 Jahren.

Um fünf Minuten vor acht am Morgen des 5. Juni 1967 – also vor genau 47 Jahren – befand ich mich dicht neben meiner Schule im alten Norden von Tel Aviv, als die Alarmsirenen losgingen. Hunderte von Schülern rannten in den Keller des Schulgebäudes. Ein freundlicher Lehrer beruhigte und erzählte uns, Weiterlesen

Antisemiten überall. Wie der Journalist Daniel Killy vom Bremer Weser-Kurier seinen Lesern den Nahen Osten darstellt

Der Bremer Weser-Kurier hat einen neuen Fachmann für Außenpolitik: Daniel Killy. Der Mann ist bei der einzigen Tageszeitung in Bremen Chef vom Dienst und nebenbei erklärt er den Lesern noch die Weltlage – besonders die Vorgänge im Nahen Osten. Killy bringt für diese Aufgabe einen soliden journalistischen Hintergrund mit, war er doch immerhin bei den Boulevard-Zeitungen Morgenpost und BILD-Zeitung tätig. In einem Interview des Internet-Blogs Castollux wird er vorgestellt als „verantwortlicher Redakteur bei BILD , er ist jüdischer Deutsch-Amerikaner und Experte für jüdische Themen und antisemitische Medienphänomene.“[i] Hinzugefügt sei, dass er der Sohn des sehr renommierten Germanisten Walter Killy ist. Weiterlesen

Neue Regierung durch Einigung zwischen Fatah und Hamas sowie ein unsäglicher Kommentar im Weserkurier

Adam Keller, Sprecher von Gush Shalom

Erstmals seit dem verhängnisvollen Bruch zwischen den beiden großen Palästinenserorganisationen von Fatah und Hamas gibt es eine neue Einheitsregierung. Präsident Mahmud Abbas vereidigte – nach langen und mühevollen Verhandlungen – am 2. Juni 2014 ein Expertenkabinett unter Führung des bisherigen Ministerpräsidenten Rami Hamdallah. Vier Minister aus dem Gaza-Streifen konnten nicht teilnehmen, da Israel ihnen die Reise nach Ramallah verweigert hatte. Die Hamas-Regierung erklärte noch am gleichen Tag ihren Rücktritt. Weiterlesen

Papst Franziskus im Heiligen Land: Hoffnung auf ein Signal für Gerechtigkeit

Im Kairos-Dokument von 2009 haben die palästinensischen Christen an die Solidarität ihrer Glaubensbrüder und -schwestern in aller Welt appelliert. Sie erhofften sich viel vom Besuch des Papstes in Palästina und Israel. Dr. Sabine Farrough hat dazu einen interessanten Bericht in der deutschen Huffington-Post veröffentlicht, auf den die Redaktion hinweisen möchte. Dr. Sabine Farrouh, IPPNW-Vorstandsmitglied, nahm vom 29. April bis 10. Mai 2014 an einer Begegnungsfahrt Palästina-Israel der deutschen Sektionen von IPPNW und pax christi teil. Weiterlesen

… warum wieder die Palästinenser?!

 Eigener Bericht / Mai 2014. Jordanien und die Türkei haben ihre Grenzen für Palästi­nenserinnen und Palästinenser dicht gemacht. Vor Kurzem hat auch der Libanon mit seinen ca. 4,5 Millionen Einwohnern und einer halben Million palästinensischer Flüchtlingen (siehe http://data.unhcr.org/syrianrefugees/regional.php) seine Grenzen geschlossen. Palästinensische Flüchtlinge aus Syrien dürfen nicht mehr in den Libanon einreisen. Einzige Ausnahme: Wenn sie das Visum für ein Zielland außerhalb des Libanon vorweisen können, wird ihnen ein 24-Stunden-Transit erlaubt. Um jedoch ein solches Visum zu erhalten, müssen die Flüchtlinge zunächst in Syrien zur Botschaft des jeweiligen Ziellandes gehen und dort das Transit-Dokument beantragen. Weiterlesen

Abu Sitta und Uri Avnery – zwei Briefe zur Nakba. Sowie ein „Widerspruch“ von Arn Strohmeyer

Uri Avnery schildert sein Treffen mit dem jetzt wohlhabenden palästinensischen internationalen Bauunternehmer Abu Sitta. Sie haben sich sehr persönliche und bewegende Briefe geschrieben, die Avnery auf der Website von Gush Shalom am 17.05.14 veröffentlichte. Avnery war als junger Soldat dabei, als die Palästinenser vertrieben wurden. Abu Sitta erzählt von der anderen Seite, wie er „ein Flüchtling wurde, ohne je einen Juden gesehen zu haben,“ und wie er Jahre verbrachte, um herauszufinden, wer es tat, den Namen, das Gesicht und das Bataillon. Weiterlesen