Auf Inspektionstour in Bremen zur Kennzeichnungspflicht von Waren aus israelischen Siedlungen

Nach der Mahnwache für einen gerechten Frieden in Palästina und Israel, die jeden Samstag am Bremer Markt stattfindet, ziehen sieben von uns weiße Kittel über, auf der Rückseite die Aufschrift: Inspektion Kennzeichnungspflicht von Waren aus illegalen israelischen Siedlungen. Wir werden begleitet von zwei Personen, darunter ein Fotograf, der unsere Aktion in Bild und Video festhält.

Vorgeschichte: Schon Anfang des Jahres hatten wir Geschäfte in Bremen gecheckt nach Produkten aus Israel und deren Kennzeichnung und die Geschäfte schriftlich angefragt, ob sie Produkte aus illegalen israelischen Siedlungen in ihrem Sortiment führten. Einige Geschäfte hatten uns geantwortet. In unserem Schreiben hatten wir einen „Besuch“ unsererseits zu einem Check zur korrekten Kennzeichnung von Siedlungsprodukten angekündigt. Weiterlesen

„Das ist absolut gaga“ – Götz Aly verurteilt die Kritik an Zuckerberg als antisemitisch

Götz Aly hat in der Berliner Zeitung v. 8. Dezember 2015 diverse Kritiken an Mark Zuckerbergs angekündigter 45-Milliarden-Stiftungs-Spende mit dem schlimmsten Verdammungsurteil versehen, dass deutsche Journalisten treffen kann, nämlich „Die Häme gegen Mark Zuckerberg ist antisemitisch“. Und: „In ‚Mein Kampf‘ steht ähnliches.“ Weiterlesen

Rufmord am Weser-Kurier

Der Weser-Kurier wollte keine Israel-Propaganda. Der auch deswegen gefeuerte Redakteur spielt sich jetzt als Opfer auf

Daniel Killy stammt aus einer jüdischen Familie und hat nahe Angehörige durch den Holocaust verloren. Er war früher Ressortleiter bei Bild und arbeitete ab Januar 2014 als Chef vom Dienst (CvD) bei der Bremer Tageszeitung Weser-Kurier. Schon zum 30. Juni 2015 wurde ihm aber wieder gekündigt. Die Gründe für seinen Rausschmiss schilderte er am 4. November 2015 in einem langen Interview auf dem israelischen Internetportal Arutz Sheva, das in der Westbank von rechts-religiösen Siedlern betrieben wird. Bremen sei, so Killy, »ein Bollwerk der Bewegung Boykott-Divestions-Sanctions (BDS), was es praktisch für eine Zeitung unmöglich macht, sich für Israel auszusprechen.« Er selbst habe zwar versucht, das zu ändern, habe aber intern immer mehr Schwierigkeiten bekommen, und seine Artikel seien zunehmend als voreingenommen kritisiert worden. Weiterlesen

Unrecht hat einen Preis – weshalb die EU die israelischen Siedlungen noch viel stärker boykottieren sollte

Sperrmauer

Die Besetzung palästinensischer Gebiete ist für die Israelis ein sehr einträgliches Geschäft. Israel beutet Wasser, Land, Steinbrüche, Tourismus, Landwirtschaft und andere natürliche Ressourcen des Westjordanlandes aus. Die wichtigsten Werkzeuge für die Ausbeutung palästinensischer Ressourcen sind israelische Siedlungen und Industriegebiete, mit denen auf Kosten des besetzten palästinensischen Volkes schneller Profit gemacht wird. Israelische Siedler, die von der Besetzung profitieren, sind mittlerweile das Haupthindernis für sämtliche Bemühungen, zu einer politischen Beilegung des israelisch-palästinensischen Konfliktes zu gelangen, die israelische Besetzung zu beenden und die Schaffung eines existenzfähigen souveränen Palästinenserstaates zu ermöglichen. Weiterlesen

„Keine Deutschen Soldaten nach Syrien!“ – Protest-Mahnwache in Bremen

Unter dem „Glanz“ des Bremer Weihnachtsgeschäftes und direkt am Weihnachtsmarkt hielten etwa 100 Menschen eine einstündige Mahnwache gegen den Kriegseintritts Deutschlands in Syrien. Aufgerufen dazu hatte zwei Tage zuvor das Bremer Friedensforum. An der Mahnwache beteiligten sich außer den Frauen und Männern, die jeden Donnerstag in der City mit Schildern und Transparenten für den Frieden werben, u.a. junge Familien, auch aus dem Migrationsspektrum, sowie Vertreter der internationalen Friedensorganisationen der Ärzte und Juristen IPPNW und IALANA. Einige hatten sich selbst Schilder angefertigt, auf denen z.B. stand: „Krieg gegen Terror ist wie Öl gegen Feuer“. Auf dem Haupttransparent war zu lesen: „Keine deutschen Soldaten nach Syrien“. Weiterlesen

„100 Stunden Verhandlungen sind immer besser als eine Stunde Krieg“ – Karin Leukefeld auf dem 50. Solidaritätsbasar in der Zionsgemeinde in der Neustadt

„Solidarität ist unsere Stärke“ – so hieß es am 27. November 2015 wieder zum 50. Solidaritätsbasar. Es ist deprimierend, aber die Welt ist heute nicht weniger kriegerisch als vor 50 Jahren. Niemals gab es mehr Flüchtlinge als heute, und 60 Millionen sind auf der Flucht, weil ihr Leben bedroht ist. Der Solidaritätsbasar fand wieder kurz vor dem Weihnachtskonsumrummel statt, aber dieses Mal an einem neuen Ort, in der Zions-Gemeinde in der Neustadt. Rd. 200 Menschen, um viele alte und neue Bekannte zu treffen und ihre Solidarität zu bekunden und zu spenden. Es gab – wie es schon Tradition in der Stephani-Gemeinde über all die Jahre gewesen ist – einen bunten Basar mit Büchern, Kunsthandwerk, Gekochtem, Gestricktem, Gebackenem u.a.m. sowie mit Essen und Trinken. Weiterlesen

Die Entlassung des Journalisten Killy und seine „Antisemitischen Verschwörungstheorien“ – und was wir daraus lernen können –

Keine zwei Jahre dauerte die Tätigkeit Daniel Killys beim Weser-Kurier, wo er zunächst im Januar von BILD kommend als Chef vom Dienst (CVD) in leitender Funktion eingestellt wurde. In dieser leitenden Funktion direkt hinter dem Chefredakteur hatte er die verantwortungsvolle Aufgabe die Produktionsabläufe in diesem Unternehmen mit den diversen Aufgabenfeldern zu koordinieren und zu optimieren. Zugleich aber betätigte er sich von Beginn an auch redaktionell mit Artikeln und Kommentaren. Weiterlesen

KaDeWe revidiert seine Entscheidung und entschuldigt sich

Foto: screenshot von http://www.kadewe.de/

Der Druck auf das Management vom Edelkaufhaus KaDeWe in Berlin war dann wohl doch zu groß geworden. Es teilte jedenfalls am Sonntag über Facebook und Twitter mit, dass es seine ursprüngliche Entscheidung, Produkte aus den von Israel besetzten Gebieten (es handelte sich um acht Weine der Marke „Gamla“ von den Golan-Höhen) aus dem Sortiment zu nehmen, revidiert habe. Man habe „hausintern zu rasch und unsensibel gehandelt“. Das Unternehmen sprach ausdrücklich sein Bedauern darüber aus, dass es „durch dieses falsche Verhalten seitens der KaDeWe-Group zu Missverständnissen“ gekommen sei. Weiterlesen

KaDeWe nimmt Produkte aus Israels Siedlungen aus dem Verkauf

Wie spiegel-online gestern meldete, hat das Berliner „Kaufhaus des Westens“ (KaDeWe) entschieden, Produkte, die nach der neuen EU-Kennzeichnungspflicht aus den von Israel besetzen Gebieten stammen und trotzdem nicht als solche gekennzeichnet sind, aus dem Sortiment zu nehmen. Wie KaDeWe-Sprecherin Petra Fladenhofer laut Spiegel erklärte, Weiterlesen

Gideon Levy: „Does unconditional support for Israel endanger Israeli voices?“

Am 10. April 2015 fand in Washington D.C. im National Press Club eine Konferenz zur Rolle und zu den Auswirkungen der Israel Lobby statt. Gefragt wurde in über 20 Beiträgen: „The ISRAEL LOBBY: Is it good for the US? Is it good for Israel?“ Besonders interessant (und ziemlich gut verständlich): die Rede des renommierten Haaretz-Korrespondenten Gideon Levy: Sein Thema: „Does unconditional support for Israel endanger Israeli voices?“

Auf der Konferenz wurden u.a. die weiteren Themen behandelt:

  • Grant Smith: How big is the Lobby and what does it do? An overview of the 501(c) universe
  • Grant Smith: How big is the Lobby and what does it do? An overview of the 501(c) universe
  • Seth Morrison: From the Jewish National Fund to Jewish Voice for Peace and BDS
  • Jeffrey Blankfort: The ADL: Covert action, censure, and courting law-enforcement
  • Prof. Richard Falk: Weakening and discrediting the UN: The work of pro-Israel NGOs
  • Miko Peled: How the Lobby enables Israeli policy: Views of an Israeli in America

Alle Infos und Videos der Reden hier: http://israellobbyus.org/