Zakariya Masoud ist gestorben

Zacariya Masoud

Der gute Freund und politische Mitstreiter Zakariya Masoud hat uns für immer verlassen. Nach langem Leiden, das er tapfer und mit unbeugsamer Hoffnung auf Besserung bis zur letzten Minute ertragen hat, ist er in der Nacht zum Montag gestorben. Von Geburt war er Palästinenser, und das Schicksal seines Volkes hat sein ganzes Leben geprägt. Anders als wir, die wir uns sozusagen „von außen“ aus Empörung über das Unrecht, das man diesen Menschen seit Jahrzehnten angetan hat und immer noch antut, engagieren, war Zakariya unmittelbar betroffen und deshalb absolut authentisch. Er war ein direktes Opfer der Nakba (der palästinensischen Katastrophe von 1948, die eine ethnische Säuberung war). Als die zionistischen Milizen im April diesen Jahres Haifa stürmten, Weiterlesen

Der Rassismus in Israels Erziehungssystem

Bei dem Versuch, den Mord an Mohammed Abu Khdeir aus Shoafat, einem von Muslimen bewohnten Stadtteil Jerusalems, zu verstehen, klagt heute die israelische Tageszeitung „Ha’retz“ den gerade unter jungen Israelis verbreiteten Rassismus gegenüber Palästinensern an. Der Rassismus wuchere in der israelischen Gesellschaft wie ein Krebsgeschwür. Zehntausende seien infiziert. In den letzten Tagen hätte es jede Menge an Aufrufen zu Gewalt und Rache für die drei ermordeten Talmud-Studenten gegeben. Es läuft einem kalt den Rücken runter, wenn man in einige der Facebook-Kampagnen hineinsieht. Eine Gruppe mit dem Namen „The people of Israel demand revenge“ hatte inerhalb von zwei Tagen über 35.000 Mitglieder, viele von ihnen Soldaten. Viele schickten Fotos von sich. Zwei lächelnde weibliche Teenager z.B. umarmen sich und halten ein Stück Papier hoch mit der Aufschrift:  “Hating Arabs is not racism, it’s values.” Weiterlesen

Gesellschaft Schweiz-Palästina (GSP): Zur Zuspitzung der Gewalt in den besetzten Gebieten

Die Entführung und Tötung von drei jugendlichen Siedlerkolonisten in der Westbank ist zu verurteilen. Zu verurteilen ist jedoch auch die Erschiessung von 10 Palästinensern, unter ihnen zwei 7 und 15-jährige Jugendliche durch die israelischen „Sicherheitskräfte“. 1’500 Wohnungen von PalästinenserInnen wurden – verteilt über die ganze Westbank und meist mitten in der Nacht – durchsucht und geplündert. Weiterlesen

Amnesty International: „Kollektive Bestrafung wird nicht die Gerechtigkeit bringen, die die ermordeten Teenager verdienen“

Die Ermordung von drei entführten israelischen Teenagern verdient Gerechtigkeit. Doch manche falsch durchgeführten Übernacht-Aktionen und ihre fortlaufenden Praktiken laufen auf eine kollektive Bestrafung von Palästinensern in der Westbank hinaus und sind ein eklatanter Verstoß gegen die Vorgaben des internationalen humanitären Völkerrechts und der internationalen Menschenrechtsnormen, so Amnesty International. Weiterlesen

Ein willkommener Anlass zum Losschlagen

Israel reagiert auf den Mord an den drei Jugendlichen mit neuem furchtbaren Unrecht.

Arn Strohmeyer

Der Mord an den drei israelischen Jugendlichen ist moralisch verabscheuungswürdig und politisch äußerst dumm, weil er der Sache der Palästinenser wie früher die Selbstmordattentate nur schadet. Aber wenn man schon von Moral bzw. Unmoral spricht: Israel kommt dieser sinnlose Mord offensichtlich sehr gelegen. Denn nach der Bildung der nationalen Einheitsregierung kann die „moralischste Armee der Welt“ nun rücksichtslos und brutal gegen die Palästinenser insgesamt losschlagen, politische Institutionen zerstören, Hamas-Leute gleich massenhaft festnehmen und das Bombardement auf Gaza fortsetzen. Und das alles, obwohl niemandem bisher wirklich Schuld nachgewiesen werden konnte. Weiterlesen

Entführte Jugendliche bei Hebron tot aufgefunden. Erklärung von Gush Shalom

Die drei mutmaßlich entführten jungen Talmudstudenten sind auf einem Feld unter einem Steinhaufen nordwestlich von Hebron tot aufgefunden worden. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu rief sofort nach dem Fund das Sicherheitskabinett zusammen und erklärte laut Tagesschau v. 30. Juni 2014: „Die Hamas ist dafür verantwortlich, und die Hamas wird dafür bezahlen.“  Die Studenten seien entführt und kaltblütig „von Tieren in Menschengestalt“ ermordert worden. Weiterlesen

„Sleepless in Gaza – Israeli drone war on the Gaza Strip“

14-06-29 sleepless_in_gaza-300x298Am 1. Juli 2014 wurde bekannt, dass die israelische Regierung gegen den Referenten, Dr. Atef Abu Saif, ein Ausreiseverbot verhängt hat. Wie die Rosa-Luxemburg-Stiftung mitteilt, sollte die Gaza-Veranstaltung in Berlin am 1. Juli mit Katja Hermann (Büroleiterin der RLS in Ramallah) und Norbert Schepers (RLS Bremen) stattfinden. In Hamburg wird es am 3. Juli eine Ersatzveranstaltung mit Prof. Norman Paech und Norbert Schepers geben. Die Veranstaltungen in Kassel und Kiel werden nicht stattfinden. Die Studie „Sleepless in Gaza“ hier. (aus: junge Welt v. 01.07.14).

In der Studie „Sleepless in Gaza – Israeli drone war on the Gaza Strip“, Ramallah 2014, berichtet Atef Abu Saif Weiterlesen

Die EU als zahnloser Papiertiger

14-06-27 eu als zahloser papiertiger_jiDie Abgeordnete des Europa-Parlaments Véronique de Keyser hat eine äußerst kritisches Buch über die Brüsseler Nahost-Politik geschrieben

Arn Strohmeyer

Wenn man kritisch urteilt (so wie die Autorin es tut), kann man die Politik der EU gegenüber Israel und den Palästinensern als „wenig glorreich“, als „Versagen“ und „Verrat“ (an den eigenen Werten) bezeichnen. Wenn man die diplomatische Höflichkeit völlig beiseitelässt, kann das Urteil nur lauten: mutlos und feige bis zur Verantwortungslosigkeit, ziel- und konzeptlos, absurd bis zum Irrsinn. Auch sonst überzeugten Europäern können da Zweifel am Sinn und der Existenzberechtigung Weiterlesen

„Yasher Koach Presbyterians!“

14-06-22 presbytarians

Bild aus „Jewish Voice for Peace“

Am 20. Juni 2014 stimmte die General Assembly der Presbyterianischen Kirche in den USA mit einer hauchdünnen Mehrheit (310 gegen 303) für einen Divestment-Beschluss. Das bedeutet, dass die Glaubensgemeinschaft ihre Kapitalbeteiligungen von Unternehmen, die von der israelischen Besatzung profitieren, abziehen und sich auf „positive investments“ konzentrieren werde.

Die „Jewish Voice for Peace“ begrüßte diesen Beschluss sofort und enthusiastisch. Weiterlesen

Entführte israelische Teenager müssen freigelassen werden; Israel muss kollektive Bestrafung von Palästinensern einstellen

14-06-21 attacAmnesty International fordert die unverzügliche und bedingungslose Freilassung der drei israelischen Jugendlichen, die am Abend des 12. Juni 2014 in der Westbank entführt wurden. Außerdem verlangt Amnesty International von den israelischen Behörden, dass sie alle Maßnahmen einstellen, die seit der Entführung gegen die palästinensische Bevölkerung in der Westbank und anderswo verhängt wurden und auf eine kollektive Bestrafung hinauslaufen. Weiterlesen