Die politischen Zionisten behaften den Diaspora-Juden seit jeher mit allerlei Schmähungen. »Schwach« und »unproduktiv« sei er − ein »Nervenjude«. Laut zionistischer Ideologie habe dieser seine Existenzberechtigung nur noch als zu überwindender Gegensatz zum propagierten »Muskeljuden« (Max Nordau), erklärt Moshe Zuckermann. Dabei sei »es gerade das hybride Milieu der Diaspora, das es dem Judentum ermöglichte, besondere Produktivität zu entfalten«, meint der israelische Historiker und verweist auf Heinrich Heine, Karl Marx, Theodor W. Adorno. Weiterlesen
Politischer Rap: „Antideutsche / Tahya Falastin“
Vor einigen Wochen haben die Musiker Kaveh und Thawra den Antideutschen einen Song gewidmet und damit ihre Solidarität mit Palästina deutlich gemacht. Das Video wurde in den ersten drei Wochen über 24.000 und bis jetzt (30.01.17) mehr als 125.000 angeklickt. Und im Internet massiv angegriffen. (Mehr dazu hier) Der Text dieses Rap-Videos Weiterlesen
Wem gehört Jerusalem? Kämpfe um die heilige-unheilige Stadt
Vortragsveranstaltung mit Daniel Seidemann und Saman Khoury am Donnerstag, 9. Februar 2017 um 19.00 Uhr in der Villa Ichon (Goetheplatz 4). Zum Inhalt: Der international umstrittene israelische Siedlungsbau in und um Jerusalem steht paradigmatisch für die israelisch-palästinensischen Konfliktlage, die sich v.a. an territorialen und bevölkerungspolitischen Linien entfalten. Konkurrierende religiöse, nationale und historische Narrative Weiterlesen
Ilan Pappe zu Gast beim Luxemburger Palästina-Komitee

Ausriss aus Taqeblatt Letzebuerg (Luxemburg) v. 25.01.2017
Ilan Pappe war beim Luxemburger Palästina-Kommittee zu Gast. Dies nahm die 2. Tageszeitung des Landes, das „Tageblatt Letzeboerg“, zum Anlass, ein umfangreiches Interview mit ihm zu führen. Ilan Pappe ist wieder einmal sehr klar in seinen Positionen. Die Veröffentlichung des Interviews durch das Tageblatt ist ebenso bemerkens- wie – für hiesige Medien – nachahmenswert.
Das Gespräch begann mit einem Rückblick auf den Staatsbesuch des Luxemburgischen Premier Xavier Bettel im vergangenen September in Israel, wobei es hauptsächlich um Kooperationen im akademischen Bereich ging. Ramalla sei der Form wegen und erst nach massivem diplomatischen Druck in das offizielle Programm aufgenommen worden. Die Kooperation sei als unpolitisch dargestellt worden. Weiterlesen
„Israelkritik und Antisemitismus“ – Abi Melzer im völlig überfüllten Saal des Gästehauses der Universität Bremen
Der Andrang zum Vortrag von Abi Melzer am 21. Januar 2017 im Gästehaus der Universität Bremen auf dem Teerhof war unerwartet groß. Der Saal war mit mehr als 150 Menschen übervoll, einige setzten sich in den Gängen auf den Fußboden, einige versuchten vor dem Saaleingang, dem Geschehen zu folgen, und etliche sind wohl auch wieder gegangen. Es wurde spannend, zumal auch eine Gruppe aus der Szene der Antideutschen Weiterlesen
Meinungsfreiheit an Berliner Universität – Peinliche Posse bei den Politologen
Ganz erstaunlich: in einem sehr kritischen Artikel attackiert Daniel Bax, seines Zeichens Inlandsredakteur der Taz (Berliner Redaktion) die Vorwürfe der Pro-Israel-Lobby in Berlin gegen die Dozentin Eleonora Roldán Mendivíl. Es geht um die Nicht-Erteilung eines Lehrauftrages am bekannten Otto-Suhr-Instituts an der Berliner Freien Universität. Die NachDenkSeiten brachten am 19. Januar 2017 Auszüge aus dem Taz-Artikel. Darin heißt es: Weiterlesen
In der Sackgasse. Konferenz zu Nahostkonflikt endet ohne Überraschungen. Netanjahu setzt auf Unterstützung von Trump
Ohne die Anwesenheit von politischen Vertretern aus Palästina und Israel ist am Sonntag in Paris eine »Internationale Konferenz für Frieden im Nahen Osten« zu Ende gegangen. Außenminister und Diplomaten aus 70 Staaten sowie Gesandte von internationalen Hilfsorganisationen, der UNO, der Arabischen Liga und von der EU waren der Einladung des französischen Außenministers Jean-Marc Ayrault gefolgt, um über einen Weg aus dem anhaltenden Konflikt zu diskutieren. Weiterlesen
Präsident Trump – Hoffnung der Rechtsnationalisten in Israel
Der künftige US-Botschafter in Israel, David Friedman, ist Chef einer Organisation, die jährlich Spenden in Millionenhöhe für israelische Siedlungen im Westjordanland einsammelt. Einer der Spender ist Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner – künftig Berater des US-Präsidenten auch in Nahost-Themen. Trump selbst hat ebenfalls schon gespendet. Weiterlesen
„Israelkritik und Antisemitismus“ – Vortrag von Abi Melzer
Abi Melzer, Herausgeber der Zeitschrifrt „Der Semit“, einer viel gelesenen jüdischen online-Zeitschrift, hält am Samstag, 21. Januar 2017 um 18 Uhr im Universitätsgästehaus einen Vortrag Weiterlesen
Ja, wir können.
Text von Uri Avnery vom 7. Januar 2017.
WÄHREND DES 2. WELTKRIEGES, als deutsche Bomber England terrorisierten, stand eine kleine Gruppe britischer tapferer Flieger ihnen gegenüber. Ihre Lebenserwartung wurde nach Tagen gezählt. Ein findiger Geist im Propagandaministerium gestaltete ein Poster: „Wer fürchtet sich vor der deutschen Luftwaffe?“ Als dieses an einer der Königlichen Luftwaffenbasen angebracht wurde, hat eine anonyme Hand darunter geschrieben: „Unterschreibe hier“!. Weiterlesen
