Lilian Rosengarten ist eine deutsche Jüdin, die 1935 aus Frankfurt mit ihren Eltern in die USA flüchten konnte. Jetzt ist sie 80 Jahre alt und absolviert zur Zeit eine Vortragsreise durch Deutschland (Darmstadt, Königswinter, Düren, Gießen, Frankfurt, Heidelberg, Hagen, Hannover, Berlin.) Am 13. September war sie auf Einladung einiger Bremer Gruppen (Bremer Informationszentrum für Menschenrechte und Entwicklung [biz], Deutsch-Palästinensische Gesellschaft [DPG], AK-Nahost, Bremer Friedensforum, Nahost-Forum Bremen und Israelisches Komitee gegen Hauszerstörungen [ICAHD]) in das Bremer Überseemuseum gekommen, um ihre gerade erschienene Autobiographie („Ein bewegtes Leben: Von den Schatten Nazi-Deutschlands zum jüdischen Boot nach Gaza“, Zambon-Verlag 2015) vorzustellen. Weiterlesen
Eitan Bronstein, Zochrot: „Die Nakba ist auch Israels Geschichte“
Am 1. November 2014 war Eitan Bronstein auf Einladung der IPPNW in Berlin und hat über die Arbeit von „Zochrot“ berichtet. Im Folgenden findet ihr das Interview mit Bronstein, das die Alsharq-Journalisten Lea Frehse, Christoph Dinkelaker und Tobias Pietsch in der IPPNW-Geschäftsstelle geführt haben. Eitan Bronstein und seine Organisation „Zochrot“ werben unter jüdischen Israelis für die Aufarbeitung der „Nakba“. Ein Interview über Schrecken der Vergangenheit, Schläge gegen Linke und die iNakba-App. Weiterlesen
Klartext auf der Antikriegskonferenz
Bei der Planung für die »Regionale Antikriegskonferenz (RAKK) 2015«, die am Samstag ganztägig in den Räumen der Zionsgemeinde in Bremen stattfand, konnten die Organisatoren nicht ahnen, dass die Flüchtlingskrise sich in den letzten Tagen und Wochen davor so dramatisch zuspitzen würde. Auch deshalb stand Markus Saxinger, seit 1998 Aktivist der »Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen«, mit seinem Referat im Mittelpunkt. Er kam sofort auf das zu sprechen, was im jetzigen Medienrummel so sorgfältig verschwiegen wird, nämlich auf die Hintergründe der Fluchtursache Krieg. Weiterlesen
Antisemitismus-Kampagne gegen links: ein politischer Rufmord
von Ludwig Watzal
Die Partei DIE LINKE hat kein Antisemitismus-Problem, was die Denunzianten aus Wissenschaft, Politik und öffentlichen Meinungsmachern auch wissen, die bestimmen, wer “Antisemit” ist. Um den vermeintlichen Antisemitismus in der Linkspartei geht es den Verleumdern auch gar nicht. Gleichwohl befindet sich die Linkspartei seit diesen grundlosen Behauptungen in der Defensive. Weiterlesen
Klare Worte von Oberbürgermeister Dr. Schröter aus Jena
So klare Worte, wie sie hier der Oberbürgermeister Dr. Schröter aus Jena findet, so gerade heraus wie er sich zu Landraub und Willkür durch Israel gegenüber den Palästinensern äußert – das würde man sich öfters wünschen von unseren Politikern und Politikerinnen. Einen gleichlautenden Brief wie an die Bundeskanzlerin hat er an die Bundesminister Steinmeier und Gabriel, an EP-Präsident Schulz, an die Deutsche Botschaft in Tel Aviv und an das Vertretungsbüro in Ramallah verschickt. Einen gleichlautenden Brief wie an den israelischen Botschafter wird er (auf englisch) an den Premierminister Netanjahu schicken. (Rolf Verleger) (Brief als Faksimile hier) Weiterlesen
„Eine aufgeklärte Besatzung?“ – ein erstaunlich kritischer Artikel in der „Zeit“ und ein Leserbrief von Claus Walischewski

Claus Walischewski (ICAHD Deutschland)
Warum der Terror der Siedler auf Israels Rechtsstaat beruht. von Omri Boehm (DIE ZEIT Nº 32/2015 v. 06. August 2015)
Im März dieses Jahres erteilte der damalige militärische Oberbefehlshaber über das Westjordanland, der israelische Generalmajor Nitzan Alon, den Befehl, sämtliche vom israelischen Parlament verabschiedeten Strafgesetze auch auf die palästinensische Bevölkerung anzuwenden. Zuvor hatten zwei getrennte Rechtsordnungen bestanden: das israelische Recht, das im Westjordanland nur für Juden gilt, und das Militärrecht, dem alle anderen unterliegen. Seit Juni 2015 ist der Inhalt der beiden Rechtsordnungen, das heißt, sind die Gesetze selbst identisch. Weiterlesen
Die Antikriegskonferenz in der Zionsgemeinde
Das Nahost-Forum Bremen unterstützt die Regionale Antikriegskonferenz, die am 5. September von 11 – 17 Uhr in der Zionsgemeinde, Kornstraße 31, stattfindet. Die Konferenz behandelt u. a. Themen, die auch Themen des Nahostforums sind, z. B. Nuklearwaffen, Drohnen, Fragen des Völkerrechts, die Verfolgung von Kriegsverbrechen usw. So weit die Referate nicht direkt Bezug auf die Situation in Israel/Palästina nehmen, besteht im Rahmen der Diskussion die Möglichkeit, darauf hinzuweisen.
Es sind acht Vorträge geplant, die nicht länger als jeweils 20 Minuten dauern, damit Gelegenheit und genügend Zeit zur Diskussion (auch für Pausen) bleibt. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist erforderlich unter: info@bremerfriedensforum.de. Weiterlesen
„Symptome einer gesellschaftlichen Erkrankung“

David Grossman. Copyright: Das blaue Sofa / Club Bertelsmann.
Der letzte Abschnitt aus einem Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung v. 04.08.15 von David Grossman mit dem Titel „Der Extremismus greift um sich“ ist bemerkenswert.
„Wie wir aus dieser Kalamität herauskommen und zur Normalität zurückkehren könnten, ist schwer zu sagen. Durch ihre Nachgiebigkeit angesichts des Aktivismus der Siedler, durch ihre innere Übereinstimmung mit ihnen, haben Netanjahu und seine Freunde (und auch die meisten seiner Amtsvorgänger) diesen Vorgängen Vorschub geleistet, und nun sind sie von der Wirklichkeit eingeholt worden und sehen ihr erschrocken und wie gelähmt zu. Weiterlesen
Es reicht! (von Richard C. Schneider)
Vorbemerkung: Hier kommt es nicht so sehr auf den Inhalt als auf den Autor an. Es ist Richard C. Schneider, der als Studioleiter und Chefkorrespondent der ARD in Tel Aviv fast ein Monopol auf die Palästina-Berichterstattung hat und für seine recht einseitigen Berichte vor allem während des letzten Gaza-Krieges bekannt ist. Hier äußert er sich ganz anders, aber – soweit bekannt – bis jetzt nicht in einem der ARD-Hörfunk- oder TV-Sender. (S.H.)
Ein palästinensisches Baby ist bei lebendigem Leibe verbrannt. Verbrannt, weil jüdische Extremisten das Haus der Familie angezündet haben. Aus Hass, aus Rassismus, aus religiösem Eifer. Alle israelischen Politiker verurteilten die Tat als blanken Terror. Netanyahu sprach von Terror und auch der Führer der Siedlerpartei Naftali Bennet. In Israel wurde das als grosses Ereignis bejubelt. Weiterlesen
Ein Verkehrschaos mitten in der Wüste – eine Demo für Susiya
Das palästinensische Dorf Susiya südlich von Hebron liegt in der C-Zone, befindet sich also unter der direkten militärischen und verwaltungstechnischen Kontrolle der israelischen Militärbehörden. Ihm droht (wieder einmal) der Abriss auf der Grundlage eines Beschlusses, den die siedlernahe Organisation „Regavim“ durchsetzen konnte. Der Protest gegen die Zerstörung ist dieses Mal weltweit. Anfang letzter Woche appellierten sogar die EU und die USA an Israel, den Plan aufzugeben. Nach den jüngsten Meldungen (Ha’aretz v. 26.07.15) wird die Zerstörung des Dorfes zur Zeit nicht durchgeführt, da aktuell in einem internen Report der Armee (IDF) bestätigt worden sei, dass sich das Land nachweislich in Privatbesitz befindet und die Bewohner aus diesem Grund nicht zum Verlassen ihres Besitzes gezwungen werden können.
Adam Keller von Gush Shalom berichtete am 25.07.15 in seinem Blog über eine große Demonstration zur Unterstützung der Dorfbewohner. Weiterlesen

